  {"id":21677,"date":"2023-07-13T15:20:19","date_gmt":"2023-07-13T13:20:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17285-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:20:21","modified_gmt":"2023-07-13T13:20:21","slug":"17285-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17285-01\/","title":{"rendered":"Realisierung und Dokumentation eines Kompetenz- und Demonstrationszentrums f\u00fcr Energie sparendes und \u00f6kologisches Bauen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Mit dem neuen Zentrum f\u00fcr energiesparendes und \u00f6kologisches Bauen schafft die HWK-M\u00fcnster ein Demonstrations- und Informationsforum f\u00fcr Handwerker, Ingenieure, Architekten und Bauherren. Ziel des Zentrums ist es, den Blick der Baubeteiligten auf das Geb\u00e4ude als Ganzes sowie neue, energiesparende Bautechniken und \u00f6kologische Baumaterialien zu lenken, da nur begreifbar die Qualit\u00e4tsstandards bei der Errichtung von H\u00e4usern verbessert werden k\u00f6nnen.<br \/>\nDie Planung f\u00fcr dieses Demonstrationszentrum hat seit Mitte 1998 mehrere durch die Âé¶¹´«Ã½ gef\u00f6rderte Phasen durchlaufen. Mit der Realisierung des Zentrums wurde im Fr\u00fchsommer 2002 begonnen. Durch die Einbindung des Zentrums als Kompetenzzentrum Solar-, Bau- und Versorgungstechnik in ein vom BiBB initiiertes Netz von Bildungszentren soll der Informationstransfer optimiert werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Konzeption des Demonstrationszentrums folgt einem ganzheitlichen Ansatz, der Planung, Ausf\u00fchrung und Nutzung zusammenf\u00fchrt. Mit dem Aufbau wurden modellhaft musterg\u00fcltige L\u00f6sungen des energiesparenden, \u00f6kologischen und innovativen Bauens erarbeitet, mit dem Aufbau der H\u00e4user realisiert und anschaulich und nachvollziehbar im Demonstrationsforum dargestellt. Sowohl die Bauplanung als auch die Bauausf\u00fchrung wurden zu Schulungszwecke dokumentiert und in einem Internet-Auftritt und in der Ausstellung f\u00fcr jedermann nachvollziehbar aufbereitet.<br \/>\nAuch das Bauverhalten und der Energieverbrauch der Geb\u00e4ude wird mit Mess- und Darstellungssystemen erfasst und verdeutlicht. Geb\u00e4udeausschnitte der realen Wandaufbauten und Materialkombinationen im Ma\u00dfstab 1\/1 verdeutlichen die Konstruktionen und machen sie begreifbar. Mit dem neu geschaffenen Programm Meister-WUFI k\u00f6nnen in einer Simulation Konstruktionen ver\u00e4ndert werden, um die energetischen und bauphysikalischen Auswirkungen zu ermitteln.<br \/>\nDurch das Kompetenzzentrum f\u00fcr Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen KNR, das seinen Sitz im Demonstrationszentrum hat, soll &#8211; auch bundesweit &#8211; die Bereitschaft der Handwerker und Planer gef\u00f6rdert werden, sich mit dem Thema nachhaltiges Bauen auseinanderzusetzen. Im Demonstrationszentrum kann in der Ausstellung im EG die Vielzahl der im Handel erh\u00e4ltlichen Baumaterialien in einer Bibliothek der Materialien betrachtet werden und vor Ort oder \u00fcber das Internet die Realisierbarkeit und das W\u00e4rme\/Feuchte-Bauteilverhalten der NaWaRo-Konstruktionen erfahren werden.<br \/>\nEnergiesparende Techniken wie die solare Beheizung, die solare K\u00fchlung mittels Absorptionsk\u00e4lte oder die Biomasse- und Umweltw\u00e4rmenutzung sollen die Akzeptanz dieser innovativen Techniken f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Mit dem Demonstrationszentrum Bau und Energie ist ein in Deutschland einmaliges Forum geschaffen worden, in dem energiesparendes und \u00f6kologisches Bauen anschaulich und durch die Messtechnik nachvollziehbar dargestellt wird. Um als Anschauungsbeispiel auch f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre fungieren zu k\u00f6nnen, wurde bei der Errichtung der Geb\u00e4ude das Prinzip der Nachhaltigkeit verfolgt, ein sehr hoher Standard bei der W\u00e4rmed\u00e4mmung realisiert und innovative Energietechnik eingesetzt.<br \/>\nDiese f\u00fcr die Planung und die Umsetzung im Detail sehr komplexen Anforderungen ben\u00f6tigten eine lange Vorbereitungs- und Umsetzungszeit. Die selbstgesetzten hohen \u00f6kologischen und bauphysikalischen Auflagen und Ziele f\u00fchrten immer wieder zu Diskussionen \u00fcber den Abgleich der Vorschl\u00e4ge der Experten mit den anerkannten Regeln der Bautechniken und damit \u00fcber die Gew\u00e4hrleistungsverpflichtung der Auftragnehmer. Dadurch kam es mehrfach zu Bauzeitverz\u00f6gerungen.<br \/>\nEine Fertigstellung erst lange nach Er\u00f6ffnung am 5.2.2004 beruht aber darauf, dass eine Feinabstim-mung der (Regelungstechnischen-) Systeme oft erst im Betrieb erfolgen konnte.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ausstellung im Demonstrationszentrum steht an allen Arbeitstagen Besuchern in der Zeit von 8-18 Uhr offen. Regelm\u00e4\u00dfige F\u00fchrungen sind am 1. Dienstag des Monats von 18-20 Uhr, F\u00fchrungen f\u00fcr Gruppen aber jederzeit nach vorheriger Anmeldung m\u00f6glich. F\u00fcr die bessere Orientierung insbesondere von Einzelbesuchern ist ein Ausstellungsf\u00fchrer erarbeitet worden, der gegen eine Schutzgeb\u00fchr von 5 \u0080 angeboten wird. Die Vorbereitung eines Besuchs z. B. von Schulklassen kann auch durch die vielf\u00e4ltigen Informationen im Internet (www.demozentrum-Bau.de) erfolgen.<br \/>\nSeit der Er\u00f6ffnung hat sich die Zahl der Gruppenf\u00fchrungen bei ca. 4 pro Woche stabilisiert. Die Besucher kommen dabei aus allen Bev\u00f6lkerungsschichten.<br \/>\nDas Demonstrationszentrum wird inzwischen von verschiedenen Aktionen der HWK und verschiedener Kommunen als Leuchtturm und Symbol f\u00fcr energiesparendes und \u00f6kologisches Bauen und Modernisieren genutzt. So war es auch Ort f\u00fcr den bundesweiten Start der Kampagne W\u00e4rme von der Sonne 2005, die vom Bundesumweltminister er\u00f6ffnet wurde.<br \/>\nBeitr\u00e4ge zum Zentrum wurden in verschiedenen Zeitschriften und B\u00fcchern in mehreren Sprachen ver\u00f6ffentlicht. Im Solar House wird das Zentrum (in chinesischer Sprache) anschaulich beschrieben.<br \/>\nDas Demonstrationszentrum war Inhalt von Pr\u00e4sentationen auf verschiedenen Messen und Veranstal-tungen.<br \/>\nDas Demonstrationszentrum ist inzwischen Vorbild f\u00fcr eine Reihe von Initiativen im In- und Ausland geworden, die das Konzept auf unterschiedliche Weise kopieren wollen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit dem Paul Schnitker-Haus, Demonstrationszentrum Bau und Energie ist ein Anschauungsbeispiel f\u00fcr begreifbar dargestelltes energiesparendes und \u00f6kologisches Bauen gelungen, das in seiner Art einzigartig in Deutschland ist. Durch die Vielzahl an musterg\u00fcltig gel\u00f6sten Details und ihre besondere Art der Darstellung finden sich Fachleute aller Bau- und Ausbaubereiche wieder und sind bereit, neue Ideen aufzunehmen. Der didaktische Ansatz der Abstufung der Informationstiefe durch erg\u00e4nzende Medien ver-hindert aber gleichzeitig, dass Laien \u00fcberfordert sind. Der Internetauftritt mit der Visualisierung der gemessenen Geb\u00e4udezust\u00e4nde erm\u00f6glicht auch nach dem Ausstellungsbesuch eine Vertiefung der Informationen.<br \/>\nF\u00fcr die Aus-, Fort- und Weiterbildung kann das Demonstrationszentrum durch die anschauliche Ausstellung, aber auch durch die parallel entwickelten Lehrgangsmodule und die Messtechnik erfolgreich eingesetzt werden. Durch die Art der Pr\u00e4sentation ist es auch gelungen, nur peripher mit dem Thema Bau verbundene anzusprechen und die Komplexit\u00e4t des Bauens und Sanierens zu verdeutlichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Mit dem neuen Zentrum f\u00fcr energiesparendes und \u00f6kologisches Bauen schafft die HWK-M\u00fcnster ein Demonstrations- und Informationsforum f\u00fcr Handwerker, Ingenieure, Architekten und Bauherren. 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