  {"id":21210,"date":"2023-07-13T15:19:39","date_gmt":"2023-07-13T13:19:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16338-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:43","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:43","slug":"16338-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16338-01\/","title":{"rendered":"Ermittlung des Bedarfs f\u00fcr den grenz\u00fcberschreitenden Umwelttechnologie- und -wissenstransfer von Deutschland nach Ungarn, Slowakei und Slowenien sowie in die baltischen Staaten"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Untersuchung des Bedarf f\u00fcr den Projektantrag Ermittlung des Bedarfs f\u00fcr den grenz\u00fcberschreitenden Umwelttechnologie- und -wissenstransfer von Deutschland nach Ungarn, Slowakei und Slowenien sowie in die baltischen Staaten. Hierdurch sollte ein Beitrag zur Verbesserung der Umweltsituation in den Mittel- und Osteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern geleistet werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZur Ermittlung des Bedarfs f\u00fcr den grenz\u00fcberschreitenden Umwelttechnologie- und -wissenstransfer wurden folgende Arbeitsschritte durchgef\u00fchrt:<br \/>\n1.\tAnalyse der Umweltsituation in den L\u00e4ndern Estland, Lettland, Litauen, Slowakei, Ungarn und Slowenien auf der Grundlage vorhandener Materialien.<br \/>\n2.\tAuswertung der Studien, in denen der Bedarf an Umwelttechnologie und Umweltwissen in den o. a. L\u00e4ndern beschrieben wird. Hierbei wurden insbesondere vier Arbeiten herangezogen:<br \/>\n2.1.\tBaltic State of the Environment Report, Baltic Environmental Forum, 1998, Riga<br \/>\n2.2.\tThe Environmental Technology Market in Central and Eastern Europe. Overview of Estonia, Latvia and Lithuania. 158 p., REC Hungary, Jun. 1998<br \/>\n2.3.\tThe Environmental Technology Market in Central and Eastern Europe. An Overview of Czech Republic, Hungary, Poland, Slovakia and Slovenia. 184 p., REC Hungary, Dec. 19972.<br \/>\n2.4.\tAgenda 2000 der EU-Kommission von 1998<br \/>\n3.\tNach der Auswertung der o. a. Studien wurden verschiedene Einrichtungen in den sechs L\u00e4ndern mit einem Fragenkatalog angeschrieben, um noch weitergehende offene Fragen beantwortet zu bekommen. Hierbei wurden vorrangig die Umweltmininisterien, Umweltstiftungen und -founds, Industrie- und Handelskammern, Deutsche Botschaften, DIHT-Vertretungen, unabh\u00e4ngige Umweltschutzorganisationen usw. konsultiert.<br \/>\n4.\tVon Juli bis September 1999 wurden die angeschriebenen Umweltinstitutionen in den sechs L\u00e4ndern durch den ITUT e.V.-Projektleiter MOE pers\u00f6nlich aufgesucht. Damit wurde einerseits der umfangreiche Fragenkatalog beantwortet und zum anderen listeten die Umweltministerien und weitere Einrichtungen nach den Besuchen in zus\u00e4tzlichen Schreiben noch einmal sehr genau die l\u00e4nderspezifischen Informationsw\u00fcnsche auf.<br \/>\n5.\tAuf der Grundlage der eigenen Analyse und den Gespr\u00e4chsergebnissen in den sechs L\u00e4ndern wurde eine neue aktuelle Studie, in der die Umweltsituation und der Bedarf beschrieben wird, erarbeitet und Basis f\u00fcr einen entsprechenden zweij\u00e4hrigen Antrag, mit dem die vielen Vorschl\u00e4ge umgesetzt werden sollten, an die DBU eingereicht.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Kuratorium der DBU hat in seiner Novembersitzung in 1999 den ITUT e.V.-Antrag grunds\u00e4tzlich positiv bewertet. Es wurde das kommende Projekt in zwei Phasen aufgeteilt, und zwar sollten in der ersten Phase noch einmal deutsche Partner, die bereit sind, gemeinsam mit dem ITUT e.V. in den MOE-L\u00e4ndern t\u00e4tig zu werden, verbindlich ausgew\u00e4hlt und mit der zweiten Phase die vielen Aktivit\u00e4ten umgesetzt werden. Mit der neuen Studie wurden folgende Ergebnisse erzielt:<br \/>\n1. Estland<br \/>\nIn Estland besteht ein hoher Umwelttechnologiebedarf, der bisher von den skandinavischen L\u00e4ndern abgedeckt wurde. Trotzdem sollte von Deutschland aus eine Kooperation mit qualifizierten estnischen Umweltunternehmen angestrebt werden. Das Umweltministerium ist an einer deutsch-estnischen Abfalltagung interessiert.<br \/>\n2. Lettland<br \/>\nAufgrund der noch unzureichenden Umweltschutzsituation, Gesetzgebung, Privatisierung und allgemeinen \u00f6konomischen Bedingungen existiert ein erheblicher Umwelttechnologiebedarf. Eine sehr konstruktive Zusammenarbeit zwischen der Lettischen Umweltstiftung und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt konnte entwickelt werden.<br \/>\n3. Litauen<br \/>\nIn Litauen gibt es &#8211; trotz der angespannten finanziellen Situation &#8211; einen gro\u00dfen Umwelttechnologiebedarf. Die Mehrheit der Umweltprojekte werden durch EU-Mittel und nordische L\u00e4nder finanziert. In Litauen w\u00fcrde ein verst\u00e4rktes deutsches Engagement sehr begr\u00fc\u00dft werden.<br \/>\n4. Slowakei<br \/>\nDie Chancen f\u00fcr deutsche Umwelttechnologie werden in der Slowakei sehr hoch eingesch\u00e4tzt. Es dominieren daher deutsche Firmen im Abfall- und Abwasserbereich. Von der slowakischen Umweltverwaltung liegt gegen\u00fcber Deutschland ein erheblicher Umweltberatungsbedarf vor.<br \/>\n5. Ungarn<br \/>\n\u00d6sterreich und Deutschland sind die Hauptanbieter auf dem Umwelttechnologiemarkt in Ungarn. Marktchancen ergeben sich durch gute Qualit\u00e4t und akzeptable Preise. Das ungarische Umweltministerium erwartet daher eine verst\u00e4rkte deutsche Investitionst\u00e4tigkeit im Umweltbereich und eine Beratung bei der Einf\u00fchrung eines dem DSD \u00e4hnlichen Wertstofferfassungssystems.<br \/>\n6. Slowenien<br \/>\nDeutsche Umwelttechnik wird in dem wirtschaftlich stabilen Slowenien vorrangig verwendet. Neben der Abfallentsorgung sollte von deutscher Seite schwerpunktm\u00e4\u00dfig im Energiebereich gearbeitet werden.Diskussion<br \/>\nZum Umwelttechnologie- und -wissenstransfer wurde modellartig in der Slowakei eine Abfallwirtschaftstagung zum Thema Aufbau von Recyclingstrukturen am 8. und 9. Dezember 1999 in Bratislava durchgef\u00fchrt. Hierbei wurde intensiv \u00fcber die deutsch-slowakischen Erfahrungen auf diesem Gebiet diskutiert und Hinweise zum kommenden slowakischen Verpackungsgesetz gegeben.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Nach dem sich das Ergebnis der Studie herumgesprochen hat, wurde der MOE-Projektleiter verst\u00e4rkt von Unternehmen und Einrichtungen, die in den MOE-L\u00e4ndern aktiv werden wollen, angesprochen und Informationen abgefragt.<br \/>\nDie Studie wird nicht ver\u00f6ffentlicht, da sie sehr viel eigenes Know-how f\u00fcr die kommenden zwei Jahre enth\u00e4lt. Sie wird aber den deutschen Einrichtungen, die sich verbindlich zu einer Zusammenarbeit mit dem ITUT e.V. bereit erkl\u00e4ren, zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die intensive Vorarbeit zur Ermittlung des deutschen Bedarfs f\u00fcr den Umwelttechnologie- und -wissenstransfer und Kontaktaufnahme zu den zust\u00e4ndigen Stellen in den sechs MOE-L\u00e4ndern hat zu einer erheblichen Kompetenzsteigerung des ITUT e.V., einer Akquirierung weiterer Projekte und zu einer soliden Basis f\u00fcr die weitere Zusammenarbeit mit den L\u00e4ndern in Mittel- und Osteuropa gef\u00fchrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Untersuchung des Bedarf f\u00fcr den Projektantrag Ermittlung des Bedarfs f\u00fcr den grenz\u00fcberschreitenden Umwelttechnologie- und -wissenstransfer von Deutschland nach Ungarn, Slowakei und Slowenien sowie in die baltischen Staaten. 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