  {"id":21755,"date":"2023-07-13T15:20:37","date_gmt":"2023-07-13T13:20:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17526-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:20:38","modified_gmt":"2023-07-13T13:20:38","slug":"17526-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17526-01\/","title":{"rendered":"Optimierung des Waschprozesses in einer gewerblichen W\u00e4scherei unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Umweltentlastung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Grenzland- Reha- und Betreuungs- gGmbH (GRB), eine 100% Tochter des Caritasverbandes- f\u00fcr die Dekanate Ahaus und Vreden e.V. f\u00fchlt sich der Sch\u00f6pfung im besonderen Ma\u00df verpflichtet und besch\u00e4ftigt Schwerbehinderte mit Mehrfachvermittlungshemmnissen in einer W\u00e4scherei.<br \/>\nDer Energieverbrauch in der alten W\u00e4scherei war infolge veralteter Technik zu hoch. Aus umwelt- und wirtschaftspolitischen Aspekten ist Energieeinsparung f\u00fcr die GRB ein hohes Gebot. Strom-, Gas- und Wasserverbrauch sollen deshalb beim geplanten Umbau der W\u00e4scherei durch die Anwendung umweltschonender Verfahren und Techniken auf ein Minimum reduziert werden. Ziel des Projektes war mit der Erweiterung der W\u00e4scherei und Optimierung des Waschprozesses z. B. den Wasserverbrauch um 65 % und den Gasverbrauch um \u00fcber 40 % zu verringern. \u00dcber W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung sollte bei Betrieb der Anlage der Komplex kostenneutral beheizt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenProjektvorarbeiten wurden bei der GRB intern durchgef\u00fchrt. In dieser Planungsphase wurden die f\u00fcr die besondere Ber\u00fccksichtigung der Umweltentlastung relevanten Techniken entwickelt. Zus\u00e4tzlich erfolgte die Beteiligung der Wasserij De Lelie, Klarenbeek, Niederlande, die im Rahmen des niederl\u00e4ndischen nationalen milieubeleidsplan ein hohes Ma\u00df an Praxiserfahrung einbrachte. Firma Goudkuil verantwortete die technische Umsetzung, De Lelie brachte das umwelttechnische know how ein.<br \/>\nRegenerativverfahren wurden Bestandteil der Planung. Bei laufender Produktion wird ein Anteil der Abw\u00e4rme genutzt um andere Geb\u00e4ude zu beheizen. Wiederaufbereitung und mehrfache Verwendung eines Teils des Wassers reduziert die Entnahme von Frischwasser.<br \/>\nDas Gegenstromverfahren der Waschstra\u00dfe, die Mehrfachverwendung eines Teils des Wassers, die Energieumwandlung zur Aufheizung unterschiedlich hei\u00dfen Wassers und zur Beheizung des Komplexes durch den Einsatz von u. a. Rauchgask\u00fchler, Energie-Optimizer etc., bei m\u00f6glichst kurzen, optimalen Wegen der Dampf- und Kondensatleitungen, stellen die technische Grundlage dar. Bei der Umsetzung ergaben sich abweichend von der Planung zeitliche Verz\u00f6gerungen, die jedoch nicht auf die Besonderheiten der umwelttechnischen Ausgestaltung der Anlage zur\u00fcck zu f\u00fchren waren, vielmehr entstand die Verz\u00f6gerung durch die Verschiebung des Baubeginns. Nach Erstellung der Halle verursachten dann Lieferschwierigkeiten bei den Maschinen eine weitere erhebliche Zeitverz\u00f6gerung. Die Abwicklung der vorgesehenen Arbeitspakete erfolgte in sich jeweils plankonform.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Errichtung des Geb\u00e4udes erfolgte planm\u00e4\u00dfig. Beim AP 4 Einbringen der Maschinen traten erhebliche Verz\u00f6gerungen durch Lieferprobleme auf. Erst Ende 04.2001 wurde das Grundger\u00fcst der Wasch-stra\u00dfe installiert. Die umwelttechnischen L\u00f6sungen konnten nur mit erheblicher Verz\u00f6gerung installiert werden. Die messtechnische Bilanzierung (FH M\u00fcnster) und Erstellung des Abschlu\u00dfberichtes erfolgte deshalb sp\u00e4ter als urspr\u00fcnglich geplant.<br \/>\nDie Umsetzung der technischen Ma\u00dfnahmen f\u00fchrte zum Erreichen der geplanten Ziele, berechnet auf einem Produktionsvolumen von 5000 kg W\u00e4sche. So wird sich die Einsparung von Erdgas bei \u00fcber 40 % und von Frischwasser bei mehr als 60 % im Betrieb auswirken. Neben der Beheizung des W\u00e4schereikomplexes besteht zudem die M\u00f6glichkeit, nach Erstellung entsprechender Anschl\u00fcsse, in Zukunft weitere Geb\u00e4ude der GRB mit w\u00e4hrend der Produktion gewonnener W\u00e4rme zu beheizen. Die gestellten Zie-le werden folglich teilweise sogar \u00fcbertroffen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die geforderte messtechnische Bilanzierung der umgebauten Gro\u00dfw\u00e4scherei mit einer Kapazit\u00e4t von 5000 kg W\u00e4sche pro Tag erfolgte durch die Fachhochschule M\u00fcnster, Prof. Belting, Fachbereich Energie, Geb\u00e4ude, Umwelt.<br \/>\nNach Inbetriebnahme der Anlage f\u00fchren die technologischen L\u00f6sungen<br \/>\n&#8211;\tWaschstra\u00dfe im Gegenstromverfahren nutzt die Enthalpie des Waschwassers;<br \/>\n&#8211;\tDampfkessel mit sehr gro\u00dfem W\u00e4rme\u00fcbertragerfl\u00e4chenverh\u00e4ltnis reduziert die Abgasverluste des Dampfkessels auf < 10 %;\n-\tRauchgask\u00fchler nutzt die im Abgas enthaltene Enthalpie zu > 50 %;<br \/>\n&#8211;\tEinsatz von Pufferspeichern f\u00fcr 90o C und 35o C und W\u00e4rmeabfallwasserpuffer;<br \/>\n&#8211;\trotierender W\u00e4rme\u00fcbertrager f\u00fcr Abwasser;<br \/>\nzu deutlichen Einspareffekten und Emissionsminderungen im Vergleich zum Ausgangszustand.<br \/>\nNach Umbau der W\u00e4scherei konnte konkret der Erdgasverbrauch pro Jahr um 180.000 m3 und der Frischwasserverbrauch pro Jahr um 204.000 m3 reduziert werden. Mit 95 % Gesamtnutzungsgrad der W\u00e4rmeerzeugung wird f\u00fcr Gro\u00dfw\u00e4schereien ein Spitzenwert erreicht, der unter Nutzung des Standes der Technik auch bei anderen W\u00e4schereien verwirklicht werden kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Grenzland- Reha- und Betreuungs- gGmbH (GRB), eine 100% Tochter des Caritasverbandes- f\u00fcr die Dekanate Ahaus und Vreden e.V. f\u00fchlt sich der Sch\u00f6pfung im besonderen Ma\u00df verpflichtet und besch\u00e4ftigt Schwerbehinderte mit Mehrfachvermittlungshemmnissen in einer W\u00e4scherei. Der Energieverbrauch in der alten W\u00e4scherei war infolge veralteter Technik zu hoch. 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