  {"id":21868,"date":"2023-07-13T15:20:46","date_gmt":"2023-07-13T13:20:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17823-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:20:46","modified_gmt":"2023-07-13T13:20:46","slug":"17823-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17823-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines Verfahrens zur induktiven Entlackung von Lackiergestellen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zum Lackieren von Werkst\u00fccken werden Aufh\u00e4ngungen oder Auflagen ben\u00f6tigt. Durch praktisch nicht vermeidbare Oversprayeffekte werden die Aufh\u00e4ngungen oder Auflagen mit Lack beaufschlagt. Nach mehreren Uml\u00e4ufen kann die Lackschicht auf den Aufh\u00e4ngungen eine Schichtdicke erreichen, die zu Fehllackierungen und damit zum Ausschuss f\u00fchrt. Gegenstand dieses Projektes ist die Entwicklung eines neuen Verfahrens der induktiven Entlackung. Es soll eine Technologie entwickelt werden, die ohne zus\u00e4tzliche Sicherheitseinrichtungen unter Ber\u00fccksichtigung der Anforderungen des Brandschutzes anlagentechnisch in direkter N\u00e4he einer Lackieranlage aufgestellt werden kann. Die sonst \u00fcbliche pers\u00f6nliche Schutzausr\u00fcstung des Bearbeiters wird entfallen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenFolgende Arbeitsschritte wurden durchgef\u00fchrt, um das Projektziel zu erreichen:<br \/>\n&#8211;\tErfassen der Daten,<br \/>\n&#8211;\tEntwickeln geeigneter Induktoren,<br \/>\n&#8211;\tEntwickeln geeigneter Kratzer,<br \/>\n&#8211;\tEntwickeln einer geeigneten Feinreinigung,<br \/>\n&#8211;\tErfassen der abzutragenden Lacke,<br \/>\n&#8211;\tEntwickeln einer geeigneten Heizstrategie,<br \/>\n&#8211;\tErmitteln der Filterkombination.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Entfernbare Beschichtungen.<br \/>\nAlle \u00fcblichen Lacke bzw. Kunststoffe k\u00f6nnen entfernt werden, soweit der Induktor der Form des Lackiergestelles ausreichend angepasst werden kann.<br \/>\nD\u00fcnne Lackschichten verkoken; dicke Lackschichten platzen ab, so dass diese in einen stofflichen, aber mindestens energetischen Kreislauf gef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Die Vakuumstrahlung erzeugt eine sehr saubere Oberfl\u00e4che und ist f\u00fcr tiefer strukturierte Lackiergestelle einsetzbar. F\u00fcr g\u00e4ngige Lackiergestelle ist sie in der Anschaffung und den laufenden Kosten zu teuer. Die verschlie\u00dfbare Klappe f\u00fcr die Beschickungs\u00f6ffnung der zur Verf\u00fcgung gestellten Vakuumstrahlkammer ist umst\u00e4ndlich, zeitraubend und nur f\u00fcr ein kleines Werkst\u00fcckspektrum geeignet. Ein m\u00f6glichst dichter Verschluss der Vakuumstrahlkammer ist aber notwendig, um \u00fcberhaupt einen Abtrag zu erzielen. Der Einsatz der Vakuumstrahlung wird auf den Einsatz unter Reinraumbedingungen beschr\u00e4nkt bleiben.<br \/>\nF\u00fcr g\u00e4ngige Lackiergestelle reicht B\u00fcrsten aus. Diese Technik war jedoch nicht im Umfang des Projektes enthalten. Eine effiziente B\u00fcrsttechnik ist notwendig, um die hohen Anschaffungs- und Betriebskosten der Vakuumstrahlung zu vermeiden.<br \/>\nDie Saugleistung &#8211; Druck und Volumen &#8211; der Vakuumstrahlung reicht f\u00fcr den Filter nicht aus. Der Str\u00f6mungswiderstand des Filterpaketes ist zu gro\u00df, deshalb ist hierf\u00fcr ein separater Ventilator notwendig. F\u00fcr das Filterpaket ist eine Druck &#8211; Volumenkurve bei unterschiedlichen S\u00e4ttigungsgraden zu ermitteln.<br \/>\nEine weitere Verfolgung der Vakuumstrahltechnik f\u00fcr diesen Einsatzfall lohnt bei den eingeschr\u00e4nkten Einsatzf\u00e4llen nicht, da mit konventioneller Strahltechnik im leichten Unterdruck ausreichende Ergebnisse &#8211; Durchsatzleistung, Anschaffungskosten, Betriebskosten &#8211; erzielbar erscheinen.<br \/>\nDie R\u00fcckk\u00fchlung des K\u00fchlwassers ist bei niederfrequenten Magnetfeldern nicht wirtschaftlich und wird dort als Option gef\u00fchrt. Bei hochfrequenten Magnetfeldern ist sie notwendig und bei mobilen Ger\u00e4ten empfiehlt sich eine K\u00fchlwasserr\u00fcckk\u00fchlung.<br \/>\nDer Wirkungsgrad der HF-Technik ist relativ gering, so dass der Generator und der Induktor mit Wasser gek\u00fchlt werden m\u00fcssen. Das Interesse der Lackierer ist gro\u00df. H\u00e4ufig wird jedoch mehr verlangt, als wir im Moment umsetzten k\u00f6nnen, insbesondere f\u00fcr In-Line-Anwendungen verf\u00fcgen wir noch nicht \u00fcber ausreichend Kenntnisse. Die M\u00f6glichkeit der In-Line-Entlackung bedeutet f\u00fcr die Lackieranlagenbetreiber immer optimale elektrostatische Verh\u00e4ltnisse, sodass der Overspray und der Ausschuss durch Fehllackierung reduziert werden kann. Dies bedeutet die Vermeidung von Sonderabf\u00e4llen im Bezug auf Lackschlamm.<br \/>\nDas notwendige K\u00fchlwasser st\u00f6rt die Anwender. Die Entwicklung von effizienteren Generatoren und Induktoren ist f\u00fcr die Marktdurchdringung notwendig.<br \/>\nDamit k\u00f6nnten sehr gro\u00dfe Reduzierungen im Chemikalien- und Energieverbrauch realisiert werden.  In einer M\u00f6glichkeitsanalyse wurden folgende Verbesserungspotentiale erkannt:<br \/>\nschwankt beim Entlacken je nach Anwendung:<br \/>\nEnergie\t\t         50-80%<br \/>\nChemikalien\t\t 90-100%<br \/>\nTrinkwasser\t\t 60-100%<br \/>\nSonderm\u00fcll\t\t 95-100%<br \/>\nbeim Lackieren durch ordnungsgem\u00e4\u00dfes Entlacken:<br \/>\nOverspray\t\t 40-75%<br \/>\nLack\t\t\t 10-15%<br \/>\nVOC\t\t\t   9-18%<br \/>\nAusschuss\t 10-20%<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Projektergebnisse wurden auf der Hannover Messe, verschiedenen Fachtagungen und Seminaren vorgestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der innovative Entlackungsprozess erm\u00f6glicht eine Energie sparende, schnelle Reinigung elektrisch leitf\u00e4higer Lackiergestelle in unmittelbarer N\u00e4he der Lackieranlage. Jeder Lacktyp kann gel\u00f6st werden. Die elektrothermische Einwirkzeit betr\u00e4gt 0,6 bis 1,5 Sekunden. Alle Lackiergestelle in Modulbauweise k\u00f6n-nen entlackt werden. Das f\u00fcr die K\u00fchlung des Induktors notwendige K\u00fchlwasser l\u00e4sst sich als Option in der Anlage im Kreislauf f\u00fchren. Der Bediener ben\u00f6tigt keine besondere pers\u00f6nliche Schutzausr\u00fcstung mehr. Die Anlage muss nicht am Hallenboden verschraubt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zum Lackieren von Werkst\u00fccken werden Aufh\u00e4ngungen oder Auflagen ben\u00f6tigt. Durch praktisch nicht vermeidbare Oversprayeffekte werden die Aufh\u00e4ngungen oder Auflagen mit Lack beaufschlagt. Nach mehreren Uml\u00e4ufen kann die Lackschicht auf den Aufh\u00e4ngungen eine Schichtdicke erreichen, die zu Fehllackierungen und damit zum Ausschuss f\u00fchrt. 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