  {"id":20169,"date":"2024-11-27T10:32:40","date_gmt":"2024-11-27T09:32:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/05934-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:32:43","modified_gmt":"2024-11-27T09:32:43","slug":"05934-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/05934-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines modular einsatzbaren Heizeinsatzes f\u00fcr Holzpellets"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Entwicklung eines modular einsetzbaren, kontinuierlich beschickten Heizeinsatzes f\u00fcr Holzpellets o.\u00e4. biogene Brennstoffe als Einzelfeuerst\u00e4tte mit optionaler Warmwasserschnittstelle zur Integration als Zusatzheizung oder als Hauptheizung f\u00fcr private Haushalte. Besondere Zielsetzung ist die Substitution fossiler Energien mittels nachwachsender Rohstoffe bei gleichzeitiger deutlicher Reduzierung der Schadstoffemissionen im Vergleich zu konventionellen Einzelfeuerst\u00e4tten f\u00fcr biogene Festbrennstoffe.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZuerst wurde eine Marktanalyse der Beheizungsstruktur in Deutschland durchgef\u00fchrt, um die Marktakzeptanz verschiedener L\u00f6sungsans\u00e4tze und Feuerungstypen bewerten zu k\u00f6nnen. In einer zweiten Phase wurden zwei neuartige Brennraummodule zur Verfeuerung von CO2-neutralen Holzpellets entwickelt und zum Patent angemeldet, die sich durch eine extrem schnelle Aufheizung auszeichnen, die Emissionen von Staub, Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffen im Vergleich zu St\u00fcckholzfeuerungen aber auch konventionellen Pelletfeuerungen entscheidend reduzieren und die Wirkungsgrade deutlich erh\u00f6hen. Parallel wurde in zahlreichen Tests und Versuchen eine neuartige Regelungstechnik\/-sensorik und Verbrennungsluftf\u00fchrung integriert, die interne und externe Parameter\u00e4nderungen selbstst\u00e4ndig ausgleicht. Die Brennraummodule wurden danach f\u00fcr die Verwendung als Zentralheizungssystem mit integrierten Wasserw\u00e4rmetauschern ausgestattet. Nach einer intensiven Testphase, mit \u00dcberpr\u00fcfung, Evaluierung und Optimierung der Verbrennungsparameter bez\u00fcglich Schadstoffen und Wirkungsgraden, wurde eines der neu entwickelten Brennraummodule in verschiedene Feuerungstypen integriert und hierdurch eine breite Palette von verschiedenen Einsatzf\u00e4llen abgedeckt. Zahlreiche weitere interne Versuche und Tests an diesen Prototypenfeuerungen wurden in einer weiteren Phase durch verschiedene unabh\u00e4ngige Institute \u00fcberpr\u00fcft, Fertigungszeichnungen f\u00fcr die Serienproduktion erstellt und die Technik fl\u00e4chendeckend in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz zugelassen. Danach wurden die Produkte in den Markt eingef\u00fchrt. Bei dem zweiten neu entwickelten Brennraummodul wurde ein vollst\u00e4ndig neues Abbrandprinzip realisiert. Dieses Brennraummodul wurde in das Funktionsmuster einer wandh\u00e4ngenden Pellet-Therme\u00ae integriert. Auch hier wurden intensive Versuche zu Abbrandverhalten, Gebrauchstauglichkeit, Sicherheit sowie Schadstoffemissionen und Wirkungsgraden durchgef\u00fchrt und dokumentiert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Es wurden verschiedene, besonders bedienerfreundliche, schadstoffarme und effiziente Feuerungen entwickelt, die eine breite Anzahl von Anwendungsf\u00e4llen abdecken k\u00f6nnen. Die Emissionen des ersten Wodtke Prim\u00e4rofens konnten nochmals deutlich gesenkt werden, wenn auch die strengen Zielvorgaben, mit Ausnahme bei der Pellet-Therme, des Projektes (Umweltzeichen RAL UZ9) nicht ganz erreicht werden konnten. Besonders deutlich werden die erzielten Minderungspotentiale bei den Emissionen von CO (Faktor 5,3 bis 67), Kohlenwasserstoffen (Faktor 5 bis 400) und Staub (Faktor 1,7 bis 7), die um ein Vielfaches gegen\u00fcber vergleichbaren St\u00fcckholzfeuerungen und Pellet\u00f6fen gesenkt werden konnten. Die Wirkungsgrade liegen deutlich h\u00f6her als bei vergleichbaren St\u00fcckholz- oder Pelletfeuerst\u00e4tten und auch deutlich \u00fcber den vorgegebenen Zielgrenzwerten von 87% f\u00fcr Luftger\u00e4te bzw. 91% f\u00fcr Kesselger\u00e4te.<\/p>\n<p>Insgesamt k\u00f6nnten mit den hier entwickelten weiteren Feuerungen allein in Deutschland ca. 14 Millionen Einzelfeuerst\u00e4tten f\u00fcr feste Brennstoffe substituiert werden. Erstmals k\u00f6nnte jetzt auch ein erheblicher Anteil von \u00d6l- und Gasfeuerungen durch die neu entwickelten Feuerungen, speziell in Kombination mit thermischen Solaranlagen oder kontrollierter Wohnungsl\u00fcftung mit W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung, substituiert werden. Die Grundkonzeption mit Aufstellung im Wohnbereich erm\u00f6glicht gegen\u00fcber klassischen Zentralheizungskonzepten oder Fernw\u00e4rmenetzen besonders bei weitl\u00e4ufiger Bebauungsstruktur und niedrigem Energiebedarf eine deutliche Verringerung der Leitungs- und Bereitschaftsverluste und f\u00fchrt neben einer noch effizienteren Energieausnutzung durch den Sichtfeuereffekt auch zu einer noch h\u00f6heren Marktbedeutung. Mit dem weltweit ersten Funktionsmuster einer wandh\u00e4ngenden Pellet-Therme\u00d2 wurde zus\u00e4tzlich eine CO2-neutrale Ersatzl\u00f6sung f\u00fcr klassische \u00d6l- und Gasheizkessel vorgestellt, die sich durch niedrigste Kohlenmonoxid- und Kohlenwasserstoffemissionen bei gleichzeitig kosteng\u00fcnstiger Anlagenausf\u00fchrung auszeichnet. Aufgrund der bestehenden Vertriebsstruktur der Fa. Wodtke wurde hier bisher noch keine L\u00f6sung zur Markteinf\u00fchrung\/Vertrieb der Pellet-Therme gefunden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Es wurden u.a. verschiedene Pilotprojekte mit Modellcharakter durchgef\u00fchrt und eine Vielzahl von Fachvortr\u00e4gen, Ver\u00f6ffentlichungen, Messebesuchen sowie Medienauftritten realisiert. Hier sind besonders verschiedene Fernsehbeitr\u00e4ge zu nennen, die ein breites Publikum angesprochen haben. Weiterhin konnten neben Planern, Architekten und Handwerkern in besonderem Ma\u00dfe auch Beh\u00f6rdenvertreter von Bund, Land und Kommunen als Multiplikatoren zum Endverbraucher der neu entwickelten Alternativen aufgezeigt werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Aufgabenstellung des Projektes wurde in allen Punkten erreicht und zum Teil sogar erheblich \u00fcbertroffen. Es wurde eine breit anwendbare Systeml\u00f6sung geschaffen. Die Innovationsh\u00f6he der im Rahmen des Projekts vorgestellten L\u00f6sungen belegen eine Vielzahl von Patentanmeldungen. Die hier gefundenen L\u00f6sungen sollten zur optimalen Nutzung der vorhandenen Umweltentlastungspotentiale konsequent weiterentwickelt und einer noch breiteren \u00d6ffentlichkeit vorgestellt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Entwicklung eines modular einsetzbaren, kontinuierlich beschickten Heizeinsatzes f\u00fcr Holzpellets o.\u00e4. biogene Brennstoffe als Einzelfeuerst\u00e4tte mit optionaler Warmwasserschnittstelle zur Integration als Zusatzheizung oder als Hauptheizung f\u00fcr private Haushalte. 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