  {"id":21517,"date":"2023-07-13T15:19:13","date_gmt":"2023-07-13T13:19:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/15627-08\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:13","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:13","slug":"15627-08","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/15627-08\/","title":{"rendered":"Naturnahe Umgestaltung des Schulhofes im Rahmen des laufenden Umweltbildungsprogramms \u00d6kologische Umgestaltung von Schulgel\u00e4nden"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der Schulhof der Pestalozzischule Lingen wurde mit dem Bau des Geb\u00e4udes im Jahre 1973 angelegt und entspricht aus heutiger Sicht nicht mehr den Anforderungen und Bed\u00fcrfnissen unserer Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. Mit einer naturnahen Umgestaltung des Schulhofes verfolgen wir folgende Zielsetzungen: 1. der zunehmenden Gewaltbereitschaft der Sch\u00fcler entgegenwirken, 2. M\u00f6glichkeiten schaffen, psychomotorische Defizite abzubauen, 3. den Sch\u00fclern viele M\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnen, Natur auf vielf\u00e4ltige Weise zu erleben und bewusster mit ihr umzugehen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden-\tSch\u00fclerbefragung bzgl. ihrer W\u00fcnsche zur Ver\u00e4nderung des Schulhofes und Bildung einer Arbeitsgruppe zur Schulhofgestaltung (Oktober 98)<br \/>\n&#8211;\tInformationsabend mit dem Arbeitskreis Holunderschule (hier: Herr Buss, Papenburg; Dezember 98)<br \/>\n&#8211;\tAusarbeitung eines Lageplanes des Schulgel\u00e4ndes, einschlie\u00dflich des Geb\u00e4udes und des vorhandenen  Baumbestandes (M\u00e4rz 99)<br \/>\n&#8211;\tUmgestaltungsplanung durch die AG unter Ber\u00fccksichtigung der Befragungsergebnisse (April 99)<br \/>\n&#8211;\tDetailplanung mit Materialliste durch den AK Holunderschule (April 99) :<br \/>\nAnlegen eines dreiteiligen H\u00fcgelbereiches mit Rutsche, Sandspielbereich und Kletterbaum (Baumkrone) sowie Bepflanzung, &#8211; Aufstellen einer Nestschaukel und Eingrenzung der Schaukelbereiche durch Bepflanzung (auch als Sicherheitsvorkehrung), &#8211; teilweise Begrenzung des Schulgel\u00e4ndes durch Anlegen von Benjes-Hecken, &#8211; Anlegen vier gr\u00fcner Klassenzimmer, &#8211; Teilentsiegelung des Schulhofes (ca. 120 m2), &#8211; Aufforstung des gesamten Schulgel\u00e4ndes mit einheimischen Geh\u00f6lzen (Eberesche, Hainbuche, Haselnuss, Traubenkirsche,  Hundsrose,  Holunder etc., insgesamt ca. 1100 Pflanzen), &#8211; Neugestaltung des Sandspielbereiches<br \/>\n&#8211;\tAusschreibung und Bestellung der anfallenden Materialien (ab Mai 99)<br \/>\n&#8211;\tAktionstage unter Mitarbeit von Sch\u00fclern, Eltern und Lehrern (September 99 und November 99)<br \/>\n&#8211;\tAbschlussarbeiten im Fr\u00fchjahr 2000 (Schulgartengestaltung und Raseneinsaat)<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die mit der naturnahen Umgestaltung des Schulhofes gesetzten Ziele sind aus unserer Sicht weitestge-hend erreicht worden. Der ver\u00e4nderte Schulhof bietet vielf\u00e4ltige Bewegungsm\u00f6glichkeiten zum Abbau von angestauten Aggressionen, tr\u00e4gt dem nat\u00fcrlichen Bewegungsdrang der j\u00fcngeren Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen Rechnung und bietet mehr Raum f\u00fcr Kreativit\u00e4t und Fantasie der Kinder im spielerischen Umgang miteinander und mit der Natur.<br \/>\nDie unteren Jahrg\u00e4nge nutzen bevorzugt die Kletterb\u00e4ume, die Sandspielbereiche und den H\u00fcgelbereich mit Rutsche. Von den \u00e4lteren Sch\u00fclern werden vor allem die neu geschaffenen Sitzbereiche und die transportablen Holzb\u00e4nke als R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten angenommen. Auch die aufgearbeiteten Spielger\u00e4te und der Basketballkorb werden von den Mittelstufensch\u00fclern rege genutzt.<br \/>\nIm Fr\u00fchling und Sommer war es nun im Biologieunterricht m\u00f6glich, die vielen neu gesetzten heimischen Geh\u00f6lze anhand ihrer Bl\u00e4tter und der ersten Fr\u00fcchte zu bestimmen. Der neu angelegte Schulgarten bot ebenso zahlreiche Beobachtungsm\u00f6glichkeiten hinsichtlich des Wachstums und vor allem der Pflege von einheimischen Zier- und Nutzpflanzen. Nach der ersten gemeinsamen Ernte konnte das selbstgezogene Gem\u00fcse im Hauswirtschaftsunterricht verarbeitet werden.<br \/>\nDie zeitliche Planung konnte eingehalten werden, die Aktionstage unter Mitarbeit von Sch\u00fclern, Eltern und Lehrern fanden planungsgem\u00e4\u00df statt. Vereinzelte Restarbeiten wurden an weiteren Nachmittagen von Sch\u00fclern und Lehrern ausgef\u00fchrt (Schulgarten, Raseneinsaat). Kritisch anzumerken ist die zeitliche Planung des Pflanztages im Herbst statt im Fr\u00fchjahr. Vor allem f\u00fcr j\u00fcngere Sch\u00fcler ist es wenig einsichtig, wenn die Setzlinge zun\u00e4chst mehrere Monate kein Wachstum zeigen und den Eindruck erwecken, sie seien abgestorben. Im Fr\u00fchling werden die M\u00fchen der Arbeit unmittelbarer sicht- und (be)greifbar, da die Setzlinge dann bereits nach kurzer Zeit Knospen treiben.<br \/>\nUnsere Kostenkalkulation erwies sich im Ganzen gesehen als angemessen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Am Pflanztag sowie nach Abschluss der Umgestaltungsma\u00dfnahmen berichtete die \u00f6rtliche Presse \u00fcber das ver\u00e4nderte Schulgel\u00e4nde (siehe Anlagen). Auch die Homepage unserer Schule zeigt einen Querschnitt der Arbeitstage (http:\/\/nibis.ni.schule.de\/~sfllin)<br \/>\nWeiterhin wurde die gesamte Ma\u00dfnahme in Form eines von Sch\u00fclern aller Alterstufen selbst gestalteten Buches dokumentiert (siehe Anlage).<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Eltern, Lehrer und insbesondere unsere Sch\u00fclerschaft profitieren in vielerlei Hinsicht von der Umgestaltung. Durch die aktive Mitarbeit an diesem Projekt f\u00fchlen sich alle gleicherma\u00dfen verantwortlich f\u00fcr den unter \u00f6kologischen Gesichtspunkten neu geschaffenen Lebensraum. Die au\u00dferunterrichtliche Zusammenarbeit wirkte dar\u00fcber hinaus besonders gemeinschaftsf\u00f6rdernd<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der Schulhof der Pestalozzischule Lingen wurde mit dem Bau des Geb\u00e4udes im Jahre 1973 angelegt und entspricht aus heutiger Sicht nicht mehr den Anforderungen und Bed\u00fcrfnissen unserer Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. Mit einer naturnahen Umgestaltung des Schulhofes verfolgen wir folgende Zielsetzungen: 1. der zunehmenden Gewaltbereitschaft der Sch\u00fcler entgegenwirken, 2. 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