  {"id":21240,"date":"2023-07-13T15:19:45","date_gmt":"2023-07-13T13:19:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16433-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:47","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:47","slug":"16433-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16433-01\/","title":{"rendered":"EXPO 2000: Pr\u00e4sentation der umweltgerechten Stadt G\u00fcstrow im Haus der weltweiten Projekte"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Durch die gesellschaftliche Wende hatte die Stadt G\u00fcstrow die Chance, die Stadtentwicklungspolitik neu auszurichten. Der Handlungsdruck zur Gestaltung dieses Prozesses wurde durch den Strukturwandel in der gesamten Wirtschaft, insbesondere in dem strukturschwachen, d\u00fcnn besiedelten Raum des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, wesentlich versch\u00e4rft<br \/>\nZur Bew\u00e4ltigung des Problempotentials wurde die Initiierung eines Agenda 21-Prozesses, zun\u00e4chst im Zusammenwirken mit dem Umweltministerium M-V, dem Landesamt f\u00fcr Umwelt und Natur M-V und dem B.A.U.M. e.V. angeregt. Die Etablierung des Prozesses wurde dann stufenweise in das Verwaltungshandeln der Kommunen integriert und stetig weiter ausgepr\u00e4gt. Die breite Einbeziehung und Mobilisierung der \u00d6ffentlichkeit zur aktiven Mitgestaltung des Agenda 21-Prozesses bildete dabei den Schwerpunkt.Defizite und Probleme wurden im Zusammenhang mit der regen Einbeziehung der G\u00fcstrower B\u00fcrger, bei der Integration der regionalen Wirtschaft und bei der Darstellung der Ergebnisse des lokalen Agenda 21-Prozesses als weichem Standortvorteil im Marketingbereich offenkundig.<br \/>\nViele Akteure erkannten in der Beteiligung G\u00fcstrows am Bewerbungsverfahren zur Anerkennung als weltweites Projekt der EXPO 2000 unter der Thematik Prozess zur Umsetzung einer lokalen Agenda 21 am Beispiel der Umweltgerechten Stadt G\u00fcstrow eine Chance, die o.g. Defizite abzubauen.<br \/>\nAus der Kooperation mit der EXPO 2000 GmbH entwickelte sich noch eine weitere M\u00f6glichkeit zur Intensivierung der \u00d6ffentlichkeitsarbeit:\tdie Beteiligung an der Pr\u00e4sentation der weltweiten Projekte Deutschlands im Global House in Hannover.<br \/>\nIm Rahmen dieser Pr\u00e4sentation bot sich auch die M\u00f6glichkeit, das Engagement der DBU zur Unterst\u00fctzung des Agenda 21-Prozesses der Stadt G\u00fcstrow als Beispiel f\u00fcr ein Modell einer kommunalen Umweltvorsorgestrategie hervorzuheben.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAus dem 1992 begonnenen lokalen Agenda 21-Prozess wurden wesentliche Elemente zur Vermittlung des Prozesses ausgew\u00e4hlt und im EXPO-Konzept der Stadt G\u00fcstrow formuliert. Drei Schl\u00fcsselprojekte (Wasser in G\u00fcstrow, Umweltbildungszentrum und Rahmenplangebiet Nordwest) wurden beispielhaft zur Darstellung der praktischen Umsetzung des Konzeptes ausgew\u00e4hlt.<br \/>\nDie Strategie zur Ausgestaltung und stufenweisen Realisierung des EXPO-Konzeptes wurde in einem diskursiven Verfahren mit Akteuren der Region entwickelt. Zur Vernetzung dieser Akteure wurde die EXPO G\u00fcstrow AG mit ihren sieben thematisch strukturierten Arbeitsgruppen gebildet.<br \/>\nAls Informations- und Management-Zentrale wurde das EXPO-B\u00fcro installiert.<br \/>\nIm Zusammenwirken mit externen Fachleuten wurde die Zielgruppenanalyse, das Marketingrahmenkonzept und das Pr\u00e4sentationskonzept ( PK ) erarbeitet. Ende 1997 wurde das G\u00fcstrower Projekt als weltweites Projekt der EXPO 2000 registriert. Ende 1999 erfolgte die abschlie\u00dfende Anerkennung.<br \/>\nParallel zu den Aktivit\u00e4ten in G\u00fcstrow wurde unter Federf\u00fchrung der EXPO GmbH an der Gestaltung  der Ausstellungssektion Weltweite Projekte in Deutschland im Global House mitgewirkt. In Kooperation mit der DBU und weiteren von der DBU unterst\u00fctzten Projekttr\u00e4gern gelang es, die Intensionen der Stiftung in das PK zu integrieren und die Partizipation weiterer Projekttr\u00e4ger an den Pr\u00e4sentationsm\u00f6glichkeiten zu organisieren.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die G\u00fcstrower EXPO-Projekte Wasser in G\u00fcstrow und Umweltbildungszentrum im Natur- und Umweltpark wurden entsprechend der konzeptionellen Vorgaben fertiggestellt. Das Rahmenplangebiet wurde im Zusammenhang mit der Aufnahme G\u00fcstrows in das Forschungsfeld St\u00e4dte der Zukunft &#8211; Strategien einer nachhaltigen Stadtentwicklung des Bundesministeriums f\u00fcr Verkehr, Bau und Wohnungswesen entwickelt. Die Ergebnisse dieses Prozesses wurden als Beitrag der Stadt G\u00fcstrow zur Weltkonferenz zur Zukunft der St\u00e4dte URBAN 21 im Juli 2000 in Berlin vorgestellt.<br \/>\nIm Zusammenhang mit der Realisierung der EXPO-Projekte wurden insgesamt Investitionen in H\u00f6he von ca. 15,3 Mio. DM abgerechnet. Diese Investitionen waren ein bedeutender Beitrag zur Stabilisierung des regionalen Arbeitsmarktes.<br \/>\nDurch die zielstrebige Umsetzung des PK gelang es, die B\u00fcrger und Besucher der Stadt und der Region G\u00fcstrow kontinuierlich \u00fcber den Stand der EXPO-Aktivit\u00e4ten in G\u00fcstrow und Hannover zu informieren und neue Methoden und Instrumente zur Kommunikation und zur Umweltbildung zu entwickeln und zu erproben.<br \/>\nIm Ergebnis des Zusammenwirkens mit den von der EXPO GmbH beauftragten Designern wurden handlungsmotivierende und umweltmediale Kommunikationssysteme entwickelt, die dem internationalen Publikum vom 01. 06. bis zum 31.10. 2000 im Global House pr\u00e4sentiert werden konnten.<br \/>\nDa die Zielstellung der Pr\u00e4sentation prim\u00e4r auf die Vermittlung von Managementstrategien f\u00fcr die nachhaltige Stadtentwicklung ausgerichtet war, lassen sich die erwarteten Umweltentlastungseffekte nur mittelbar und langfristig anhand von Indikatoren wie z.B. Senkung der Neuinanspruchnahme von Fl\u00e4chen, schonende Nutzung der Wasserressourcen, Steigerung der Aufenthaltsqualit\u00e4t in der Altstadt darstellen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Zur Verbreitung der Ergebnisse des Agenda 21-Prozesses wurden anhaltende Aktivit\u00e4ten im Bereich der \u00d6ffentlichkeitsarbeit entwickelt und umgesetzt.<br \/>\nDas Vorgehen wurde zielgruppenorientiert mit Angeboten f\u00fcr die B\u00fcrger der Stadt und der Region, mit Angeboten f\u00fcr Touristen und mit Angeboten f\u00fcr das Fachpublikum ausgerichtet.<br \/>\nSo wurden u.a. f\u00fcr die B\u00fcrger der Stadt im lokalen Kabel-TV Hallo G\u00fcstrow kontinuierlich Berichte und Reportagen \u00fcber den Stand der G\u00fcstrower EXPO-Pr\u00e4sentation ausgestrahlt.<br \/>\nF\u00fcr die B\u00fcrger und Besucher der Stadt wurden zahlreiche Events mit einem thematischen Bezug zur EXPO-Teilnahme der Stadt wie z.B. Konzerte, Feste oder Ausstellungen (z.B. Barlach und die Elemente, Faszination Wasser und Kunst und Umwelt) pr\u00e4sentiert.<br \/>\nZur Verbindung der EXPO-Themen wurde der Blaue Faden als System mit mehreren Rundg\u00e4ngen und entsprechenden Informationsterminals installiert.<br \/>\nF\u00fcr das Fachpublikum wurde von Februar 1999 bis Februar 2000 eine Tagungsreihe zu dem themati-schen Schwerpunkt Nachhaltige Regionalentwicklung organisiert.<br \/>\nDen Abschluss dieser Veranstaltungsreihe bildete die Regionale Konferenz mit Internationaler Beteili-gung Stadt-Umland-Perspektiven &#8211; zukunftsf\u00e4hige Regionen in Europa, die im Juni 2000 mit ca. 250 Teilnehmern in G\u00fcstrow ausgerichtet wurde.<br \/>\nVon besonderer Bedeutung war die Pr\u00e4sentation der Stadt G\u00fcstrow im Global House in Hannover.<br \/>\nAus Anlass dieser Pr\u00e4sentation wurden die o.g. Einzelleistungen medial aufbereitet und durch innovative Kommunikationselemente erweitert. Schon die Vorbereitung dieser Exposition neuen Typs erzielte erhebliches \u00f6ffentliches Interesse und brachte f\u00fcr die Imagekampagne der Umweltgerechten Stadt G\u00fcstrow und insbesondere zur Vermittlung der Nachhaltigkeitsidee zahlreiche positive Effekte.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die EXPO-Pr\u00e4sentation bef\u00f6rderte den Prozess der nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung insbesondere durch:<br \/>\nn\tdie B\u00fcndelung und Harmonisierung von Einzelinteressen,<br \/>\nn\tdie Mobilisierung des regionalen Innovationspotentials,<br \/>\nn\tden Auf- und Ausbau von Kooperationsbeziehungen,<br \/>\nn\tdie Umsetzung von Schwerpunktprojekten sowie<br \/>\nn\tdie Schaffung zus\u00e4tzlicher Marketingeffekte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Durch die gesellschaftliche Wende hatte die Stadt G\u00fcstrow die Chance, die Stadtentwicklungspolitik neu auszurichten. Der Handlungsdruck zur Gestaltung dieses Prozesses wurde durch den Strukturwandel in der gesamten Wirtschaft, insbesondere in dem strukturschwachen, d\u00fcnn besiedelten Raum des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, wesentlich versch\u00e4rft Zur Bew\u00e4ltigung des Problempotentials wurde die Initiierung eines Agenda 21-Prozesses, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[47,63,51,52,53],"class_list":["post-21240","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-klimaschutz","tag-mecklenburg-vorpommern","tag-ressourcenschonung","tag-umweltforschung","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"16433\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-16433.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"51.129,19","dbu_projektdatenbank_firma":"Stadtverwaltung G\u00fcstrowStadtentwicklungsamt","dbu_projektdatenbank_strasse":"Domstr. 16","dbu_projektdatenbank_plz_str":"18271","dbu_projektdatenbank_ort_str":"G\u00fcstrow","dbu_projektdatenbank_p_von":"1999-03-01 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2001-07-12 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"2 Jahre und 4 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"03843\/\/769446","dbu_projektdatenbank_inet":"","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Mecklenburg-Vorpommern","dbu_projektdatenbank_foerderber":"53","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/21240","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/21240\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34243,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/21240\/revisions\/34243"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21240"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21240"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21240"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}