  {"id":20845,"date":"2024-12-01T10:32:29","date_gmt":"2024-12-01T09:32:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14518-01\/"},"modified":"2024-12-01T10:32:29","modified_gmt":"2024-12-01T09:32:29","slug":"14518-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14518-01\/","title":{"rendered":"Holographisch Optische Elemente (HOE) zur Nordlichtlenkung f\u00fcr Sanierung und Neubau"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die bereits entwickelte und auf ihre Funktion gepr\u00fcfte Zenitlichtlenkung im Hinblick auf ihr Einsatzgebiet als Diffuslichtlenkung zu optimieren, um ein H\u00f6chstma\u00df an Energieeinsparung zu erreichen. Erzielt werden soll eine einfache und breite Anwendung des Lichtlenkelements. Die Standardisierung des Elements wird erm\u00f6glichen, dass eine sinnvolle Entwicklung zur Einsparung von Ressourcen genutzt wird und zum Einsatz kommt. Ein wesentlicher Vorteil der holographisch optischen Lichtlenkung gegen\u00fcber vergleichbarer Systeme ist ihre Transparenz.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenNach rechnerischen und theoretischen Betrachtungen (insbesondere zur Tageslichtverteilung) soll eine Festlegung der Anforderungen an das Produkt folgen. Daraufhin wird eine bereits vorhandene Belichtungsmaschine so um- bzw. aufger\u00fcstet, dass eine standardisierte Belichtung erfolgen kann. Zusammen mit den Glaswerken Arnold wird ein Verfahren erarbeitet, das einen routinierten Umgang mit dem Medium Holographische Folien erm\u00f6glicht.  F\u00fcr den Einbau, bzw. die Befestigung in der Fassade werden mit der Firma Remmel + Peters Halterungen konstruiert, die einen standardisierten Einsatz erm\u00f6glichen. Dabei soll darauf  geachtet werden, dass der Einsatz sowohl f\u00fcr Nachr\u00fcstungen als auch f\u00fcr Neubauten geeignet ist.<br \/>\nMessungen und Amortisationsrechnungen sollen Zahlenwerk liefern, um in einem letzen Schritt eine Anwendungs- und Planungshilfe zu erstellen, damit der Einsatz der Zenitlichtlenkung f\u00fcr jeden m\u00f6glich wird. Der Einsatz im B\u00fcrogeb\u00e4ude der Firma G+B bietet die M\u00f6glichkeit, neben der praktischen Erprobung viele Anwender anzusprechen, f\u00fcr die der Einsatz der Elemente interessant w\u00e4re und die zudem als Multiplikatoren dienen. Die gute Zug\u00e4nglichkeit der installierten Elemente erm\u00f6glicht eine einfache F\u00fchrung von Interessenten ohne gro\u00dfen Aufwand.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Nordlichtlenkung besteht aus optischen Beugungsgittern, den Holographisch Optischen Elementen (HOE), die in Verbundglas eingebracht werden. Das Element wird entweder ausgestellt vor dem Fenster montiert oder in das Oberlicht des Fensters integriert. Das holographische Gitter lenkt das diffuse Licht des Himmels an die Raumdecke, so dass eine Aufhellung in der Tiefe des Raums erreicht wird. Bei den Beugungsgittern handelt es sich um sogenannte dicke Gitter, die nur f\u00fcr bestimmte Umlenkwinkel aktiv sind. Somit bleibt die Scheibe f\u00fcr alle anderen Richtungen transparent und stellt keine Sichtbehinderung dar.<br \/>\nIn Bezug auf die Belichtung wurde eine Geometrie, 5 \u00b0 auf 50\u00b0 festgelegt. Die Scheiben mit den belichteten Gittern m\u00fcssen je nach Einbauort (indirekte\/direkte Beleuchtung, ausgestellte\/vertikale Montage, unverbaut\/verbaut) nur noch entsprechend in der Halterung ausgerichtet werden. Des Weiteren wurde die Belichtung automatisiert. Der Film wird nun nicht mehr nach dem Flachbettprinzip St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck auf den Tisch montiert, sondern kann von Rolle zu Rolle belichtet werden. Bei den aktuellen Konfektionsgr\u00f6\u00dfen des Films sind somit zz. 1,70 m x 50 m an einem St\u00fcck belichtbar. Der Verschnitt und der Belichtungsaufwand verringern sich folglich. Einen noch nicht optimierten Punkt im Bereich der Filmverarbeitung ist momentan der Zuschnitt. Um die Nordlichtlenkung in Serie zu produzieren, m\u00fcsste eine automa-tisierte Schneidevorrichtung f\u00fcr den Film entwickelt werden. Solche Schneidevorrichtungen sind in der Druckindustrie jedoch \u00fcblich.<br \/>\nDie Glaswerke Arnold haben ein Verfahren entwickelt, der einen routinierten Umgang mit der holographischen Folie erm\u00f6glicht. Es k\u00f6nnen Verbundscheiben und Isolierglasscheiben hergestellt werden. Die Verfahren dazu sind stabil und die Endprodukte marktreif. Die chemischen und physikalischen Eigenschaften der Lichtlenkelemente in das Glas sind von Dauerhaftigkeit. Die Fa. Remmel + Peters Metallbau hat eine Reihe von Halterungen vorgestellt, die den Einsatz der Nordlichtlenkung sowohl im Bereich des Neubaus als auch bei nachtr\u00e4glicher Montage erm\u00f6glicht. Im Rahmen des Pilotprojektes wurden drei dieser Halterungen realisiert.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Projektergebnisse wurden im Internet und Fachvortr\u00e4gen ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Bei der Betrachtung des Einsparpotentials der Beleuchtungsenergie zeigen die Lichtlenkelemente in der Praxis eine eher entt\u00e4uschende Bilanz. Die theoretisch errechneten M\u00f6glichkeiten sind au\u00dfer im Einsatz als direkte Beleuchtung von den Messwerten nicht bel\u00e4stigt worden. Weitere Messungen m\u00fcssen folgen, um den Zusammenhang zwischen Theorie und Praxis herzustellen. Allerdings darf man die Nordlichtlenkung nicht in ihrer physiologischen Wirkung untersch\u00e4tzen. Der visuelle Eindruck, dass es an der dem Fenster gegen\u00fcberliegenden Wand sichtbar heller wird, f\u00f6rdert das Wohlbefinden im Raum. Wie schon beim Einsatz der ADO Roste und den \u00dcberlandwerken in Kitzingen wurde der subjektive Lichteintrag der realisierten Elemente im Rahmen dieses Projektes positiv bewertet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die bereits entwickelte und auf ihre Funktion gepr\u00fcfte Zenitlichtlenkung im Hinblick auf ihr Einsatzgebiet als Diffuslichtlenkung zu optimieren, um ein H\u00f6chstma\u00df an Energieeinsparung zu erreichen. Erzielt werden soll eine einfache und breite Anwendung des Lichtlenkelements. 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