  {"id":20189,"date":"2025-04-10T10:32:08","date_gmt":"2025-04-10T08:32:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/08129-01\/"},"modified":"2025-04-10T10:32:09","modified_gmt":"2025-04-10T08:32:09","slug":"08129-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/08129-01\/","title":{"rendered":"F\u00f6rderschwerpunkt Holz: Altholzentsorgungskonzept f\u00fcr eine ausgew\u00e4hlte st\u00e4dtische und l\u00e4ndliche Region in den alten Bundesl\u00e4ndern unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der  Entwicklungen auf dem Gebiet der Schadstoffschnellerkennung im Altholz"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In dem Projekt wurden Altholzmengen und -zusammensetzungen und deren Schadstoffbelastungen in einem Modellgebiet ermittelt sowie die Rahmenbedingungen an den jeweiligen Altholzanfallstellen beschrieben. Weiterhin wurden im Verbundprojekt entwickelte Schadstoffschnellerkennungsverfahren im Hinblick auf ihre praktische Einsetzbarkeit untersucht.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden\u00b7 Ermittlung der Altholzsituation in den Modellgebieten<br \/>\nAufbauend auf vorhandene Daten zum Altholzaufkommen und dessen Entsorgung (Verwertung, Beseitigung) in den Modellgebieten wurden erg\u00e4nzende Betrachtungen durchgef\u00fchrt. Es wurden die Anfallstellen f\u00fcr Altholz wie private Haushalte (Sperrm\u00fcll), Recyclingh\u00f6fe, Baustellen, Deponien, Bauabfallaufbereitungsanlagen, Restm\u00fcllbehandlungsanlagen (Stadt M\u00fcnster) n\u00e4her untersucht.<br \/>\n\u00b7 Ansatzpunkte f\u00fcr den Einsatz von Schadstoffschnellerkennungsverfahren<br \/>\nIn Abh\u00e4ngigkeit von den Randbedingungen an den unterschiedlichen Anfallstellen wurden Anforderungen an die Schnellerkennungsverfahren definiert und mit den Einsatzm\u00f6glichkeiten und -voraussetzungen abgeglichen. Es werden Vorschl\u00e4ge f\u00fcr den Einsatz von Schnellerkennungsverfahren an verschiedenen Anfallorten von Altholz gemacht.<br \/>\n\u00b7 Untersuchungen zur praktischen Einsetzbarkeit von Schnellerkennungsverfahren bei der Vorsortierung und der Qualit\u00e4tssicherung<br \/>\nEs wurden verschiedene LASER-Verfahren und ein Ionenmobilit\u00e4tsspektrometer durch folgende Versuche \u00fcberpr\u00fcft: Untersuchung realer Gebrauchtholzproben, Feldversuch zur Gebrauchtholz-Vorsortierung, Feldversuch zum Einsatz beim kontrollierten R\u00fcckbau, Untersuchung von konfektionierten st\u00fcckigen Holzproben, Untersuchung von dotierten Holzmehlpellets, Untersuchung von Produkten aus Altholzaufbereitungsanlagen, Untersuchung von Holzmehlpellets aus Versuchen zu einem Probenahmekonzept. Hierbei wurde neben der Handhabung der Ger\u00e4te (Dauer der Messungen, Ausfallzeiten, Schwierigkeiten, etc.) der Parameterumfang und die Vergleichbarkeit der Messergebnisse  \u00fcberpr\u00fcft.<br \/>\n \u00b7 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Einsatzes von Schnellerkennungsverfahren<br \/>\nZur Ermittlung der Wirtschaftlichkeit wurden aktuelle Analysenpreise verschiedener Labore ermittelt und mit den Kosten f\u00fcr den Einsatz der Schnellerkennungsverfahren unter Ber\u00fccksichtigung aktueller Vorgaben f\u00fcr die Vorsortierung bzw. die Qualit\u00e4tssicherung verglichen und in Abh\u00e4ngigkeit von der Analysenanzahl vergleichend dargestellt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Untersuchung der Altholzmenge und -zusammensetzung ergab im Hinblick auf die einzelnen Fraktionen folgende Ergebnisse: In beiden Modellgebieten war der \u00fcberwiegende Gebrauchtholzanteil im produktionsspezifischen Abfall aus dem sonstigen Gewerbe zu finden. Der zweitgr\u00f6\u00dfte Holzanteil ist in der st\u00e4dtischen Region mit ca. 15 % im Sperrm\u00fcll, im l\u00e4ndlichen Gebiet im hausm\u00fcll\u00e4hnlichen Gewerbeabfall mit ca. 7 % zu finden. Der Anteil an Holzmonofraktion macht am Gesamtholzpotential ca. 2 &#8211; 9 % aus. In Bezug auf die Holzzusammensetzung ist generell festzustellen, dass die Fraktion der unbehandelten H\u00f6lzer, mit Ausnahme im Bauabfall, nur zu geringen Anteilen (ca. 10 %) vertreten ist. Bei den Vollh\u00f6lzern liegt der Schwerpunkt auf den behandelten H\u00f6lzern und bei den Holzwerkstoffen auf den beschichteten Werkstoffen. Schnellerkennungsverfahren, die an den untersuchten Anfallstellen einsetzbar sein sollen, m\u00fcssen zusammenfassend folgende Anforderungen erf\u00fcllen: Erfassung aller notwendigen Parameter, ausreichend niedrige Bestimmungsgrenzen, unempfindlich gegen Temperaturschwankungen, unterschiedliche Witterungsverh\u00e4ltnisse, Ersch\u00fctterungen und unsachgem\u00e4\u00dfen Umgang, einfache Handhabung , kurze Messdauer.<br \/>\nDie Ergebnisse aus den Untersuchungen der Schnellerkennungsverfahren lassen sich folgenderma\u00dfen zusammenfassen: Die Messdauer ist mit z. T. nur wenigen Sekunden ausreichend kurz. Je nach eingesetztem Schnellerkennungsger\u00e4t ist aber eine Probenahme oder eine Probenvorbereitung notwendig. Bez\u00fcglich des Parameterumfanges ist festzuhalten, dass bis zum Projektende nicht alle f\u00fcr die Holzanalytik notwendigen Parameter mittels Schnellerkennungsverfahren messbar waren. Die Messergebnisse zeigen insgesamt starke Streuungen, die neben der geringen Probenmenge auch auf die inhomogene Verteilung von Holzschutzmittelwirkstoffen im Holz zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Bez\u00fcglich der ermittelten Messergebnisse l\u00e4sst sich aber festhalten, dass die untersuchten Schnellanalysemethoden deut-lich kontaminierte H\u00f6lzer, d. h. H\u00f6lzer mit hohen Schadstoffgehalten, z. B. in der Eingangskontrolle oder beim R\u00fcckbau erkennen k\u00f6nnen. Vor allem die Holzschutzmittelwirkstoffe Chrom, Kupfer, Bor und PCP werden in hohen Konzentrationen ausreichend gut erkannt. Ein Einsatz in der Vorsortierung zur Untersuchung der genannten Parameter w\u00e4re somit prinzipiell denkbar. Aufgrund der Schnelligkeit des Informationsgewinns w\u00e4re ebenfalls ein Einsatz schnellanalytischer Verfahren zur Qualit\u00e4tskontrolle in der laufenden Produktion von Recyclingholzsp\u00e4nen und -hackschnitzeln w\u00fcnschenswert. Dieser war bis Projektende aber aufgrund der notwendigen Probenvorbereitung (Homogenisierung und Pelletierung) und den daraus resultierenden niedrigeren Schadstoffkonzentrationen, die je nach eingesetztem Ger\u00e4t nicht ausreichend genau erkannt wurden, nicht sinnvoll durchf\u00fchrbar. Weiterhin sind die Ger\u00e4te unter den gegenw\u00e4rtigen Vorgaben f\u00fcr die Analytik im Bereich der Gebrauchtholzaufbereitung und den derzeit niedrigen Entsorgungskosten nur eingeschr\u00e4nkt wirtschaftlich einsetzbar. Dies k\u00f6nnte aber bei Produktion einer gr\u00f6\u00dferen St\u00fcckzahl in Kombination mit einer Weiterentwicklung der Ger\u00e4te und ge\u00e4nderten Entsorgungskosten deutlich \u00e4ndern. Zudem ist die durch die Ger\u00e4te zu erreichende gr\u00f6\u00dfere Sicherheit f\u00fcr gleichbleibende Produktqualit\u00e4ten derzeit monet\u00e4r nur schwer zu bewerten. Weiterentwicklungspotentiale werden in Abh\u00e4ngigkeit vom untersuchten Ger\u00e4t gegenw\u00e4rtig vor allem in der Aufnahme noch fehlender Parameter, in der weiteren Absicherung von Messergebnissen, in der Optimierung der Handhabung der Ger\u00e4te und ggf. in einer Automatisierung gesehen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00b7 UmweltConcept-Workshop in Dresden, M\u00e4rz 1998<br \/>\n\u00b7 DBU-Statusseminar Altholzverwertung &#8211; Probleme und L\u00f6sungen, Mai 1998 (Initiativen zum Umweltschutz 8)<br \/>\n\u00b7 Internationaler Congress R99 -Recovery, Recycling, Reintegration in Genf, Februar 1999<br \/>\n\u00b7 Workshop Holzschutzmittelanalytik im Sekundentakt im Umweltbundesamt, September 1999<br \/>\n\u00b7 Workshop: Bestimmung von Holzschutzmitteln in Gebrauchtholz in Braunschweig, M\u00e4rz 2000<br \/>\n\u00b7 Ver\u00f6ffentlichung in der EntsorgungsPraxis 5\/2000<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Altholzmenge und -zusammensetzung kann deutlich mit der Altholzfraktion und der Gebietsstruktur bzw. der Besch\u00e4ftigungsstruktur variieren. F\u00fcr den Einsatz von Schnellerkennungsverfahren bei der Gebrauchtholzvorsortierung sind Anforderungen definiert worden, die von den untersuchten Ger\u00e4ten unter-schiedlich erf\u00fcllt werden. Aus den Untersuchungen zur Praxistauglichkeit der Ger\u00e4te ist festzuhalten, dass die untersuchten Schnellanalysemethoden noch Entwicklungspotentiale aufweisen, die im Rahmen des Projektes aufgezeigt wurden. Eine Weiterentwicklung der Ger\u00e4te in Kombination mit einer Produktion gr\u00f6\u00dferer St\u00fcckzahl w\u00fcrde, neben zuk\u00fcnftig sich ggf. \u00e4ndernden Entsorgungskosten, zu einer besseren Wirtschaftlichkeit des Ger\u00e4teeinsatzes f\u00fchren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In dem Projekt wurden Altholzmengen und -zusammensetzungen und deren Schadstoffbelastungen in einem Modellgebiet ermittelt sowie die Rahmenbedingungen an den jeweiligen Altholzanfallstellen beschrieben. 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