  {"id":21380,"date":"2023-07-13T15:20:01","date_gmt":"2023-07-13T13:20:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16796-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:20:02","modified_gmt":"2023-07-13T13:20:02","slug":"16796-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16796-01\/","title":{"rendered":"\u00d6ffentlichkeitskampagne: Sofortprogramm &#8211; CO2-Minimierungsinitiative Stra\u00dfenverkehr"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Deutschland hat sich verpflichtet, die CO2 Emissionen bis 2005 um 25 % gegen\u00fcber 1990 zu senken. Den gr\u00f6\u00dften Beitrag zu den Emissionen verursacht der Verkehrssektor. Die Selbstverpflichtung der deutschen Automobilindustrie den CO2-Aussto\u00df des Stra\u00dfenverkehrs bis 2005 gegen\u00fcber 1990 um 25 % zu reduzieren, ist nur durch eine deutliche Senkung des Kraftstoffverbrauchs m\u00f6glich.<br \/>\nKurzfristig wirksame, den gesamten Fahrzeugbestand betreffende Ma\u00dfnahmen werden bisher zu wenig beachtet. Leichtlauf\u00f6le und Leichtlaufreifen, deren CO2-Einsparungspotential bei insgesamt 4 &#8211; 5 Prozent liegt, konnten sich bislang nicht durchsetzen. Eine weitere Ma\u00dfnahme ist das \u00f6kologische Fahrer-Training. Die DUH startet eine Aktion f\u00fcr den Einsatz dieser kurzfristig wirksamen Ma\u00dfnahmen und informiert \u00fcber deren Effekte (Umweltschutz und Kosteneinsparungen). Die Mineral\u00f6l- und Reifenindustrie soll ermutigt werden, ihre Produkte f\u00fcr den blauen Engel anzumelden und weiterzuentwickeln. Die Automobilindustrie soll angeregt werden, in ihrer PKW-Grundausstattung ausschlie\u00dflich Leichtlaufreifen und -\u00f6le einzusetzen. Werkst\u00e4tten sollen motiviert werden, bei Servicearbeiten im Normalfall diese Produkte zu verwenden. Weitere Zielgruppen sind Pkw-Nutzer und die breite Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden-\tDurchf\u00fchrung eines Expertenworkshop f\u00fcr Flottenbetreiber zum Thema Klimagas-Minderung im Stra\u00dfenverkehr durch umweltorientiertes Pkw-Flottenmanagement<br \/>\n&#8211;\tPromotion verbrauchsarmen Fahrverhaltens \u00fcber die Medien und bei Flottenbetreibern<br \/>\n&#8211;\tZielgruppengespr\u00e4che mit Entscheidungstr\u00e4gern der Mineral\u00f6lwirtschaft, der Reifen-, Automobilwirtschaft<br \/>\n&#8211;\tErstellung Internetpr\u00e4senz und einer Dokumentation der DUH Aktivit\u00e4ten<br \/>\n&#8211;\tInitiierung der transatlantischen Koalition Cars and Climate<br \/>\n&#8211;\tAusarbeitung eines Faltblattes CO2-Minimierungsinitiative Stra\u00dfenverkehr<br \/>\n&#8211;\tWissenschaftliche Begleitung des Projekts und Erarbeitung von Handlungsempfehlung f\u00fcr Pkw-Flottenbetreiber.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der Workshop wurde von allen Teilnehmern als gro\u00dfer Erfolg gewertet. Das Potential f\u00fcr CO2-Minderung durch umweltorientiertes Pkw-Flottenmanagement und damit verbundene Kostenminderungspotentiale wurden von den Unternehmen noch nicht ausreichend betrachtet. Um eine breitere Akzeptanz des \u00f6kologischen Pkw-Flottenmanagements zu erreichen, m\u00fcsste die Bundesregierung die Umsetzung der Ma\u00dfnahmen unterst\u00fctzt. Hierzu f\u00fchrte die DUH mit Vertretern der Regierung weitere Gespr\u00e4che.<br \/>\nInnerhalb des Workshops hat sich gezeigt, dass innerbetrieblich Hindernisse die Umsetzung von CO2-Minderungsma\u00dfnahmen im Flottenmanagement erschweren k\u00f6nnen. Die wissenschaftliche Begleitung des Projekts entwickelte hier Handlungsempfehlungen. Ferner zeigte der Verlauf des Workshops, dass weitere regionale Fachveranstaltungen f\u00fcr Flottenmanager f\u00fcr die Umsetzung kurzfristiger CO2-Minderungsma\u00dfnahmen hilfreich w\u00e4ren. Konzepte f\u00fcr weitere Veranstaltungen wurden im Verlauf des Projekts entwickelt und von anderen Organisationen umgesetzt.<br \/>\nDas Umweltbundesamt hat in einem Bericht an das Bundesumweltministerium die Ergebnisse des Workshop als wichtige Erkenntnisbasis f\u00fcr weiter Ma\u00dfnahmen hervorgehoben. Die enge Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Koalitionspartner war im gesamten sowohl organisatorisch als auch inhaltlich erfolgreich. Die gute Zusammenarbeit vom Umweltbundesamt in seinem Bericht an das Bun-desumweltministerium ausdr\u00fccklich hervorgehoben.<br \/>\nDurch die Initiative stieg die Aufmerksamkeit f\u00fcr \u00f6kologisches Fahrertraining. Auch die bisher ehr ablehnende Haltung anderer Umweltverb\u00e4nde nimmt ab. Der Naturschutzbund NABU hat im Rahmen der Initiative CO2-Minderung Stra\u00dfenverkehr f\u00fcr seine Mitglieder ein \u00f6kologisches Fahrertraining gestartet. 2002 werden NABU Mitglieder und Interessierte an ausgew\u00e4hlten Orten an eine umweltschonender Fahrweise herangef\u00fchrt. Bis Ende September 2002 wurden bereits 250 Teilnehmer geschult.<br \/>\nIm Rahmen der Transatlantischen Koalition Cars and Climate ist es der DUH gelungen innerhalb k\u00fcrzester Zeit Netzwerk von Umweltorganisationen, Umweltbeh\u00f6rden und Vertretern der Industrie aufzubauen. Da die politische Situation in den USA die Umsetzung kurzfristig wirksamer schwieriger macht, war die Bereitschaft amerikanischer Verb\u00e4nde und Institutionen zusammenzuarbeiten hoch. Bereits beim zweiten Runden Tisch konnte ein konkretes Aktionsprogramm f\u00fcr die weitere Kooperation erarbeitet werden, dass bis zum Projektabschluss vollst\u00e4ndig umgesetzt wurde.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Initiative CO2 Minderung im Stra\u00dfenverkehr wurde im am 17. Januar 2001 mit einer Pressekonferenz der deutschen \u00d6ffentlichkeit vorgestellt. Des weiteren pr\u00e4sentierte die DUH kurzfristige CO2-Minderungsma\u00dfnahmen bei Sonderveranstaltungen der UN Klimakonferenz sowie dem Jahrestreffen des Transportation Research Board in Washington D.C.<br \/>\nAuf der Internetseite www.duh.de richtete die DUH eine Informationsplattform ein, auf der ausf\u00fchrlich \u00fcber die Wirkungen der kurzfristigen CO2 Minderungsma\u00dfnahmen im Stra\u00dfenverkehr informiert wird und ausf\u00fchrliche Links zu anderen Informationsquellen angelegt. F\u00fcr die Transatlantische Koalition Cars and Climate erstellt die DUH zu Informationsaustausch eine Internetplattform www.carsandclimete.org , die zum Informationsaustausch zwischen der Projektpartnern dient.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Deutsche Umwelthilfe e.V. konnte mit der Gr\u00fcndung der Initiative CO2-Minderung im Stra\u00dfenverkehr einen wesentlichen Beitrag zur Umwetzung kurzfristiger Ma\u00dfnahmen im Stra\u00dfenverkehr beitragen. Vor allem der Workshop, der gemeinsam mit dem Umweltbundesamt und Deutschen Verkehrssicherheitsrat durchgef\u00fchrt wurde, hat f\u00fcr die konkrete Umsetzung von Klimaschutzma\u00dfnahmen in Stra\u00dfenverkehr neue wichtige Erkenntnisse gebracht. Die DUH konnte sich hier als professioneller Partner f\u00fcr das Umweltbundesamt und Vertreter der Automobil-, Mineral\u00f6l- und Reifenindustrie pr\u00e4sentieren.<br \/>\nDie Initiative erzielte bei alle Koalitionspartnern ein positives Echo. Der intensive Erfahrungsaustausch und die zusammengetragenen Informationen legten bereits im Projektverlauf den Grundstein f\u00fcr weiter Aktivit\u00e4ten andere Organisationen.<br \/>\nDie positive Zusammenarbeit von Verb\u00e4nden, Umweltbundesamt, Bundesumweltministerium und Vertretern der Wirtschaft vereinfacht die Umsetzung f\u00fcr zuk\u00fcnftige Klimaschutzma\u00dfnahmen im Stra\u00dfenverkehr.<br \/>\nDie deutsch-amerikanische Zusammenarbeit mit Umweltverb\u00e4nden und Umweltbeh\u00f6rden zeigt die Not-wendigkeit f\u00fcr das Netzwerke Cars and Climate. Eine Ausdehnung des Netzwerks auf Europ\u00e4ischer Ebene wurde von allen Partnern als sehr w\u00fcnschenswert angesehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Deutschland hat sich verpflichtet, die CO2 Emissionen bis 2005 um 25 % gegen\u00fcber 1990 zu senken. Den gr\u00f6\u00dften Beitrag zu den Emissionen verursacht der Verkehrssektor. 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