  {"id":21359,"date":"2023-07-13T15:19:57","date_gmt":"2023-07-13T13:19:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16703-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:58","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:58","slug":"16703-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16703-01\/","title":{"rendered":"Kiemenfassade &#8211; Baustein f\u00fcr die Bel\u00fcftung von Geb\u00e4uden mit hinterl\u00fcfteten Vorhangfassaden zwecks Nachtausk\u00fchlung im nicht-transparenten Fassadenbereich"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Anlass f\u00fcr das Vorhaben ist die Tatsache, dass bei einer Reihe von Geb\u00e4udetypen ein gro\u00dfes Problem im Umgang mit den inneren W\u00e4rmelasten besteht. Aufgrund der hochisolierten modernen H\u00fcllen besteht ein gro\u00dfer Bedarf, innere W\u00e4rme zu vernichten. Dies kann durch den Einsatz von kostspieliger Technik geschehen, die im Normalfall in der Folge auch noch hohe Betriebskosten verursacht. Die gefundene Idee versucht hier, einen anderen Weg zu gehen. Vorrangiges Ziel ist eine L\u00f6sung, die bei einerseits niedrigen Investitionskosten gleicherma\u00dfen auf nat\u00fcrlichem Weg (Lowtech, sanfte Technik) einen wirksamen Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauchs leisten kann. Der L\u00f6sungsansatz soll im Bereich der vorgeh\u00e4ngten, hinterl\u00fcfteten Fassaden vielfach anwendbar sein. Das neuartige an diesem L\u00f6sungsansatz ist die Tatsache, dass die Bel\u00fcftung im Bereich der geschlossenen (nicht-transparenten) Fassadenbereiche erfolgt. Dies erm\u00f6glicht einen gezielten Einsatz weitgehend unabh\u00e4ngig von sonstigen gestalterischen Rahmenbedingungen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAuf der Grundlage der Idee einer Kiemenfassade wurden zun\u00e4chst planerische Prinzipl\u00f6sungen untersucht. Die Untersuchungen berufen sich auf die Fragen von Geometrie. Um das System allgemein einsetzbar zu konzipieren, wurde eine L\u00f6sung angestrebt, die mit marktg\u00e4ngigen Unterkonstruktionen und Systemen kompatibel ist.  Dies bedeutete zun\u00e4chst eine Analyse der bekannten Systeme. Dar\u00fcber hinaus wurden die f\u00fcr das Betreiben notwendigen M\u00f6glichkeiten eines motorischen Betriebes untersucht. Unter Ber\u00fccksichtigung der sich hieraus ergebenden Vorgaben galten die weiteren \u00dcberlegungen der Frage der Geometrie des Bauteils, speziell im Hinblick auf die Hinterl\u00fcftung, die Wasserabf\u00fchrung und die Fugenbreite. Der Fugenbreite kommt unter gestalterischen Aspekten eine besondere Bedeutung zu. Der allgemeine Trend f\u00fchrt zu dem Wunsch m\u00f6glichst schmaler Fugen. Dies hat auch damit zu tun, dass der oft unbefriedigende Einblick in die Unterkonstruktion begrenzt wird.<br \/>\nIn der Folge der Verarbeitung all dieser Aspekte entstanden die ersten Konstruktionszeichnungen. Die Beteiligung des Kooperationspartners Fa. BWM begann in dieser Phase (Bespr. August 1999). Auf unserer Ausstellung im Rahmen der Plan 99 in K\u00f6ln (Bilder+Ideen, Galerie Holtmann) wurde der Prototyp zum ersten Mal der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt.<br \/>\nHier wurden auch erstmalig Fassadenplatten gezeigt, die f\u00fcr eine Verwendung mit der Kieme geeignet sind. Parallel zu dieser Entwicklungsarbeit bekamen wir aufgrund besonderer Umst\u00e4nde die M\u00f6glichkeit, unsere neue Idee direkt in ein aktuelles Bauprojekt mit einzubringen.<br \/>\nF\u00fcr den Umbau des Hertie\/ Karstadthauses in Konstanz hatte die Sulzer Energy Consulting GmbH (SEC) aus der Schweiz den Auftrag, nach M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine Reduzierung der Betriebskosten zu sorgen. Der daraus entwickelte Baustein passte perfekt in diese \u00dcberlegungen. Aufgrund dieser Umst\u00e4nde wurden die urspr\u00fcnglich angedachten Arbeitsschritte verk\u00fcrzt, vor allem wurde auf die Simulation und die Laborversuche verzichtet. In der Umsetzungsphase wurden durch die SEC Berechnungen zum Str\u00f6mungsquerschnitt vorgenommen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der entwickelte Kiemen-Baustein wurde bei zwei Warenhausumbauten eingesetzt (Karstadt Konstanz und Karstadt G\u00fctersloh). Beide Geb\u00e4ude erhielten eine komplett neue Fassade. In Erg\u00e4nzung zum Fassadenbaustein Kieme wurden in beiden F\u00e4llen noch spezielle Halterungen entwickelt. In beiden F\u00e4llen handelt es sich um L\u00f6sungen mit sichtbaren Halterungen und Fassadenplatten aus Glas. Beide Geb\u00e4ude sind seit September 2000 in Betrieb. Der subjektive Eindruck ist seit Inbetriebnahme gegeben. Im Auftrag der Karstadt AG werden seit Inbetriebnahme Messungen durchgef\u00fchrt. Mit ersten Ergebnissen rechnet man ab Oktober 2001.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Aufgrund der Dynamik der Entwicklung hat die \u00d6ffentlichkeitsarbeit schon fr\u00fchzeitig begonnen. Den Beginn machte die Ausstellung Gatermann + Schossig &#8211; Bilder und Ideen im Rahmen der K\u00f6lner Architekturtage Plan 99 in der Galerie Holtmann in K\u00f6ln (September 1995). Im Rahmen des Kongresses Building Performance in Frankfurt (10.11.2001, 5. Forum Intelligente Architektur) wurde erstmals dar-\u00fcber in einem Vortrag referiert. Die erste Fachpublikation erschien im Februar 2000 in der Zeitschrift Intelligente Architektur (Heft 21). Weitere Fachpublikationen und Vortr\u00e4ge folgten seitdem (siehe Anlage) und werden folgen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Ungeachtet der noch nicht vorliegenden Messergebnisse aus dem Praxisbetrieb kann schon zum jetzigen Zeitpunkt gesagt werden, dass mit der Entwicklung dieser Kiemenfassade eine M\u00f6glichkeit gefunden wurde, einen kosteng\u00fcnstigen Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauchs zu leisten.<br \/>\nGemeinsam mit neu hinzugekommenen Partnern aus Deutschland und D\u00e4nemark sind wir zur Zeit da-bei, dieses Prinzip f\u00fcr hochmoderne B\u00fcrofassaden weiterzuentwickeln. Bei einem ersten Projekt f\u00fcr die Hoechst AG soll sie zum Einsatz kommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Anlass f\u00fcr das Vorhaben ist die Tatsache, dass bei einer Reihe von Geb\u00e4udetypen ein gro\u00dfes Problem im Umgang mit den inneren W\u00e4rmelasten besteht. Aufgrund der hochisolierten modernen H\u00fcllen besteht ein gro\u00dfer Bedarf, innere W\u00e4rme zu vernichten. 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