{"id":21332,"date":"2026-03-19T10:32:02","date_gmt":"2026-03-19T09:32:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16648-01\/"},"modified":"2026-03-19T10:32:05","modified_gmt":"2026-03-19T09:32:05","slug":"16648-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16648-01\/","title":{"rendered":"Erarbeitung einer Ausstellung und eines multimedialen Umweltinformationssystems zum Thema Abfall"},"content":{"rendered":"
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n
Im Zentrum der geplanten Ma\u00dfnahme steht ein Informationscontainer, welcher direkt auf dem Deponiek\u00f6rper der Zentraldeponie Piesberg errichtet wird und in welchem sich mittels technischer und optischer Hilfsmittel das Innenleben eines M\u00fcllberges, aber auch seine Entstehungsgeschichte offenbaren. Ziel wird es sein, den Besucher durch die erbrachten Informationen zu bef\u00e4higen, die vorhandenen technischen Anlagen in ihrer Funktionsvielfalt und ihrem \u00f6kologischen Gesamtzusammenhang zu bewerten.<\/p>\n
Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenMessdatenerfassung
\nMehrere auf der Deponie verteilte Messsonden werden u. a. die Deponiegasbildung, den Sickerwasseranfall (soweit m\u00f6glich nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ), die Temperatur des Deponiek\u00f6rpers, aber auch meteorologische Daten erfassen, welche ein Computer kontinuierlich auswertet und zur Verf\u00fcgung stellt. Dabei werden die Daten so strukturiert, dass sie einerseits von Schulgruppen und dem interessierten Laien \u00fcber einen Monitor bewertet werden k\u00f6nnen, dar\u00fcber hinaus aber Hochschulen und Fachhochschulen, etwa f\u00fcr Langzeitanalysen, zur Verf\u00fcgung stehen: ein Aspekt, der vor allem vor dem Hintergrund der anstehenden Stillegung der Deponie hohe Bedeutung gewinnt (Anhang: Messdatenerfassung).
\nComputergest\u00fctzte Visualisierung
\nUm das Wachstum des Deponiek\u00f6rpers vor dem Hintergrund der landschaftsbildenden Ver\u00e4nderungen zu verdeutlichen, soll der computergest\u00fctzten Aufbereitung der geologischen Vermessungsdaten die dreidimensionale Darstellung auf einem Monitor folgen. Basisinformation
\nNeben diesen computergest\u00fctzten Informationen werden im Container angebrachte Bodenprofile die hochkomplexen Strukturen der Oberfl\u00e4chen- und Grundabdichtung verdeutlichen, aber auch Ver\u00e4nderungen innerhalb des Deponiek\u00f6rpers (K\u00f6rnung des M\u00fclls) vorstellen. Eine die Erstinbetriebnahme der Deponie sowie die Stillegung des Deponiek\u00f6rpers begleitende Fotodokumentation rundet das Informationsangebot im Container ab.
\nAusstellung
\nEine zun\u00e4chst im Museum Industriekultur Osnabr\u00fcck, dann im Emslandmuseum Papenburg zu zeigende Ausstellung n\u00e4hert sich mit dem Themenschwerpunkt M\u00fcll dem Gesamtprojekt. Aufgearbeitet werden die Geschichte des Abfallaufkommens seit dem Mittelalter, die sich im 19. Jahrhundert aus den Problemen der Verst\u00e4dterung zwangsl\u00e4ufig entwickelnde M\u00fcllbeseitigung, die technische Komponente, d.h. die hierf\u00fcr zur Verf\u00fcgung stehenden Hilfsmittel, \u00f6kologische und \u00f6konomische Aspekte der M\u00fcllbeseitigung heute, Anstrengungen im Bereich der M\u00fcllvermeidung, der Abfallwiederverwertung usw. Im Vordergrund des Pr\u00e4sentationskonzeptes steht das dreidimensionale Exponat, von ihm ausgehend werden Sachverhalte mit den Mitteln der Fotografie, des Films und des Textes vertieft. Dies hebt die Attraktivit\u00e4t einer Ausstellung und f\u00f6rdert die Motivation, sich mit Themen auseinander zusetzen.
\nMuseumsp\u00e4dagogische Materialienmappe
\nDie im Rahmen der Ausstellungsvorbereitung erzielten Ergebnisse flie\u00dfen in Form kurzer Beitr\u00e4ge in die museumsp\u00e4dagogische Materialienmappe ein. Die Beitr\u00e4ge sind so konzipiert, dass sie in kurzer, aber pr\u00e4ziser Form in das jeweilige Thema einf\u00fchren. S\u00e4mtliche Bl\u00e4tter der Mappe sind herausnehmbar und f\u00fcr die Klassenarbeit oder andere Zwecke zu vervielf\u00e4ltigen, zudem erlaubt die ins Auge gefasste Ringbuchform dem Benutzer das Abheften eigener Informationen.<\/p>\n
Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n
Da die Zentraldeponie nur \u00fcber ein sehr begrenzt aufgebautes Online-Me\u00dfsystem verf\u00fcgt und fr\u00fchere Versuche, bestimmte Messparameter (beispielsweise pH-Wert der Sickerw\u00e4sser) kontinuierlich und langfristig rechnergest\u00fctzt zu erfassen, zum gro\u00dfen Teil an der Problematik der f\u00fcr Messsensoren aggressiven Umgebung im Deponiek\u00f6rper und, damit zusammenh\u00e4ngend, an der Finanzierung gescheitert sind, war es von Vorteil, vorhandene Installationen oder ohnehin geplante projektunabh\u00e4ngige Neuinvestitionen f\u00fcr das Vorhaben zu nutzen und f\u00fcr die gew\u00fcnschte Anwendung anzupassen. Zur Zeit sind folgende Parameter erfasst:
\n–\tF\u00fcllstand der Sickerwasserbrunnen (online)
\n–\tMengen des abgepumpten Sickerwassers (online)
\n–\tTemperatur des abgepumpten Sickerwassers (online)
\n–\tTemperatur auf verschiedenen Niveaus in mehreren Kontrollsch\u00e4chten (online) (lediglich ein Brunnen)
\n–\tDeponiegasmenge und -qualit\u00e4t an Deponiegaserfassungsstellen (manuell)<\/p>\n
\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n
Die Ausstellung hatte einen Raumbedarf von ca. 350 m\u00b2. Etwa 40% der Ausstellungsfl\u00e4che dienen der historischen Entwicklung, etwa 60% der aktuellen Situation. Im Vordergrund des Pr\u00e4sentationskonzeptes steht das dreidimensionale Exponat, davon ausgehend wird ein Sachverhalt mit den Mitteln der Fotografie, des Films und des Textes vertieft. Die M\u00f6glichkeit, sich in einer Ausstellung sowie vor Ort mit den Problembereichen M\u00fcll auseinander zusetzen, wurde von Schulen gut angenommen. Zudem standen je-weils sonntags im Museum Industriekultur p\u00e4dagogisch geschulte Mitarbeiter Besuchern Rede und Antwort.<\/p>\n
Fazit<\/p>\n
Das urspr\u00fcngliche Ziel, \u00fcber einen auf dem Deponiek\u00f6rper errichteten Informationscontainer, die Museumsp\u00e4dagogik im Bereich des Themenspektrums Abfall zu intensivieren, ist erreicht worden.
\nDer auf dem M\u00fcllk\u00f6rper der Deponie Piesberg errichtete Informationscontainer konnte nur eingeschr\u00e4nkt in Betrieb genommen werden. Leider konnte aufgrund der unerwartet hohen Kosten nur ein Brunnen mit Sensoren ausger\u00fcstet werden, so dass wir im Bereich der Temperaturkontrolle zwar Daten erhalten, die-se aber nicht in den Gesamtzusammenhang bringen k\u00f6nnen. Dies hatte letztendlich Auswirkungen auf die geplante Datenerfassung und Auswertung vor allem hinsichtlich der Frage, wie sich abgeschlossene Deponiek\u00f6rper weiterhin verhalten. Es ist zu hoffen, dass es im Zuge der weiteren Endabdeckung der Deponie gelingt, die noch ben\u00f6tigten Messsonden zu implementieren und mit dem vorhandenen Erfassungssystem zu koppeln. Die dadurch gewonnen Daten w\u00e4ren von unsch\u00e4tzbarem Wert, zumal es sich bei der Deponieabdeckung der Deponie Piesberg um einen regendichten Verschluss handelt, bis dato aber nur Vergleichsdaten einer sogenannten Reaktordeponie gesammelt werden (Wesuwe ist ein Projekt der Bundesstiftung Umwelt). Die Museumsp\u00e4dagogik ist vom vorgenannten nicht betroffen, da mit den vorhandenen Daten und den dreidimensionalen Gel\u00e4ndemodellen alle Fragen der Schulp\u00e4dagogik ausreichend beantwortet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Zentrum der geplanten Ma\u00dfnahme steht ein Informationscontainer, welcher direkt auf dem Deponiek\u00f6rper der Zentraldeponie Piesberg errichtet wird und in welchem sich mittels technischer und optischer Hilfsmittel das Innenleben eines M\u00fcllberges, aber auch seine Entstehungsgeschichte offenbaren. Ziel wird es sein, den Besucher durch die erbrachten Informationen zu bef\u00e4higen, die vorhandenen […]<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[64,2423],"class_list":["post-21332","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-niedersachsen","tag-umweltkommunikation"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"16648\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-16648-ki.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"43.459,81","dbu_projektdatenbank_firma":"Museum Industriekultur Osnabr\u00fcck gGmbH","dbu_projektdatenbank_strasse":"S\u00fcberweg 50","dbu_projektdatenbank_plz_str":"49090","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Osnabr\u00fcck","dbu_projektdatenbank_p_von":"1999-10-11 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2001-03-26 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"1 Jahr und 6 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"0541\/9127845","dbu_projektdatenbank_inet":"","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Niedersachsen","dbu_projektdatenbank_foerderber":"52","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/21332","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/21332\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34335,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/21332\/revisions\/34335"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21332"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21332"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21332"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}