  {"id":21077,"date":"2024-11-27T10:34:57","date_gmt":"2024-11-27T09:34:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/15721-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:34:59","modified_gmt":"2024-11-27T09:34:59","slug":"15721-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/15721-01\/","title":{"rendered":"Implementierung und Verbreitung von Umweltmanagementsystemen in mittelst\u00e4ndischen ungarischen Unternehmen unter Beteiligung deutscher Partnerunternehmen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Regierung der Republik Ungarn und die ungarische Wirtschaft bereiten sich zielstrebig auf einen Beitritt zur Europ\u00e4ischen Union vor. Die mangelnde Umsetzung der westeurop\u00e4ischen Umweltschutzstandards in Ungarn stellt dabei ein wesentliches Hindernis f\u00fcr den Beitritt dar. Die Einf\u00fchrung und Verbreitung von Umweltmanagementsystemen in kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen Ungarns kann einen entscheidenden Beitrag zur Durchsetzung westeurop\u00e4ischer Umweltschutzstandards und zur Entlastung der Umwelt leisten. Bisher haben fast ausschlie\u00dflich internationale Gro\u00dfunternehmen ein Umweltmanagementsystem in ihren ungarischen Tochtergesellschaften eingef\u00fchrt.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus sollen die Erfahrungen bei der Einf\u00fchrung von Umweltmanagementsystemen in kleinen und mittleren Unternehmen f\u00fcr die Entwicklung eines Aus- und Weiterbildungsangebotes f\u00fcr Umweltbeauftragte und Umweltauditoren genutzt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Vermittlung der Normen ( DIN ISO 14001 \/ EMAS ) und Methoden zum Aufbau eines Umweltmanagementsystems soll einerseits in Form von Workshops und Einzelberatungen erfolgen. Dar\u00fcber hinaus soll durch die aktive Beteiligung von bereits zertifizierten mittelst\u00e4ndischen Unternehmen aus Deutschland und den Aufbau von Umweltpartnerschaften der Praxisbezug gew\u00e4hrleistet und die Motivation der ungarischen Unternehmen verst\u00e4rkt werden. Die Umweltverantwortlichen der beteiligten ungarischen Unternehmen erhalten die M\u00f6glichkeit, sich im Rahmen eines Praktikums bei den deutschen Partnerunternehmen von der Machbarkeit und Wirksamkeit eines Umweltmanagementsystems zu \u00fcberzeugen. Die deutschen Partnerunternehmen sollen die ungarischen Unternehmen bei der L\u00f6sung branchenspezifischer Probleme unterst\u00fctzen.<br \/>\nDurch die aktive Beteiligung des ungarischen Umweltministeriums soll die notwendige Rechtssicherheit f\u00fcr die ungarischen Projektteilnehmer gew\u00e4hrleistet werden. K\u00d6VET, ungarischer Mitgliedsverband von INEM, wird die Projektergebnisse und Erfahrungen f\u00fcr die Entwicklung von Aus- und Weiterbildungsprogrammen nutzen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Auf Basis einer Ausschreibung w\u00e4hlte das ungarische Umweltministerium sieben mittelst\u00e4ndische Unternehmen aus verschiedenen Branchen des verarbeitenden Gewerbes zur Beteiligung an dem Projekt aus. Alle beteiligten Unternehmen verf\u00fcgten bereits \u00fcber ein zertifiziertes Qualit\u00e4tsmanagementsystem.<br \/>\nAnfang des Jahres 2000 erfolgte die erste Umweltbetriebspr\u00fcfung in den beteiligten Unternehmen zur Ermittlung der Umweltrelevanz der betrieblichen Aktivit\u00e4ten. Dabei wurde eine erhebliche Rechtsunsicherheit bez\u00fcglich der aktuellen Umweltvorschriften bei den beteiligten Unternehmen deutlich. Dies erkl\u00e4rt sich aus der Tatsache, dass sich die ungarische Umweltpolitik derzeit in einem Prozess der \u00dcbernahme von EU-Richtlinien und Normen befindet, der noch nicht abgeschlossen ist. Aus diesem Grund wurden alle Gruppenseminare u. a. dazu genutzt, durch Fachreferenten des ungarischen Umweltministeriums mehr Rechtssicherheit f\u00fcr die Unternehmen zu schaffen.<br \/>\nIm Rahmen des 1. Gruppenseminars wurden die Grundlagen und Normen ( ISO 9000ff \/ EMAS ) eines Umweltmanagementsystems sowie das Vorgehen bei der Implementierung erl\u00e4utert. Der Beitrag von K\u00d6VET konzentrierte sich auf die Bedeutung der Mitarbeiterkommunikation.<br \/>\nIm Verlauf der weiteren firmenspezifischen Einzelberatungen wurden zun\u00e4chst die notwendigen Ma\u00dfnahmen zur Beseitigung der bei der ersten Umweltbetriebspr\u00fcfung festgestellten Schwachstellen diskutiert. Ma\u00dfnahmen zur Organisation einer geordneten Abfallentsorgung und die Lagerung von bzw. der Umgang mit gef\u00e4hrlichen Stoffen standen dabei im Mittelpunkt. Schlie\u00dflich wurde der Aufbau der notwendigen Dokumentation f\u00fcr ein Umweltmanagementsystem erl\u00e4utert.<br \/>\nBei der Organisation der Firmenbesuche in Deutschland wurde darauf geachtet, dass unterschiedliche Aspekte eines Umweltmanagementsystems wie Mitarbeiterkommunikation, Betriebsorganisation, Dokumentation, EDV-Unterst\u00fctzung, Integration von Managementsystemen etc. jeweils im Mittelpunkt der Firmenpr\u00e4sentationen und Diskussionen stand.<br \/>\nIm Rahmen des 2. Gruppenseminars referierte K\u00d6VET \u00fcber die Bedeutung von Umweltkennzahlen f\u00fcr eine umweltorientierte Unternehmensf\u00fchrung. Die Beitr\u00e4ge von MTE konzentrierten sich auf die Novellierung der EMAS-Verordnung und die M\u00f6glichkeiten zur Integration von Managementsystemen.<br \/>\nWie nicht anders zu erwarten, machten die beteiligten Unternehmen unterschiedliche Fortschritte beim Aufbau und der Implementierung eines Umweltmanagementsystems.<\/p>\n<p>Im April 2001 konnte das erste Unternehmen erfolgreich zertifiziert werden. Die Erfahrungen beim Aufbau und der Zertifizierung wurden von diesem Unternehmen anl\u00e4sslich des 3. Gruppenseminars pr\u00e4sentiert. Die Vorbereitung und der Ablauf von Zertifizierungen standen im Mittelpunkt des Seminars.<\/p>\n<p>Zu diesem Zeitpunkt hatten zwei weitere Firmen den Aufbau eines Umweltmanagementsystems abgeschlossen, sahen sich jedoch nicht in der Lage, die Kosten der Zertifizierung zu tragen. Daraufhin erwirkte das Umweltministerium einen Finanzierungszuschuss durch das ungarische Wirtschaftsministerium. Die weiteren vier beteiligten Unternehmen streben nach Auskunft der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrungen eine Zertifizierung im Jahre 2002 an. Diese Unternehmen wurden bis zum September 2001 beraten.<\/p>\n<p>Das 3. Gruppenseminar wurde ebenfalls genutzt, um gemeinsam mit den Unternehmen und dem Umweltministerium \u00fcber die wichtigsten Elemente einer Fortbildung zu diskutieren. Gemeinsam mit dem Umweltministerium und in Gespr\u00e4chen mit den beteiligten Unternehmen wurden von MTE die Fortbildungsunterlagen unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der ungarischen Verh\u00e4ltnisse erstellt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt wurde anl\u00e4sslich einer Veranstaltung des Bundesministeriums f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im November 1999 in N\u00fcrnberg und anl\u00e4sslich einer Internationalen Umweltkonferenz im Februar 2000 in Budapest der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt. Auf der Sitzung der Gemischten Wirtschaftskommission Ungarn \/ NRW am 7. Juni 2001 in D\u00fcsseldorf wurden die Projektergebnisse erl\u00e4utert. Die Abschlusspr\u00e4sentation fand auf Wunsch des ungarischen Umweltministeriums auf dem deutschen Gemeinschaftsstand anl\u00e4sslich der \u00d6KOTECH Internationale Fachmesse f\u00fcr Umweltschutz vom 2.-5. Oktober 2001 in Budapest statt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt war ein erfolgreicher Beitrag zu Verbreitung von Umweltmanagementsystemen in Ungarn. Positiv sei hervorgehoben, dass im Gegensatz zu den Erfahrungen mit Gruppenprojekten dieser Art in Deutschland oder in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern keines der beteiligten Unternehmen aus dem Projekt ausgeschieden ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Regierung der Republik Ungarn und die ungarische Wirtschaft bereiten sich zielstrebig auf einen Beitritt zur Europ\u00e4ischen Union vor. 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