  {"id":20471,"date":"2025-04-10T10:32:08","date_gmt":"2025-04-10T08:32:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/08229-01\/"},"modified":"2025-04-10T10:32:10","modified_gmt":"2025-04-10T08:32:10","slug":"08229-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/08229-01\/","title":{"rendered":"F\u00f6rderschwerpunkt Holz: Analytische Begleitung und Qualit\u00e4tskontrolle beim Methodenvergleich Schnellanalytik Altholz (Erg\u00e4nzungsantrag: Altholzprobensammlung)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>F\u00fcr das Verbundprojekt Schnellanalytik Altholz werden gut charakterisierte reale Alth\u00f6lzer ben\u00f6tigt, die in einer Probensammlung den Projektbeteiligten zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Ein bedeutender Schwerpunkt der 2. Projektphase soll der fr\u00fchzeitige \u00dcbergang auf reale Altholzproben sein. Es ist vorgesehen, die Schnellmethoden einerseits direkt vor Ort einzusetzen. Andererseits ist es notwendig, analytisch charakterisierte reale Altholzproben allen Projektbeteiligten zur Verf\u00fcgung zu stellen. Hierbei werden st\u00fcckige Proben entsprechend ihrer Sortimentzugeh\u00f6rigkeit oder der Einbausituation (geordneter R\u00fcckbau), gesammelt und am Institut f\u00fcr \u00d6kologische Chemie und Abfallanalytik der TU Braunschweig auf ihren m\u00f6glichen Holzschutzmittelgehalt untersucht.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Rahmen des Projektes sollen m\u00f6glichst z\u00fcgig die bereits einsatzf\u00e4higen Schnellmethoden in der Praxis getestet werden. In Abh\u00e4ngigkeit vom Entwicklungsstand der Ger\u00e4te sollen diese m\u00f6glichst direkt vor Ort, z.B. auf Altholzsammelpl\u00e4tzen (INFA) oder dem geordneten R\u00fcckbau (intecus) getestet werden. Bei beiden F\u00e4llen ist es notwendig, die in den zu untersuchenden H\u00f6lzern vorliegenden R\u00fcckstandsgehalte (organische und anorganische HSM) mit Hilfe der herk\u00f6mmlichen evaluierten Laboranalytik zu bestimmen.<br \/>\nDurch eine kleine Arbeitsgruppe (INFA, BFH, TU-BS) erfolgt die praxisnahe Auswahl einer gen\u00fcgend gro\u00dfen Anzahl von Altholzproben, die f\u00fcr Untersuchungen mittels der Schnelltestverfahren zu Verf\u00fcgung stehen sollen. Die gewonnenen Altholzproben werden in eine Altholzprobensammlung integriert, und nach repr\u00e4sentativer Probenteilung erfolgt eine chemisch analytische Charakterisierung jeweils einer Teilprobe mit Hilfe der an der TUBS aufgebauten Laboranalytik. Die anderen Teilproben der Altholzproben werden den Schnellanalysen-Methodenentwicklern zur Verf\u00fcgung gestellt.<br \/>\nWerden von den Anwendern der Schnelltestmethoden abweichende Untersuchungsergebnisse erzielt, k\u00f6nnen auf kurzem Wege mit Hilfe zus\u00e4tzlicher Untersuchungen die Ursachen der Unterschiede aufgekl\u00e4rt werden. Hilfreich kann hier die Bestimmung von m\u00f6glichen Interferenzen oder der Eindringtiefen der HSM sein.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Am 01.07.97 erfolgte eine erste Auswahl realer Alth\u00f6lzer zur parallelen Analyse sowohl durch die Anbieter schnellanalytischer Systeme, als auch durch die Referenzanalytik. Die Auswahl der Proben erfolgte in Zusammenarbeit mit der BFH an der Altholzanlieferung der M\u00fclldeponie der Stadt M\u00fcnster nach den Erfordernissen einer parallelen Untersuchung durch mehrere Institute, d.h. Auswahl von Proben entsprechender Gr\u00f6\u00dfe und (optisch) m\u00f6glichst homogener Anstriche. Um die Anzahl der Negativbefunde bei diesen Proben m\u00f6glichst gering zu halten, wurden zun\u00e4chst gezielt H\u00f6lzer mit einer sichtbaren Behandlung (Anstrich) ausgew\u00e4hlt, um so eine m\u00f6glichst gro\u00dfe Zahl mit HSM-Wirkstoffen belasteter und charakterisierter Altholzproben zu erhalten. Insgesamt wurden hierbei 21 Alth\u00f6lzer ausgew\u00e4hlt, die von der TUBS sowohl auf organische als auch auf anorganische HSM-Wirkstoffe untersucht wurden. Den \u00fcbrigen Projektteilnehmern standen die Proben zur Ger\u00e4teoptimierung und Anpassung an die Matrix realer Alth\u00f6lzer zur Verf\u00fcgung. Die Referenzanalysen erfolgten hierbei mit Hilfe der von der TUBS entwickelten und optimierten Methoden \u00fcber GC\/ECD, GC\/MS und ICP\/AES. Trotz der optischen Vorsortierung wurden lediglich in 3 der 21 untersuchten Proben organische Wirkstoffe oberhalb 5 mg\/kg nachgewiesen. Im Einzelnen waren dies die organischen Wirkstoffe PCP, Lindan und Dichlofluanid. Die Konzentration einiger anorganischer Holzschutzmittelwirkstoffe (As, Cu, Cr, Hg) erwies sich in 4 der untersuchten Proben als h\u00f6her als die in der Vorschlagsliste der LAGA (L\u00e4nderarbeitsgemeinschaft Abfall) von 1996 festgesetzten Richtwerte. Der Gro\u00dfteil der hier untersuchten Altholzproben war demnach frei von einer Belastung mit den hier untersuchten Wirkstoffen.<br \/>\nBei den ersten Praxisversuchen vom 27.\/28.05.98 wurden auf dem Gel\u00e4nde der M\u00fclldeponie der Stadt M\u00fcnster reale Alth\u00f6lzer unterschiedlicher Herkunft, Recyclinghof oder Baustellenabfall, von der INFA vorsortiert und den Projektteilnehmern zur Verf\u00fcgung gestellt. Bei der Auswahl der H\u00f6lzer wurde wiederum darauf geachtet, dass diese nach optischen Gesichtspunkten einen m\u00f6glichst homogenen Anstrich aufwiesen, um so allen Projektteilnehmer m\u00f6glichst gleiche Proben zur Verf\u00fcgung zu stellen. Dieser Feldversuch wurde von der TUBS als Referenzanalytik begleitet, indem aus diesen Altholzproben eine Teilmenge von 52 Proben ausgesucht wurde, die wiederum auf 14 organische sowie 8 anorganische Wirkstoffe untersucht wurde. Bei dieser Teilmenge handelte es sich haupts\u00e4chlich um diejenigen Alth\u00f6lzer, bei denen \u00fcber schnellanalytische Verfahren eine HSM-Belastung festgestellt worden war. Die von der TUBS erhaltenen Messergebnisse konnten anschlie\u00dfend mit denen der schnellanalytischen Verfahren verglichen werden und wurden auf einer Projektsitzung in Hamburg am 19.10.98 diskutiert. Ein Gro\u00dfteil der untersuchten 52 Proben wies eine Belastung mit Pentachlorphenol auf. Die von der Referenzanalytik erhaltenen PCP-Messwerte stimmten dabei zum \u00fcberwiegenden Teil mit denen des Projektpartners MOBILAB \u00fcberein. Bei dem Ergebnisvergleich der Messergebnisse anorganischen HSM-Wirkstoffe wurden hingegen h\u00e4ufiger als bei den PCP-Messwerten erhebliche Abweichungen festgestellt. Diese Abweichungen zeigten sich sowohl im Vergleich der schnellanalytischen Systeme untereinander als auch im Vergleich mit den Messergebnissen der Referenzanalytik. Aufgrund der Vermutung, dass die Ursache hierf\u00fcr haupts\u00e4chlich in der Inhomogenit\u00e4t der Proben zu suchen ist, wurde ein weiterer Ringversuch zur Altholzanalyse mit genau definiertem Ort der Beprobung auf der Oberfl\u00e4che der H\u00f6lzer vereinbart. Dar\u00fcber hinaus werden zur Zeit von der TUBS sowohl organische als auch zum Teil anorganischen Analysen von Spanproben als Mischfraktionen durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Teile der Ergebnisse dieser Arbeit wurden im Sommer 1998 im Rahmen der GDCh-Tagung Umwelt und Chemie-Innovation und Produktdesign, 27\/30 Sept. 1998 in Karlsruhever\u00f6ffentlicht:<br \/>\nM. Bahadir, W. Lorenz, T. Stratesteffen: Methodenentwicklung zur simultanen chromatographischen Bestimmung organischer Holzschutzmittel f\u00fcr das Altholzrecycling, Jahrestagung der GDCh-FG Analytische Chemie, 30.09.-01.10.1998 Karlsruhe (Vortrag), Kurzreferat-Band, S.11 (1998)<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die bei der Erstellung der Altholzprobensammlung ermittelten Messwerte der Projektteilnehmer wurden mit denen der Referenzanalytik verglichen und Abweichungen diskutiert. Diese Probensammlung steht nunmehr f\u00fcr den k\u00fcnftigen Zugriff durch Dritte in \u00d6kochemie der TU Braunschweig zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens F\u00fcr das Verbundprojekt Schnellanalytik Altholz werden gut charakterisierte reale Alth\u00f6lzer ben\u00f6tigt, die in einer Probensammlung den Projektbeteiligten zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Ein bedeutender Schwerpunkt der 2. Projektphase soll der fr\u00fchzeitige \u00dcbergang auf reale Altholzproben sein. Es ist vorgesehen, die Schnellmethoden einerseits direkt vor Ort einzusetzen. 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