  {"id":21372,"date":"2023-07-13T15:20:01","date_gmt":"2023-07-13T13:20:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16773-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:20:02","modified_gmt":"2023-07-13T13:20:02","slug":"16773-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16773-01\/","title":{"rendered":"Erarbeitung von Sanierungsstandards und Umsetzung am Geb\u00e4ude des Energieberatungszentrums Stuttgart"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im Ma\u00dfnahmenkatalog zum Klimaschutz spielt die energetische Sanierung des Geb\u00e4udebestandes eine herausragende Rolle. Antriebsmotor f\u00fcr den Sanierungsgedanken sind im Regelfall anstehende Bauunterhaltungsma\u00dfnahmen und steigende Energiepreise &#8211; weniger Umweltschutzgesichtspunkte. Aus Kos-tengesichtspunkten ist die Qualit\u00e4t der Sanierungsarbeiten oft unzureichend. Teilweise erf\u00fcllen Ausf\u00fchrungen nicht einmal die Anforderungen geltender Verordnungen. Da gerade Sanierungsma\u00dfnahmen langfristige Investitionen darstellen und fehlerhafte Ausf\u00fchrungen langfristig nicht die notwendige Ener-gieeinsparung und damit Umweltentlastung bringen, sah sich das Energieberatungszentrum veranlasst, Bauschaffende und Fachplaner f\u00fcr einen hochwertigen und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten um-setzbaren Qualit\u00e4tsstandard zu sensibilisieren.<br \/>\nZiel des Projektes war es, diese Sanierungsstandards im Laufe einer Mustersanierung eines Geb\u00e4udes unter den Augen der \u00d6ffentlichkeit mit Architekten, Planern, Fachberatern der Handwerkerinnungen, Handwerkern und der Wissenschaft zu entwickeln.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer Tr\u00e4gerverein des EBZ f\u00fchrte das Musterbauvorhaben am eigenen Geb\u00e4ude Gutenbergstr. 76 durch.<br \/>\nDas Vorhaben wurde in einem \u00f6ffentlichen Diskurs im Sanierungsobjekt mit den Bauschaffenden und Fachplanern abgestimmt (Gl\u00e4serne Sanierung). Die wissenschaftliche Begleitung f\u00fchrte die For-schungs- und Entwicklungsgemeinschaft f\u00fcr Bauphysik e.V. (FEB) an der Fachhochschule f\u00fcr Technik, Stuttgart durch.<br \/>\nInhalt der Untersuchung war es:<br \/>\n&#8211;\tauf der Grundlage einer Bestandsaufnahme ein Sanierungskonzept zu erstellen<br \/>\n&#8211;\tdie Sanierungsausf\u00fchrung zu begleiten und die baulichen und anlagentechnischen Ma\u00dfnahmen insbesondere auch unter dem Gesichtspunkt der Entwicklung von Sanierungsstandards zu bewerten<br \/>\n&#8211;\tdie Wirksamkeit der ausgef\u00fchrten Ma\u00dfnahmen messtechnisch zu \u00fcberpr\u00fcfen<br \/>\n&#8211;\ts\u00e4mtliche Aktivit\u00e4ten und Ergebnisse mit den Projektbeteiligten in Fachdiskussionen zu reflektieren<br \/>\n&#8211;\tdie Entwicklung der aktuellen Sanierungsstandards darzustellen<br \/>\n&#8211;\tInstrumente f\u00fcr die Kommunikation und Verbreitung der Ergebnisse zu entwickeln<br \/>\nDie Entwicklung zum Stuttgarter Sanierungsstandard wird im Abschlussbericht am Beispiel des Stuckateurhandwerks detailliert erl\u00e4utert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Sanierungskonzept und Sanierungsverfahren wurden von der Vorgabe gepr\u00e4gt, dass die Ma\u00dfnahmen nach einer entsprechenden Bewertung f\u00fcr eine standardisierte Umsetzung empfohlen werden k\u00f6nnen.<br \/>\nIm Rahmen der Modernisierung wurden gewerkeweise Standards entwickelt und gewerke\u00fcbergreifend zusammengef\u00fchrt: Der Stuttgarter Sanierungsstandard. Im Rahmen dieses Qualit\u00e4tssicherungssystems wurden folgende Punkte behandelt:<br \/>\n&#8211;\tGewerkespezifische Qualit\u00e4tsmerkmale f\u00fcr die Altbausanierung<br \/>\n&#8211;\tEinleitung von Absprachen zwischen den Gewerken zur Definition der Schnittstellen<br \/>\n&#8211;\tDefinition des Leistungsumfangs der einzelnen Gewerke<br \/>\n&#8211;\tZertifizierung als Durchsetzungsinstrument f\u00fcr Qualit\u00e4tssicherung<br \/>\n&#8211;\tSicherung durch Ausf\u00fchrungskontrollen und Abnahme<br \/>\n&#8211;\tNutzen<br \/>\nDie Entwicklung dieses Instruments hat das Projektteam im Zeitaufwand und in der Komplexit\u00e4t untersch\u00e4tzt. Daher hat sich das EBZ zun\u00e4chst auf ein Gewerk konzentriert. Zum Zeitpunkt der Berichterstellung wurde mit der Zertifizierung der Stuckateure begonnen. Die Resonanz bei unseren Weiterbildungsveranstaltungen f\u00fcr das Handwerk ist positiv. Die Ergebnisse werden auf die Gewerke Dach und Fenster \u00fcbertragen. Wenn alle Instrumente entwickelt sind, kann ab Fr\u00fchjahr 2003 verst\u00e4rkt \u00d6ffentlichkeitsarbeit betrieben werden. Derzeit wird auch ein Logo f\u00fcr den Stuttgarter Sanierungsstandard entwickelt, das urheberrechtlich gesch\u00fctzt wird.<br \/>\nDas gleiche gilt f\u00fcr die Reservierung einer Homepage mit der Adresse www.stuttgarter-sanierungsstandard.de.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Zwar war der Betrieb des EBZ durch Umbauma\u00dfnahmen in den ersten 3 Jahren eingeschr\u00e4nkt, doch konnte mit der Gl\u00e4sernen Sanierung der Sanierungsgedanke ideal kommuniziert werden. Die Baustelle war st\u00e4ndiger Treffpunkt f\u00fcr den Informationsaustausch zur Altbausanierung.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus:<br \/>\n&#8211;\tVer\u00f6ffentlichungen in regionalen Zeitungen der Region Stuttgart, Rundschreiben der Stadt, St\u00e4dtisches Mitteilungsblatt, Mitteilungsblatt des Energieversorgers, Mitteilungsblatt der Mitglieder z.B. Haus- und Grundbesitzerverein<br \/>\n&#8211;\tTeilnahme an Messen und Klimaschutzkongress in M\u00fcnchen 2002 zur Vorstellung des Projekts<br \/>\n&#8211;\tDas EBZ wird regelm\u00e4\u00dfig angefragt, Vortr\u00e4ge zu halten. Ein Schwerpunkt ist die energetische Modernisierung von Wohngeb\u00e4uden<br \/>\n&#8211;\tEigene Brosch\u00fcre Sanieren und Bauen<br \/>\n&#8211;\tEigene Ausstellung und Ausstellungskatalog Das ABC des EBZ<br \/>\n&#8211;\t\u00dcber den Schlussbericht hinaus ist das Modellvorhaben mit \u00fcber 1000 Fotos, einem VHS-Video, dem Internetauftritt der Gl\u00e4sernen Sanierung (www.ebz-stuttgart.de), einer cd-rom, einem Dokumentenordner sowie der Publikation des Baukosteninformationszentrums Deutscher Architektenkammern, Energiesparendes Bauen im Altbau, 2002 dokumentiert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit dem Musterbauvorhaben wurden erstmals gewerkeweise Standards zur Qualit\u00e4tssicherung in der Altbausanierung entwickelt. Der Stuttgarter Standard ist f\u00fcr das Gewerk der Stuckateure fertig entwickelt, so dass die erweiterte Dienstleistung zur Qualit\u00e4tssicherung ab 2003 angeboten werden kann. F\u00fcr die Gewerke Glaser und Dachdecker sind die Standards nach dem Vorbild der Stuckateure nahezu fertig entwickelt. Ob der Standard f\u00fcr die Heizungstechnik und die Elektroinstallation entwickelt werden kann, ist zur Zeit fraglich.<br \/>\nF\u00fcr die Vermarktung wird es entscheidend sein, ob es gelingt einen Sponsor zu finden, der das Budget f\u00fcr die notwendige Werbung bereitstellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Ma\u00dfnahmenkatalog zum Klimaschutz spielt die energetische Sanierung des Geb\u00e4udebestandes eine herausragende Rolle. Antriebsmotor f\u00fcr den Sanierungsgedanken sind im Regelfall anstehende Bauunterhaltungsma\u00dfnahmen und steigende Energiepreise &#8211; weniger Umweltschutzgesichtspunkte. 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