  {"id":21824,"date":"2026-03-13T10:32:05","date_gmt":"2026-03-13T09:32:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17682-01\/"},"modified":"2026-03-13T10:32:06","modified_gmt":"2026-03-13T09:32:06","slug":"17682-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17682-01\/","title":{"rendered":"Regionale Stoff- und Energievernetzung im Gewerbegebiet Henstedt-Ulzburg\/Kaltenkirchen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Energie- und Stoffstromreduzierung, sowie \u00f6kologisch sinnvolle Kreislaufschlie\u00dfungen sind zentrale und inzwischen breit akzeptierte Zielsetzungen von Politik und Wirtschaft. Dabei werden gro\u00dfe Umsetzungschancen auch bei den \u00fcberbetrieblichen Vernetzungen von Stoff- und Energiestr\u00f6men gesehen. Daher wurden in den Jahren 1997 bis 1999 Vorarbeiten zur Vernetzung in einem Schleswig-Holsteiner Gewerbegebiet in Form einer Potenzialermittlung durchgef\u00fchrt. Ziel ist es jetzt, ein regionales Energie- und Stoffstrommanagement weiter zu entwickeln und einzelne Komponenten in die Praxis umzusetzen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Gewerbegebiet befindet sich im s\u00fcdlichen Schleswig-Holstein und hat derzeit etwa 300 ans\u00e4ssige Betriebe, von denen etwa 70 Betriebe mehr als 10 Besch\u00e4ftigte aufweisen. Die Akquisition weiterer Be-triebe lief parallel zu den Projektarbeiten. Mit Stand 2003 waren 45 Betriebe in die Projektarbeiten eingebunden.<br \/>\nIn einem ersten Arbeitsschritt wurde eine Priorisierung der m\u00f6glichen Vernetzungspotenziale vorgenommen. Mit dieser Methodik wurden so die Zusammenlegung der Logistikstr\u00f6me, die B\u00fcndelung von Abfallstr\u00f6men und die gemeinsame Nutzung von Serviceeinheiten oder Dienstleistungen als vorrangig eingestuft. Anschlie\u00dfend erfolgte die betriebliche Datenaufnahme mittels Fragebogen, der den Betrieben auf dem Postweg zugestellt wurde. Nach angemessener Zeit wurden Besuchsternmine vereinbart und durchgef\u00fchrt. Die m\u00f6glichern Vernetzungspotenziale wurden mit Hilfe eines EDV-Tools identifiziert und weiter bearbeitet.<br \/>\nDa die Potenziale im Abfallbereich als besonders interessant eingesch\u00e4tzt wurden, wurde mit Akteuren aus dem Entsorgungsbereich ein Konzept zur regionalen Abfallentsorgung entworfen.<br \/>\nUm nach Projektabschluss zu gew\u00e4hrleisten, dass der Vernetzungsprozess selbsttragend weiterl\u00e4uft, wurden bereits w\u00e4hrend der Projektlaufzeit der Versuch unternommen, die notwendigen Rahmenbedingungen f\u00fcr ein \u00fcberbetriebliches Umweltmanagement zu schaffen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Um m\u00f6gliche Vernetzungspotenziale im Gewerbegebiet f\u00fcr das laufende Projekt sowie zuk\u00fcnftig systematisch und zuverl\u00e4ssig identifizieren zu k\u00f6nnen wurden als Projektergebnis zwei EDV-Tools entwickelt bzw. modifiziert. Zum einen wurde ein bestehendes Datenbanksystem so modifiziert, dass hiermit die vorhandenen Betriebsdaten erfasst und ausgewertet werden k\u00f6nnen. Das Tool ist in der Lage, materialgruppenbezogen ein Input-Output-Kataster zu erstellen und \u00fcberbetrieblich eine systematische Recherche zur Identifikation m\u00f6glicher Vernetzungspotenziale (Input\/Input, Input\/Output, Output\/Output) durchzuf\u00fchren.<br \/>\nZum anderen wurde eine internetgest\u00fctzte Logistikb\u00f6rse programmiert, mit der die Zusammenlegung von Transporten zwischen den Betrieben kommuniziert werden kann.  Sie kann im Internet unter www.logistikboerse-sh.de eingesehen und benutzt werden.<br \/>\nDie Datenauswertung der Abfalldaten ergab, das in diesem Bereich gro\u00dfe Optimierungspotenziale bestehen. Gemeinsam mit dem Wegezweckverband des Kreises Segeberg (WZV) und der Stadtreinigung Hamburg wurde ein erstes Konzept entwickelt, mit dem die Entsorgungssituation im Gewerbegebiet optimiert werden kann. Das geplante Vorhaben soll im Rahmen der weiteren Arbeiten umgesetzt werden.<br \/>\nUm nach Projektabschluss zu gew\u00e4hrleisten, dass der Vernetzungsprozess selbsttragend weiterl\u00e4uft, wurden bereits w\u00e4hrend der Projektlaufzeit der Versuch unternommen, die notwendigen Rahmenbedingungen f\u00fcr ein \u00fcberbetriebliches Umweltmanagement zu schaffen. Hierf\u00fcr wurden Modelle entwickelt sowie die personelle Anbindung einer Dienstleistungsfirma am laufenden Projekt vorgenommen, die zuk\u00fcnftig die Position des Gewerbegebietsmanager \u00fcbernehmen kann.<br \/>\nAbschlie\u00dfend wurde eine Reihe von Vorschl\u00e4gen entwickelt, wie die Landesregierung von Schleswig-Holstein durch flankierende Ma\u00dfnahmen die nachhaltige Bewirtschaftung von Gewerbegebieten unterst\u00fctzen kann.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Projektergebnisse wurden kontinuierlich in Form von Ver\u00f6ffentlichungen, Textbrosch\u00fcren, Tagungsbeitr\u00e4gen und Pr\u00e4sentationsveranstaltungen nach au\u00dfen kommuniziert. Dar\u00fcber hinaus wurden die Projektinhalte als Modellprojekt in den laufenden Lehrauftr\u00e4gen von \u00d6kopol an Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen dargestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt konnte sowohl vom theoretischen Ansatz wie auch von der angewendeten Methode in weiten Teilen erfolgreich durchgef\u00fchrt werden. Es zeigte sich, dass Vorhaben dieser Art nur mit langen Vorlaufzeiten und kontinuierlicher Pr\u00e4sens in der Region Erfolge erzielen k\u00f6nnen. Au\u00dferdem erwies sich die fr\u00fche Anbindung regionaler Institutionen, wie die Gemeinden und den Kreis, die Wirtschaftsf\u00f6rderung und die Industrie- und Handelskammer als sehr n\u00fctzlich.<br \/>\nInsgesamt konnte gezeigt werden, dass durch die regionale Vernetzung von Betrieben gro\u00dfe \u00f6kologische und \u00f6konomische Einsparpotentiale erzielt werden k\u00f6nnen, die aber auch im Gewerbegebiet Henstedt-Ulzburg\/Kaltenkirchen noch bei weitem nicht ausgesch\u00f6pft sind. Hierf\u00fcr bedarf es einer kontinuierlich arbeitenden und beratenden Management-Institution, z. B. in Form eines Gewerbegebietsmanagers.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Energie- und Stoffstromreduzierung, sowie \u00f6kologisch sinnvolle Kreislaufschlie\u00dfungen sind zentrale und inzwischen breit akzeptierte Zielsetzungen von Politik und Wirtschaft. Dabei werden gro\u00dfe Umsetzungschancen auch bei den \u00fcberbetrieblichen Vernetzungen von Stoff- und Energiestr\u00f6men gesehen. 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