  {"id":20467,"date":"2024-11-27T10:34:25","date_gmt":"2024-11-27T09:34:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/12775-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:34:28","modified_gmt":"2024-11-27T09:34:28","slug":"12775-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/12775-01\/","title":{"rendered":"Pl\u00e4doyer f\u00fcr umweltvertr\u00e4gliches Bauen im l\u00e4ndlichen Raum"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Entscheidungshilfen f\u00fcr die Verantwortlichen der kommunalen und regionalen Entwicklungsplanung zum umweltschonenden, d. h. fl\u00e4chensparenden, sozialvertr\u00e4glichen und energiesparenden Bauen. Derzeitige Fl\u00e4cheninanspruchnahme f\u00fcr Siedlungszwecke steht den Zielen der Nachhaltigkeit des Naturhaushalts kontr\u00e4r entgegen. Ziel ist es, einen Beitrag zur Trendwende in der qualitativen und quantitativen Inan-spruchnahme von Fl\u00e4chen und damit zur nachhaltigen Sicherung zu leisten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden-\tErstellung der Fachbeitr\u00e4ge<br \/>\n&#8211;\tRedaktionssitzungen mit den Mitgliedern der Fachgruppen L\u00e4ndlicher Raum und Dorferneuerung und Umwelt und Naturschutz und entsprechenden weiteren Experten<br \/>\n&#8211;\tFertigstellung der Brosch\u00fcre (Grafik, Layout, Druck)<br \/>\n&#8211;\tVorstellung der Brosch\u00fcre in den Medien, u. a. Organe der Landesverb\u00e4nde, der kommunalen Spitzenverb\u00e4nde, der Architekten- und Handwerkskammern etc.<br \/>\n&#8211;\tInformationsveranstaltungen mit Vertretern der Kommunen, der Architektenkammern, Heimatvereine etc.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Aufgrund der \u00e4u\u00dferen Einfl\u00fcsse und der gro\u00dfen Schwankungsbreite der Untersuchungsergebnisse konnten sowohl bei den Bauformparametern als auch bei den Betriebstechnikans\u00e4tzen keine durchgehenden signifikanten Unterschiede hinsichtlich einer Rottebeschleunigung festgestellt werden. Allerdings liefern die Untersuchungsergebnisse der einzelnen rottebeeinflussenden Faktoren Hinweise auf die positive Wirkung verschiedener Bauform- und Betriebstechnikans\u00e4tze.<br \/>\nDie Witterungsabh\u00e4ngigkeit der Rotte zeigte sich besonders in den Serien w\u00e4hrend der kalten Witterungsperioden. Hier ist die Isolierung den nichtisolierten Kompostern in Bezug auf die Temperatur-Entwicklung und der damit verbundenen Rottebeschleunigung \u00fcberlegen, w\u00e4hrend eine h\u00f6here Au\u00dfentemperatur diese Unterschiede mindert oder vollst\u00e4ndig ausgleicht. Die Au\u00dfentemperatur hat auf die Temperaturentwicklung der offenen Lattenkomposter den gr\u00f6\u00dften Einfluss.<br \/>\nDer Volumenverlust des Rottegutes erreicht \u00fcber die gesamte Rottedauer bei allen Kompostern ein \u00e4hnliches Niveau. Die Lattenkomposter zeigen aufgrund der gr\u00f6\u00dferen Grundfl\u00e4che und der daraus resultierenden geringeren Auflast die niedrigsten Setzungswerte in der Bauformreihe, w\u00e4hrend die konische Bauform aufgrund der kleineren Grundfl\u00e4che und der H\u00f6heren Auflast g\u00fcnstigere Setzungswerte liefert. Der Bodenrost wirkt sich ebenso wie die R\u00fcckhomogenisierung des Inputmaterials mit der obersten Schicht des Rottegutes zus\u00e4tzlich positiv auf die Setzung aus.<br \/>\nF\u00fcr den Feuchtmassenabbau zeigen die Parameter konisch, Bodenrost und R\u00fcckhomogenisierung wiederum positive Wirkung, w\u00e4hrend wie bei der Setzung die Lattenkomposter und der Ansatz mit Fertig-Kompostbeimischungen die niedrigsten Werte erreichen.<br \/>\nDie Ergebnisse zum Abbau der organischen Trockensubstanz liefern keine eindeutige Tendenz, die eine Aussage \u00fcber eine positive Wirkung f\u00fcr einen der untersuchten Parameter zulassen.<br \/>\nAuch in den Ergebnissen der Rottegraduntersuchungen zeigten sich die Komposter mit Isolierung den \u00fcbrigen Bauformen w\u00e4hrend der kalten Perioden \u00fcberlegen. In den warmen Perioden n\u00e4hern sich die erreichten Rottegrade der Komposter an.<br \/>\nDie exemplarischen Untersuchungen an den Fertigkompostproben der ersten Serie zeigten, dass das Rottegut im konischen Komposter, der hier Rottegrad V erreichte, im Vergleich zum Lattenkomposter zwar wesentlich weiter verrottet war, allerdings war der Rotteprozess auch hier noch nicht vollst\u00e4ndig abgeschlossen.<br \/>\nIn den durchgef\u00fchrten Biotests zur \u00dcberpr\u00fcfung der Pflanzenvertr\u00e4glichkeit zeigten sich sehr hohe Schwankungen in den Kresse- und Erbsenertr\u00e4gen, die zum Teil in den hohen Salzgehalten der untersuchten Kompostproben und zum anderen in der mangelnden phytopathogenen Entseuchung des Kompostes begr\u00fcndet sind.<br \/>\nDie Untersuchung der umweltrelevanten Auswirkungen lieferten die folgenden Ergebnisse. Die Schwermetalluntersuchungen zeigen, dass die untersuchten Kompostproben die von der Bundesg\u00fcte-Gemeinschaft Kompost angesetzten Grenzwerte mit Ausnahme einiger Ausrei\u00dfer nicht \u00fcberschreiten. Die N\u00e4hrstoffgehalte liegen im Mittel in den im LAGA Merkblatt M 10 angegebenen Wertebereichen. Die Ausbringungsmenge des Kompostes ist stark von den N\u00e4hrstoffbed\u00fcrfnissen der zu d\u00fcngenden Pflanzen abh\u00e4ngig.<br \/>\nDie Temperaturentwicklung in den untersuchten Kompostern reicht nicht allein zur humanpathogenen Entseuchung aus.<br \/>\nSalmonellen konnten im Rohmaterial und im Kompost nicht nachgewiesen werden, allerdings wurden auch keine Inputchargen k\u00fcnstlich kontaminiert, um daran einen eventuellen antagonistischen Entseuchungseffekt nachzuweisen.<br \/>\nF\u00fcr die orale Annahme als Infektionsweg und unter Ausschluss von mit F\u00e4kalien verunreinigten Input-Materialien sowie ungekochten Fleischresten ist eine Gef\u00e4hrdung weitgehend auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die in dem Projekt erzielten Ergebnisse zeigen, dass die Optimierung der Rotte durch bau- und betriebstechnische Ma\u00dfnahmen in Bezug auf verschiedene rottebeeinflussende Faktoren m\u00f6glich ist. Umweltrelevanten Auswirkungen der Kompoststellen &#8211; insbesondere bzgl. der Sickerwasseremission &#8211; sind eindeutig nachweisbar, k\u00f6nnen jedoch durch betriebs- und bautechnische Ma\u00dfnahmen gemindert werden. Im Kontext der boden- und grundwasserrelevanten Emissionen der weit gr\u00f6\u00dferen Kulturfl\u00e4chen in Hausg\u00e4rten ist die Emission der Kompoststelle selbst allerdings von nachgeordneter Bedeutung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Entscheidungshilfen f\u00fcr die Verantwortlichen der kommunalen und regionalen Entwicklungsplanung zum umweltschonenden, d. h. fl\u00e4chensparenden, sozialvertr\u00e4glichen und energiesparenden Bauen. Derzeitige Fl\u00e4cheninanspruchnahme f\u00fcr Siedlungszwecke steht den Zielen der Nachhaltigkeit des Naturhaushalts kontr\u00e4r entgegen. 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