  {"id":20499,"date":"2024-11-30T10:32:31","date_gmt":"2024-11-30T09:32:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/12910-01\/"},"modified":"2024-11-30T10:32:31","modified_gmt":"2024-11-30T09:32:31","slug":"12910-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/12910-01\/","title":{"rendered":"Optimierung von Fassadenteilen unter den  Kriterien der Umweltentlastung: polyvalente Fassaden f\u00fcr den B\u00fcrobereich \/ polyvalentes Dachelement als Holzmembrankonstruktion \/ Holz im Wohnungsbau"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>I.\tDie derzeit auf dem Markt befindlichen, neuentwickelten Lichtumlenkungssysteme sind teuer, empfindlich und wartungsintensiv. Es sollen neue kosteng\u00fcnstige L\u00f6sungen f\u00fcr die Umlenkung von Tageslicht gefunden werden.<br \/>\nII.\tZiel: Nutzung des Zenithlichts, erh\u00f6hte Ausbeute von Tageslicht.<br \/>\nIII.\tDie Verwendung von Holz ist derzeit sehr erschwert, da Holz im Au\u00dfenbereich nach allgemeiner Einsch\u00e4tzung zu wartungsintensiv ist. Es sollen neue, kosteng\u00fcnstige Konstruktionen der Geb\u00e4udeh\u00fclle (Fassaden, D\u00e4cher) entwickelt werden, die weitgehend wartungsfrei, witterungsbest\u00e4ndig, hochwertig unter Gesichtspunkten des Energiehaushaltes und architektonisch anspruchsvoll sind.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden(Entwicklungen und schrittweise Teil- und Gesamtoptimierungen)<br \/>\n&#8211;\tErarbeitung von Pflichtenheften-\tAnalyse von Vergleichsl\u00f6sungen<br \/>\n&#8211;\tAufbau von Konzepten f\u00fcr Prinzipl\u00f6sungen<br \/>\n&#8211;\tSystem- und Planungsvarianten-\tPr\u00fcfungen von Teilfunktionen<br \/>\n&#8211;\tEDV Simulationen f\u00fcr Tageslicht-\tmodellhafte Darstellung und dreidimensionale Muster in verschiedenen Ma\u00dfst\u00e4ben<br \/>\n&#8211;\tEnergieberechnungen<br \/>\n&#8211;\tstatische Berechnungen<br \/>\n&#8211;\tTests (Materialien, Konstruktionen, Funktionstauglichkeit)<br \/>\n&#8211;\tMessungen<br \/>\n&#8211;\tparallele Kostenermittlungen<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>I. Es wurde eine neuartige Fassade entwickelt und zu einer ersten baulichen Anwendung gebracht, die eine hervorragende Lichtqualit\u00e4t an den Arbeitspl\u00e4tzen (Computerarbeitsplatzqualit\u00e4t) aufweist und dies bei einem Maximum an Ausblicksm\u00f6glichkeiten. Au\u00dfen besteht die Fassade auf der Nordseite der B\u00fcrobauten aus einer Lichtlenkfl\u00e4che, die Zenithlicht \u00fcber die Decken in die Raumtiefe einlenkt. Auf der S\u00fcdseite wurde eine vertikal verfahrbare Vorrichtung entwickelt, die im Falle des bedeckten Himmels Zenithlicht analog zur Nordseite an die Unterseite der Decken einlenkt. Bei Besonnung der S\u00fcdseite fahren die Elemente durch die vertikale Bewegung in die Sonnenschutzstellung. Durch die nach innen gerichteten Lichtlenkelemente im oberen Teil entsteht eine 100%ige Verschattung. Durch eine eingebaute Lichtlenklamellenschar im mittleren Teil wird direktes Sonnenlicht in erforderlicher Menge in den Raum eingespiegelt. Der untere Teil besteht aus einem ausgestellten Element, das verschattet. Das Tageslicht wird sensorgesteuert durch Kunstlicht erg\u00e4nzt.<br \/>\nII. a) F\u00fcr den Neubau des Verwaltungs- und Produktionsgeb\u00e4udes der Deutschen Werkst\u00e4tten Hellerau (DWH) wurde ein elementiertes Holz-Membran-Dachelement zur nat\u00fcrlichen Belichtung und Bel\u00fcftung mit integrierter Tageslichtsteuerung und variablem g- bzw. k-Wert entwickelt. Der Querschnitt der \u00dcber-dachung ist das Resultat spezifischer konzeptioneller \u00dcberlegungen, um sowohl die interne L\u00fcftung zu unterst\u00fctzen als auch reichlich Tageslicht eintreten zu lassen und, in Verbindung mit einer Gegenkr\u00fcmmung des Daches, das Regenwasser ohne eigene Installationsf\u00fchrung zur Seite hin nach au\u00dfen ablaufen zu lassen. Das Dach ist eine Holzh\u00e4ngekonstruktion. Die Hochpunkte sind als mehrlagige, lichtdurchl\u00e4ssige Membranstreifen ausgebildet, wodurch im Sommer tags\u00fcber nahezu vollst\u00e4ndig auf den Einsatz von Kunstlicht verzichtet werden kann. Durch thermischen Auftrieb und die gew\u00e4hlte str\u00f6mungsg\u00fcnstige Querschnittsform erfolgt eine nat\u00fcrliche Durchl\u00fcftung des Halleninnenraumes in Richtung der Hochpunkte. \u00dcber die Fassaden erfolgt seitliche Au\u00dfenluftnachstr\u00f6mung ins Geb\u00e4udeinnere. Die Realisierung des Bauwerks ist in den n\u00e4chsten Jahren vorgesehen.<br \/>\nII. b) Neubau des Konferenz- und Ausstellungsgeb\u00e4udes der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) befindet sich derzeit in der Leistungsphase 6 (Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen). Der Entwurf ber\u00fccksichtigt in besonderer und beispielhafter Weise \u00f6kologische Kriterien, Dauerhaftigkeit, Einfachheit und Flexibilit\u00e4t mit hoher Architekturqualit\u00e4t. Der innovative transluzente Gesamtaufbau des Geb\u00e4udedaches erlaubt die Nutzung hochwertiger Tageslichttechnik. Der hemisph\u00e4rische Transmissionsgrad erreicht einen Wert von 48%.<br \/>\nIII. a) Kosteng\u00fcnstige Einfamilien-Reihenh\u00e4user in Holzbauweise im Rahmen der internationalen Bauausstellung in Berlin.<br \/>\nIII. b) Eine polyvalente, mehrschichtige Holzfassade wurde f\u00fcr den Neubau der Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes entwickelt. Die Fassade ist einschalig und dreischichtig aufgebaut. Die Holzfassade \u00fcbernimmt die thermische Trennung . Die vertikal angeordneten h\u00f6lzernen L\u00fcftungsfl\u00fcgel, nach au\u00dfen zu \u00f6ffnen, dienen der winterlichen Sto\u00dfl\u00fcftung und der sommerlichen Dauerl\u00fcftung. Im oberen Bereich sind vier L\u00fcftungsklappen eingebaut, die je nach Temperatur- und Windverh\u00e4ltnissen geschlossen bzw. ge\u00f6ffnet sind. \u00dcber diese Klappen erfolgt die kontrollierte, nat\u00fcrliche L\u00fcftung des Raumes, die auf den hygienischen Luftwechsel ausgelegt wurde. Die \u00e4u\u00dfere Holzschicht ist als austauschbares Verschlei\u00dfteil ausgebildet.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>I. geplant: DAM Architektur Jahrbuch 2001, Prestel Verlag (10\/01); Detail Zeitschrift (09\/01); C. Schittich: Geb\u00e4udeh\u00fcllen im Detail, Institut f\u00fcr Internationale Architekturdokumentation (08\/01)<br \/>\nII. DB: Deutsches Architektenblatt, Hannover 1999, H. 2; Der Architekt, Rudolf M\u00fcller Verlag, K\u00f6ln 1999, H. 5, S. 43<br \/>\nDWH: archithese, Z\u00fcrich 1999, H. 2, S. 4; Centrum: Jahrbuch f\u00fcr Architektur und Stadt 1999-2000, Birkh\u00e4user Verlag, Basel 1999, S. 117-118<br \/>\nIII. Katalog Bauausstellung Berlin 1999, Senatsverwaltung f\u00fcr Bauen und Wohnen, Berlin 1998, S. 96-101<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Es hat sich gezeigt, dass es sinnvoll ist, die Forschungs- und Entwicklungst\u00e4tigkeit in der Architektur auf Bauteil- und Systementwicklung zu konzentrieren, da sich die Bauprojekte aufgrund politischer, finanz-technischer und genehmigungstechnischer Probleme oft verz\u00f6gern k\u00f6nnen. Die neu entwickelten Produkte sollten dann ihre Erstanwendung an architektonisch hochwertigen, innovativen Bauwerken finden. Ohne finanzielle Unterst\u00fctzung des erh\u00f6hten Planungsaufwandes (Simulationen, Modelle im Ma\u00dfstab 1:1, Testreihen in der Nullserie) w\u00e4re es nicht m\u00f6glich, die Bauprodukte in kurzer Zeit zum Einsatz zu bringen. Der Finanzspielraum ist in der heutigen Bauindustrie so gering, dass kaum mit entsprechender Charakteristik Gelder f\u00fcr die Produktentwicklung bereit stehen. Durch den Einsatz von neu entwickelten Bauteilen kann durch die Einsparung von Energie und die Vermeidung von CO2-Emissionen die Entlastung der Umwelt erreicht werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens I. Die derzeit auf dem Markt befindlichen, neuentwickelten Lichtumlenkungssysteme sind teuer, empfindlich und wartungsintensiv. Es sollen neue kosteng\u00fcnstige L\u00f6sungen f\u00fcr die Umlenkung von Tageslicht gefunden werden. II. Ziel: Nutzung des Zenithlichts, erh\u00f6hte Ausbeute von Tageslicht. III. 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