  {"id":21787,"date":"2023-07-13T15:20:40","date_gmt":"2023-07-13T13:20:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17605-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:20:41","modified_gmt":"2023-07-13T13:20:41","slug":"17605-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17605-01\/","title":{"rendered":"La Aripuca &#8211; Erarbeitung einer Ausstellung und Durchf\u00fchrung eines begleitenden Umweltbildungsprojektes zur Bedeutung der Biodiversit\u00e4t f\u00fcr den nationalen Umweltschutz"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der Bildungsbereich muss zum Schutz der tropischen W\u00e4lder national wie international seinen pr\u00e4ventiven Beitrag leisten. Die Tropenwaldstiftung OroVerde und der Palmengarten der Stadt Frankfurt haben daher eine Dauersausstellung eingerichtet. Sie ist integraler Bestandteil einer internationalen Umweltbildungsinitiative zur Bedeutung der biologischen Vielfalt der Tropenw\u00e4lder und zur Wahrung ihrer nat\u00fcrlichen Ressourcen. Konkrete Wahrzeichen der Umweltbildungsma\u00dfnahme sind die Projekt La Aripuca in Argentinien und La Aripuca II im Frankfurter Palmengarten, wo auch die Dauerausstellung ihren Platz gefunden hat. Der Name La Aripuca entstammt der Sprache der Guaran\u00ed, der Ureinwohner im Dreil\u00e4ndereck von Brasilien, Argentinien und Paraguay am Fluss Iguaz\u00fa. La Aripuca ist die Bezeichnung f\u00fcr eine etwa 40 cm gro\u00dfe geflochtene Holzfalle zum Fang kleinerer Wirbeltiere. Als Symbol f\u00fcr den Weg in die Sackgasse diente sie als Vorbild f\u00fcr die Konstruktion eines 18m hohen Blockhauses, das in N\u00e4he der ber\u00fchmten Wasserf\u00e4lle von Iguaz\u00fa errichtet wurde. Im Frankfurter Palmengarten wurde als Ausdruck der Verbundenheit mit dem Partner in Argentinien im Oktober 1999 ein im Ma\u00dfstab 1:3 verkleinerter Nachbau des argentinischen Blockhauses aufgestellt (La Aripuca II). Es bildet den \u00f6ffentlichkeitswirk-samen Mittelpunkt der Ausstellung an der Aripuca.<br \/>\nZiel der Dauerausstellung ist es, das Thema Tropenwald in seiner G\u00e4nze exemplarisch darzustellen, dem Betrachter die vielf\u00e4ltigen Abh\u00e4ngigkeiten, die zwischen den geografisch weit entfernten tropischen W\u00e4ldern und seiner eigenen Lebensweise hier in Deutschland bestehen, anschaulich zu vermitteln, damit die Grundlage f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der komplexen wirtschaftlichen, sozialen und nat\u00fcrlichen Beziehungen zwischen den Tropenwaldl\u00e4ndern und Deutschland zu schaffen und zu konkretem Handeln anzuregen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenNeben der Aripuca im Frankfurter Palmengarten stehen sechs Au\u00dfenvitrinen, die in Grundriss und Form der Aripuca angeglichen sind. Die Themen der sechs Au\u00dfenvitrinen lauten: Sch\u00f6nheit, Biodiversit\u00e4t, Nutzen, Ausbeutung, Zerst\u00f6rung und Was tun?<br \/>\nBegleitend zur Ausstellung beschreibt und vertieft ein Flyer die wesentlichen Inhalte des Projektes. Parallel wird eine Arbeitsmappe f\u00fcr den Schul-Unterricht (Gr\u00fcne Schule Palmengarten) entwickelt. Ein Set aus mehreren Postern mit den Themen Kaffee, Natur in Kaffeeproduzierenden L\u00e4ndern und Hilfe aus Deutschland rundet das Bildungsangebot mit einem konkreten Fallbeispiel ab.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die besondere Herausforderung dieser Ausstellung bestand in der Tatsache, dass es sich um eine Dauerausstellung im Au\u00dfenbereich handelt. Neben der auf langen wartungsfreien Betrieb ausgelegten technischen L\u00f6sungen musste immer auch die unbedingte Wetterfestigkeit in der Konzeption bedacht werden. Vor allem der UV-Schutz und die hohen Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschiede zwischen Tag und Nacht und im Lauf der Jahreszeiten verlangten besondere Sorgfalt bei der Ausstattung der Vitrinen und der Wahl der Materialien.<br \/>\nF\u00fcr den Bau konnte die international renommierte Firma Glasbau Hahn gewonnen werden. Sie kann auf eine langj\u00e4hrige Erfahrung im Bau von Au\u00dfenvitrinen zur\u00fcckblicken und hat auf eine \u00e4u\u00dferst kooperative und kompetente Weise wesentliche technische und gestalterische Impulse beigetragen. Die sechs Scheiben jeder Vitrine f\u00fcgen sich ohne st\u00f6renden Metallrahmen aneinander. Eine technische Meisterleistung ist die Konstruktion der T\u00fcren, die es erlaubt, zwei Fensterfl\u00e4chen gleichzeitig zu \u00f6ffnen. Die T\u00fcren schlie\u00dfen absolut regen- und staubdicht. Ausreichende Bel\u00fcftung \u00fcber zwei regen- und staubdichte L\u00fcfterreihen an der Unter- und Oberseite der Vitrinen verhindern das Beschlagen der Scheiben.<br \/>\nDie Scheiben bestehen aus einem 10 mm starken Verbundglas mit eingelegter UV-Schutzfolie. So ist die f\u00fcr eine im Au\u00dfenbereich aufgestellte Vitrine erforderliche Bruch- und Schlagsicherheit gegeben. Der UV-Schutz wurde zus\u00e4tzlich noch durch eine weitere auf der Innenseite der Scheiben aufgebrachte Schutzfolie auf 99,5% erh\u00f6ht. Bei den Materialien kamen nur synthetische Produkte in Betracht, um F\u00e4ulnis, Schimmelbildung und Verrotten vorzubeugen. Die Platten sind aus Aluminium geformt, das Tropenwald-Modell in der ersten Vitrine ist aus synthetischen Stoffen gen\u00e4ht.<br \/>\nNach der Erarbeitung des inhaltlichen Grundkonzeptes konnte mit Prof. Lincke von der Hochschule f\u00fcr Gestaltung in Offenbach (HfG) ein kompetenter Partner f\u00fcr die Umsetzung gewonnen werden. Prof. Lincke und seine Studentinnen brachten zahlreiche Ideen zur Darstellung und Anregungen zur Straffung des Inhaltes ein. Vielf\u00e4ltige, einzeln betrachtet eher minimale, in der Summe aber durchaus bemerkenswerte \u00c4nderungen haben zur Folge, dass die jetzt aufgebaute Ausstellung in mehreren Punkten vom einge-reichten Konzept abweicht Die Vitrinen 1 und 2 tauschten ihre Pl\u00e4tze, die urspr\u00fcnglich f\u00fcr die Vitrinen 3 und 4 vorgesehenen Darstellungen zur Bedeutung der Tropenw\u00e4lder wurden zugunsten der Darstellung der Ursachen der Tropenwaldzerst\u00f6rung in einer Vitrine zusammengefasst. Die Vitrinen 5 und 6 entsprechen weitgehend dem in Antrag dargelegten Ansatz. Die Themen der sechs Au\u00dfenvitrinen, die in sechs verschiedenen Sprachen an den Vitrinen angebracht sind, lauten jetzt: Sch\u00f6nheit, Biodiversit\u00e4t, Nutzen, Ausbeutung, Zerst\u00f6rung und Was tun?!<br \/>\nDie Ausarbeitung spezieller fachlicher Inhalte haben die Herren Prof. Dr. Sabel und Dr. Emmerich (Hessische Landesanstalt f\u00fcr Bodenkunde) und Prof. Dr. Sch\u00f6nwiese, Fachbereich Meteorologie der Universit\u00e4t Frankfurt, begleitet. Gerade in der momentanen Phase, in der wieder einmal spekulative Prognosen und mangelhaft recherchierte Darstellungen verbreitet werden, erschien uns die Einbeziehung von Fachwissenschaftlern angeraten. So ist sichergestellt, dass wir das Thema sachlich fundiert und auf dem Stand der Wissenschaft pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ausstellung wurde am 21. 10.2001 feierlich mit etwa 200 geladenen G\u00e4sten im Rahmen einer festlichen Veranstaltung er\u00f6ffnet. Ein Flyer zur Ausstellung liegt an den Kassen des Palmengartens Frankfurt bereit. Die Ausstellung wird Bestandteil im Programm des p\u00e4dagogischen Dienstes des Palmengartens. Weiterhin wird diese Ausstellung auf der OroVerde-Homepage (www.oroverde.de) vorgestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Zusammen mit dem als Aripuca bezeichneten Baumhaus bildet die Ausstellung einen Anziehungspunkt des Palmengartens. Erste Beobachtungen weisen daraufhin, dass die Ausstellung auf gro\u00dfes Interesse der Palmengartenbesucher st\u00f6\u00dft. Der Platz erweist sich damit als optimal gew\u00e4hlt f\u00fcr eine derartige Umweltbildungsma\u00dfnahme und l\u00e4sst bis 2010 bereits Besucherzahlen in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von 6-10 Millionen erwarten. Die realisierte Dauerausstellung hat durch die im Team geleistete inhaltliche und grafische Konzeption eine klare Struktur erhalten. Spezielle methodische und didaktische \u00dcberlegungen f\u00fchrten bei jeder Vitri-ne zu einer individuellen Darstellungsform. In ihrer Gesamtheit macht sie dennoch einen sehr geschlossenen Eindruck. Inhaltlich will die Dauerausstellung den Betrachter f\u00fcr das Thema einzunehmen und an konkreten Beispielen aufzeigen, wie weitgehend und direkt die Verflechtungen zwischen tropischer Natur und unserer Lebensweise in Deutschland sind. Ziel der Dauerausstellung ist es letztendlich, die Besucher zur aktiven Teilnahme am Schutz der Ressource Natur zu motivieren.<br \/>\nSchon nach den ersten Eindr\u00fccken, die wir von den Besuchern der Dauerausstellung bisher erhalten konnten, l\u00e4sst sich erkennen, dass das von uns gesteckte Ziel erreicht worden ist. Angeregt durch die Inhalte der 6 Vitrine, sind bereits Besucher der Ausstellung zu konkretem Tun zum Schutze der Tropenw\u00e4lder motiviert worden und entsprechend an uns herangetreten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der Bildungsbereich muss zum Schutz der tropischen W\u00e4lder national wie international seinen pr\u00e4ventiven Beitrag leisten. Die Tropenwaldstiftung OroVerde und der Palmengarten der Stadt Frankfurt haben daher eine Dauersausstellung eingerichtet. Sie ist integraler Bestandteil einer internationalen Umweltbildungsinitiative zur Bedeutung der biologischen Vielfalt der Tropenw\u00e4lder und zur Wahrung ihrer nat\u00fcrlichen Ressourcen. 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