  {"id":22139,"date":"2023-07-13T15:21:06","date_gmt":"2023-07-13T13:21:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18327-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:08","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:08","slug":"18327-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18327-01\/","title":{"rendered":"Interdisziplin\u00e4re Sommerschule f\u00fcr Nachhaltige Chemie"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die neuen Konzepte der nachhaltigen Chemie sollen themenspezifisch etwa 60 Studenten, Studierende und Doktoranden der Chemie, Materialwissenschaften, Biochemie, Biotechnologie von deutschen Hochschulen und Fachhochschulen dargestellt werden. Es ist beabsichtigt, dass auch Chemielehrer angesprochen werden sollen, um die neuen Konzepte der Nachhaltigkeit in ihrem Unterricht einzubauen. Dabei soll das Thema der nachhaltigen Entwicklung durch einen interdisziplin\u00e4ren Diskurs von Naturwissenschaftlern mit Geisteswissenschaftlern behandelt werden. Durch die Sommerschule werden auch die Absichten des Projekts Erarbeitung eines organisch-chemischen Praktikums f\u00fcr das neue Jahrtausend -Ein Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Veranstaltung soll die in chemischen Fachkreisen gef\u00fchrte Diskussionen zu dem Themengebiet Nachhaltige Chemie und Green Chemistry einer breiteren \u00d6ffentlichkeit und vor allem dem chemischen Nachwuchs an den deutschen Hochschulen n\u00e4her gebracht werden. Nachdem die Konzepte der Green Chemistry vor allem in den angels\u00e4chsischen L\u00e4ndern entwickelt wurden, besteht dringender Bedarf die neuen Ans\u00e4tze in Deutschland vorzustellen und weiter zu entwickeln. Alle wichtigen Themengebiete der nachhaltigen Chemie sollen durch die eingeladenen nationalen und internationalen Referenten behandelt werden. Wenn auch die Veranstaltung sich vorwiegend an deutschsprachige Teilnehmer richtet, werden internationale Vertreter als Vortragende an der Sommerschule teilnehmen. Die Konzepte der Nachhaltigkeit werden weitgehend interdisziplin\u00e4r behandelt. Daher sind auch kompetente Vertreter aus den Nachbardisziplinen zur Chemie vorgesehen. Damit hebt sich die Sommerschule signifikant von den in anderen L\u00e4ndern stattfindenden Veranstaltungen ab. Wichtige Themen der Sommerschule sind interdisziplin\u00e4re Fragestellungen \u00fcber Risikogenese und responsible care Konzepte. Es werden wichtige Anwendungsfelder behandelt, wie nachwachsende Rohstoffe, Anwendung katalytischer Prozesse, Verwendung von umweltfreundlichen L\u00f6sungsmittel. Daneben werden neue alternative Verfahren aus Elektrochemie, Photochemie und Materialwissenschaften vorgestellt. In Form von break-out-Gruppen werden verschiedene Themenfelder wie effizientere Synthesen, Biotechnologie, nachwachsende Rohstoffe f\u00fcr die chemische Produktion, Entwicklung von Ma\u00dfst\u00e4ben f\u00fcr Nachhaltigkeit in Ausbildung und Lehre in Form von kleinen Gruppen entwickelt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Sommerschule fand unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. W. A. Herrmann, dem Pr\u00e4sidenten der Technischen Universit\u00e4t  M\u00fcnchen unter der Leitung von Prof. Dr. H. Parlar und Prof. Dr. D. Lenoir in der Zeit vom 22. bis 26. Juli 2002 statt. 42 Teilnehmer hatten sich aus ganz Deutschland im Kardinal-D\u00f6pfner Haus auf dem Domberg in Freising eingefunden, um den derzeitigen Stand der Nachhaltigen Chemie kennen zu lernen. Es handelte sich vorwiegend um fortgeschrittene Chemiestudenten neben einigen anderen Interessenten. Das was in den angels\u00e4chsischen L\u00e4ndern unter green chemistry firmiert, wurde von  zwanzig Referenten vorwiegend aus dem deutschen Sprachraum vorgestellt. Die Tagung wurde aber  von zwei prominenten ausw\u00e4rtigen Sprechern aus den USA (T. Collins) und Italien (P. Tundo) eingef\u00fchrt. Es ging haupts\u00e4chlich darum, den Ressourcen- und Energieverbrauch zu reduzieren, nicht-erneuerbare Ressourcen durch erneuerbare zu ersetzen, Umweltschadstoffe bereits in der Syn-theseplanung zu vermeiden, problematische Stoffe durch umweltfreundliche zu ersetzen und das \u00f6kotoxische Schadstoffpotenzial bei Prozessen und Produkten zu minimieren. Einige Schwerpunkte hierzu wurden hierzu vorgestellt: Synthese und Prozesse ohne bzw. in weniger problematischen L\u00f6sungsmitteln durchzuf\u00fchren, neue und umweltfreundlich Oxidationsverfahren zu finden sowie neuartige und effi-ziente Katalysatoren f\u00fcr die organische Synthese zu entwickeln. Dazu kommen die Anwendung von neuen photochemischen und elektrochemischen Prozessen. Zur Bewertung des Erfolges der neuen, nachhaltigen Synthesen und Prozesse wurden neben dem Konzept der Atom\u00f6konomie auch vergleichende \u00d6kobilanzen benutzt. Das alles dient dem Ziel, die Lebensqualit\u00e4t zu verbessern und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der chemischern Industrie zu sichern. Im Sinne der Interdisziplinari\u00e4t der Sommerschule referierte der Sozialwissenschaftler und Chemiker Stefan B\u00f6schen \u00fcber die ver\u00e4nderte Wahrnehmung von Gefahren, die von den industriell hergestellten Produkten ausgehen k\u00f6nnen. Er pl\u00e4dierte f\u00fcr einen nachhaltigen Umgang mit dem Risiko. Das bedeutet, dass Wissenschaftler ihre Ergebnisse transparent machen, Risiken definieren und lernf\u00e4hig bleiben. Hierzu geh\u00f6rt auch die Frage: wie vermeiden wir zuk\u00fcnftige Ozonl\u00f6cher.<br \/>\nNichtwissen \u00fcber zuk\u00fcnftige Gefahren von neuen Technologien muss einkalkuliert werden. Es gab ein reichhaltiges Rahmenprogramm mit einer F\u00fchrung durch das BMW Recycling Werk in Lohof und eine Abendveranstaltung eines weithin bekannten Theologen \u00fcber das Prinzip der Achtsamkeit im Buddhismus. Es wurde von den Studenten eifrig diskutiert und argumentiert. Insgesamt kann man die Sommerschule als einen gro\u00dfen Erfolg bezeichnen, hierzu hat sicherlich auch die gute Atmosph\u00e4re und die Ambiente des Ortes beigetragen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt wird von der GDCh unterst\u00fctzt. Es wird in den Nachrichten aus der Chemie angek\u00fcndigt und wird besonders vom AK Ressourcen- und umweltschonende Synthese und Prozesse innerhalb der Fachgruppe Umweltchemie und \u00d6kotoxikologie \u00f6ffentlichkeitswirksam unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Auf Grund des Erfolgs der Sommerschule soll die Veranstaltung im Jahre 2003 an anderer Stelle (Jena) fortgef\u00fchrt werden. Hierbei werden die Ergebnisse der Fragebogenaktion ber\u00fccksichtigt: Weniger Vortr\u00e4ge und Begrenzung der Themenauswahl, um mehr Zeit zur ausf\u00fchrlichen Diskussion der Teilnehmer mit den Referenten und untereinander zu gewinnen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die neuen Konzepte der nachhaltigen Chemie sollen themenspezifisch etwa 60 Studenten, Studierende und Doktoranden der Chemie, Materialwissenschaften, Biochemie, Biotechnologie von deutschen Hochschulen und Fachhochschulen dargestellt werden. 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