  {"id":20538,"date":"2023-07-13T15:16:13","date_gmt":"2023-07-13T13:16:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/13542-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:16:15","modified_gmt":"2023-07-13T13:16:15","slug":"13542-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/13542-01\/","title":{"rendered":"Planung und Erstellung einer Anlage zur R\u00fcckgewinnung von System- und Modellwachsen aus Wachsabf\u00e4llen aus der Feingu\u00dfindustrie"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Feingussindustrie in der Bundesrepublik Deutschland verwendet j\u00e4hrlich ca. 1000 Tonnen Stamm- und Modellwachse, die nur zu einem geringen Teil und auf sehr einfache und wenig schonende Weise recycelt werden. Das bisherige Recycling erfordert einen hohen Bedarf an Frischwachs und belastet das recycelte Wachs sehr. Die Verunreinigung durch mineralische Bestandteile und durch Wasserdampf legt nahe, ein Recyclingverfahren zu w\u00e4hlen, das einerseits einen Umwelt schonenden Wasserentzug durch Verdampfung unter Vakuum vornimmt und andererseits hinsichtlich der Reinigung von mineralischen Verunreinigungen die unterschiedlichen spezifischen Gewichte nutzt und Schwerkraftverfahren einsetzt. Dadurch sollte es m\u00f6glich sein, die Verunreinigungen ohne Umweltbelastung zu beseitigen, Crack-Reaktionen zu vermeiden, einen erheblichen Teil des Wachses wieder der Verwendung zuzuf\u00fchren und damit auch Entsorgungsaufwand zu sparen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden1.\tLaboruntersuchungen<br \/>\n\u00b7\tFiltration\u00b7\tZentrifugation<br \/>\n\u00b7\tEinsatz von L\u00f6sungsmitteln<br \/>\n\u00b7\tTrocknungsverfahren<br \/>\n2.\tHalbtechnische Versuche und Apparateentwicklung<br \/>\n\u00b7\tDekantervorversuche<br \/>\n\u00b7\tHerstellung erster Proben f\u00fcr Feldversuch<br \/>\n\u00b7\tEntwicklung und Konstruktion eines Vakuum-Versuchstrockners<br \/>\n\u00b7\tPlanung und Aufbau der halbtechnischen Versuchsanlage<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Versuche mit Laborzentrifugen und Zentrifugen zeigten, dass die unterschiedlichen Bestandteile des verwendeten Wachses vor allem in die Phasen Reinwachs, Wasser, F\u00fcllmittel und Schmutzteile getrennt werden konnten. Der Einsatz von L\u00f6sungsmitteln in Laborversuchen hingegen zeigte erhebliche Probleme auf. Verschiedene Trocknungsverfahren wurden getestet.<br \/>\nIn Vorversuchen mit Dekanterzentrifugen, Trocknungsanlagen und Filtrierungsvorrichtungen sowie Tensiden best\u00e4tigten sich die Ergebnisse aus dem Laborversuch in gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfstab. Der Einsatz von organischen L\u00f6sungsmitteln wurde aus \u00f6kologischen, technischen und \u00f6konomischen Erw\u00e4gungen heraus nicht weiter ber\u00fccksichtigt. Vor allem muss beim L\u00f6sungsmitteleinsatz die Gefahr einer Ver\u00e4nderung der Wachsqualit\u00e4t beachtet werden. Versuche mit dem Recycling des F\u00fcllstoffes Polystyrol gelangen.<br \/>\nDie Gesamtheit der vorliegenden Ergebnisse hat den Aufbau einer halbtechnischen Versuchsanlage erm\u00f6glicht. Gleichzeitig konnte aufgezeigt werden, dass die \u00dcberf\u00fchrung des Verfahrens in die Produktion nur \u00fcber Langzeitfeldversuche in Kooperation mit den Anwendern m\u00f6glich ist. Insbesondere zeigte sich eine stark unterschiedliche Qualit\u00e4t der Wachse der verschiedenen Feingie\u00dfereien nach deren Verwendung sowie unterschiedliche Anspr\u00fcche &#8211; sowohl anwendungstechnisch als auch hinsichtlich der gew\u00fcnschten Parameter.<br \/>\n\u00d6kologische Vorteile: Einerseits wird durch das Recyclingverfahren keine Umweltbelastung hervorgerufen, andererseits wird eine hohe Menge an Wachsabfall sowie ein Teil der Menge des Neuwachses durch die hohe Wiederverwendungsquote gespart.<br \/>\nEine Sch\u00e4digung des Wachses kann aufgrund der verwendeten technischen Methoden ausgeschlossen werden. Zus\u00e4tze oder Hilfsmittel, welche Umwelt belastend sind oder direkt oder indirekt am Arbeitsplatz gesundheitssch\u00e4digend, k\u00f6nnen vermieden werden.<br \/>\nAufgrund des erheblich geringeren Neuwachseinsatzes sowie des geringeren Entsorgungsaufwands ist das Wachsrecycling wirtschaftlich darstellbar.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>1.\tVortrag \u00fcber die F+E-Ergebnisse vor dem Verband der Feingussindustrie am 17.11.2000.<br \/>\n2.\tDie Ergebnisse der Arbeiten werden den verschiedenen Feingussfirmen ebenso pr\u00e4sentiert wie durch Betriebsbesichtigungen dargestellt.<br \/>\n3.\tDar\u00fcber hinaus ist eine Patentanmeldung geplant.<br \/>\n4.\tDas Verfahren selbst und dessen Vorteile werden im Internet auf einer ausf\u00fchrlichen Homepage der Firma MORSA pr\u00e4sentiert.<br \/>\n5.\tDie Firma MORSA bereitet eine Informationsbrosch\u00fcre \u00fcber ihr Recyclingverfahren und dessen M\u00f6glichkeiten vor.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>&#8211;\tDie umfangreichen, bereits anwendungsorientierten Versuche einschlie\u00dflich der R\u00fcckmeldungen der Anwender haben durchweg positive Ergebnisse gezeigt.<br \/>\n&#8211;\tEine \u00dcberf\u00fchrung der Versuchsergebnisse in die Routineproduktion im Bereich der Stammwachse erfolgt im Herbst des Jahres 2001.<br \/>\n&#8211;\tDie Nutzung der Versuchsergebnisse und der anwendungstechnischen Untersuchungen im gro\u00dfen Ma\u00dfstab im Modellwachsbereich wird zu einem etwas sp\u00e4teren Zeitpunkt erfolgen.<br \/>\n&#8211;\tEs scheint m\u00f6glich, die Wachsqualit\u00e4t grunds\u00e4tzlich weiterzuentwickeln, um Feingusswachse anbieten zu k\u00f6nnen, die nicht den \u00fcblichen Alterungsprozessen unterliegen. Hierzu liegen erste Ergebnis-se vor.<br \/>\n&#8211;\tVoraussichtlich ab August\/September 2001 k\u00f6nnen in gr\u00f6\u00dferem Umfang bereits einfach und mehrfach genutzte Wachse als Stammwachs recycelt werden. Die Qualit\u00e4t des Recyclings einschlie\u00dflich der gew\u00fcnschten physikalischen Kenndaten kann mit der jeweiligen Feingie\u00dferei individuell abge-stimmt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Feingussindustrie in der Bundesrepublik Deutschland verwendet j\u00e4hrlich ca. 1000 Tonnen Stamm- und Modellwachse, die nur zu einem geringen Teil und auf sehr einfache und wenig schonende Weise recycelt werden. Das bisherige Recycling erfordert einen hohen Bedarf an Frischwachs und belastet das recycelte Wachs sehr. Die Verunreinigung durch mineralische Bestandteile [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[57,51,53],"class_list":["post-20538","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-bayern","tag-ressourcenschonung","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"13542\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-13542.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"125.266,51","dbu_projektdatenbank_firma":"MORSA WachswarenfabrikSALLINGER GmbH","dbu_projektdatenbank_strasse":"Nordstr. 3","dbu_projektdatenbank_plz_str":"86381","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Krumbach","dbu_projektdatenbank_p_von":"1998-10-01 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2001-08-20 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"2 Jahre und 11 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"08282\/4095","dbu_projektdatenbank_inet":"","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Bayern","dbu_projektdatenbank_foerderber":"4","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/20538","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/20538\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33541,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/20538\/revisions\/33541"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20538"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20538"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20538"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}