  {"id":21250,"date":"2023-07-13T15:19:45","date_gmt":"2023-07-13T13:19:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16418-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:47","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:47","slug":"16418-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16418-01\/","title":{"rendered":"Planung, Kontrolle und Vollzug in der Forstwirtschaft nach umfassenden Nachhaltigkeitskriterien unter besonderer Ber\u00fccksichtigung von Struktur und Biodiversit\u00e4t s\u00fcddeutscher Rein- und Mischbest\u00e4nde aus Fichte, Tanne und Buche"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ausgehend von der Frage, inwieweit gebr\u00e4uchliche Inventurverfahren geeignet sind, Nachhaltigkeit im multifunktionalen Sinne zu kontrollieren, ist es ein Ziel des Projekts, eine umfassende Analyse der M\u00f6glichkeiten und Grenzen dieser herk\u00f6mmlichen Verfahren im Hinblick auf Weiser f\u00fcr multikriterielle Nachhaltigkeit durchzuf\u00fchren. Dabei soll auch ein Konzept zur Einbeziehung bisher nicht genutzter Informationen sowie zur Erweiterung des Aufnahme- und besonders des Auswertungsverfahrens der Forstinventur aufgestellt werden. Dies geschah vor allem durch die Nutzung und Weiterentwicklung von Struktur- und Diversit\u00e4tsindizes auf unterschiedlichen Skalenniveaus. Ein wesentlicher Beitrag dieses Projekts soll die Nutzbarmachung von Inventurdaten in Bezug auf ihren \u00f6kologischen Gehalt sein. Abschlie\u00dfend wurden die Ergebnisse der Waldinventuren mit Hilfe eines Simulationsmodells zur Beschreibung von Waldentwicklung fortgeschrieben, um strategische Planungen zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Untersuchung begann mit einer umfassenden Analyse des Informationsangebots. Die Verkn\u00fcpfung und Aufbereitung der Informationen unterschiedlicher Datenquellen mit den Daten der Forsteinrichtung erfolgt mit Hilfe eines geographischen Informationssystems. Aus der Verschneidung von Strukturinformationen mit \u00f6kologischen Zustandsvariablen werden Indikatoren, z. B. im Sinne der Helsinki- und Montreal-Kriterien, entwickelt. \u00dcber statistische Analysen wird untersucht, inwieweit aufw\u00e4ndig zu erhe-bende Gr\u00f6\u00dfen und Indizes mit weniger aufw\u00e4ndig zu erhebenden Parametern bzw. daraus abgeleiteten Indizes zusammenh\u00e4ngen. Dies geschah \u00fcber eine Taxation im Rahmen einer Expertenbefragung.<br \/>\nZuk\u00fcnftige Waldentwicklungen sollen \u00fcber Szenariorechnungen mit Hilfe des am Lehrstuhl f\u00fcr Waldwachstumskunde entwickelten Simulationsmodells SILVA prognostiziert und im Hinblick auf die Gew\u00e4hrleistung multikriterieller Nachhaltigkeit ausgewertet werden.<br \/>\nDas Konzept des Aufnahme- und Auswertungsverfahrens wird in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern erprobt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>F\u00fcr die Forstbetriebe der beiden Kooperationspartner fanden umfangreiche Datenrecherchen statt. Neben den betrieblichen Daten konnten vor allem au\u00dferbetriebliche Datenquellen erschlossen werden. Im Hinblick auf den mit den Projektpartnern gemeinsam erarbeiteten Indikatorenkatalog konnten \u00fcber die Datenrecherchen viele Indikatoren bereits hinterlegt werden. Um vorhandene L\u00fccken zur Beantwortung des Indikatorenkatalogs zu schlie\u00dfen, wurde an weiteren Auswertungsm\u00f6glichkeiten wie der Nutzbar-machung von Strukturinformation oder der r\u00e4umlichen Analyse der Daten gearbeitet.<br \/>\nDie Expertenbefragung als Schritt zur Erschlie\u00dfung weiterer Information und als Ansatz zur Behebung des Bewertungsproblems zeigt Ergebnisse. Die Methode der Untersuchung eines Zusammenhangs der Bewertungsergebnisse mit den Werten von Strukturindizes der bewerteten Fl\u00e4chen wurde gestestet. Anhand der aktuellen Ergebnisse und mehrer Indizes werden geeignete Verbindungen gepr\u00fcft. Durch die Erarbeitung von Bewertungsfunktionen ist es m\u00f6glich, die Ergebnisse auch auf andere Best\u00e4nde zu \u00fcbertragen. Durch die Funktionen wird eine Bewertung der Best\u00e4nde im Hinblick auf die Merkmale der Nachhaltigkeit transparent und nachvollziehbar.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Methode der Taxation wurde im September 2000 auf einer interdisziplin\u00e4ren Expertentagung im Rahmen des \u00dcbereinkommens \u00fcber die biologische Vielfalt des Bundesamts f\u00fcr Naturschutz vorgestellt. Die Kurzfassungen der dort gehaltenen Vortr\u00e4ge wurden als Sammelband beim Bundesamt f\u00fcr Naturschutz publiziert:<br \/>\nPOTT, MIRIAM, 2001: Eine Methode zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Forstbetrieben, S.129 &#8211; 135, In [Hrsg.: Bundesamt f\u00fcr Naturschutz]: Treffpunkt Biologische Vielfalt &#8211; Interdisziplin\u00e4rer Forschungsaustausch im Rahmen des \u00dcbereinkommens \u00fcber die biologische Vielfalt; Bonn, 247 S.<br \/>\nIm Rahmen der Vortragsreihe Forstliches Versuchswesen des Lehrstuhls f\u00fcr Waldwachstumskunde wurde ein Vortrag gehalten mit dem Titel: Expertenbefragung als Methode zur Bewertung von Waldzust\u00e4nden im Hinblick auf Nachhaltigkeitskriterien.<br \/>\nErgebnisse im Hinblick auf die Helsinki-Kriterien wurden im Rahmen einer Exkursion des Lehrstuhls f\u00fcr Forstliche Wirtschaftslehre beim Forstbetrieb Arco-Zinneberg vorgetragen.<br \/>\nDie Nutzbarmachung von Strukturparametern f\u00fcr die Nachhaltigkeitskriterien wird in der Dissertation von Frau Dr. Pott eingehend erl\u00e4utert.<br \/>\nPOTT, MIRIAM, 2003: Von Strukturparametern zu Nachhaltigkeitskriterien. Ein methodischer Beitrag zur Bewertung der Nachhaltigkeit von W\u00e4ldern. Dissertation am Wissenschaftszentrum Weihenstephan f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landnutzung und Umwelt der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen, Freising-Weihenstephan, 115 S.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Projekt konnte gezeigt werden, wie die gesamteurop\u00e4ischen Kriterien und Indikatoren f\u00fcr den Nachweis und die strategische Planung von Nachhaltigkeit auf Forstbetriebsebene eingesetzt werden k\u00f6nnen und was die Waldwachstumsforschung dazu beitragen kann. An einer Reihe von Beispielen wurde ausgef\u00fchrt, dass die Forstwirtschaft \u00fcber eine solide Datenbasis f\u00fcr die Ableitung von Nachhaltigkeitskriterien und Indikatoren verf\u00fcgt. Diese kann f\u00fcr das Monitoring der Waldentwicklung genutzt werden. \u00dcber die Auswertung von Expertenbefragungen konnten zus\u00e4tzlich aus den Strukturinformationen der Inventurdaten der Forsteinrichtung Merkmale der Nachhaltigkeit bewertet werden. F\u00fcr die strategische Planung in der Forstwirtschaft wurden Wuchsmodelle, Betriebssimulatoren und Entscheidungsunterst\u00fctzungssysteme erprobt, die auf der Grundlage der verwendeten Kriterien und Indikatoren Szenariorechnungen auf Betriebsebene erm\u00f6glichen. Konzepte und Werkzeuge f\u00fcr den \u00dcbergang zu einer multifunktionalen strategischen Nachhaltsplanung sind weit entwickelt; ihre Einf\u00fchrung in die Forstplanung k\u00f6nnte einen betr\u00e4chtlichen Innovationsstau beseitigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ausgehend von der Frage, inwieweit gebr\u00e4uchliche Inventurverfahren geeignet sind, Nachhaltigkeit im multifunktionalen Sinne zu kontrollieren, ist es ein Ziel des Projekts, eine umfassende Analyse der M\u00f6glichkeiten und Grenzen dieser herk\u00f6mmlichen Verfahren im Hinblick auf Weiser f\u00fcr multikriterielle Nachhaltigkeit durchzuf\u00fchren. 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