  {"id":21127,"date":"2023-07-13T15:19:26","date_gmt":"2023-07-13T13:19:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/15891-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:29","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:29","slug":"15891-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/15891-01\/","title":{"rendered":"Reduktion des Streusalzverbrauches durch Einsatz eines intelligenten Stra\u00dfenzustands\u00fcberwachungssystems"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Projektziel war die Untersuchung geeigneter Techniken und Komponenten zum Aufbau einer automatischen, sensorgest\u00fctzten Streusalzdosierung im Winterdienst der Stra\u00dfenreinigung. Hintergrund ist die j\u00e4hrliche Ausbringung von ca. 170.000 Tonnen Streusalz allein auf den Bundesautobahnen.<br \/>\nDurch ein von K\u00fcpper-Weisser entwickeltes und patentiertes System zur Erkennung der Stra\u00dfentemperatur (ThermoMAT), welches seit 1991 in 200 Fahrzeugen eingebaut und im Winterdienst eingesetzt wird, besteht die M\u00f6glichkeit bis zu 30 % des Streusalzes einzusparen. Um eine verl\u00e4ssliche Dosierung des Streusalzes entsprechend dem Prinzip der Gefrierpunktserniedrigung zu erm\u00f6glichen, ist es notwendig den Stra\u00dfenzustand und die Dicke der Wasserschicht zu bestimmen. Mit solch einem System wird ein Einsparpotenzial von nochmals 20 % Streusalz gegen\u00fcber der jetzigen ThermoMAT-Dosierung angestrebt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZu Beginn wurde das vorhandene Know-how analysiert und bewertet. Aus dieser Analyse wurden die Anforderungen an das MSR-System eruiert und in einem Lastenheft zusammengefasst. Dies diente w\u00e4hrend des Entwicklungsprozesses als Ergebniskontrolle.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Zuge dieses Entwicklungsprojektes konnten die physikalischen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten bestimmt werden, die ein Sensorsystem zur Kontrolle des Stra\u00dfenzustands beherrschen muss. Darauf aufbauend wurde ein System (Labormuster) entwickelt, dass unter idealisierten Bedingungen (ebener, gleichm\u00e4\u00dfiger Stra\u00dfenbelag, geringe Wasseraufwirbelung) im praktischen Einsatz reproduzierbare und verwertbare Ergebnisse liefert. Mit potenziellen Auftragnehmern f\u00fcr einen F &#038; E-Unterauftrag wurden verschiedene Konzepte f\u00fcr die Realisierung der Elektronik des Sensors er\u00f6rtert. Anhand unserer Kenntnisse und Erfahrungen mit dem ThermoMAT-System wurden die wichtigsten Anforderungen an die Sensoren und Schnittstellen er\u00f6rtert und deren Realisierung konzipiert. Mit einem Labormuster wurden zuerst unter Laborbedingungen die grunds\u00e4tzlichen Funktionen getestet. Anschlie\u00dfend wurden mehrere Testfahrten unter typischen Einsatzbedingungen unternommen und die Messergebnisse ausgewertet. Aus den gewonnenen Erkenntnissen wurde das System bewertet und Verbesserungspotenziale er\u00f6rtert. Diese flossen in ein Pflichtenheft ein, das als Vorgabe f\u00fcr den Bau eines Prototypen dienen wird. Im Rahmen der Entwicklung eines Prototypen m\u00fcssen vor allem die Einwirkungen der Umgebung auf Optik und Elektronik kompensiert werden. Hierunter fallen Fahrzeugvibration, Stra\u00dfenunebenheiten und Art des Stra\u00dfenbelags. Im Vergleich zur Streusalzausbringung ohne messtechnische Ber\u00fccksichtigung des Stra\u00dfenzustandes k\u00f6nnten nach Einsch\u00e4tzung des Bewilligungsempf\u00e4ngers bei entsprechender Verbreitung des Systems auf deutschen Autobahnen und Bundesstra\u00dfen j\u00e4hrlich ca. 300.000 t Salz eingespart werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Nach Patentierung des Systems werden im Rahmen von Kunden- und Expertengespr\u00e4chen die Ergebnisse der Entwicklungsarbeiten auf verschiedenen Messen, wie der IAA-Nutzfahrzeug in Frankfurt und in speziellen Fachzeitschriften, wie den VKS-News ver\u00f6ffentlicht. Offen ist derzeit noch, ob der Antragsteller einen Prototypen an einem der Fahrzeuge zu Demonstrationszwecken auf einer Fachausstellung der breiten \u00d6ffentlichkeit, wie z. B. der IFAT in M\u00fcnchen vorstellen wird.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der erreichte Entwicklungsstand am Labormuster (Kombination Mikrowelle und IR-Sensor) entspricht hinsichtlich der Genauigkeit der Wasserschichtdickenmessung und der Reproduzierbarkeit den Projektzielstellungen.<br \/>\nNoch notwendige Optimierungen am Prototypen und Marketingaktivit\u00e4ten bei den potenziellen Kunden muss die Firma aus eigner Kraft leisten.<br \/>\nDie K\u00fcpper-Weisser GmbH geht davon aus, dass im Vergleich mit dem z. Z. eingesetzten ThermoMAT-Systems (Temperaturme\u00dfsystem) mit Hilfe des entwickelten Sensorsystems beim Einsatz im Winterdienst eine Verringerung des Salzverbrauchs um bis zu 45 % gegen\u00fcber dem Verbrauch ohne Dosierungshilfe m\u00f6glich wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Projektziel war die Untersuchung geeigneter Techniken und Komponenten zum Aufbau einer automatischen, sensorgest\u00fctzten Streusalzdosierung im Winterdienst der Stra\u00dfenreinigung. Hintergrund ist die j\u00e4hrliche Ausbringung von ca. 170.000 Tonnen Streusalz allein auf den Bundesautobahnen. 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