  {"id":20358,"date":"2024-12-01T10:32:23","date_gmt":"2024-12-01T09:32:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/12366-01\/"},"modified":"2024-12-01T10:32:24","modified_gmt":"2024-12-01T09:32:24","slug":"12366-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/12366-01\/","title":{"rendered":"Netzwerk umweltfreundliche Hochschulen Deutschlands"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>eco-campus.net, das Netzwerk f\u00fcr eine umweltgerechte Entwicklung der Hochschulen, verbindet diejenigen Akteure an Hochschulen, die sich aktiv f\u00fcr eine umweltgerechte Gestaltung der Hochschulen in Forschung, Lehre und Verwaltung einsetzen. Angestrebt wird eine Hochschule, deren Ziele und Gestaltungsprinzipien in Forschung, Lehre und Verwaltung im Einklang mit einer nachhaltigen Entwicklung stehen. Entscheidungen der Hochschule k\u00f6nnen nicht mehr nur fachlich, politisch und \u00f6konomisch begr\u00fcndet sein, sondern m\u00fcssen um soziale und \u00f6kologische Aspekte erg\u00e4nzt werden. An erster Stelle steht dabei die Aufgabe, die vorhandenen Stoff- und Energiefl\u00fcsse an Hochschulen auf ein notwendiges Minimum zu reduzierten. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein kontinuierlicher Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den Hochschulen im Bereich des Umweltschutzes und der nachhaltigen, umweltgerechten Entwicklung sowie eine gemeinsame Interessenvertretung notwendig. Das Netzwerk soll allen Einzelpersonen und Organisationen offen stehen, die sich im weitesten Sinne mit den Themenbereichen Umweltmanagement, Agenda 21 und Nachhaltigkeit an Hochschulen besch\u00e4ftigen und die das Ziel des Netzwerks unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden\u00b7\tZielgruppenspezifische Umfrage an allen Hochschulen zur Kl\u00e4rung des Bedarfs der Hochschulen an das Netzwerk und der Ist-Analyse des Umweltschutzes an Hochschulen<br \/>\n\u00b7\tAufbau des Internet-Servers www.eco-campus.net mit Informations- und Kommunikationsangeboten<br \/>\n\u00b7\tEntwicklung von Veranstaltungskonzepten zur Vermittlung und Diskussion netzwerkspezifischer Themenfelder, die einen ad\u00e4quaten Transfer des vorhandenen Wissens und der praktischen Erfahrungen erlauben sowie zu weiterem umweltbezogenen und eigenverantwortlichem Handeln an Hochschulen anregen<br \/>\nPolitische Lobbyarbeit zur Verdeutlichung von eco-campus.net als Interessensvertretung aller im Bereich des hochschulbezogenen Umweltschutzes T\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der Aufbau des Netzwerkes wurde insgesamt von den Hochschulakteuren sehr begr\u00fc\u00dft. Seit dem Start des Internet-Servers am 1. Juli 1999 konnte das Netzwerk 172 aktive Mitglieder gewinnen, die 67 Hochschulen bzw. sieben hochschulnahe Institutionen vertreten (Stand: M\u00e4rz 2001). 19 Mitglieder sind aus dem &#8211; vorwiegend deutschsprachigen &#8211; Ausland. Seit Pr\u00e4senz des Netzwerkes im Internet wurden 220.000 Zugriffe registriert, die sich auf 57.000 Seiten verteilten. Pro Monat wurde durchschnittlich von 430 verschiedenen Rechnern auf den Server zugegriffen und dabei 330 Seiten erreicht. Das Hauptaugenmerk der Besucher\/innen lag auf der Projektdatenbank der Hochschulen und dem Kommunikationsangebot (Diskussionsforum, Chat und Mitgliederliste), danach folgten der Mitgliederservice, der Veranstaltungskalender und der Informationsservice (Literatur, Medien).<br \/>\nF\u00fcr die vom Netzwerk allein und in Kooperation mit anderen Organisationen durchgef\u00fchrten Veranstaltungen sowie die im Rahmen der Netzwerkarbeit besuchten Veranstaltungen kann man ein \u00fcberwiegend positives Res\u00fcmee ziehen. Die Themen stie\u00dfen allgemein auf gro\u00dfes Interesse, und die Teilnehmer\/innen \u00e4u\u00dferten sich zufrieden \u00fcber den Inhalt der Veranstaltungen.<br \/>\nDie angestrebte Dezentralisierung konnte jedoch eher nicht erreicht werden. Indem einzelne Mitglieder Teilaufgaben des Netzwerkes \u00fcbernehmen w\u00fcrden, k\u00f6nnten die Aufgaben auf verschiedene St\u00fctzpunkte verteilt werden (z.B. Pflege von Links, Veranstaltungen, &#8230;). Dies h\u00e4tte den Vorteil, dass das Netzwerkmanagement von diesen operativen T\u00e4tigkeiten entlastet w\u00fcrde, so dass z.B. die politische Lobbyarbeit erheblich mehr ausgebaut werden k\u00f6nnte. Der Input der Mitglieder in das Netzwerkmanagement war jedoch &#8211; bis auf wenige Ausnahmen &#8211; eher d\u00fcrftig. Auch das Engagement der Mitglieder hinsichtlich der Projektdatenbank war weit geringer als erwartet. W\u00e4hrend die zugrunde liegende Datenbank auf mehrere tausend Projekte ausgelegt ist, wurden bisher nur 37 Projekte von den Mitgliedern eingegeben. Obwohl uns bekannt ist, dass viele Mitglieder entsprechende Projekte bearbeiten, konnten sie trotz regelm\u00e4\u00dfiger Aufforderungen in den Mitglieder-Infos nicht zu einer Darstellung der Projekte bewegt werden. Dies ist um so bedauerlicher, als auf diese Rubrik von den Internetnutzern am h\u00e4ufigsten zugegriffen wird (dies zeigt den hohen Informationsbedarf) und die Information \u00fcber konkrete Aktivit\u00e4ten an Hochschulen eine der vordringlichen Ziele des Netzwerks darstellt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Nach Aufbau des Netzwerkservers www.eco-campus.net wurden die wichtigsten politischen Akteure der Hochschulentwicklung \u00fcber das Netzwerk sowie deren Zielsetzung informiert. Genutzt wurden hierbei sowohl der direkte Weg \u00fcber die pers\u00f6nliche Kontaktaufnahme zu den Akteuren der Hochschulentwicklung als auch der indirekte Weg \u00fcber die \u00f6ffentlichen Medien und hochschulspezifischen Veranstaltungen, Tagungen und Arbeitstreffen. Zur verst\u00e4rkten Werbung f\u00fcr die Netzwerkziele und der Darstellung seiner Aktivit\u00e4ten dienen auch die seit Anfang 2000 viertelj\u00e4hrlich erscheinenden eco-campus-Netzwer-News (eNN). Mit diesem offline-Angebot sollen auch verst\u00e4rkt Personen angesprochen werden, die noch nicht mit dem Internet vertraut sind. Die drei bisher erschienen Ausgaben wurden dankenswerter Weise von der HIS GmbH finanziert und \u00fcber das mit einer Auflage von 1.500 St\u00fcck erscheinende HIS-Mitteilungsblatt verteilt. Die geplante vierte Ausgabe konnte nicht mehr erstellt werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Zur dauerhaften Sicherung von eco-campus.net ist eine Institutionalisierung desselben unabdingbar, so dass zur Zeit nach Mitteln und Wegen gesucht wird, die Fortf\u00fchrung des Netzwerks &#8211; \u00fcber die gef\u00f6rderte Aufbauphase hinaus &#8211; sicherstellen zu k\u00f6nnen. Eine M\u00f6glichkeit w\u00e4re die Finanzierung \u00fcber Mitgliedsbeitr\u00e4ge der Hochschulen. Bisher meldet sich jedes Mitglied in seiner eigenen Verantwortung an, aber es w\u00e4re auch denkbar, dass Hochschulen als Organisation dem Netzwerk beitreten und es dadurch st\u00fctzen. Als ein erster Schritt in diese Richtung ist die Initiative der HRK zu werten, in der sie die Hochschulen auf eco-campus.net hinweist und sie zur Umsetzung der Loccumer Resolution auffordert. Aufbauend hierauf k\u00f6nnten die Hochschulen nun zur Unterst\u00fctzung und Nutzung von eco-campus.net aufgerufen werden. Denkbar w\u00e4re ein Mitgliedsbeitrag von 1000 DM pro Hochschule und Jahr.<br \/>\nEin weiterer Entwicklungsschritt w\u00e4re schlie\u00dflich die Internationalisierung des Netzwerks. Denkbar w\u00e4re z.B., eco-campus.net als Dachorganisation aufzubauen und jeweils bestimmte Serviceangebote f\u00fcr einzelne L\u00e4nder auszuarbeiten. Interesse besteht z.B. bereits bei den niederl\u00e4ndischen und den schwedischen Umweltbeauftragten der Hochschulen. Das Netzwerk hat bisher auch bereits 19 ausl\u00e4ndische Mitglieder, vorwiegend jedoch aus dem deutschsprachigen Raum. Die Teilnahme steht jedoch bereits jetzt jedem Interessierten offen; ein Gro\u00dfteil der Internetseiten wurde bereits zweisprachig angelegt, und auch der monatliche Mitglieder-Rundbrief wird in englisch und deutsch verfasst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens eco-campus.net, das Netzwerk f\u00fcr eine umweltgerechte Entwicklung der Hochschulen, verbindet diejenigen Akteure an Hochschulen, die sich aktiv f\u00fcr eine umweltgerechte Gestaltung der Hochschulen in Forschung, Lehre und Verwaltung einsetzen. Angestrebt wird eine Hochschule, deren Ziele und Gestaltungsprinzipien in Forschung, Lehre und Verwaltung im Einklang mit einer nachhaltigen Entwicklung stehen. 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