  {"id":22110,"date":"2023-07-13T15:21:03","date_gmt":"2023-07-13T13:21:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18229-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:04","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:04","slug":"18229-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18229-01\/","title":{"rendered":"Erstellung einer Machbarkeitsstudie zum geplanten Umweltbildungszentrum Nationalpark Nieders\u00e4chsisches Wattenmeer (Spiekeroog)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Vorbereitung der Gr\u00fcndung eines Umweltbildungszentrums: verkn\u00fcpft werden sollen die umwelt-p\u00e4dagogischen Aufgaben eines Umweltbildungszentrums zur Unterst\u00fctzung der Nationalparkarbeit in einem touristischen Umfeld, die M\u00f6glichkeiten \u00f6kologischer Forschung durch Universit\u00e4ten in Kooperation mit dem naturwissenschaftlichen Unterricht der Schule und die traditionelle sch\u00fcleraktive Umweltbildungsarbeit der Hermann Lietz-Schule. Die erwarteten Synergieeffekte werden erg\u00e4nzt durch die besondere Lage der Schule: die drei im Nationalpark typischen Teillebensr\u00e4ume Watt, Salzwiesen und D\u00fcnen liegen in unmittelbarer N\u00e4he. Das Spiekerooger R\u00fcckseitenwatt ist zudem einer der Schwerpunkte der \u00d6kosystemforschung im Nieders\u00e4chsischen Wattenmeer.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenWissenschaftliche Zielgruppenanalyse: Die Analyse soll in Zusammenarbeit mit der Kurverwaltung Spiekeroog und der Fachhochschule Wilhelmshaven (angefragt) durchgef\u00fchrt werden, um Aufschl\u00fcsse \u00fcber die sozio\u00f6konomische G\u00e4stestruktur der Insel zu erhalten.<br \/>\nBauuntersuchung: Das Zentrum wird in einem vorhandenen, bauhistorisch wertvollem Geb\u00e4ude realisiert. Dazu muss die vorhandene Bausubstanz auf ihren Zustand untersucht werden.<br \/>\nErweitertes Planungsteam: Es wird ein Vorentwurf f\u00fcr die Umsetzung des Umweltbildungszentrums erarbeitet, in dem die fachspezifischen Aspekte der Konzeption zusammengef\u00fchrt und im Team zu einem ganzheitlichen Konzept weiterentwickelt werden: von der Architektur \u00fcber Ausstellungsdidaktik und Design bis hin zur wissenschaftlichen Ausrichtung sowie einem \u00f6konomischen und organisatorischen Tr\u00e4germodell. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Spiekeroog und der Nationalparkverwaltung soll das Zentrum in ein Gesamtkonzept der Umweltbildungsarbeit auf der Insel eingebunden werden.<br \/>\nWissenschaftliche Begleitung: Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden von Spezialisten aus dem Bereich Umweltbildung und Wattenmeerforschung evaluiert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Projektziel Machbarkeitsstudie Umweltbildungszentrum wurde im Lauf der Voruntersuchungen auf ein Umweltkommunikationskonzept f\u00fcr die gesamte Insel Spiekeroog erweitert. Die Notwendigkeit und Machbarkeit dieses Konzeptes mit einem Umweltbildungszentrum als Kernst\u00fcck an der Hermann Lietz-Schule konnte mit Unterst\u00fctzung zahlreicher Kooperationspartner aufgezeigt werden.<br \/>\nAus einer Potentialanalyse geht hervor, dass die im Nationalpark Nieders\u00e4chsisches Wattenmeer liegende Insel mit den \u00fcberschaubaren r\u00e4umlichen Strukturen sowie den gegebenen touristischen, baulichen und bildungswirksamen Voraussetzungen einen idealen Raum zur Entwicklung eines umfassenden Konzeptes f\u00fcr eine nachhaltige und langfristige Umweltbildung bietet. Im Einklang mit dem \u00f6kologisch orientierten Inselbewusstsein der Einheimischen und der Besucher k\u00f6nnen diese in einem eng umgrenzten Rahmen beispielhaft f\u00fcr andere komplexe Zusammenh\u00e4nge erfahren, wie wichtig Umweltschutz f\u00fcr ein lebenswertes Umfeld ist. Damit sind die Bedingungen f\u00fcr eine erfolgreiche Nachhaltigkeits-Bildung auf Spiekeroog optimal gegeben. Die wissenschaftliche Umweltforschung vor Ort zeigt gro\u00dfes Interesse an einem ganzheitlichen Konzept. Auch im gesamten Beherbungsgewerbe und den politischen Gremien der Insel st\u00f6\u00dft das Umweltkommunikationskonzept auf uneingeschr\u00e4nkt positives Interesse. Aus einer Analyse der Besucherstatistiken l\u00e4sst sich eine erhebliche Nachfrage ableiten, Ausstellung und Umwelt-bildungsveranstaltungen zu besuchen.<br \/>\nDas Umweltbildungszentrum stellt als Tr\u00e4ger und Koordinationsstelle den Mittelpunkt des gesamten Umweltkommunikationskonzeptes dar. Die Vermittlung von \u00f6kologischen Lerninhalten kann dabei nur gelingen, wenn anhand nat\u00fcrlicher Ph\u00e4nomene im Freiland ein emotionales Erleben und Begreifen stattfindet. Au\u00dfenstandorte entlang zweier geplanter Inselwanderwege und eines Salzwiesen-Erlebnispfades sollen auf Ph\u00e4nomene aufmerksam machen und so die Urlauber f\u00fcr einen Besuch des Informationszentrums oder einer Veranstaltung motivieren.<br \/>\nDie drei Standbeine Tourismus, Schule und Wissenschaft lassen sich r\u00e4umlich und konzeptionell im Umweltbildungszentrum in enge Beziehung setzen. Hier sind die wichtigsten Bestandteile eine Dauerausstellung mit Aquarien, eine kleine Cafeteria sowie ein Seminar- und Laborraum. Die direkte Angliederung an die Hermann Lietz-Schule bedeutet neben der idealen Lage ein lebendiges und sch\u00fclernahes Programm. Unter dem Leitbild der Dynamik setzt sich die Ausstellung in erster Linie mit den Lebensr\u00e4umen Insel und Wattenmeer auseinander. Methodisch steht der erlebnisorientierte Zugang zu den einzelnen Themen als darstellende oder interaktive Inszenierungen im Vordergrund. Die bereits bestehenden oder neu geschaffenen Kontakte zu Universit\u00e4ten belegen, dass die wissenschaftliche Nutzung des Zentrums notwendig und f\u00fcr alle Nutzergruppen attraktiv ist. Ein aktueller Informationsaustausch gekoppelt mit modernen wissenschaftlichen Methoden wertet das Zentrum auf und stellt gegen\u00fcber bestehenden Umweltbildungseinrichtungen eine Besonderheit dar. Gleichzeitig ergibt sich die Notwendigkeit, die R\u00e4umlichkeiten auch f\u00fcr diese Nutzergruppe entsprechend vorhalten zu k\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6rt der Labor- und Computerraum mit dem Vorbereitungsraum ebenso wie die Fachbibliothek mit Internetzugang und der Seminarraum. Unabdingbar ist ebenso ein G\u00e4stehaus, in dem kleine Forscherteams \u00fcbernachten k\u00f6nnen. Alle Nutzungen k\u00f6nnen durch Umbauma\u00dfnahmen in bestehenden Geb\u00e4uden unter Erhal-tung der traditionellen Bauk\u00f6rper untergebracht werden.<br \/>\nAls Organisationsmodell f\u00fcr das Umweltbildungszentrum ist eine gGmbH als Tr\u00e4gergesellschaft vorgesehen, in der die Gesellschafter Hermann Lietz-Schule mit 55% sowie die Gemeinde Spiekeroog \u00fcber die Spiekeroog GmbH, ein Naturschutzbund, das Forschungsinstitut Terramare in Wilhelmshaven und die DeHoGa mit den restlichen Anteilen vertreten sind. Dadurch wird gew\u00e4hrleistet, dass alle Beteiligten Mitverantwortung f\u00fcr den Dauerbetrieb und die Weiterentwicklung \u00fcbernehmen. Da die Verkn\u00fcpfung mit der Schule am engsten ist, wurde ihr eine Beteiligungsmehrheit zugedacht.<br \/>\nDie Finanzierung der berechneten Investitions- und Betriebskosten konnte unter Ber\u00fccksichtigung der bereits gekn\u00fcpften Kontakte und Zusagen verschiedener Stiftungen in Kombination mit der Eigenleistung der Schule und den erwarteten Einnahmen durch Umweltbildungsangebote nachgewiesen werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Insgesamt konnte die inhaltliche, organisatorische und finanzielle Machbarkeit eines Umweltkommunikationskonzeptes f\u00fcr Spiekeroog aufgezeigt werden, von dem alle Beteiligten profitieren, indem Nachhaltigkeitsbildung, Wirtschaftsf\u00f6rderung, Umweltforschung und Schulentwicklung modellhaft zusammengef\u00fchrt werden. Als Anlaufpunkt und Organisationszentrale f\u00fcr ein sich entwickelndes Angebot dient ein Umweltbildungszentrum inmitten der typischen Lebensr\u00e4ume Watt, Salzwiese und D\u00fcne an der Hermann Lietz-Schule. Eine Umsetzung des Konzeptes bis Ende 2004 ist m\u00f6glich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Vorbereitung der Gr\u00fcndung eines Umweltbildungszentrums: verkn\u00fcpft werden sollen die umwelt-p\u00e4dagogischen Aufgaben eines Umweltbildungszentrums zur Unterst\u00fctzung der Nationalparkarbeit in einem touristischen Umfeld, die M\u00f6glichkeiten \u00f6kologischer Forschung durch Universit\u00e4ten in Kooperation mit dem naturwissenschaftlichen Unterricht der Schule und die traditionelle sch\u00fcleraktive Umweltbildungsarbeit der Hermann Lietz-Schule. 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