  {"id":20686,"date":"2023-07-13T15:16:35","date_gmt":"2023-07-13T13:16:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14057-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:16:38","modified_gmt":"2023-07-13T13:16:38","slug":"14057-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14057-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung und Optimierung von Aufnahmek\u00f6pfen f\u00fcr Holzhackmaschinen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zum Zerkleinern von Schwachholz zu Hackschnitzeln werden Hackmaschinen eingesetzt, denen das zu hackende Material bisher manuell oder mit Hilfe eines Kranes zugef\u00fchrt wird. Dies verursacht einen hohen technischen bzw. personellen Aufwand, die m\u00f6glichen Leistungen der Hackmaschinen werden selten erreicht. Ziel des Projektes war es, Aufnahmeeinrichtungen zu entwickeln bzw. zu optimieren, mit deren Hilfe ein Hacker in der Lage ist, das in einer Reihe oder im Schwad abgelegte Schwachholz selbst\u00e4ndig aufzunehmen. Die Aufnahmek\u00f6pfe sollten f\u00fcr die unterschiedlichen Einsatzbereiche geeignet sein. So wurden 3 unterschiedliche Modelle entwickelt, die jeweils an Standardhacker angebaut werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Rahmen des Vorhabens wurden drei unterschiedliche Aufnahmek\u00f6pfe, nachfolgend als Modell I &#8211; III bezeichnet, entwickelt bzw. weiterentwickelt.<br \/>\nModell I, ein Vorsatz zur Aufnahme von Holz im Wald oder auf unebenem Untergrund, arbeitet mit einer horizontalen Stahlwalze, die abgelegtes Schwachholz vom Boden aufnimmt. Ein Kettenband f\u00f6rdert das Material in den Einzug des Hackers. Der Aufnahmekopf existierte bei Projektbeginn als Prototyp und bedurfte umfangreicher Weiterentwicklung.<br \/>\nDas Modell II wurde vorwiegend f\u00fcr das Hacken von Material konzipiert, welches auf ebenen Untergrund, also auf Wegen, Stra\u00dfen, tragf\u00e4higem Acker- oder Gr\u00fcnland abgelegt wird. Hier existierte bei Projektbeginn ebenfalls ein Prototyp, der bisher nicht erprobt war. Dieses Modell arbeitet mit zwei senkrechten Einzugstrommeln, die eine starr, die andere seitlich ausfahrbar, so dass abgelegtes Schwachholz in einem Schwad von bis zu 1,5 m Breite aufgenommen werden kann. In praktischen Eins\u00e4tzen zeigte sich, dass erhebliche Ver\u00e4nderungen erforderlich waren, um die Stabilit\u00e4t der Maschine zu verbessern und einen kontinuierlicheren Materialfluss zu erreichen. Da eine Ver\u00e4nderung des vorhandenen Aufnahmekopfes erheblich h\u00f6heren Aufwand verursachte, als einen neuen zu bauen, wurde der gesamte Kopf neu konzi-piert und gebaut.<br \/>\nW\u00e4hrend der Laufzeit des Projektes wurde erkennbar, dass ein Aufnahmekopf zum Roden von Obstplantagen stark nachgefragt wird. In Obstbaugebieten gibt es derzeit Epidemien von Feuerbrand, denen nur durch Rodung und vollst\u00e4ndiger Vernichtung des Pflanzenmaterials begegnet werden kann. So wurde ein Aufnahmekopf entwickelt (Modell III) der den Baum nicht abs\u00e4gt, sondern ihn umdr\u00fcckt und von der Wurzel her komplett mit Wurzelwerk aufnimmt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Am Modell I wurden nach zahlreichen Versuchen diverse Ver\u00e4nderungen der Einzugswerkzeuge vorgenommen. So wurde die Einzugskette zwischenzeitlich durch Walzen ersetzt und letztlich doch wieder eine st\u00e4rkere Einzugskette eingebaut. Ferner wurde die H\u00f6henverstellung des Kopfes, die Gr\u00f6\u00dfe der St\u00fctzr\u00e4der, Verkleidungsbleche sowie der Querschnitt der Niederhalterollen ver\u00e4ndert. Der Auswurf ist nun hydraulisch schwenkbar.<br \/>\nBeim Modell II wurde die Stabilit\u00e4t der Trommeln erh\u00f6ht, die Kupplungen der Trommeln wurden durch st\u00e4rkere Seilscheibenkupplungen ersetzt, zwischen Antriebsmotor und Trommeln wurden Planetengetriebe gesetzt, andere \u00d6lmotoren mit gr\u00f6\u00dferem \u00d6lvolumen wurden eingebaut und auf die Planetengetriebe eingestellt. Das gesamte Hydrauliksystem wurde vergr\u00f6\u00dfert und auf gr\u00f6\u00dfere Leistungsf\u00e4higkeit eingestellt. Um einen kontinuierlichen Materialfluss hinter den Trommeln zu erreichen, wurden statt der einen nun drei Walzen eingebaut. So musste f\u00fcr die Walzenaufh\u00e4ngung und deren Antrieb der gesamte Rahmen ver\u00e4ndert und verst\u00e4rkt werden. \u00dcber schwenkbare St\u00fctzr\u00e4der ist die Maschine nun hydraulisch in der H\u00f6he verstellbar. Der Auswurfturm ist schwenkbar, so kann damit das Hackgut nach allen Seiten gef\u00f6rdert werden.<br \/>\nW\u00e4hrend der Laufzeit des Projektes wurden die oben beschriebenen Modelle I und II bis zur Serienreife weiterentwickelt.<br \/>\nBeim Modell III  wird der zu hackende Obstbaum zun\u00e4chst durch einen nach vorn ausladenden Arm, der mit einer Walze versehen ist, umgedr\u00fcckt. Eine im Boden laufende Aufnahmewalze nimmt den Baum mit dem Wurzelballen auf und f\u00fchrt ihn den Hackorganen zu. Die Maschine ist einsatzf\u00e4hig, muss aber noch intensiv getestet und auch wohl noch im Detail ver\u00e4ndert werden. Da mit den aufgenommenen Wurzelst\u00f6cken der B\u00e4ume auch Sand und Steine aufgenommen werden, die zu vorzeitigem Verschlei\u00df der Maschine f\u00fchren, m\u00fcssen hier noch L\u00f6sungen zur Erh\u00f6hung der Lebensdauer gefunden werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>In Fachbeitr\u00e4gen einschl\u00e4giger land- und forstwirtschaftlicher Fachzeitschriften wurden die Entwicklungen bereits mehrfach vorgestellt. Da, wie beschrieben, im Obstbau gro\u00dfer Bedarf an einer Maschine des Mod. III besteht, wird mit Erreichen der Serienreife und den ersten gr\u00f6\u00dferen Eins\u00e4tzen in Obstplantagen auch eine Ver\u00f6ffentlichung in Obstfachzeitschriften erfolgen.<br \/>\nW\u00e4hrend der Agrarfachmesse AGRITECHNICA 2001 in Hannover wurden die Arbeitsweisen der Entwicklungen auf dem Stand der Deutschen Bundesstiftung Umwelt vorgestellt. Das Interesse der zahlreichen Besucher zeigte, dass die Aufnahmek\u00f6pfe wohl ihre Anwender finden werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die im Rahmen des Projektes entwickelten bzw. weiterentwickelten Aufnahmek\u00f6pfe zeigen, dass abgelegtes Schwachholz mit entsprechenden Einrichtungen w\u00e4hrend der Fahrt ohne Kran aufgenommen werden kann. So wird es u.a. m\u00f6glich, die Leistungsf\u00e4higkeit einer Hackmaschine optimal auszulasten. Auch eine im Rahmen von Feuerbrandepidemien erforderliche, vollst\u00e4ndige Beseitigung von stehenden Obstb\u00e4umen samt deren Wurzelwerk ist mit Hackmaschinen m\u00f6glich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zum Zerkleinern von Schwachholz zu Hackschnitzeln werden Hackmaschinen eingesetzt, denen das zu hackende Material bisher manuell oder mit Hilfe eines Kranes zugef\u00fchrt wird. 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