  {"id":21207,"date":"2023-07-13T15:19:39","date_gmt":"2023-07-13T13:19:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16333-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:43","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:43","slug":"16333-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16333-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung und Umsetzung eines Weiterbildungsprogramms f\u00fcr Leitungsnachwuchs zur Qualit\u00e4ts- und Effektivit\u00e4tssteigerung in der Umweltbewegung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Umweltverb\u00e4nde ben\u00f6tigen f\u00fcr l\u00e4ngerfristigen Erfolg die F\u00e4higkeit, strategisch sowie fachlich und methodisch kompetent zu handeln. Eine Strategie, um die Gestaltungsf\u00e4higkeit von Umweltorganisationen zu st\u00e4rken, ist die systematische F\u00f6rderung von Nachwuchskr\u00e4ften, die l\u00e4ngerfristig als Multiplikatoren in der Umweltbewegung wirken. Die Weiterbildung dieser Nachwuchskr\u00e4fte hinsichtlich ihrer Gestaltungskompetenzen ist dabei ein zentrales Element einer solchen Strategie des Capacity Building. Ziele dieses Projekts waren daher:<br \/>\n\u00b7\tdie systematische Weiterbildung von ausgew\u00e4hlten Nachwuchskr\u00e4ften der Umweltbewegung im Alter von 21 bis 27 Jahren hinsichtlich ihrer methodischen, strategisch-analytischen, fachlichen und sozialen Kompetenzen<br \/>\n\u00b7\tdie Etablierung eines \u00fcberverbandlichen Netzwerks von Nachwuchskr\u00e4ften (den TeilnehmerInnen des Programms<br \/>\n\u00b7\tdie Verbreitung von Inhalten und Methoden dieses Projekts in die breitere Umweltbewegung mittels geeigneter Medien.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Laufe der Vorbereitungsphase wurde das Projektb\u00fcro in L\u00fcneburg aufgebaut, ein Projektbeirat mit 12 kompetenten Mitgliedern eingerichtet, das Kursprogramm entwickelt, Trainer und Referenten engagiert, Studienbriefe konzipiert und in Auftrag gegeben, sowie das Kursprogramm beworben und die TeilnehmerInnen ausgew\u00e4hlt. Die Durchf\u00fchrung des Projekts erfolgte in Form von zwei 18-monatigen Kursdurchl\u00e4ufen (Mai 2001 &#8211; Oktober 2002 und Mai 2002 &#8211; Oktober 2003) \u00e0 30 TeilnehmerInnen und je 2 Seminargruppen. Das Kursprogramm gliederte sich in vier Elemente:<br \/>\n\u00b7\tein Selbststudium mit 12 eigens f\u00fcr den Kurs angefertigten Studienbriefe und 10 Studienaufgaben<br \/>\n\u00b7\t10 Seminare zu methodischen und sozialen Kompetenzen umweltpolitischer Arbeit<br \/>\n\u00b7\tein dreimonatiges Praxisprojekt in einer Umweltorganisation<br \/>\n\u00b7\tdas Netzwerk der TeilnehmerInnen.<br \/>\nIm zweiten Kursdurchlauf wurde das Kursprogramm zus\u00e4tzlich durch die Arbeit in Projektgruppen erg\u00e4nzt. Die Kurse endeten jeweils mit der Verleihung von Studienzertifikaten.<br \/>\nIm Zuge der Nachbereitung des Projekts erfolgte einerseits eine umfangreiche Auswertung und Dokumentation des Projekts, andererseits wurde von der Kursleitung ein Buch geschrieben (Navigationshilfe f\u00fcr Umweltbewegte), um der breiteren Umweltbewegung die Inhalte des Kurses zug\u00e4nglich zu machen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Laufe des Projektes erhielten insgesamt 60 junge Umweltsch\u00fctzerInnen die M\u00f6glichkeit ihre Gestaltungskompetenzen weiterzuentwickeln.<br \/>\nAugrund von Befragungen der TeilnehmerInnen und der Ergebnisse der internen und externen Evaluation kann eindeutig festgestellt werden, dass die Erwartungen der TeilnehmerInnen gr\u00f6\u00dftenteils erf\u00fcllt wurden. Deutlich wurde dabei aber auch, dass der Wert des Programms seitens der TeilnehmerInnen neben seiner Weiterbildungsfunktion auch in der Steigerung von Motivation und der Netzwerkbildung gesehen wird. Die Kursleitung hat insbesondere Letzterem Rechnung getragen, indem sie das TeilnehmerInnen-Netzwerk von Anfang der Selbstverwaltung der TeilnehmerInnen \u00fcberlassen hat.<br \/>\nHinsichtlich der Wirkung des Programms f\u00fcr die Umweltbewegung, ist es kurz nach Projektabschluss noch zu fr\u00fch, um endg\u00fcltige Schl\u00fcsse zu ziehen. Allerdings lassen sich Tendenzen feststellen: Viele TeilnehmerInnen streben eine berufliche Perspektive in Umweltorganisationen an &#8211; zahlreiche Absolventen des Kurses besetzen auch bereits entscheidende Stellen in Verb\u00e4nden, Forschungseinrichtungen oder anderen Organisationen; andere sind in Vorst\u00e4nden oder Projekten an zentraler Stelle ehrenamtlich aktiv. Dabei bringen die TeilnehmerInnen ihre im Kurs ZukunftsPiloten erworbenen Kompetenzen ein. In sofern hat der Kurs sein Ziel &#8211; einen Beitrag zum Capacity Building der Umweltbewegung zu leisten &#8211; erreicht.<br \/>\nHinsichtlich des Mitteleinsatzes war dieses Projekt optimal ausgestattet und erm\u00f6glichte die Entwicklung und Durchf\u00fchrung eines Weiterbildungsprogramms unter idealen Bedingungen. Allerdings scheint eine dauerhafte Fortf\u00fchrung des Programms in \u00e4hnlichem Umfang aus eigenen Mitteln der Umweltverb\u00e4nde ohne eine derartige F\u00f6rderung kaum realistisch.<br \/>\nDie Durchf\u00fchrung des Kurses hat wertvolle Erkenntnisse f\u00fcr die Gestaltung von Weiterbildungsangeboten f\u00fcr ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter von Umweltorganisationen geliefert und bieten ein Fundament auch f\u00fcr andere Zielgruppen entsprechende Angebote zu entwickeln. Wertvoll sind dabei auch Erfahrungen mit einzelnen didaktischen Elementen, beispielsweise einem Peer-Coaching System und projektorientiertem Lernen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt wurde \u00fcber E-Mail und Artikel in Zeitungen und Zeitschriften bekannt gemacht; dar\u00fcber hinaus wurde \u00fcber den Kurs in der TV-Sendung Treffpunkt Natur und im Deutschlandradio berichtet.<br \/>\nDer Kurs ZukunftsPiloten verf\u00fcgt \u00fcber eine eigene Internet-Pr\u00e4senz, die auch Projektende einsehbar ist (www.zukunftspiloten.de). W\u00e4hrend des Projektes informierte die Projektleitung mittels eines Newsletters, der KursNews, \u00fcber den Verlauf des Projektes. Die Inhalte des Kursprogramms wurden in einem eigenen Informationsdienst Impulse f\u00fcr die breitere Umweltbewegung aufbereitet. Dieser Informationsdienst ging im Laufe des Projektes in der gemeinsam mit dem \u00d6kom-Verlag herausgegebenen Zeitschrift Aktiv.um auf.<br \/>\nZum Kursabschluss wurde im Oktober 2003 im Zentrum f\u00fcr Umweltkommunikation der DBU eine Konferenz zu Perspektiven umweltpolitischen Engagements f\u00fcr Nachwuchskr\u00e4fte veranstaltet, die zugleich den Kurs dokumentierte. Gemeinsam mit dem Zentrum f\u00fcr Umweltkommunikation wurde ferner eine repr\u00e4sentative Dokumentation erstellt.<br \/>\nDie Inhalte des Kurses wurden in einem Buch, der Navigationshilfe f\u00fcr Umweltbewegte aufbereitet, das im \u00d6kom-Verlag erscheint und \u00fcber den Buchhandel zu beziehen ist.<br \/>\nDie Studienbriefe des Kurses sind \u00fcber die Webseite zu bestellen und werden auch online zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt Kurs ZukunftsPiloten hat Nachwuchskr\u00e4ften der Umweltbewegung Motivation und eine umfassende Qualifizierung f\u00fcr verantwortungsvolle Aufgaben in der Umweltbewegung gegeben und ein tragendes Netzwerk von Nachwuchskr\u00e4ften geschaffen. Durch das Wirken der Absolventen des Kurses als Multiplikatoren in Umweltorganisationen und verschiedene Medien und Publikationen hat das Projekt dar\u00fcber hinaus wichtige Impulse f\u00fcr das Capaciity Building der Umweltbewegung gebeben.<br \/>\nEin Ankn\u00fcpfen an den Erfahrungen dieses Projekts und eine Weiterf\u00fchrung bzw. Weiterentwicklung ist daher sinnvoll und w\u00fcnschenswert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Umweltverb\u00e4nde ben\u00f6tigen f\u00fcr l\u00e4ngerfristigen Erfolg die F\u00e4higkeit, strategisch sowie fachlich und methodisch kompetent zu handeln. Eine Strategie, um die Gestaltungsf\u00e4higkeit von Umweltorganisationen zu st\u00e4rken, ist die systematische F\u00f6rderung von Nachwuchskr\u00e4ften, die l\u00e4ngerfristig als Multiplikatoren in der Umweltbewegung wirken. 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