  {"id":20928,"date":"2026-01-31T10:32:07","date_gmt":"2026-01-31T09:32:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14787-01\/"},"modified":"2026-01-31T10:32:08","modified_gmt":"2026-01-31T09:32:08","slug":"14787-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14787-01\/","title":{"rendered":"Grenz\u00fcberschreitende Umweltkommunikation und -bildung durch interaktive Nutzung des Internets"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zielsetzung des Vorhabens ist es, \u00f6kologische Zusammenh\u00e4nge, Lebensraumvernetzung und Umweltprobleme aufzuzeigen. Mit dem Einsatz modernster Medien, wie dem Internet, sollen insbesondere Kinder und Jugendliche auf spielerische Art und Weise mit der Thematik vertraut gemacht werden. Hierdurch soll das gesellschaftliche Engagement der heranwachsenden Staatsb\u00fcrger f\u00fcr den Umweltschutz gef\u00f6rdert und die Akzeptanz sowie das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Umweltschutz gesteigert werden. Zudem soll die internationale Dimension des Natur- und Umweltschutzes verdeutlicht werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Sensibilisierungs- und Informationsinitiative f\u00fcr den \u00fcbergreifenden Umweltschutz am Beispiel des Zugvogelschutzes f\u00fcr Kranich und Wei\u00dfstorch legt ihren Schwerpunkt auf innovative Lernmethoden. Das umweltethische Prinzip der Vernetzung spielt hierbei eine besondere Rolle. Die Initiative spricht in erster Linie Jugendliche der Klassenstufen 7 bis 10 an. Die Initiative richtet sich an keinen bestimmten Schultyp, sondern ist f\u00fcr jeden Schultyp geeignet. Die Initiative wird bundesweit durchgef\u00fchrt, in Baden-W\u00fcrttemberg wird eine Modellphase mit zun\u00e4chst drei Modellschulen gestartet. \u00dcber die Kultusministerien und die Schulbeh\u00f6rden wird die Initiative in den schulischen Raum transportiert. Die Daten der Aufenthaltsorte von mit Satellitensendern ausgestatteten Kranichen und Wei\u00dfst\u00f6rchen werden \u00fcber das Internet publiziert. Damit kann zeitnah der Zugweg verfolgt werden. Ferner werden im Internet umfassende Hintergrundinformationen \u00fcber die genannten Arten und die Lebensraumvernetzung zur Verf\u00fcgung gestellt. Aus der Arbeit im Internet sollen Projekte entstehen, die von Sch\u00fclern gemeinsam durchgef\u00fchrt werden. Lernen in Projekten ist der methodische Ansatz der dahintersteht. Das Angebot im Internet wird durch eine begleitende Medienkampagne und Informationsmaterial publik gemacht. Lehrer und andere Multiplikatoren werden im Rahmen von Workshops \u00fcber die Initiative informiert und es werden konkrete Projektideen erarbeitet. Wichtige Ergebnisse werden im Rahmen eines Symposiums vorgestellt. Sch\u00fclergruppen werden durch einen Fantasiewettbewerb zur Teilnahme animiert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Durch die Verkn\u00fcpfung von Naturforschung, Umweltkommunikation, Umweltbildung und Projekten zur Naturbewahrung ist es gelungen, grenz\u00fcberschreitend \u00f6kologische Zusammenh\u00e4nge und Problematiken ebenso aufzuzeigen wie die Lebensraumvernetzung. Am Anfang stand die Besenderung von Kranichen in Israel mit Satellitensendern. Die breite Kommunikation dieser Aktivit\u00e4t hat f\u00fcr das gesamte Projekt von Beginn an eine \u00fcberdurchschnittliche Presseresonanz erzeugt. Der Versuch, Jugendlichen \u00fcber das Medium Internet eine Besch\u00e4ftigung mit der Thematik der Zugv\u00f6gel und der Lebensraumvernetzung n\u00e4her zu bringen, ist gelungen. Dies zeigen einerseits die hohen Zugriffszahlen auf die Internetseiten und andererseits die eingereichten Projekte beim Fantasiewettbewerb. Es war richtig, einige Multiplikatorschulen auszuw\u00e4hlen und diese besonders intensiv zu betreuen. Etliche dieser Schulen haben dann aus eigenem Antrieb weitere Fortbildungsveranstaltungen durchgef\u00fchrt oder schulintern Projekte angeregt. Die Auswertung der Zuschriften und auch der eingereichten Projekte zeigt, dass der Ansatz Lernen in Projekten zielf\u00fchrend war, da tats\u00e4chlich eine intensive und gr\u00fcndliche Auseinandersetzung mit der Thematik durch die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler erfolgte. Die Workshops f\u00fcr Multiplikatoren haben eine wichtige Rolle im Projektverlauf eingenommen. Die teilnehmenden Lehrkr\u00e4fte haben im Sinne des Schneeballeffektes die Initiative weitergetragen und mit Leben erf\u00fcllt. Die Durchf\u00fchrung des Fantasiewettbewerbs hat sich als sehr richtig herausgestellt, da hierdurch zum aktiven Mitmachen und Lernen in Projekten angeregt wurde.<br \/>\nWeniger erfolgreich war der Ansatz, die Schulbeh\u00f6rden einzubinden. Zwar haben zahlreiche Beh\u00f6rden in den von ihnen herausgegebenen Publikationen auf das Projekt aufmerksam gemacht, aber sie sind nur in zur\u00fcckhaltendem Ma\u00dfe als aktive Akteure aufgetreten. Auch der Ansatz, Schulbuchverlage anzusprechen, hat zumindest wenig spontane Auswirkungen gebracht, da die Verlage einen langen Vorlauf haben und erst nach und nach mit Publikationen zu rechnen ist. Allerdings bringt dies einen langfristigen und \u00fcber die Projektlaufzeit hinaus andauernden Nutzen.<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich ist anzumerken, dass der Erfolg des Projekts wesentlich vom Engagement der Lehrkr\u00e4fte abh\u00e4ngig war. Zwar geben auch etliche Lehrpl\u00e4ne die Auseinandersetzung mit dem Ph\u00e4nomen des Vogelzugs vor, aber die Ausgestaltung h\u00e4ngt von den Lehrkr\u00e4ften ab. An etlichen Schulen kamen noch technische Engp\u00e4sse hinzu. Es gibt an vielen Schulen immer noch zu wenige Computer, um mit gro\u00dfen Gruppen im Internet zu arbeiten. Technische Schwierigkeiten mit der Satellitentelemetrie verhinderten, dass aktuelle Daten immer online verf\u00fcgbar waren. Die Analyse und Behebung der Fehler nahm sehr viel Zeit in Anspruch, so dass mehr personelle Kapazit\u00e4ten eingesetzt werden mussten als urspr\u00fcnglich geplant.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Bei einer Kommunikations- und Umweltbildungsinitiative spielen \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation eine wichtige Rolle. Das Projekt wurde in Filmen, die in der ARD und im ZDF gezeigt wurden, vorgestellt. In zahlreichen auch bundesweit erschienenen Zeitungen ist auf das Projekt hingewiesen worden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit dem Projekt Grenz\u00fcberschreitende Umweltkommunikation durch interaktive Nutzung des Internets ist es gelungen, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, Lehrerinnen und Lehrer und viele andere Interessierte \u00fcber das aktuelle und immer wichtiger werdende Medium Internet an das Thema Vernetzung von Natur und Umwelt heranzuf\u00fchren. Im Sinne von Netzwerkbildung ist der Kontakt mit zahlreichen \u00e4hnlichen Initiativen in Deutschland und auch im Ausland gepflegt und intensiviert worden. Nicht richtig zufrieden sind wir mit der Bildung von Schulpartnerschaften. Wobei wir zu bedenken geben, dass wir sicherlich nicht Kenntnis von allen entstandenen Kontakten bekommen haben. Im Laufe des Projekts stellte sich auch heraus, dass die Technologie der Satellitentelemetrie noch st\u00f6r- und fehleranf\u00e4llig ist, was dazu gef\u00fchrt hat, dass wir nicht zu jedem Zeitpunkt mit aktuellen Zugdaten online sein konnten. Dies hat einerseits zur Ausdehnung der Laufzeit gef\u00fchrt und andererseits auch zur Steigerung der Personalkosten, da die Fehlersuche und -behebung sehr zeitintensiv waren. Als sehr positiv werten wir die aktive Teilnahme zahlreicher Gruppen und Einzelpersonen am Fantasie-Wettbewerb und die hohe Anzahl an Zugriffen auf der Internetseite. Insgesamt werten wir die Art und Anzahl der R\u00fcckmeldungen von Schulbeh\u00f6rden, Schulen, Lehrkr\u00e4ften und Sch\u00fclern als Beleg daf\u00fcr, dass der Ansatz richtig gew\u00e4hlt war und es gelungen ist, in der Zielgruppe \u00fcber das Medium Internet die Umweltkommunikation zu st\u00e4rken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zielsetzung des Vorhabens ist es, \u00f6kologische Zusammenh\u00e4nge, Lebensraumvernetzung und Umweltprobleme aufzuzeigen. Mit dem Einsatz modernster Medien, wie dem Internet, sollen insbesondere Kinder und Jugendliche auf spielerische Art und Weise mit der Thematik vertraut gemacht werden. 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