  {"id":21303,"date":"2023-07-13T15:19:53","date_gmt":"2023-07-13T13:19:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16594-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:55","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:55","slug":"16594-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16594-01\/","title":{"rendered":"Fensterkonstruktion aus \u00f6kologischen Baustoffen entsprechend den Anforderungen der Niedrigenergie- und Passivhausbauweise sowie der neuen Energiesparverordnung ESV 2000"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Fenster und Fenstersysteme beeinflussen wesentlich die H\u00f6he der Energieverluste und -gewinne. Die derzeitigen Fenster sto\u00dfen in Zusammenhang mit der neuen Energiesparverordnung und der Weiterent-wicklung der Energiesparh\u00e4user w\u00e4rmetechnisch und bauphysikalisch an ihre Grenzen. Die verwendeten Baustoffe (besonders Rahmenmaterialien) werden den \u00f6kologischen Anforderungen nicht mehr gerecht.<br \/>\nZiel dieses Vorhabens ist die Entwicklung und Herstellung von Fenstern (neuer Kastenfenstertyp), die in ihrer Gesamtheit dem Passivhausstandard sowie der \u00f6kologischen Nachhaltigkeit entsprechen sowie deren modellhafter Einbau.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden1.\tEntwicklung \u00f6kologischer Fensterkonstruktionen und -profile<br \/>\n2.\tErarbeitung von Fenstereinbautechnologien in luftdichte Geb\u00e4udeh\u00fcllen<br \/>\n3.\tErprobung von Fenstereindichtungen aus nachwachsenden Rohstoffen<br \/>\n4.\tErarbeitung einer \u00f6kologischen Gesamtbewertung des neuen Kastenfensters<br \/>\n5.\tDurchf\u00fchrung von Versuchen an eingebauten Fenstern in Modellobjekten in Verbindung mit der Geb\u00e4udel\u00fcftung<br \/>\n6.\tErstellen von kompletten Werkstattzeichnungen (Fenster und Einbausituation)<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die konstruktiv entwickelten und gebauten Holzkastenfenster f\u00fcr Passivh\u00e4user wurden zun\u00e4chst durch die bauaufsichtlich anerkannte Pr\u00fcf-, \u00dcberwachungs- und Zertifizierungsstelle HFB ENGINEERING GmbH Leipzig gepr\u00fcft. Die Pr\u00fcfergebnisse f\u00fcr den W\u00e4rmedurchgang (UF), die Luftschalld\u00e4mmung (RW) sowie die Luftdurchl\u00e4ssigkeit und Schlagregendichtheit sind in entsprechenden Protokollen dokumentiert. Die Qualit\u00e4t aller gemessenen Werte wird von keinem der zurzeit auf dem Markt befindlichen passivhaustauglichen Fenstern erreicht. Des Weiteren erfolgte eine umfassende \u00f6kologische Bewertung des Fensters und dessen Komponenten, die f\u00fcr vergleichbare Fenster bisher nicht vorliegt.<br \/>\nDie Pr\u00fcfung der UF-Werte wurde nach den bis 31.01.02 g\u00fcltigen Normen und Richtlinien durchgef\u00fchrt. W\u00e4rmebr\u00fcckeneinfl\u00fcsse durch den Randverbund wurden nicht explizit gemessen. Die Einbausituation blieb unber\u00fccksichtigt. Die Pr\u00fcfwerte liegen zwischen 0,53 und 0,62 W\/m2K. Relativiert und praxisgenauer werden diese Werte durch Simulationsrechnungen des PHI. In Vorbereitung der PHI-Zertifizierung konnte dem Fenster mit einem Pr\u00fcfwert von 0,57 W\/m2K unter Ber\u00fccksichtigung des Sicherheitszuschlages nach prEN 10077 ein berechneter W\u00e4rmedurchgangskoeffizient UW = 0,68 W\/m2K (ohne Einbau zu-geordnet werden. Unter Annahme, dass der W\u00e4rmebr\u00fccken-Verlustkoeffizient durch die Einbausituation ?Einbau im schlechtesten Fall 0,035 W\/mK betr\u00e4gt, ergibt sich ein Gesamtw\u00e4rmedurchgangskoeffizient UW = 0,78 W\/m2K. Der genaue Wert wurde vom PHI berechnet und zertifiziert. Danach liegt UW < 0,85 W\/m2K. Mit einem Gesamtenergiedurchlassgrad g = 47% und Ug = 0,62 W\/m2K wird auch die zweite Randbedingung des PH Ug\/g = 1,6 W\/m2K, die den Netto-Energiegewinn auf der S\u00fcdseite bewertet, erf\u00fcllt. Hier betr\u00e4gt dieser Energiegewinnkoeffizient 1,32 W\/m2K. Das entwickelte Holzkastenfenster kann unter Ber\u00fccksichtigung aller Kernwerte mit Sehr gut bewertet werden, auch im Vergleich mit dem recherchierten Fenstermarkt. \nDie Ergebnisse der thermischen Untersuchung und Berechnung f\u00fchrten zu einem ausgewiesenen UW = 0,743 W\/m2K. Damit konnte das Kriterium des Passivhausinstitutes Darmstadt zur Erteilung des Zertifikats Passivhaustaugliche Komponente UW < 0,85 W\/m2K betr\u00e4chtlich unterschritten. Der ermittelte W\u00e4rmegewinn auf der S\u00fcdseite entsprach auch dieser Anforderung. Durch die sehr guten Pr\u00fcfergebnisse der Kenngr\u00f6\u00dfen wurde die praxisrelevante Passivhaustauglichkeit unterst\u00fctzt. Es wurde eine umfassende \u00f6kologische Bewertung des Fensters und dessen Komponenten vorgenommen, die in einem solchen qualitativen Bewertungsspektrum f\u00fcr vergleichbare Fenster bisher nicht vorliegt. Die Zielstellung der m\u00f6glichst breiten Verwendung von nachwachsenden und\/oder \u00f6kologischen Rohstoffen wurde erf\u00fcllt.\n\n\n\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation\n\nDie Pr\u00e4sentation der Projektergebnisse erfolgte in Fach-, Branchen- und Verbraucherzeitschriften, im Internet, durch Vorstellungen auf Fachtagungen und -messen, durch Vortr\u00e4ge bei Fachverb\u00e4nden und Fachkammern sowie im Rahmen von Qualifizierungsma\u00dfnahmen und durch Entwicklung von Produktflyern.\n\n\nFazit\n\nDer Vertrieb von Passivhausfenstern muss grunds\u00e4tzlich im Zusammenhang mit der Entwicklung des Passivhausmarktes gesehen werden. Fenster als Einzelkomponenten m\u00fcssen im Rahmen der Moderni-sierung und Sanierung der Geb\u00e4udesubstanz sowie f\u00fcr notwendige Serviceleistungen anwendungsspezifisch am Markt verf\u00fcgbar sein.\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Fenster und Fenstersysteme beeinflussen wesentlich die H\u00f6he der Energieverluste und -gewinne. Die derzeitigen Fenster sto\u00dfen in Zusammenhang mit der neuen Energiesparverordnung und der Weiterent-wicklung der Energiesparh\u00e4user w\u00e4rmetechnisch und bauphysikalisch an ihre Grenzen. Die verwendeten Baustoffe (besonders Rahmenmaterialien) werden den \u00f6kologischen Anforderungen nicht mehr gerecht. 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