  {"id":21265,"date":"2023-07-13T15:19:49","date_gmt":"2023-07-13T13:19:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16459-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:49","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:49","slug":"16459-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16459-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung und Erprobung eines multimedialen Lernobjektes zum Verst\u00e4ndnis von Wald\u00f6kosystemen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Mit dem medialen Lernobjekt Erlebnis-Baum m\u00f6chte das Institut f\u00fcr Bodenkunde und Waldern\u00e4hrung der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen ein Lehrmittel entwickeln, das zum Verst\u00e4ndnis von terrestrischen \u00d6kosyste-men beitr\u00e4gt. Das Lernobjekt soll auf interaktive Weise den Studierenden der forstlichen und biologischen Fachbereiche das Wissen um Teilprozesse und deren dynamisches Zusammenspiel in Wald\u00f6kosystemen erlebbar vermitteln.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Modell, bestehend aus einem Baum in einer Bodens\u00e4ule, entspricht in seinem Aufbau und seiner technischen Ausr\u00fcstung weitgehend einer \u00f6kosystemar untersuchten Messfl\u00e4che. Zus\u00e4tzlich werden sogenannte interaktive Elemente installiert, an denen verschiedene Gr\u00f6\u00dfen wie Temperatur, Niederschlag, Lichteinfall etc. von au\u00dfen manipuliert werden k\u00f6nnen. Durch direkte Vernetzung werden die Ergebnisse der Manipulationen am Bildschirm graphisch sichtbar.<br \/>\nBeginnend mit dem Aufbau der Bodens\u00e4ule und dem Einpflanzen des Baumes werden die Messeinrichtungen und die interaktiven Elemente schrittweise installiert und optimiert. Anschlie\u00dfend erfolgt die Erstellung der Informationsdatenbank f\u00fcr interessierte Benutzer, die Einarbeitung in den Lehrbetrieb und die Konzipierung von Versuchen, die an dem Objekt durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Durch einen stetigen und fruchtbaren Prozess zwischen Einsatz und Weiterentwicklung wurde ein Objekt aufgebaut, das einen \u00dcberblick \u00fcber einfache Gr\u00f6\u00dfen der \u00d6kologie gibt.<br \/>\nAls lebender Baum wurde ein Ilex aquifolium ausgew\u00e4hlt und in eine 300l fassende Tonne eingepflanzt. Diese Tonne steht auf einem fahrbaren Untersatz, der einen mobilen Aufbau erm\u00f6glicht. An diesem Untersatz sind Masten angebracht, an den die Beleuchtungslampe, die Messsensoren und die interaktiven Elemente angebaut sind. Zur Optischen Gestaltung wurde die Tonne mit einer Holzkonstruktion umh\u00fcllt. \u00dcber ein Schaltpult mit elektrischen Schaltern f\u00fcr den Einsatz von Motoren und Zughebeln lassen sich Elemente bewegen.<br \/>\nAn gebracht sind horizontal und vertikal bewegliche Strahlungssensoren zur Messung der direkten Ein-strahlung und der Reflexionsstrahlung. Durch die Beweglichkeit lassen sich horizontale und vertikale Beleuchtungsprofile darstellen. Ein drehbarer Teller mit unterschiedlichem Substrat dient zur Bestimmung Reflexion. \u00dcber eine per Druckknopf zu bet\u00e4tigende Wasserd\u00fcse kann Freiland- und Bestandesniederschlag simuliert werden Niederschlagsmesser registrieren die Beregnungsmengen. \u00dcber eine Heizlampe l\u00e4sst sich Boden erw\u00e4rmen. Temperaturf\u00fchler in unterschiedlicher Tiefe registrieren den W\u00e4rmefluss. In einer Photosynthesekammer kann ein belaubter Zweig eingeschlossen werden. Dadurch lassen sich Transpiration und CO2-Aufnahme (Photosynthese) mit Hilfe von Luftfeuchte- und CO2-Sensoren bestimmen. Ein Beschattungsschirm, der unter die Lampe gefahren werden kann verdunkelt den Baum. Somit l\u00e4sst sich auch der Lichteinfluss auf Transpiration und Photosynthese zeigen. Bodenhauben auf durch-wurzeltem und wurzelfreiem (erm\u00f6glicht mit Hilfe eines bis auf den Boden reichenden HT-Rohres) Boden dienen zur Bestimmung der CO2-Freisetzung aus dem Boden (Bodenatmung und Wurzelatmung). \u00dcber Tensiometer kann das Austrocknen des Boden verfolgt werden.<br \/>\nAlle Messdaten werden von einem modularen Messdatenerfassungssystem aufgenommen und k\u00f6nnen auf einer Anzeigetafel verfolgt werden.<br \/>\nDie Ergebnisse zeigen den erwarteten Verlauf und sind qualitativ sehr gut auszuwerten. Eine quantitative Berechnung erscheint nicht sinnvoll, da die Parameter durch den k\u00fcnstlichen Aufbau verf\u00e4lscht werden. Dennoch liefern die Ergebnisse wertvolle Anregungen zum Nachdenken und zur Diskussion.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das mediale Lernobjekt Experimentier-Baum wurde im Foyer des IBW  entwickelt und aufgebaut. Hier steht es dem Lehrpersonal und den Studierenden zur Verf\u00fcgung f\u00fcr den Einsatz in der Lehre bzw. der selbst\u00e4ndigen Besch\u00e4ftigung. Die Einrichtung ist fester Bestandteil des Hydrologischen Praktikums des IBW. An dieser Stelle fanden auch Pr\u00e4sentationen vor der Presse und vor interessierten Personen anderer Institute statt.<br \/>\nDer Aufbau als mobile Einheit erlaubt eine ortsunabh\u00e4ngige Pr\u00e4sentation, die schon an einigen Stellen stattgefunden hat. So wurde der Experimentier-Baum auf einer von der DBU gef\u00f6rderten \u00f6ffentlichen Veranstaltung in Osnabr\u00fcck (OBE 2000; Faszination Boden) und auf der Messe MuTec (Museumstechnik) im Juni 2001 in M\u00fcnchen vorgestellt (siehe auch Pressemitteilung vom 11.6.2001 im Anhang). Hier stie\u00df der Baum auf reges Interesse, einige Museen forderten Informationsmaterial an. Auf der Ausstellung Baum-Stark in Stuttgart von April bis Juli 2001 wurde der Baum als eigenst\u00e4ndige Einheit installiert und konnte dort von einem Laienpublikum benutzt werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Auf den verschiedenen Veranstaltungen sowie im IBW findet der Experimentier-Baum reges Interesse. Fachpublikum, das mit \u00d6kologie und dem \u00f6kosystemaren Forschungsansatz vertraut ist, betrachtet den Experimentier-Baum als eine interessante Art, Umgebungsprozesse und deren Zusammenspiel mit ihrer Bedeutung f\u00fcr das Leben im Wald darzustellen, um daran zu lernen. Einen Einsatz in der Lehre halten sie f\u00fcr bereichernd.<br \/>\nAuch f\u00fcr Laienpublikum wird das Lernobjekt als geeignetes Mittel betrachtet, Neugier und Interesse an der Problematik zu wecken, und auch im Umgang mit dem Experimentier-Baum Zusammenh\u00e4nge zu verstehen. Das ge\u00e4u\u00dferte Kaufinteresse vom einrichtenden Personal verschiedener Institutionen wie Naturkundemuseum etc. belegt, dass der Experimentier-Baum einen hohen Anklang findet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Mit dem medialen Lernobjekt Erlebnis-Baum m\u00f6chte das Institut f\u00fcr Bodenkunde und Waldern\u00e4hrung der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen ein Lehrmittel entwickeln, das zum Verst\u00e4ndnis von terrestrischen \u00d6kosyste-men beitr\u00e4gt. 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