  {"id":20468,"date":"2023-07-13T15:15:35","date_gmt":"2023-07-13T13:15:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/12773-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:15:37","modified_gmt":"2023-07-13T13:15:37","slug":"12773-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/12773-01\/","title":{"rendered":"Revitalisierung einer umweltgesch\u00e4digten Industrielandschaft zu einer nachhaltigen Kulturlandschaft"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Anlass:<br \/>\nDas Gebiet, in dem sich das Freilandmuseum Zubrnice befindet, liegt im sogenannten Schwarzen Dreieck im Grenzraum von Nordb\u00f6hmen, Sachsen und Polen und ist durch die Industrialisierung des 19. und 20. Jh., besonders durch die Folgen des Eisenerz- und Braunkohletagebaus \u00f6kologisch sehr stark gest\u00f6rt.<br \/>\nZielsetzung:<br \/>\nDas Freilandmuseum Zubrnice soll nach dem Vorbild des Oberpf\u00e4lzer Freilandmuseums Neusath-Perschen ein Modellstandort zur Bildung eines Umweltbewusstseins bei der Bev\u00f6lkerung, aber auch insbesondere ein Zentrum zur praxisbezogenen Ausbildung von Studenten der Fakult\u00e4t f\u00fcr Umweltschutz der Bergbau-Universit\u00e4t Ostrava werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer im Oberpf\u00e4lzer Freilandmuseum Neusath-Perschen gegebene gut ausgebaute Standard zur Erfassung und Dokumentation der Artenvielfalt in einer historischen Kulturlandschaft sowie die verschiedenen umweltp\u00e4dagogischen Ma\u00dfnahmen des Museums sollen in das Freilandmuseum Zubrnice \u00fcbertragen und den dortigen Verh\u00e4ltnissen angepasst werden. Besonderer Schwerpunkt liegt dabei in der wissenschaftlichen Erforschung und Dokumentation der Umweltsch\u00e4den sowie in der Erarbeitung von Verbesserungsans\u00e4tzen durch Studenten im Rahmen von Diplomarbeiten, Dissertationen o. \u00e4.. In diesem Zusammenhang wurden von der Gemeinde Zubrnice Unterbringungsm\u00f6glichkeiten und Schulungsr\u00e4ume f\u00fcr die Studenten zur Verf\u00fcgung gestellt. Das Museum in Zubrnice erarbeitet die didaktische Aufbereitung der Einrichtung im Hinblick auf \u00f6kologische Themen. Die Bergbau-Universit\u00e4t Ostrava stellt Laboreinrichtungen und EDV zur Verf\u00fcgung, f\u00fchrt Seminare durch und erarbeitet die wissenschaftlichen Grundlagen zur Rekultivierung der Kulturlandschaft.<br \/>\nDas Oberpf\u00e4lzer Freilandmuseum Neusath-Perschen begleitet als deutschsprachiger Partner die genannten Ma\u00dfnahmen auf der Grundlage der eigenen Erfahrungen und stellt das Bindeglied zur DBU dar.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das gemeinsame Projekt dient im Rahmen der grenz\u00fcbergreifenden Zusammenarbeit zur Verbesserung der Umweltbedingungen im bereits genannten Grenzgebiet zwischen Sachsen, Nordb\u00f6hmen und Polen. Es ist bei einigen Forschungseinrichtungen (z. B: s\u00e4chsische Bergbauuniversit\u00e4t Freiberg) und Schulen (z. B. ein Gymnasium in D\u00fcsseldorf) mittlerweile auf gro\u00dfes Interesse gesto\u00dfen. Unter provisorischen Bedingungen haben die Sch\u00fcler und Studenten seit Sommer 1998 an umweltbezogenen Veranstaltungen teilgenommen. Seit der Fertigstellung des G\u00e4stehauses k\u00f6nnen nun geeignete \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Schulungen angeboten werden. Zu den vorgenannten Besuchern sind nun auch die TU Dresden und verschiedene Lehrg\u00e4nge der TU Ostrava gekommen.<br \/>\nMit der Er\u00f6ffnung des Umweltlehrpfades am 30.10.2001 und der gleichzeitigen Pr\u00e4sentation der in zwei Sprachen abgefassten Brosch\u00fcre zum Umweltlehrpfad wurde in Anwesenheit zahlreicher Repr\u00e4sentan-ten aus Politik und Wissenschaft die Gesamtma\u00dfnahme feierlich abgeschlossen und der Gemeinde bzw. dem Museum in Zubrnice zur weiteren Nutzung \u00fcbergeben (Fotos der Veranstaltung k\u00f6nnen bei Bedarf per e-Mail verschickt werden).<br \/>\nDas Vorhaben wurde auch von ma\u00dfgeblichen politischen Stellen wie z. B. dem Wissenschaftsministerium der Tschechischen Republik und dem Bezirk Oberpfalz als Tr\u00e4ger des Oberpf\u00e4lzer Freilandmuseum Neusath-Perschen begr\u00fc\u00dft und gef\u00f6rdert. Daneben gab es eine tatkr\u00e4ftige Unterst\u00fctzung durch den Deutsch-tschechischen Zukunftsfons f\u00fcr kleinere Ma\u00dfnahmen, die mit dem Projekt am Rande verkn\u00fcpft sind.<br \/>\nDas erfreulichste Ergebnis der Ma\u00dfnahme ist aus unserer Sicht, dass sowohl die Gemeinde als auch das Museum Zubrnice den eingeschlagenen Weg weitergehen. Die Gemeinde hat neue Fl\u00e4chen zur Anlage von Streuobstwiesen bestimmt und ein Konzept entwickelt, das die weitere Rekultivierung von \u00f6kologisch gesch\u00e4digten Fl\u00e4chen beinhaltet. Dazu gibt es bereits eine F\u00f6rderzusage aus dem EU-Programm Interreg III \/ Phare CBC.<br \/>\nAuch das Freilichtmuseum hat ein weiterf\u00fchrendes Konzept entwickelt. Es sieht den Erwerb von Fl\u00e4chen f\u00fcr einen gezielten Anbau von historischen Nutzpflanzen vor und m\u00f6chte Seminare f\u00fcr andere Freilichtmuseen zur Thematik der historischen Kulturlandschaft veranstalten.<br \/>\nBeide Projektpartner m\u00f6chten an der Zusammenarbeit mit dem Oberpf\u00e4lzer Freilandmuseum festhalten und diese weiter ausbauen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Verschiedene Zeitungsberichte und Beitr\u00e4ge in Publikationen haben in der Tschechischen Republik und auch im deutschsprachigen Raum die Aufmerksamkeit der \u00d6ffentlichkeit auf dieses Projekt gelenkt. W\u00e4hrend die studentische Ausbildung nicht so sehr im Blick der \u00d6ffentlichkeit steht, ist der angelegte Naturlehrpfad auf dem Gel\u00e4nde des Freilichtmuseums und der Gemeinde ein sehr wirkungsvoller Weg der allgemeinen Umweltbildung.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das  Projekt zur Revitalisierung einer umweltgesch\u00e4digten Industrielandschaft zu einer nachhaltigen Kulturlandschaft ist ein bedeutendes Modell zur Bildung und Verbesserung des allgemeinen Umweltbewusstseins sowie insbesondere zur studentischen Ausbildung im Hinblick auf die L\u00f6sung \u00f6kologischer Probleme. Gerade der nicht gewinnorientierte Museumsbetrieb er\u00f6ffnet M\u00f6glichkeiten zur Dokumentation und zur Erarbeitung von L\u00f6sungsans\u00e4tzen, deren Ergebnisse auf andere Bereiche \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Anlass: Das Gebiet, in dem sich das Freilandmuseum Zubrnice befindet, liegt im sogenannten Schwarzen Dreieck im Grenzraum von Nordb\u00f6hmen, Sachsen und Polen und ist durch die Industrialisierung des 19. und 20. Jh., besonders durch die Folgen des Eisenerz- und Braunkohletagebaus \u00f6kologisch sehr stark gest\u00f6rt. 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