  {"id":21076,"date":"2023-07-13T15:19:17","date_gmt":"2023-07-13T13:19:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/15714-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:18","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:18","slug":"15714-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/15714-01\/","title":{"rendered":"Erstellung und Verbreitung einer Wanderausstellung mit dem Titel Vom Reservatenschutz zur Landschafts-Agenda 21"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Aus der Geschichte f\u00fcr die Zukunft lernen &#8211; so k\u00f6nnte der Anlass f\u00fcr das Ausstellungsprojekt knapp be-schrieben werden. Die Wanderausstellung verdeutlicht, dass Naturschutzstrategien historisch eine rasante Fortentwicklung erfuhren: Vom konservativ verstandenen Reservatsgedanken (Ausweisung von Schutzgebieten und Naturdenkmalen) hin zur heute allgemein anerkannten, aber noch nicht verwirklichten Strategie der nachhaltigen oder dauerhaft umweltgerechten Landnutzung auf der ganzen Fl\u00e4che (Konzept des in die Landnutzung integrierten Naturschutzes). Dies wird beispielhaft veranschaulicht. Dabei wird die Bew\u00e4ltigung des komplexen Zusammenhangs zwischen Mensch, Natur und Technik als Voraussetzung f\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige Entwicklung im Sinne der AGENDA 21 herausgestellt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie erste, 12 Monate umfassenden Phase diente der Erarbeitung des wissenschaftlichen Konzeptes, der Durchf\u00fchrung der Recherchen sowie der Anfertigung einer Probeausstellung im Rahmen einer begleitenden Evaluation zur Pr\u00e4zisierung von Ausstellungszielgruppe, -inhalten und -gestaltung. In das Konzept der Wanderausstellung wurden die Ergebnisse der begleitenden Evaluation und Ergebnisse und Erfahrungen aus der Evaluierung anderer Ausstellungen, die sich umweltpolitischen Problemen oder naturkundlichen Themen widmeten, einbezogen. In der zweiten, 15 Monate w\u00e4hrenden Phase wanderte die Ausstellung an bisher 5 Ausstellungsorte. Begleitend wurden in dieser Phase an den jeweiligen Ausstellungsorten eint\u00e4gige Symposien zu Stellenwert und Beitrag des Naturschutzes zu lokalen und regionalen Agenden vor dem Hintergrund der Geschichte (Bilanz ziehen, um Ausblick zu halten) durchgef\u00fchrt. Die Symposien dienten nicht nur der wissenschaftlichen Begleitung der Ausstellung, sondern auch der laufenden Erfolgskontrolle: Durch die Symposien selbst und Besucherb\u00fccher wird eine kritische Begleitung und Beurteilung der Ausstellung erm\u00f6glicht.<br \/>\nDen Abschluss des Projektes bildet eine ein digitaler Ausstellungskatalog und 3 Buchver\u00f6ffentlichungen mit Beitr\u00e4gen zu den begleitenden Symposien.<br \/>\nWeitere 4 Ausstellungsorte sind f\u00fcr 2002 vereinbart.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Haupt-Projektergebnis ist die Wanderausstellung Naturschutz im Wandel &#8211; Vom Reservatsnaturschutz zur Landschafts-Agenda 21 mit begleitenden Symposien zum Ausstellungsthema. Die Ausstellung richtet sich schwerpunktm\u00e4\u00dfig an die Zielgruppe Erwachsene mit Kindern, die Symposien an die Zielgruppe Schl\u00fcsselpersonen des Naturschutzes und der Regionalentwicklung. Im Ergebnis einer begleitenden Evaluation ist die Wanderausstellung als Modulsystem mit integrierten interaktiven Elementen konzipiert. Den inhaltlichen roten Faden der Module bilden Landschaften. Die Wanderausstellung besteht insgesamt aus 8 Modulen (7 Landschaftsmodule und 1 \u00dcbersichtsmodul) und interaktiven Elementen wie Baum-Buch, Drehscheibe Vogelzug, Puzzle oder R\u00e4tsel f\u00fcr die Teil-Zielgruppe Kinder und Jugendliche.<br \/>\nWeitere Projektergebnisse sind:<br \/>\no\tBis 31.12.2001: Es wurden 4 Fach-Symposien (mit je ca. 35 TeilnehmerInnen aus der Zielgruppe Schl\u00fcsselpersonen des Naturschutzes und der Regionalentwicklung) und 1 Tagung (100 TeilnehmerInnen) durchgef\u00fchrt.<br \/>\no\tEs werden 2002 voraussichtlich 3 B\u00fccher \u00fcber das Ausstellungsthema produziert: 1 Sonderheft der Th\u00fcringer Landesanstalt f\u00fcr Umwelt in Kooperation mit dem IUGR e. V. zur Er\u00f6ffnungsveranstaltung in Seebach\/Th\u00fcringen, 1 Tagungsband zur 5. Wissenschaftlichen Tagung im Nationalpark Hochharz, die anl\u00e4sslich der Er\u00f6ffnung der Ausstellung im Nationalpark Hochharz stattfand und 1 Sammelband mit Beitr\u00e4gen der Symposien an den Ausstellungsorten Bollewick und Potsdam sowie der Tagung Naturschutzgebiete im 21. Jahrhundert (5.10.01) in Neubrandenburg.<br \/>\no\tEs entstand ein digitaler Ausstellungskatalog, der inhaltlich und visuell \u00fcber normale gedruckte Kataloge hinaus geht: Im Rahmen ihrer Diplomarbeit erstellten zwei Studierende der FH Neubrandenburg, Studiengang Landschaftsarchitektur und Umweltplanung (Andreas K\u00f6berle und Robert Bender) eine digitale Fassung der Ausstellung. Die dabei entstandene CD-ROM soll nach M\u00f6glichkeit Naturschutzverb\u00e4nden und -vereinen f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeitsarbeit zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Dies erfordert allerdings eine besondere finanzielle F\u00f6rderung, die noch nicht gesichert ist.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Wanderausstellung ist bislang in vier neuen Bundesl\u00e4ndern gezeigt worden. \u00d6ffentlichkeit erfuhren die Projektergebnisse dar\u00fcber hinaus durch Zeitungsberichte und einen Fernsehbeitrag (MDR). Auf die Ausstellung wurde im Rundfunk (NDR I Radio MV) hingewiesen. \u00d6ffentlichkeit wird \u00fcber das Projektlaufzeit-Ende hinaus auch im Jahre 2002 erreicht, da weitere 4 Ausstellungsorte fest stehen und spezifische Ver\u00f6ffentlichungen zu den Symposien in Vorbereitung sind.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Laut Besucherbuch und Berichten der Kooperationspartner an den Ausstellungsorten wird die Ausstellung sehr gut angenommen und erf\u00e4hrt bisher auch eine sehr gute Kritik. Insbesondere die interaktiven Elemente finden Zuspruch. Dies unterstreicht die Ergebnisse der begleitenden Evaluation. Die Symposien wurden von den TeilnehmerInnen durchweg als gelungen bezeichnet.<br \/>\nDa die Wanderausstellung auch im Jahr 2002 ausgebucht ist, stuft das IUGR e. V. das gesamte Projekt als einen sehr guten Erfolg ein.<br \/>\nDas Projekt-Teilergebnis digitaler Ausstellungskatalog bietet die inhaltliche Grundlage f\u00fcr ein Anschlussprojekt. Das IUGR e. V. bem\u00fcht sich, den digitalen Ausstellungskatalog f\u00fcr eine breite interessierte \u00d6ffentlichkeit herstellen zu lassen.<br \/>\nF\u00fcr den sehr guten Erfolg spricht auch die Tatsache, dass die Ausstellung bzw. das Ausstellungskonzept Pr\u00e4sentations- und Diskussionsgegenstand wissenschaftlicher Tagungen sind (Beispiel Fachtagung Umweltausstellungen in Umweltbildung und Umweltberatung am 21.02.2002 an der Universit\u00e4t L\u00fcneburg).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Aus der Geschichte f\u00fcr die Zukunft lernen &#8211; so k\u00f6nnte der Anlass f\u00fcr das Ausstellungsprojekt knapp be-schrieben werden. 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