  {"id":21320,"date":"2023-07-13T15:19:53","date_gmt":"2023-07-13T13:19:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16606-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:55","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:55","slug":"16606-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16606-01\/","title":{"rendered":"Moore, Sumpf und Klosterland. Lebensraum im Wandel &#8211; Erarbeitung einer modellhaften Ausstellung und eines Umweltinformationsparcours zur Entwicklungsgeschichte eines Naturraumes"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Erarbeitung eines modellhaften Expo-begleitenden Ausstellungsprojekts zur Entwicklungsgeschichte eines Naturraumes orientiert sich thematisch an dem Expo-Motto Mensch-Natur-Technik und verfolgt das Ziel, im Rahmen einer komplexen Form der Umweltbildung verschiedene Facetten naturr\u00e4umlicher Entwicklung &#8211; Entstehungsgeschichte der Landschaften, Ver\u00e4nderungen durch Mensch und Technik in Geschichte und Gegenwart, Erkenntnisse, Konsequenzen und Perspektiven &#8211; an ausgew\u00e4hlten Beispielen der Region zu vermitteln.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenBis zum Beginn der Expo im Juni 2000 werden an den vier Ausstellungsorten und zwei Freibereichen die Sonderausstellungen und Informationsparcours eingerichtet: im Historischen Museum Schlo\u00df Gifhorn und im Gro\u00dfen Moor zum Thema Das Gro\u00dfe Moor und der Torf, im Museum Burg Brome und im Dr\u00f6mling zum Thema Der Dr\u00f6mling und das Wasser, im Schulmuseum Steinhorst zum Thema Schule und Natur und im Klosterhofmuseum Isenhagen zum Thema Kloster und Umwelt.<br \/>\nDie inhaltliche Vermittlung w\u00e4hrend der Ausstellungsdauer bis Ende Oktober 2000 wird intensiviert durch ein aufeinander abgestimmtes Informationssystem sowie zahlreiche Begleitveranstaltungen (F\u00fchrungen, Vortr\u00e4ge, Lesungen, Performances, p\u00e4d. Angebote etc.)<br \/>\nEin wesentliches Element der Konzeption besteht darin, die Natur nicht in das Museum zu transportieren, sondern die Inhalte an den verschiedenen Orten ad\u00e4quat zu vermitteln, also etwa all das in den nat\u00fcrlichen Freibereichen zu erl\u00e4utern, was dort erfahrbar gemacht werden kann, ohne auf die k\u00fcnstliche Atmosph\u00e4re des Museums ausweichen zu m\u00fcssen. In Deutschland ist die Verbindung von Ausstellung und Parcours bisher wenig erprobt.<br \/>\nEin besonderes Merkmal des Projekts ist die interdisziplin\u00e4re Verbindung einer naturwissenschaftlichen mit einer sozial- und kulturgeschichtlichen Sicht, z. B. hinsichtlich des Zusammenhanges von Kultur und Natur \u00fcber Umweltver\u00e4nderungen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die urspr\u00fcnglich geplante zeitgleiche Fertigstellung aller Ausstellungen und Lehrpfade bis Ende Mai 2000 konnte nicht realisiert werden. Die Er\u00f6ffnung der Sonderausstellung Das Gro\u00dfe Moor und der Torf am 26. Mai war somit die Auftaktveranstaltung des Gesamtprojekts, die weiteren schlossen sich jedoch in rascher Folge an: 7. Juni &#8211; Schule und Natur, 20. Juni &#8211; Schulhistorischer Wanderweg, 28. Juni &#8211; Der Dr\u00f6mling und das Wasser, 2. Juli &#8211; Kissen im Moor, 9. Juli &#8211; Lehrpfad Gro\u00dfes Moor, 20. Juli &#8211; Kloster und Umwelt\/Kloster Rundweg, 30. Juli &#8211; Lehrpfad Dr\u00f6mling, 10. August &#8211; Vorstellung des Leitfadens.<br \/>\nDie Resonanz mit \u00fcber 22.000 Besuchern w\u00e4hrend der Ausstellungsdauer in den Museen war gut, lag jedoch nicht deutlich \u00fcber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dabei ist zu ber\u00fccksichtigen, dass nach jahrelanger kontinuierlicher Steigerung der Besucherzahlen die Museen des Landkreises Gifhorn im vergangenen Jahr den bisherigen H\u00f6chststand verzeichnen konnten. Eine wesentlich Steigerung des Be-suchervolumens durch ein gemeinsames Ausstellungsprojekt w\u00e4hrend des Expo-Zeitraumes ist f\u00fcr die Museen des Landkreises Gifhorn von der Projektleitung explizit nicht erwartet worden. Die Besucherzahlen konnten auf hohem Niveau stabilisiert werden, der sogenannte Expo-Effekt lag aber auf anderer Ebene. Der Weltausstellung kam eher eine Vehikel-Funktion zu, um &#8211; vor allem auch auf lokaler Ebene &#8211; ein Projekt durchsetzen zu k\u00f6nnen, das zwar in einer zeitlich begrenzten Phase als Expo-Begleitung des Landkreises Gifhorn gedacht, in wesentlichen Teilen jedoch von Anfang an insbesondere auch auf Langzeitwirkung angelegt war.<br \/>\nDie Museumslehrpfade &#8211; gr\u00f6\u00dfte Investitionsposition des Projekts &#8211; bleiben in unmodifizierter Form erhalten. Moore, Sumpf und Klosterland ist insofern als Umweltbildungsprojekt auch \u00fcber den Expo-Zeitraum hinaus weiterhin existent. Augenf\u00e4llig dokumentiert ist dies durch den gleichnamigen Leitfaden mit Informationen zu den Museumslehrpfaden und ausf\u00fchrlichem Kartenmaterial.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Bereits w\u00e4hrend der Planungsphase fand eine gezielte Unterrichtung der \u00d6ffentlichkeit \u00fcber den Fortgang des Projekts durch die lokale Presse statt. Einbezogen war ebenso der \u00fcberregionale Touristikbereich, vor allem die niveauvolle Kulturtourismusaktion Sch\u00e4tze des Bodens in der Gro\u00dfregion L\u00fcneburger Heide.<br \/>\nDer Umstand, dass aufgrund der zeitlichen Enge des Projekts die Ausstellungen und Lehrpfade sukzes-siv und nicht &#8211; wie urspr\u00fcnglich geplant &#8211; zeitgleich am 26. Mai er\u00f6ffnet werden konnten, hatte einen durchaus positiven Effekt, denn auch \u00fcber alle folgenden Er\u00f6ffnungsveranstaltungen wurde in den Medien ausf\u00fchrlich berichtet &#8211; w\u00e4hrend der expo-begleitenden Projektphase nicht allein in den Printmedien, sondern auch in Rundfunk und Fernsehen.<br \/>\nWerbung mit Plakaten und Prospekten erfolgte landesweit durch Verteilung in Museen, \u00f6ffentlichen Einrichtungen und Tourismusverb\u00e4nden und -unternehmen. Die Homepage der Museen des Landkreises Gifhorn (www.gifhorn.de) ist um ausf\u00fchrliche Projektinformationen erweitert worden, die im wesentlichen den Inhalt des 12seitigen farbigen Werbeprospekts wiedergaben. W\u00e4hrend der Dauer der Ausstellungen konnten durch eine Hotline, deren Nummer auf allen Werbetr\u00e4gern angegeben war, n\u00e4here Informatio-nen abgerufen werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Expo 2000 war f\u00fcr die Museen des Lankreises Gifhorn Anlass, ein Umweltbildungsprojekt durchzuf\u00fchren, dessen zentrales Thema die Entwicklung von der Natur- zur Kulturlandschaft (Lebensraum im Wandel) am Beispiel einer Region war.<br \/>\nDurch die thematische Vernetzung der Museen unter dem Motto Mensch &#8211; Natur &#8211; Technik wurden dabei ebenso neue Wege beschritten wie durch die dauerhafte Herstellung eines Bezuges zwischen Museum und Umwelt sowie die Integration einer kultur- und naturwissenschaftlichen Sicht. Die gemeinsame Darstellung von Kultur- und Naturgeschichte ist nicht nur in Museen, sondern auch und insbesondere bei Lehrpfaden durchaus nicht selbstverst\u00e4ndlich. Vielfach sind sie als reine Naturlehrpfade konzipiert, die sich ausschlie\u00dflich mit der vorhandenen Flora und Fauna befassen. Damit entf\u00e4llt jedoch als wesentlicher Aspekt der Umweltgeschichte die Vermittlung der Ursachen und Gr\u00fcnde der Entwicklung von Kulturlandschaften. Der Gang durch die Natur-, Sozial- und Alltagsgeschichte der Region an einem exemplarischen Thema erm\u00f6glichte der Bev\u00f6lkerung Wiedererkennungseffekte und Identifikationsm\u00f6glichkeiten und schl\u00fcsselte den tiefgehenden Strukturwandel der Region in den vergangenen Jahrhunderten auf. Dies alles schlug sich in einer hohen Zahl von Besuchern vor allem aus der Region nieder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Erarbeitung eines modellhaften Expo-begleitenden Ausstellungsprojekts zur Entwicklungsgeschichte eines Naturraumes orientiert sich thematisch an dem Expo-Motto Mensch-Natur-Technik und verfolgt das Ziel, im Rahmen einer komplexen Form der Umweltbildung verschiedene Facetten naturr\u00e4umlicher Entwicklung &#8211; Entstehungsgeschichte der Landschaften, Ver\u00e4nderungen durch Mensch und Technik in Geschichte und Gegenwart, Erkenntnisse, Konsequenzen und Perspektiven &#8211; [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[50,64,2423],"class_list":["post-21320","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-naturschutz","tag-niedersachsen","tag-umweltkommunikation"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"16606\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-16606-ki.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"62.377,61","dbu_projektdatenbank_firma":"Landkreis GifhornHistorisches Museum","dbu_projektdatenbank_strasse":"","dbu_projektdatenbank_plz_str":"38516","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Gifhorn","dbu_projektdatenbank_p_von":"2000-01-03 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2001-03-26 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"1 Jahr und 3 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"05371\/82-0","dbu_projektdatenbank_inet":"","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Niedersachsen","dbu_projektdatenbank_foerderber":"53","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/21320","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/21320\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34323,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/21320\/revisions\/34323"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21320"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21320"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21320"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}