  {"id":20390,"date":"2023-07-13T15:15:25","date_gmt":"2023-07-13T13:15:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/12516-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:15:25","modified_gmt":"2023-07-13T13:15:25","slug":"12516-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/12516-01\/","title":{"rendered":"Erschlie\u00dfung neuer Arbeits- und Beratungsfelder im Energiesektor"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Projekts INGENIA ist es, sich in erster Linie an kleine und mittlere Betriebe der genannten Branchen und Berufsgruppen zu richten, und damit die Verbesserung der Wettbewerbschancen mit der F\u00f6r-derung des Solaranlagen \/ Energiefassadenbaus durch Weiterbildung, Beratung, Unterst\u00fctzung beim Marketing und Kooperationen zu erreichen.<br \/>\nSchritte hierf\u00fcr waren:<br \/>\n\u00b7 Die Erweiterung des firmenspezifischen Leistungsspektrums um den Solaranlagen \/ Energiefassadenbau<br \/>\n\u00b7 Unterst\u00fctzung der Unternehmensf\u00fchrung und Verwaltung beim Aufbau des neuen Arbeitsbereiches Solartechnik<br \/>\n\u00b7 Verbreitung von Informationen zur Solarenergienutzung<br \/>\n\u00b7 Anschub von Firmenkooperationen<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden\u00b7 Vermittlung von theoretischem und praktischem Grundlagenwissen zu Solarthermie und Photovoltaik in Theorie und Praxis durch Fortbildungen f\u00fcr SHK-Techniker, Elektriker und Dachdecker<br \/>\n\u00b7 Vermittlung von Grundlagen zur Solartechnik in drei Schritten: Theorie, Praxis in der Werkstatt, Praxis am Bau &#8211; schrittweise Heranf\u00fchrung an die Installationspraxis<br \/>\n\u00b7 Konzipierung und Durchf\u00fchrung von weiteren Angeboten nach Einzelgespr\u00e4chen mit den Kooperationspartnern zur Solartechnik sowie im kaufm\u00e4nnischen und EDV-Bereich<br \/>\n\u00b7 Vertiefung von Themen in Seminaren, die auf die jeweilige Funktion der Betriebsangeh\u00f6rigen zugeschnitten sind. Dies sind vor allem Marketing, Auftragsakquise, Kalkulation und EDV-Anwendungen.<br \/>\n\u00b7 Beratung und Betreuung der Betriebe bei ersten Angeboten und eigenst\u00e4ndigen Solarbauvorhaben,<br \/>\n\u00b7 Unterst\u00fctzung im kaufm\u00e4nnischen Bereich und bei der Bildung von Arbeitsgemeinschaften f\u00fcr Bau-vorhaben und Marketingma\u00dfnahmen,<br \/>\n\u00b7 Wissenstransfer durch \u00d6ffentlichkeitsarbeit, Information, Kooperation.<br \/>\n\u00b7 Unterst\u00fctzung bei ersten Bauvorhaben der Partner durch Anlagensimulation, F\u00f6rdermittelberatung, Vermittlung von Kooperationspartnern und Helfern sowie fachliche Unterst\u00fctzung beim Bauablauf.<br \/>\n\u00b7 Anschub von Kooperationen und Arbeitsgemeinschaften durch Kooperationsb\u00f6rsen, Workshops, Adressvermittlung<br \/>\n\u00b7 Unterst\u00fctzung des Marketings f\u00fcr die Betriebe durch Pr\u00e4sentation des Angebots Solartechnikinstallation auf Messen, Publizierung von Zeitungsartikeln, Durchf\u00fchrung eines Solarbauherrenabends, Verbreitung der Firmenadressen in Installateursverzeichnissen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>180 Berliner Betriebe der Branchen SHK-Technik, Elektrotechnik und Dachdecker sowie Architekten und Ingenieure wurden mit der Solartechnik (Solarthermie und Photovoltaik) in Theorie und Praxis vertraut gemacht.<br \/>\nVon den beteiligten 180 Betrieben (90 Elektro-, 40 SHK-Technik, 20 Dachdeckerbetrieben und 30 Architektur- und Ingenieurb\u00fcros) haben bis zum Projektende bereits 16 Betriebe 27 solarthermische Anlagen und 12 Betriebe 18 Photovoltaikanlagen installiert. Weitere Anlagen sind zur Zeit in Planung bzw. im Antragsverfahren f\u00fcr F\u00f6rdermittel. Damit ist es bereits kurz nach Projektende 30 % der beteiligten Firmen gelungen, in den Solarmarkt aktiv einzusteigen.<br \/>\nVon 83 Betrieben, die uns zum Jahresende 1999 eine schriftliche R\u00fcckmeldung gaben wurden bis Projektende 380 Kundenberatungen durchgef\u00fchrt, 115 Angebote gemacht, warteten 16 Kunden auf die Bewilligung von F\u00f6rdermitteln, sollte bei 27 Kunden der Bau bald beginnen und wurden 45 Anlagen gebaut.<br \/>\n\u00b7 Das Projekt konnte einige nachhaltige brancheninterne und branchen\u00fcbergreifende Kooperationen und einen Erfahrungsaustausch der Betriebe zur Solartechnik initiieren.<br \/>\n\u00b7 Die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Unternehmen im kaufm\u00e4nnischen Bereich wurde gest\u00e4rkt.<br \/>\n\u00b7 Einige Betriebe nutzen seit der Teilnahme am Projekt verst\u00e4rkt moderne I- und K-Technologien.<br \/>\n\u00b7 Von am Projekt beteiligten Elektrobetrieben wurde 1999 der Arbeitskreis Erneuerbare Energien der Elektroinnung Berlin gegr\u00fcndet und findet seitdem regelm\u00e4\u00dfig statt.<br \/>\n\u00b7 Die vom Projekt geleisteten Marketingaktivit\u00e4ten sorgen daf\u00fcr, dass das neue Leistungsspektrum Solartechnik der beteiligten Betriebe bekannt gemacht wird.<br \/>\nKonsequenzen und Schlu\u00dffolgerungen:<br \/>\n\u00b7 Handwerksbetriebe sind neuen Technologien gegen\u00fcber zum Teil aufgeschlossen. Die Betriebe sind bereit, f\u00fcr Weiterbildung in neue Technologien wertvolle Arbeitszeit zu investieren.<br \/>\n\u00b7 Eine Selbstkontrolle in Form von Tests (die nach Korrektur besprochen werden) sowie Teilnahmebe-scheinigungen sind wichtige Bausteine des Konzepts.<br \/>\n\u00b7 Bei Beratung und Qualifizierung mu\u00df ein Maximum an Praxisbezug erm\u00f6glicht werden.<br \/>\n\u00b7 Die Handwerksbetriebe haben weder branchenintern noch branchen\u00fcbergreifend Ber\u00fchrungs\u00e4ngste. Ein Erfahrungsaustausch ist m\u00f6glich und gew\u00fcnscht.<br \/>\n\u00b7 Beratung und Qualifizierung darf nicht zu viel Zeit am St\u00fcck kosten. Termine gegen das Wochenende hin sind g\u00fcnstiger als zu Beginn der Woche.<br \/>\n\u00b7 Trotz umfangreicher Weiterbildungen bestehen bei ersten eigenen Bauvorhaben Unsicherheiten und die Unterst\u00fctzung durch Fachleute wird gew\u00fcnscht.<br \/>\n\u00b7 Die Vermarktung des neuen Leistungsangebots macht vielen Firmen Schwierigkeiten, obwohl Mar-keting und Kundengespr\u00e4che als wichtig erkannt werden.<br \/>\n\u00b7 Vor der Teilnahme an ersten Veranstaltungen sollten mit den Betrieben Zielvereinbarungen getroffen werden. Bei diesem Gespr\u00e4ch werden Leistungen und Erwartungen der Projektpartner gekl\u00e4rt.<br \/>\n\u00b7 F\u00fcr das Projekt war es von gro\u00dfer Bedeutung, dass kleine und mittlere Betriebe kontinuierlich akquiriert werden konnten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00b7 Versendung von Informationsbl\u00e4ttern mit den Rundschreiben der Innungen und Energieversorger<br \/>\n\u00b7 Ank\u00fcndigung in der Handwerksfachpresse, Tagespresse und in den Innungsmitteilungen<br \/>\n\u00b7 Projektpr\u00e4sentation auf Fachmessen (Solar Energy, Bautec, Belectro), Tagungen<br \/>\n\u00b7 Durchf\u00fchrung von Projektpr\u00e4sentationen und Informationsveranstaltungen<br \/>\n\u00b7 Telefonakquise bei Dachdeckerbetrieben<br \/>\n\u00b7 Ank\u00fcndigung \u00fcber Weiterbildungsprogramme und Datenbanken<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die StadtImpuls GmbH hat mit dem Projekt INGENIA einen wichtigen Beitrag geleistet, die Solartechnologie als innovatives, umweltfreundliches u. arbeitsplatzsicherndes Marktsegment f\u00fcr Berliner KMUs zu erschlie\u00dfen. Mit dem Projekt INGENIA ist es gelungen, die Solartechnik in weiten Kreisen des Berliner Handwerks zu etablieren.<br \/>\nDie zuk\u00fcnftige Energieversorgung mit der verst\u00e4rkten Nutzung regenerativer Energietr\u00e4ger ist ein beratungsintensiver und arbeitsintensiver Aufgabenbereich. Die im Projekt beteiligten Betriebe haben diese Chance erkannt und die gebotenen Unterst\u00fctzungsm\u00f6glichkeiten bei Beratung und Qualifizierung wahrgenommen. Mit dem jetzigen Einstieg in die innovative Technologie sichern sich die beteiligten Betriebe zuk\u00fcnftige Marktanteile.<br \/>\nZahlreiche Betriebe haben innerhalb der Projektlaufzeit bereits Solaranlagen installieren k\u00f6nnen (28 Betriebe haben 27 solarthermische Anlagen und 18 Photovoltaikanlagen errichtet &#8211; Stand 01\/2000), andere Betriebe stehen kurz davor (27 Anlagen waren kurz vor Baubeginn &#8211; Stand 01\/2000). \u00dcber 30 % der Kooperationsbetriebe (54 Betriebe) ist mit dem Projekt INGENIA der Einstieg in das neue Arbeitsfeld Solartechnik bereits w\u00e4hrend der Projektlaufzeit gelungen.<br \/>\nDie Vernetzung der Akteure und die Marketingaktivit\u00e4ten des Projektes erm\u00f6glichen den Betrieben, auch nach Projektabschlu\u00df Ansprechpartner f. fachliche Fragen oder Betriebe zur Zusammenarbeit zu finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Projekts INGENIA ist es, sich in erster Linie an kleine und mittlere Betriebe der genannten Branchen und Berufsgruppen zu richten, und damit die Verbesserung der Wettbewerbschancen mit der F\u00f6r-derung des Solaranlagen \/ Energiefassadenbaus durch Weiterbildung, Beratung, Unterst\u00fctzung beim Marketing und Kooperationen zu erreichen. 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