  {"id":21134,"date":"2024-11-27T10:36:02","date_gmt":"2024-11-27T09:36:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/15918-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:03","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:03","slug":"15918-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/15918-01\/","title":{"rendered":"Offensive f\u00fcr den l\u00e4ndlichen Raum &#8211; Neue Partnerschaften f\u00fcr eine Nachhaltige Regionalentwicklung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ohne lokale und regionale Bezugspunkte ist eine Nachhaltige Entwicklung und Umsetzung der Agenda 21 kaum m\u00f6glich. Im Landkreis Emsland soll bei Jugendlichen und weiteren gesellschaftlichen Gruppen ein modellhafter Beitrag zur Verbreitung einer Nachhaltigen Entwicklung des l\u00e4ndlichen Raums auf lokaler bzw. regionaler Ebene geleistet werden. Durch konkrete Projektarbeit anhand integrativer Handlungsfelder werden neue Partnerschaften zur Verstetigung einer Nachhaltigen Entwicklung aufgebaut. Weitere Zielsetzungen sind: Initiierung von Impulsen zur Entwicklung und Verstetigung einer Lokalen\/ Regionalen Agenda 21, F\u00f6rderung eines regionalen und \u00f6kologischen Bewusstseins und Lernen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Zusammenarbeit von zwei wissenschaftlichen Institutionen und einem regional orientierten Jugendverband bildet die Grundlage f\u00fcr einen akteurs- und regionsspezifischen Zugang zur Bildung neuer Netzwerke. In einer noch auszuw\u00e4hlenden Teilregion des Emslandes werden die Handlungsfelder Umwelt und regionales Lernen, Regionalvermarktung von Nahrungsmitteln und Sanfter Tourismus\/ Naherholung in einem konkreten Projektzusammenhang verkn\u00fcpft. Jedes der genannten Handlungsfelder er\u00f6ffnet dabei M\u00f6glichkeiten f\u00fcr erlebnisorientiertes Lernen als wesentlichen Baustein des Projekts. In verschiedenen Workshops sollen neue D\u00e4cher f\u00fcr die Bildung und den Ausbau regionaler Netzwerke initiiert werden. Dabei bietet sich die Produktlinie Landwirtschaft und Ern\u00e4hrung als zentraler Ankn\u00fcpfungspunkt an. Sie spannt einen Bogen von der Prim\u00e4rproduktion \u00fcber die Verarbeitung und Vermarktung von Lebensmitteln bis hin zum l\u00e4ndlichen Tourismus und weiteren Dienstleistungen.<br \/>\nDie drei aufgef\u00fchrten Handlungsfelder werden w\u00e4hrend der 18monatigen Laufzeit in vier Arbeitsphasen (Konzeptions-, Abstimmungs-, Integrations- und Netzbildungs- sowie Auswertungsphase) bearbeitet. Neben einer fundierten Markt- und Strukturanalyse geh\u00f6ren Expertengespr\u00e4che, moderierte Dialog- und Konsensbildungsprozesse (Workshops) zu den zentralen Arbeitsschritten des Projekts. Eine intensive \u00fcbergreifende Bildungs- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit ist ein fester Bestandteil aller Arbeitsphasen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>In den urspr\u00fcnglich anvisierten drei Handlungsfeldern Umwelt und regionales Lernen, Regionalvermarktung, Sanfter Tourismus\/Naherholung wurden insgesamt sieben querschnittsorientierte Leitprojekte entwickelt und bearbeitet. Die wichtigsten Ergebnisse in diesen sieben Leitprojekten sind:<br \/>\n1.\tLokale\/Regionale Agenda 21Deutliche Impulse zur Aufstellung und Weiterentwicklung lokaler und regionaler Agenda 21-Aktivit\u00e4ten und eines kreisweiten Erfahrungsaustausches<br \/>\nNeustrukturierung der zu bearbeitenden Themen auf zentrale Kernfragen, so auch Bildung, Landwirtschaft, Vernetzung<br \/>\nEigenst\u00e4ndige Fortf\u00fchrung von Teilprojekten seitens des Kreis-Agenda-Prozesses (z.B. Bildung und regionales Lernen \/ Angebotsf\u00fchrer)<br \/>\n2.\tAngebotsf\u00fchrer f\u00fcr landwirtschaftliche Produkte und Dienstleistungen<br \/>\nGrundlagen (Konzept, Erfassungsbogen, Adressendatenbank) durch Projektteam erarbeitet<br \/>\nUmsetzung erfolgt durch KLJB und Kreis-Agenda-AG &#8211; zun\u00e4chst Internet-basiert<br \/>\n3.\tRegionales und gesundes Pausenfr\u00fchst\u00fcck in (Grund-)Schulen<br \/>\nDurchf\u00fchrung mehrerer Pausenfr\u00fchst\u00fccksaktionen in Grundschulen<br \/>\nWeiterf\u00fchrung einer eigenst\u00e4ndigen Arbeitsgruppe zur Fortf\u00fchrung und zum Ausbau der Fr\u00fchst\u00fccksaktionen (u. a. gesunde Ern\u00e4hrung in verl\u00e4sslichen Grundschulen)<br \/>\n4.\tLehrerfortbildung zu Landwirtschaft\/Ern\u00e4hrung und Agenda 21<br \/>\nDurchf\u00fchrung von zwei Lehrerfortbildungen und Verkn\u00fcpfung von au\u00dferschulischen Bildungseinrichtungen (BBS) mit Schulen und Landwirtschaft<br \/>\nRegelm\u00e4\u00dfige Fortf\u00fchrung der Lehrerfortbildungen in Papenburg und Lingen<br \/>\n5.\tEinrichtung eines Schulbauernhofs<br \/>\nRealisierung innerhalb der Projektlaufzeit nicht erreicht, aber Grundlagen (Konzept, Kooperationspartner, F\u00f6rdermittelgeber) f\u00fcr Umsetzung geschaffen<br \/>\nErste gemeinsame Unterrichtseinheiten wurden vom Regionalen Umweltzentrum (RUZ) und dem Sozialen \u00d6kohof St. Josef durchgef\u00fchrt<br \/>\n6.\tErstellung von Agenda-Radstationen<br \/>\nEine Agenda-Radstation von Jugendlichen in Lehe gemeinsam mit Landwirten und Gemeinde realisiert, weitere Agenda-Radstationen sind in Planung bzw. angedacht<br \/>\n7.\t\u00dcbergreifende Bildungs- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit<br \/>\nMit der Bildungs- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit konnten zahlreiche Menschen und Vertreter verschiedener Einrichtungen erreicht und f\u00fcr Inhalte von LA 21 und Nachhaltigkeit sensibilisiert werden<br \/>\nKommunikation und Bildung f\u00fcr regionales Lernen und Nachhaltigkeit wurde erfolgreich angesto\u00dfen und wird von verschiedenen Institutionen fortgef\u00fchrt<br \/>\nTrotz einiger Startschwierigkeiten konnten im Rahmen des Projektverlaufes zahlreiche Entwicklungen und Leitprojekte vor Ort angesto\u00dfen werden, die voraussichtlich gesellschaftlich und z. T. wirtschaftlich selbsttragend weiterlaufen. F\u00fcr die wichtigsten Bereiche fanden sich Akteure aus der Region bereit, Verantwortung zu \u00fcbernehmen. Dar\u00fcber hinaus gelang es, wichtige Impulse durch die Projektaktivit\u00e4ten zu geben, ohne dass das Projekt damit in direkte Verbindung gebracht wurde.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projektteam hat einer intensiven  und vielschichtigen Kommunikationsarbeit im Emsland von Beginn an eine sehr hohe Priorit\u00e4t einger\u00e4umt. Bei ann\u00e4hernd 100 verschiedenen Terminen sind ca. 1.300 Menschen im Emsland direkt vom Offensive-Team angesprochen worden. Zur Auftaktveranstaltung, mehreren themenspezifischen Foren und der \u00dcbergabeveranstaltung wurde kreisweit eingeladen. Daneben hat das Projektteam eine Reihe weiterer \u00f6ffentlicher Veranstaltungen und  Exkursionen durchgef\u00fchrt bzw. war daran beteiligt. \u00dcber 25 Presseartikel, zwei Rundfunkinterviews, eigene Infost\u00e4nde auf Bauernm\u00e4rkten und einer aktiven Beteiligung an \u00f6ffentlichen Veranstaltungen des Kreises zum Agenda-Prozess konnten breite Teile der \u00d6ffentlichkeit und weitere Akteure f\u00fcr die Thematik einer nachhaltigen Entwick-lung und Agenda 21 sensibilisiert werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Dem Offensive-Projekt im Emsland ist es durch eine Kombination von Kommunikationsmanagement, Bildungst\u00e4tigkeit, praxisorientierter Projektt\u00e4tigkeit und Coaching gelungen, zahlreiche selbsttragende Prozesse zu initiieren. Diese Einzelelemente ergeben als Mosaiksteine das Gesamtbild neue Partnerschaften f\u00fcr eine nachhaltige Regionalentwicklung im Emsland. Nach Ende der F\u00f6rderlaufzeit werden die angesto\u00dfenen Prozesse und Projekte daher durch ein neues Netzwerk von Akteuren und neuen Partnerschaften weitergetragen. Das Projektteam ist mit den auftretenden Hemmnissen, Misserfolgen und Konflikten probleml\u00f6sungsorientiert umgegangen. Es hat sich auftretenden Kommunikationsbarrieren, Widerst\u00e4nden und Konflikten offensiv gestellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ohne lokale und regionale Bezugspunkte ist eine Nachhaltige Entwicklung und Umsetzung der Agenda 21 kaum m\u00f6glich. Im Landkreis Emsland soll bei Jugendlichen und weiteren gesellschaftlichen Gruppen ein modellhafter Beitrag zur Verbreitung einer Nachhaltigen Entwicklung des l\u00e4ndlichen Raums auf lokaler bzw. regionaler Ebene geleistet werden. 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