  {"id":22162,"date":"2023-07-13T15:21:10","date_gmt":"2023-07-13T13:21:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18396-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:12","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:12","slug":"18396-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18396-01\/","title":{"rendered":"Fachtagung: Umweltausstellungen in Umweltbildung und Umweltberatung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Umweltausstellungen erfreuen sich in der Umweltbildung und in der umweltbezogenen \u00d6ffentlichkeitsarbeit gro\u00dfer Beliebtheit: als Anschauungs- und Lernobjekte im Schulunterricht wie bei Erwachsenenbildungsveranstaltungen, als Aufh\u00e4nger f\u00fcr Aktionen zum Tag der Umwelt, als Blickf\u00e4nger f\u00fcr Umweltin-formationsveranstaltungen oder als Teil des Rahmenprogramms von Umweltmessen. \u00dcber die Arbeit der Ausstellungsagentur Umwelt hat der Wissenschaftsladen Hannover einen guten \u00dcberblick \u00fcber die zur Zeit verf\u00fcgbaren Umweltausstellungen und ihre Qualit\u00e4t. Es hat sich u.a. gezeigt, dass es zu einigen wichtigen Umweltthemen keine oder nur begrenzt nutzbare Angebote gibt und dass bei vielen Ausstellungen noch immer deutliche Defizite hinsichtlich Zielgruppenansprache, inhaltlicher Aufbereitung, textlicher Darstellung, grafischer Gestaltung und\/oder Handhabbarkeit auftreten. Ziel der Fachtagung ist es, Bildungstheoretiker, Praktiker aus Umweltbildung und Umweltberatung, Ersteller und Anbieter von Um-weltausstellungen, Grafiker, Szenografen, Anbieter von Ausstellungssystemen und Nutzer von Ausstellungen (Schulen, Kommunen, Unternehmen) zusammenzubringen, um den inhaltlichen Austausch zu verbessern, Beispiele gelungener Ausstellungen kennen zu lernen, erfolgversprechende Konzepte zu diskutieren und Kooperationen anzuregen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Tagung setzt sich aus verschiedenen Tagungsbausteinen zusammen: Vortr\u00e4ge, Fachgespr\u00e4che und Kreativ-Werkst\u00e4tten. Die Vortr\u00e4ge zu Beginn der Tagung f\u00fchren in die Anforderungen und die M\u00f6glichkeiten von Umweltausstellungen als Mittel der Umweltbildung ein. In den Fachgespr\u00e4chen werden einzelne Aspekte im Zusammenhang mit der Erstellung und dem Einsatz von Umweltausstellungen vertieft diskutiert. In den Kreativ-Werkst\u00e4tten werden Konzeptideen f\u00fcr Ausstellungen zu vorgegebenen Themen entwickelt. Begleitend zur Tagung wird eine Umweltausstellungs-Galerie durchgef\u00fchrt. In der Galerie werden Umweltausstellungen professioneller Ausstellungsmacher und Sch\u00fcler-Umweltausstellungen gezeigt. Die Sch\u00fclerausstellungen werden im Rahmen eines Wettbewerbs von einer Jury ausgew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Tagungsband mit Leitfaden f\u00fcr die Erstellung von UmweltausstellungenDie Vortr\u00e4ge der Referenten und die Ergebnisse aus den Fachgespr\u00e4chen und Kreativwerkst\u00e4tten wurden in einem Band zur Tagung zusammengestellt (s. Dokumentation). Darin enthalten ist ebenfalls ein Leitfaden mit Hinweisen und Anregungen, die bei der Erstellung von Umweltausstellungen beachtet werden sollten. Dieser ist aus den Ergebnissen der Tagung und den Erfahrungen der Ausstellungsagentur UMWELT hervor gegangen. Der Tagungsband wurde an alle Teilnehmer der Tagung versandt und \u00fcber Mitteilungen an kommunale und \u00f6kologische Fachzeitschriften beworben.<br \/>\nAus dem Gesamtprojekt Umwelt ausgestellt &#8211; Umweltausstellungen in Umweltbildung und Umweltberatung lassen sich viele Anregungen f\u00fcr die Arbeit mit und an Umweltausstellungen ableiten:<br \/>\n\u00b7\tIn dem Vortrag von Hans-Joachim Klein und dem Fachgespr\u00e4ch zur Evaluation wurde deutlich, dass die Evaluation von Umweltausstellungen immer noch ein aktuelles Thema ist: Nur die wenigsten Ausstellungen werden evaluiert und das umweltp\u00e4dagogische Ziel von Ausstellungen, n\u00e4mlich Ein-stellungen und Verhaltensweisen bei den Besuchern zu ver\u00e4ndern, l\u00e4sst sich kaum messen.<br \/>\n\u00b7\tAuch die Frage nach umweltgerechten Ausstellungssystemen ist ein Thema, an dem noch weiterzuarbeiten ist. Bislang existieren noch keine Umweltbilanzen f\u00fcr einzelne Systeme und die Ersteller von Umweltausstellungen sind weiter auf Vermutungen dar\u00fcber angewiesen, ob die eingesetzten Materialien eine bessere Bilanz aufweisen als andere. Hier w\u00e4re es interessant, Umweltbilanzen f\u00fcr die in Umweltausstellungen eingesetzten Materialien zu erstellen und diese miteinander zu verglei-chen. Auf diese Weise lie\u00dfen sich Empfehlungen f\u00fcr die Auswahl von umweltgerechten Materialien und Ausstellungssystemen erarbeiten, die den jeweiligen Einsatzort und -zweck ber\u00fccksichtigen.<br \/>\n\u00b7\tIn den Vortr\u00e4gen von Andreas Pallenberg und Werner Henkel sowie in den Kreativwerkst\u00e4tten zeigte sich, dass die Einbindung von K\u00fcnstlern neue und spannende Anregungen f\u00fcr die Erstellung von Umweltausstellungen liefern kann. Gerade in den Kreativwerkst\u00e4tten wurden neue Formen f\u00fcr Umweltausstellungen diskutiert, die auch mal eine Performance oder eine Schweigeminute einschlos-sen (s. Tagungsband). Ein zuk\u00fcnftiges Projekt k\u00f6nnte sich damit besch\u00e4ftigen, genau diese Verbindung von Kunst und Umweltausstellungen zu st\u00e4rken.<br \/>\n\u00b7\tAls Ergebnis des durchgef\u00fchrten Projekts und der Arbeit der Ausstellungsagentur UMWELT l\u00e4sst sich aber auch festhalten, dass Ausstellungen als Medium der Umweltkommunikation noch viel zu selten in Schulen und Unternehmen eingesetzt werden. Das bezieht sich sowohl auf die eigene Erstellung von Ausstellungen als auch auf den Einsatz vorhandener Ausstellungen in den Schulen und Unternehmen.<br \/>\n\u00b7\tEin Mittel, um die Erstellung von Umweltausstellungen durch Sch\u00fcler zu f\u00f6rdern, k\u00f6nnte die Durchf\u00fchrung eines breit angelegten Wettbewerbs sein. Dieser sollte mit einem Ideenwettbewerb beginnen. Die Sch\u00fcler mit den besten Ausstellungsideen erhalten im weiteren Verlauf des Wettbewerbs eine fachliche und finanzielle Unterst\u00fctzung bei der Umsetzung ihrer Ideen und nehmen mit der fer-tigen Ausstellung am Abschlusswettbewerb teil.<br \/>\n\u00b7\tF\u00fcr die Verbreitung von vorhandenen Ausstellungen an Schulen w\u00e4re es denkbar, \u00fcber Deutschland verteilt vier Ausstellungszentralen einzurichten, die interessante Ausstellungen f\u00fcr einen l\u00e4ngeren Zeitraum und somit zu g\u00fcnstigeren Konditionen von den Besitzern ausleihen, f\u00fcr den Unterricht aufbereiten und dann jeweils in der dazugeh\u00f6rigen Region an Schulen verleihen. Auf diese Weise k\u00f6nnten die Kosten f\u00fcr die Ausleihe und den Transport der Ausstellungen verringert werden und die Einbindung in den Unterricht w\u00fcrde erleichtert &#8211; zurzeit sind dies die h\u00e4ufigsten Gr\u00fcnde daf\u00fcr, dass Schulen so selten Gebrauch von Umweltausstellungen machen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Zur \u00d6ffentlichkeitsarbeit f\u00fcr die Veranstaltung geh\u00f6rten der Versand der Einladungen zur Besichtigung der Ausstellungsgalerie und der Wettbewerbsunterlagen an Schulen, die Beilage des Tagungsfalters in Fachzeitschriften, die Erstellung von Internet-Seiten zur Veranstaltung, der Versand von Pressemitteilungen sowohl zum Sch\u00fclerwettbewerb Umweltausstellung als auch zur Tagung nebst Ausstellungsga-lerie UMWELT.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Ziel der Veranstaltung und des gesamten Projekts war es, eine Plattform f\u00fcr den Austausch aller mit Ausstellungen befassten Personen im Umweltbereich anzubieten, seien es nun Mitarbeiter von Umweltverb\u00e4nden, Bildungseinrichtungen und Museen, von Kommunen und Beh\u00f6rden, Ersteller von Umweltausstellungen, Mitarbeiter von Grafikb\u00fcros oder Angestellte von Hochschulen. Die vielen positiven R\u00fcckmeldungen von Tagungsteilnehmern und Referenten zeigen, dass dieses Ziel erreicht worden ist. Auch tr\u00e4gt der zur Tagung erschienene Dokumentationsband zu einem weiteren Austausch bei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Umweltausstellungen erfreuen sich in der Umweltbildung und in der umweltbezogenen \u00d6ffentlichkeitsarbeit gro\u00dfer Beliebtheit: als Anschauungs- und Lernobjekte im Schulunterricht wie bei Erwachsenenbildungsveranstaltungen, als Aufh\u00e4nger f\u00fcr Aktionen zum Tag der Umwelt, als Blickf\u00e4nger f\u00fcr Umweltin-formationsveranstaltungen oder als Teil des Rahmenprogramms von Umweltmessen. \u00dcber die Arbeit der Ausstellungsagentur Umwelt hat der Wissenschaftsladen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[64,2423],"class_list":["post-22162","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-niedersachsen","tag-umweltkommunikation"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"18396\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-18396.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"39.246,76","dbu_projektdatenbank_firma":"Wissenschaftsladen Hannover e. 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