  {"id":20735,"date":"2023-07-13T15:16:43","date_gmt":"2023-07-13T13:16:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14189-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:16:46","modified_gmt":"2023-07-13T13:16:46","slug":"14189-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14189-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung und Pr\u00fcfung eines Vorsatzrahmens zur w\u00e4rmetechnischen Verbesserung von Fenstern im Alt- und Neubau"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Um den immer steigenden funktionellen und bauphysikalischen Anforderungen an Fenster gerecht zu werden, ist es erforderlich, f\u00fcr neue und bestehende Fenster die M\u00f6glichkeit zu schaffen, sie an die gestiegenen Anforderungen anzupassen. Nicht nur den zu erwartenden und versch\u00e4rften Forderungen der neuen Energiesparverordnung hinsichtlich des k-Wertes sowie den Forderungen nach verbessertem Schallschutz, sondern auch die Integrierbarkeit des Gesamtsystems in eine Geb\u00e4udeleittechnik sowie den EU-Vorschriften f\u00fcr die EDV-Arbeitspl\u00e4tze muss Rechnung getragen werden. Ziel des Vorhabens war es, eine effiziente L\u00f6sung zur Verbesserung der bauphysikalischen Anforderungen hinsichtlich des Umweltschutzes, im Hinblick auf die Energiesparverordnung und der Vermeidung des CO2-Ausstosses zu schaffen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden-\tIdeenauswahl mit Brainstorming und Festlegung des Anforderungsprofils, L\u00f6sungsans\u00e4tze und Simulationsrechnungen,<br \/>\n&#8211;\tPlanung der fertigungstechnischen Voraussetzungen, Beschaffung der erforderlichen Ger\u00e4te,<br \/>\n&#8211;\tFestlegung der Konstruktion, Beschl\u00e4ge, Wasserf\u00fchrung, Blendrahmenabf\u00fchrung,<br \/>\n&#8211;\tBau eines Prototypen, Pr\u00fcfung der Komponenten, Anmeldung von Schutzrechten,<br \/>\n&#8211;\tUntersuchungen am Prototypen, Messungen k-Wert, g-Wert, Schlagregendichtheit, dB-Wert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>In Brainstormings wurden die ersten Konstruktionsans\u00e4tze unter Ber\u00fccksichtigung von \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Gesichtspunkten festgelegt und optimiert. Durch Simulationsrechnungen unterschiedlicher Rahmen-, Fenster- und Glasaufbauten wurde festgestellt, dass ein Fenster mit einem k-Wert von 1,29 W\/m2K die \u00f6konomisch und \u00f6kologisch ideale Version darstellt. Ohne weiteren technischen und finanziellen Aufwand kann bei der gew\u00e4hlten Fensterkonstruktion der Schallschutzklasse 3 ( > 35 dB) erreicht werden.  <\/p>\n<p>Im Vordergrund des Projektes stand die Verbesserung des winterlichen W\u00e4rmeschutzes. Dies wurde erreicht durch eine pyrolytisch beschichtete Monoscheibe im Vorsatzrahmen und einer hochw\u00e4rmed\u00e4mmenden Isolierverglasung im Grundfenster. <\/p>\n<p>Einen Vorteil bietet hier die Aluminium-Vorsatzschale \u00fcber dem Blendrahmen. Im Zusammenspiel zwischen der Vorsatzschale auf dem Blendrahmen und der eigentlichen Projektentwicklung des Versatzrahmens ergibt sich automatisch der Vorteil des konstruktiven Holzschutzes. Somit ist lediglich ein erstmaliger  Anstrich auf den Holzteilen erforderlich. Eine weitere Wartung ist nicht mehr notwendig. Ferner wird die Gebrauchstauglichkeit und Gebrauchsdauer erheblich verl\u00e4ngert. Durch die Kombination aus Vorsatzrahmen und innerer Verglasung resultieren verbesserte Schalld\u00e4mmwerte ohne teure Spezialgl\u00e4ser f\u00fcr den Schallschutz. <\/p>\n<p>Der im Vorsatzrahmen eingebaute Lamellenbehang zum Sonnenschutz wird den Anforderungen zum sommerlichen W\u00e4rmeschutz gerecht. Durch individuelle Verstellm\u00f6glichkeiten ist eine Steuerung des Raumklimas, insbesondere eine Verhinderung der Raum\u00fcberhitzung gew\u00e4hrleistet. Somit kann auf energieintensive K\u00fchl- und\/oder Klimager\u00e4te verzichtet werden. <\/p>\n<p>Durch einen vor Umwelteinfl\u00fcssen gesch\u00fctzten Einbau aller Antriebs- und Steuerungskomponenten ergibt sich eine hohe Wartungsfreundlichkeit. Durch die Lieferung der Vorsatzschale auf die Fertigung des Vorsatzrahmens aus einer Hand ergeben sich niedrige Lieferzeiten und eine Konzentration der Fertigungstiefe. Beim Einsatz von laminierten Gl\u00e4sern im Vorsatzrahmen kann eine erh\u00f6hte Einbruchsicher-heit erreicht werden. Gl\u00e4ser mit Alarmgebern in diesem Bereich optimieren diese Anforderung. <\/p>\n<p>Durch die Nachr\u00fcstbarkeit von bestehenden Holzfenstern entfallen aufwendige Sanierungsarbeiten an der Geb\u00e4udesubstanz, keine Entsorgung von Altfenstern durch die Nachr\u00fcstm\u00f6glichkeit, gestalterische Freiheit durch die Farbgebung der Vorsatzschale.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Nach Fertigstellung des funktionsf\u00e4higen Prototypen wurde das Fenster erstmals auf der internationalen Fachmesse Fensterbau 2000 in N\u00fcrnberg dem Fachpublikum vorgestellt. Aus einer Ver\u00f6ffentlichung der Zeitschrift Umwelt, kommunale Briefe konnten zahlreiche Kontakte zu kommunalen Bau\u00e4mtern gekn\u00fcpft werden. Au\u00dferdem werden die Projektergebnisse in Fachseminaren vorgestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Aufgrund der gewonnenen Erkenntnis w\u00e4hrend der Projektentwicklung und der Nachfrage zu den vielf\u00e4ltigen Einsatzm\u00f6glichkeiten des Blendrahmens durch das Fachpublikum ist eine Weiterentwicklung au\u00dferhalb eines F\u00f6rderprojektes vorgesehen. Alternativ zu dieser Grundentwicklung sollen die Steuerungsm\u00f6glichkeiten der Lamellenjalousie hinsichtlich Sicht-, W\u00e4rme- und Sonnenschutzes als ein komplettes Fenstersystem in eine Geb\u00e4udeleittechnik integriert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Um den immer steigenden funktionellen und bauphysikalischen Anforderungen an Fenster gerecht zu werden, ist es erforderlich, f\u00fcr neue und bestehende Fenster die M\u00f6glichkeit zu schaffen, sie an die gestiegenen Anforderungen anzupassen. 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