  {"id":20108,"date":"2024-11-27T10:32:23","date_gmt":"2024-11-27T09:32:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/01975-02\/"},"modified":"2024-11-27T10:32:24","modified_gmt":"2024-11-27T09:32:24","slug":"01975-02","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/01975-02\/","title":{"rendered":"Koordination zur Errichtung von Beratungszentren zur Umwelt- und Ressourcenschonung in den neuen Bundesl\u00e4ndern"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die kommunalen Versorgungsunternehmen wollten mit dem gemeinsamen Projekt Errichtung von Beratungszentren zur Umwelt- und Ressourcenschonung bei kommunalen Unternehmen in den neuen Bundesl\u00e4ndern ein Zeichen setzen f\u00fcr eine umweltorientierte Unternehmensf\u00fchrung und regional eine kompetente Beratungsinfrastruktur f\u00fcr die B\u00fcrger etablieren. Die Energie- und Wasserverwendung beim Kunden ist neben der umweltvertr\u00e4glichen Bereitstellung dieser Ressourcen ein wichtiger Bereich zum verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt. Durch eine Verbesserung der Informationsbasis und der zielgruppenspezifischen Beratung der Bev\u00f6lkerung durch die jungen Stadtwerke in den neuen Bundesl\u00e4ndern sollten die Energie- und Wassereinsparung unterst\u00fctzt und das Umweltbewusstsein gef\u00f6rdert werden.<br \/>\nDie Einrichtung von beispielhaften Pilot-Beratungszentren und die Anschubfinanzierung f\u00fcr ihren Betrieb sollten nicht nur zur Bedarfsdeckung in einzelnen St\u00e4dten beitragen, sondern auch Orientierung f\u00fcr andere Unternehmen sein f\u00fcr den Aufbau qualitativ hochwertiger Beratungseinrichtungen. Deshalb ber\u00fccksichtigt die Projektauswahl verschiedene Beratungskonzeptionen und eine gleichm\u00e4\u00dfige regionale Verteilung.  Mit der Verwirklichung dieses Vorhabens sollen erhebliche Beitr\u00e4ge zur Verbreitung von Technologien zur rationellen Energienutzung, zur umweltgerechten Erschlie\u00dfung und Nutzung erneuerbarer Energiequellen, zur Vermittlung von Wissen \u00fcber die Umwelt sowie zur beruflichen Weiterbildung in der Energie- und Umweltberatung geleistet werden.<br \/>\nEine begleitende Erfolgskontrolle sollte die Zielerreichung \u00fcberpr\u00fcfen und Methodenkenntnisse verbessern.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenMit der Koordinierung und \u00dcberwachung der Zieleinhaltung des Vorhabens wurde die ASEW Arbeitsgemeinschaft f\u00fcr sparsame Energie- und Wasserverwendung im VKU, K\u00f6ln betraut. Die ASEW sorgte auch f\u00fcr den Erfahrungsaustausch zwischen den Projektpartnern sowie dem Know-how Transfer zwischen den Stadtwerken in Ost und West vor allem \u00fcber die ASEW-Arbeitskreise Einrichtung und Betrieb von Bera-tungszentren, \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Organisation und Personalentwicklung. Die Qualifizierung des Beratungspersonals, die Etablierung einer Erfolgskontrolle im Betrieb und die Verbreitung der Projektergebnisse waren weitere Ziele des Koordinierungsprojektes.<br \/>\nDas Projekt war in f\u00fcnf Phasen unterteilt:<br \/>\nPhase I:<br \/>\nAuswahl der Projekte und Vorbereitung der Bearbeitung in den anderen Phasen<br \/>\nIn dieser Bearbeitungsphase standen die Ansprache und Auswahl m\u00f6glicher Kooperationspartner, die weitere Zusammenstellung eines Ausstattungskatalogs und die Konzipierung eines Weiterbildungsprogramms im Mittelpunkt .<br \/>\nPhase II:<br \/>\nPlanung und Errichtung von Beratungszentren<br \/>\nDie Beratung und Betreuung der Kooperationspartner bei der Planung und Einrichtung ihrer Beratungszentren standen im Mittelpunkt dieser Phase. Das neu konzipierte Weiterbildungsangebot wurde durch-gef\u00fchrt.<br \/>\nPhase III:<br \/>\nBetrieb der Beratungszentren<br \/>\nDiese Phase bildete den Schwerpunkt innerhalb der jeweiligen Einzelprojekte. Hier wurde durch die ASEW insbesondere zu den Themen Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit, Zielgruppenansprache und Aktionen die Wissensvermittlung zwischen den Stadtwerken aus alten und neuen Bundesl\u00e4ndern gesteuert.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus wurden Arbeitstreffen, Workshops, Pr\u00e4sentationsveranstaltungen und Kundenforen f\u00fcr den Erfahrungsaustausch organisiert.<br \/>\nPhase IV:<br \/>\nEvaluierung und Verbesserung<br \/>\nDie Phase IV beinhaltete die begleitende Evaluierung zum Betrieb der Beratungszentren. Die Erkenntnisse flossen direkt in das Projekt ein. Durch diese R\u00fcckkopplung zu den Beratungszentren und zum Projektkoordinator wurden die M\u00f6glichkeiten der Effizienzsteigerung genutzt.<br \/>\nPhase V:<br \/>\nVerbreitung der Erfahrungen<br \/>\nEine wichtige Intention dieses Projektes lag darin, anhand von Pilotberatungszentren in den neuen Bundesl\u00e4ndern eine Initialwirkung zu erzeugen, um auch andere Stadtwerke zur Einrichtung und zum Betrieb von Beratungseinrichtungen zur Umwelt- und Ressourcenschonung zu motivieren und ihnen dabei Hilfestellung und Orientierung zu geben. Die Beratungszentren, die im Rahmen dieses Projektes realisiert wurden, sollen dabei Kristallisationspunkte f\u00fcr den weiteren Aufbau von Beratungskapazit\u00e4ten bei kommunalen Versorgungsunternehmen sein.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projektes wurden von 1995 bis 1998 in elf St\u00e4dten Beratungseinrichtungen aufgebaut, die zu einem festen Aktionspunkt f\u00fcr die Initiierung von Ma\u00dfnahmen zur Energie- und Wassereinsparung geworden sind. Insgesamt werden direkt \u00fcber 500.000 Einwohner auf diese Weise aktiv angesprochen. \u00dcber die enge Kooperation mit Handwerkern, Vereinen, Schulen und anderen Multiplikatoren ist der Erreichungsgrad sehr viel h\u00f6her. Die Quintessenz zu Einrichtung und Betrieb der Beratungszentren ist in einem Handbuch Erfolgsplaner Kundenkommunikation zusammengefasst, der \u00fcber die ASEW bezogen werden kann.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Einer breiteren \u00d6ffentlichkeit und anderen Stadtwerken wurden die Modellberatungszentren \u00fcber die Veranstaltungsreihe des ASEW-Treff vor Ort: Kundenberatung, den jeweiligen Er\u00f6ffnungsveranstaltungen der neuen Beratungszentren, dem ASEW-Beratertag, der ASEW Jahrestagung sowie einer laufen-den Berichterstattung in der Mitgliederzeitschrift ASEW-Aktuell und \u00fcber eine Reihe von Presseartikeln vorgestellt. Die Abschlussveranstaltung des Gesamtprojektes am 8.\/9.11.2000 in Jena pr\u00e4sentierte die Gesamtergebnisse und stellte die Aktualit\u00e4t und N\u00fctzlichkeit kompetenter Beratungszentren bei kommu-nalen Versorgungsunternehmen auch im liberalisierten Energiemarkt heraus.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Zu Beginn des Projektes waren die kommunalen Versorgungsunternehmen in den neuen Bundesl\u00e4ndern noch in der Aufbauphase, Beratungseinrichtungen waren kaum bekannt. Bei einem gleichzeitig hohen Handlungsdruck zur Umwelt- und Ressourcenschonung waren die Kenntnisse \u00fcber energiesparende Techniken und die Sensibilisierung hierf\u00fcr unzureichend. Durch das Projekt wurden nicht nur in elf St\u00e4dten bzw. Regionen Beratungseinrichtungen aufgebaut, sondern eine breite und anhaltende Informations- und Qualifizierungskampagne f\u00fcr Energieunternehmen, Schulen, Multiplikatoren, Kommunen, Handwerk, Handel und Gewerbe, Architekten und Politiker, Agenturen und Presse durchgef\u00fchrt. Das Know-how zum effizienten Betrieb von Beratungseinrichtungen konnte durch die begleitende Erfolgskontrolle in Ost und West wesentlich ausgebaut werden.<br \/>\nDer im Projekt entstandene Erfolgsplaner Kundenkommunikation mit den Leitf\u00e4den zur Errichtung und zum Betrieb von Beratungszentren ist ein Handbuch, welches \u00fcber das Projektende hinaus ratsuchenden Fachleuten zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die kommunalen Versorgungsunternehmen wollten mit dem gemeinsamen Projekt Errichtung von Beratungszentren zur Umwelt- und Ressourcenschonung bei kommunalen Unternehmen in den neuen Bundesl\u00e4ndern ein Zeichen setzen f\u00fcr eine umweltorientierte Unternehmensf\u00fchrung und regional eine kompetente Beratungsinfrastruktur f\u00fcr die B\u00fcrger etablieren. 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