  {"id":22010,"date":"2023-07-13T15:20:57","date_gmt":"2023-07-13T13:20:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18094-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:20:58","modified_gmt":"2023-07-13T13:20:58","slug":"18094-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18094-01\/","title":{"rendered":"Nationaler Pavillon im Rahmen der Konferenz Sustainable Building 2000 in Maastricht vom 22.-25.10.2000"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Sustainable Building 2000 (SB 2000) ist die europ\u00e4ische Pr\u00e4sentationsplattform und damit das Pendant zu der Welt-Abschlusskonferenz von Green Building Challenge (GBC`98) in Vancouver. F\u00fcr die Veranstaltung in Maastricht ist auch eine internationale Leistungsschau geplant, in denen die L\u00e4nder ihre Aktivit\u00e4ten, Programme und Projekte sowie zuk\u00fcnftige Entwicklungs- und F\u00f6rderkonzepte unterschiedlicher Institutionen aus Industrie, Wirtschaft, Dienstleistung und \u00f6ffentlicher Verwaltung zum Thema Nachhaltigkeit vorstellen. Ziel des beantragten Vorhabens ist die Erarbeitung und Umsetzung eines ganzheitlichen Ausstellungskonzeptes und dessen Durchf\u00fchrung, was eine ad\u00e4quate Pr\u00e4senz der Bundesrepublik Deutschland sicherstellt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie ganzheitliche Umsetzung aller Leistungen des Antragstellers umfassen folgende Arbeitsschritte:<br \/>\n&#8211;\tProjektinitiative: S\u00e4mtliche Projektvorbereitungen mit Projektskizzen f\u00fcr Mittelakquisition, Finanzierungskonzept und Vertragsentwicklung einschlie\u00dflich der Vorfinanzierung<br \/>\n&#8211;\tProjektselektion: Sichtung, Bewertung und Auswahl von Einzelprojekten f\u00fcr das Gesamtkonzept<br \/>\n&#8211;\tKonzeptentwicklung: Entwicklung einer Gesamtkonzeption zum Nationalen Pavillon und seiner Teilbereiche mit Varianten in Zusammenarbeit mit dem Organisator vor Ort in Maastricht. Mehrere Grundrissentwicklungen f\u00fcr den Ausstellungsbereich \/ Aufh\u00e4ngesysteme \/ Beleuchtungskonzepte \/ Medienkonzepte \/ Standm\u00f6blierungen und -ausstattungsvarianten entsprechend dem jeweiligen Projektfortschritt.<br \/>\n&#8211;\tFortschreibung: inhaltliche, technische und organisatorische Abstimmung sowie iterative Fortschreibung der Konzept(alternativen) mit allen anderen deutschen Projektbeitr\u00e4gen<br \/>\n.-\tPostererstellung: Entwicklung der Poster mit Textsichtung\/-erstellung, inhaltliche Abstimmung, Graphikerstellung\/-bearbeitung, \u00dcbersetzung, Korrekturg\u00e4nge, Layoutentw\u00fcrfe und Anpassungen, Abstimmungen, \u00dcbertragung \/ Zusammenarbeit mit Graphiker und Drucker einschl. der gesamten Produktionsbetreuung.<br \/>\n&#8211;\tMaterialien: Entwicklung, Entwurf und Umsetzung einer PowerPoint-Pr\u00e4sentation sowie begleitendes Material (Informationshandouts, Ausstellerverzeichnis, etc.) zu den Projekten und deren Institutionen<br \/>\n&#8211;\tGesamtkonzept: Zusammenstellung des Pr\u00e4sentationskonzeptes und seiner Einzelkomponenten sowie Implementierung in die Gesamtstruktur der Ausstellungsorganisatoren in Maastricht.<br \/>\n&#8211;\tTechnische Vorbereitung: Entwicklung\/Test\/Umsetzung eines speziellen Aufh\u00e4ngesystems f\u00fcr den materialunabh\u00e4ngigen Einsatz bei Ausstellungsw\u00e4nden, Entwurf und komplette Umsetzung spezieller Transportboxen, Materialzusammenstellung und fachgerechte Verpackung\/Lieferung zum\/vom Ausstellungsort<br \/>\n&#8211;\tUmsetzung des Pavillons: Aufbau \/ Einrichtung \/ Gestaltung des Ausstellungsstandes vor Ort und sp\u00e4terer Abbau mit fachgerechtem R\u00fccktransport und Lagerung der Poster zur Wiederverwendung<br \/>\n&#8211;\tStandbetreuung: fachliche Vor-Ort-Betreuung w\u00e4hrend der Konferenz, Teilnahme an einem Nach-meeting<br \/>\n&#8211;\tNachbereitung: Anfragenbearbeitung, CD-Zusammenstellung aller Beitr\u00e4ge, Ver\u00f6ffentlichungsmanuskript<br \/>\n&#8211;\tAllgemeines: Management\/Koordination\/Organisation\/Abstimmung inhaltlicher, technischer und administrativer Anforderungen aus allen Leistungsschritten, Schnittstellen\u00fcberwachung und Qualit\u00e4tskontrolle.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Bei der Weltkonferenz Sustainable Building 2000 in Maastricht diskutierten 835 Fachleute aus 49 L\u00e4ndern. In der begleitenden Ausstellung pr\u00e4sentierten 17 Nationen beispielhafte Bauprojekte und Forschungsaktivit\u00e4ten. Durch die professionelle Umsetzung konnte eine multi-institutionelle deutsche Leistungsschau zum Thema Nachhaltiges Bauen und Wirtschaften unter dem Dach des deutschen Pavillons erreicht werden, dessen Qualit\u00e4t im Inhalt und in der Pr\u00e4sentation international gro\u00dfe Anerkennung erfuhr. Der gesamte Pavillon umfasste \u00fcber die Leistungen des hier beschriebenen F\u00f6rderprojektes einen zweiten Teil mit Projekten des Bundesministeriums f\u00fcr Verkehr Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) und dem Umweltbundesamt (UBA) sowie der Oberfinanzdirektion (OFD) Hannover und der Bundes Bauverwaltung Berlin (BBB).<br \/>\nDie f\u00fcr Maastricht entwickelten Exponate umfassen f\u00fcr den gesamten Pavillon 46 DIN A0 Poster, eine umfangreiche PowerPoint-Pr\u00e4sentation sowie speziell entwickelte und zusammengestellte Projektinformationen zu den insgesamt 30 umfangreichen Geb\u00e4ude- und Projektdokumentationen.<br \/>\nMit der Teilnahme an der SB 2000 wurde ein erneuter Anschluss und Wiedereintritt Deutschlands in den weiteren Entwicklungsprozess der Geb\u00e4udebewertung im internationalen Austausch signalisiert und erm\u00f6glicht. Die bisherigen Synergieeffekte aus unterschiedlichen nationalen sowie internationalen Aktivit\u00e4ten zu Strategien, Instrumenten, Tools, etc. zur ganzheitlichen Betrachtung und Bewertung der Nachhaltigkeit in Planung und Bau lassen zuk\u00fcnftig effektive Kooperationen und Weiterentwicklungen erwarten, die<br \/>\n&#8211;\tspeziell f\u00fcr den deutschsprachigen Raum (Projekt D\u00b0A\u00b0CH) praxisorientierte Instrumente entwickelt<br \/>\n&#8211;\tdie Grundlage zur \u00dcbertragung entwickelter Methoden\/Tools f\u00fcr den vorhandenen Geb\u00e4udebestand bildet<br \/>\n&#8211;\tden Nutzerkreis in Richtung Investoren \/ Immobilienmarkt sowie Bauindustrie und Baugewerbe erweitert<br \/>\nEines der wichtigsten Ergebnisse des Internationalen Auftritts ist die sich abzeichnende Synchronisation der inzwischen teilweise zu Prototypen weiterentwickelte Projekte LEGOE, GBC, Leitfaden Nachhaltiges Bauen und der `Design Process Navigator` sowohl f\u00fcr die weiteren nationalen als auch internationalen Aktivit\u00e4ten. Nachhaltigkeit in der Geb\u00e4udeplanung und -bewirtschaftung wird zuk\u00fcnftig eine immer bedeutendere Rolle bei der Entwicklung umweltentlastender Baukonzepte spielen, da nur eine ganzheitliche Betrachtung auch eine wesentlich h\u00f6here Qualit\u00e4t unserer Geb\u00e4ude ohne nennenswerte Mehrkosten er-m\u00f6glicht.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Im Rahmen des Vorhabens wurden folgende Ver\u00f6ffentlichungen \/ Pr\u00e4sentationen durchgef\u00fchrt:<br \/>\n24 DIN A0 Poster zu insgesamt 19 Bau- und Forschungsprojekten, eine PowerPoint-Pr\u00e4sentation zu allen Projekten w\u00e4hrend der gesamten Ausstellungsdauer, Rundg\u00e4nge mit fachlicher F\u00fchrung und Erl\u00e4uterungen f\u00fcr 6 Delegationen am Ausstellungsstand, Zusammenstellung aller Projektposter des Nationalen Pavillons mit weiterentwickelter PowerPoint-Pr\u00e4sentation auf eine CD, Anfertigung eines Berichtes, gleichzeitig als Ver\u00f6ffentlichungsmanuskript f\u00fcr Fachzeitschriften.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus wurden ca. 40 internationale Anfragen zu Einzelprojekten im Nachgang zur Veranstaltung individuell ausgewertet und einschlie\u00dflich der angeforderten Materialien beantwortet.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Sowohl die Konferenz mit ihren diversen Workshops als auch die umfangreichen und qualitativ hochwertigen Ausstellungsbeitr\u00e4ge und Diskussionen am Deutschen Pavillon haben best\u00e4tigt, dass<br \/>\n&#8211;\tNachhaltigkeit als ganzheitliche Betrachtung der \u00f6kologischen, \u00f6konomischen und soziokulturellen Dimensionen im Bauwesen, aber auch mittlerweile in der Bauwirtschaft und auf dem Immobilien-markt, das Zukunftsthema schlechthin darstellt,<br \/>\n&#8211;\tdie Harmonisierung unterschiedlicher Nachhaltigkeitsindikatoren n\u00f6tig ist,<br \/>\n&#8211;\tdie verst\u00e4rkte Auseinandersetzung mit dem Geb\u00e4udebestand auch international als die Planungsherausforderung der Zukunft erkannt wird,<br \/>\n&#8211;\tdie fr\u00fche Integration \u00f6kologischer und gesundheitlicher Aspekte in die Geb\u00e4udeplanung und deren Entscheidungsprozesse die wesentlichste Voraussetzung f\u00fcr ressourcenschonendes Planen und Bauen ist,<br \/>\n&#8211;\tnachhaltigkeitsorientierte, integrale Planung und prozessbegleitende Qualit\u00e4tssicherung zu hochwertigeren Geb\u00e4uden mit geringeren Kosten f\u00fchren,<br \/>\n&#8211;\tdie Nachhaltigkeitsqualit\u00e4t im Bauwesen nur im qualifizierten multidisziplin\u00e4ren Planungsteam sicherzustellen ist und\/oder durch Hinzuziehen eines externen Fachkoordinators (facilitator),<br \/>\n&#8211;\tdie fr\u00fchzeitige Investition in die integrale Planung die Reduktion an Bau- und Betriebskosten erm\u00f6glicht, erh\u00f6hte Planungskosten um ein Vielfaches ausgleicht und so die beste Rendite f\u00fcr den Bauherrn darstellt,<br \/>\n&#8211;\ttrotz erfreulicher Einzelentwicklungen nach wie vor ein immenser Bildungs- und Qualifizierungsbedarf zum Thema Nachhaltigkeit an den Hochschulen und an den Ausbildungsst\u00e4tten f\u00fcr das Bauhandwerk besteht.<br \/>\nVor diesem Hintergrund sind sowohl \u00f6ffentliche als auch private Entscheidungstr\u00e4ger gefordert, die Chancen der Weichenstellung in Richtung Nachhaltigkeit im Rahmen ihrer Verantwortlichkeit bei der Praxisumsetzung zu erkennen und damit zur Entwicklung einer qualifizierten Planungs- und Baukultur beizutragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Sustainable Building 2000 (SB 2000) ist die europ\u00e4ische Pr\u00e4sentationsplattform und damit das Pendant zu der Welt-Abschlusskonferenz von Green Building Challenge (GBC`98) in Vancouver. 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