  {"id":20092,"date":"2023-07-13T15:14:39","date_gmt":"2023-07-13T13:14:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/11426-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:14:40","modified_gmt":"2023-07-13T13:14:40","slug":"11426-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/11426-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines Verfahrens zum gebremsten Abwasserflu\u00df in Kanalisationen mittels sogenannter HydroStyx-Armaturen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Gegenstand des Projektes war die Nutzbarmachung von Retentionsr\u00e4umen in bestehenden Abwasserkan\u00e4len durch Abflussverz\u00f6gerung mittels Abflussbremsen &#8211; HydroStyx genannt &#8211; zur Einsparung von Neubauten f\u00fcr die Regenwasserbehandlung, Regenwasserr\u00fcckhaltung und Vergleichm\u00e4\u00dfigung von Abfl\u00fcssen. Weitere Ziele waren die Beseitigung bzw. Reduktion von Spitzenabfl\u00fcssen an Entlastungsbauwerken durch verz\u00f6gerten Abfluss mittels HydroStyx &#8211; Armaturen zur Minderung von Hochwasserabfl\u00fcssen bei gleichzeitiger Reduktion von Schmutzfrachtaustr\u00e4gen und Entlastungsh\u00e4ufigkeiten in die Vorfluter. HydroStyx sollte des Weiteren die Abflusssteuerung und Beseitigung von hydraulischen \u00dcberlastungen bzw. Engp\u00e4ssen durch Nutzung vorhandener Retentionsr\u00e4ume erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAbwasserableitung Hoppetenzell &#8211; Zizenhausen: Im Bereich des Sammlers von Hoppetenzell nach Zizenhausen wurden unter wissenschaftlicher Begleitung der Fachhochschule Konstanz umfangreiche messtechnische Ma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt. Zu diesen Ma\u00dfnahmen z\u00e4hlen hydraulische Messungen und Analysen von Abwasserproben.Die Durchf\u00fchrung erfolgte dabei f\u00fcr den derzeitigen Ist-Zustand und den sp\u00e4teren abflussverz\u00f6gerten Zustand. Anhand der Auswertung der Messergebnisse wurde dann eine Bewertung der erreichten Ziel-setzungen f\u00fcr die Regenwasserbewirtschaftung durchgef\u00fchrt.<br \/>\nMit Hilfe der Durchflussmessger\u00e4te wurden s\u00e4mtliche Zu- und Ablaufwassermengen sowie die daraus resultierenden \u00dcberlaufmengen registriert. \u00dcber Datenfern\u00fcbertragung wurden die gespeicherten Messdaten t\u00e4glich abgerufen und zur weiteren Bearbeitung bzw. Auswertung aufbereitet.<br \/>\nBei Entlastungsereignissen an den Regen\u00fcberl\u00e4ufen in den Vorfluter wurden zus\u00e4tzlich Abwasserproben mit Hilfe der installierten Probenehmer gesammelt. Die Analysen der genannten Abwasserproben wurden im Labor der Kl\u00e4ranlage Stockach durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Zum Projekt liegt der umfangreiche Gesamtbericht von Januar 2001 einschlie\u00dflich aller Planunterlagen vor. Nach den Ausf\u00fchrungen des Bewilligungsempf\u00e4ngers erf\u00fcllten die bisher eingesetzten HydroStyx-Armaturen die in sie gesetzten Erwartungen, die Abflussbremsen funktionieren ohne Reklamationen ein-wandfrei. Die Anlagen werden weiterhin beobachtet.Im Labor konnten theoretische Grundlagen, die f\u00fcr den rechnerischen Nachweis erforderlich sind, gewonnen werden. Des Weiteren wurden auch Berechnungsverfahren, die das Retentionsverhalten bei unterschiedlichen \u00dcberlaufh\u00f6hen und Grundablassquerschnitten aufzeigen, erarbeitet. Die Projektpartner schlie\u00dfen aus den bisherigen Erfahrungen, dass zur Verbesserung der Akzeptanz bei Beh\u00f6rden und Fachleuten k\u00fcnftig weitere praktische Beispiele zu realisieren w\u00e4ren. Die bisherigen Einbauten und Einrichtungen w\u00e4ren in ihrer Funktionsf\u00e4higkeit bei unterschiedlichsten Regenereignissen k\u00fcnftig weiter zu beobachten und zu dokumentieren.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Kontaktadressen:<br \/>\nG\u00fcthler Ingenieurteam GmbH, Schaffhauser Strasse 103, 79761 Waldshut-Tiengen, Ansprechpartner: Herr G\u00fcthler, Tel. 07741\/6092-0, Fax -20.<br \/>\nFachhochschule Konstanz, Institut f\u00fcr Siedlungswasserwirtschaft, Fachbereich Umwelttechnik, Ansprechpartner: Herr Professor Dr.-Ing. Werner Lutz.<br \/>\n\u00d6ffentlichkeitsarbeit:<br \/>\nIn zahlreichen Pr\u00e4sentationen wurden und werden die Projekte und das Verfahren gemeinsam mit Herrn Prof. Dr. Werner Lutz von der Fachhochschule Konstanz pr\u00e4sentiert. Eingeladen sind hierzu Bau\u00e4mter, Beh\u00f6rdenvertreter, Berufsfachverb\u00e4nde.<br \/>\nDie derzeitige \u00d6ffentlichkeitsarbeit besteht darin, den Bau\u00e4mtern und Beh\u00f6rden das Verfahren zu pr\u00e4sentieren. Die Ver\u00f6ffentlichung der bisherigen Arbeit ist im vierten Quartal 2001 vorgesehen. Hier werden sowohl wissenschaftliche als auch praktische Erkenntnisse in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Konstanz in den Fachzeitschriften ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Aufgrund der sehr umfangreichen praktischen Eins\u00e4tze und der bisher entwickelten Berechnungsverfahren konnten die Funktionen der HydroStyx-Armaturen nachgewiesen werden. Im Rahmen von Machbarkeitsstudien wurden die vielf\u00e4ltigen Einsatzm\u00f6glichkeiten der HydroStyx- Armaturen dargestellt und auch ihre Grenzen aufgezeigt. Es konnten jeweils wesentliche Einsparpotenziale bei Einbau der Armaturen und Anwendung des Verfahrens gegen\u00fcber herk\u00f6mmlichen Einbauten (Stauwehre oder Regenentlastungsanlagen) ermittelt werden. Wesentliche Vorteile der Nutzbarmachung von vorhandenen Kanalspeichervolumina sind die Reduktion der Abflussspitzen und Vergleichm\u00e4\u00dfigung des Zulaufs zur Kl\u00e4ranlage; Reduzierung der \u00dcberlaufh\u00e4ufigkeiten an Regenentlastungsstellen als Beitrag zum Umwelt- bzw. Gew\u00e4sserschutz und die deutliche Einsparung von Baukosten. Die Projektpartner sehen jedoch f\u00fcr eine gezielte und breite Anwendung des Verfahrens eine k\u00fcnftig zu leistende, erhebliche \u00dcberzeugungsarbeit in der breiten \u00d6ffentlichkeit, bei Landrats\u00e4mtern und Kommunen. Zus\u00e4tzlich sei aus Sicht des B\u00fcros G\u00fcthler und der FH Konstanz die Weiterentwicklung des Verfahrens konsequent zu verfolgen.<br \/>\nDas Abr\u00fccken von traditionellen Kanaleinbauten f\u00e4llt den Entscheidungstr\u00e4gern aus verschiedensten Gr\u00fcnden offenbar schwer. Die Hinweise des B\u00fcros G\u00fcthler decken sich insofern mit den (leidvollen) Erfahrungen mit dem Einbau des Drehbogens \/ Bogenreglers in Dresden (AZ 00650\/01 &#8211; \/05), der grunds\u00e4tzlich die Funktionen eines Schwallsp\u00fclorgans und der Kanalnetzsteuerung in hervorragender Weise vereint.<br \/>\nDas Projekt wurde von den Kooperationspartnern insgesamt in sehr qualifizierter und engagierter Weise durchgef\u00fchrt. Sehr positiv zu werten war auch die Zusammenarbeit mit der Versuchsanstalt f\u00fcr Wasserbau an der eidgen\u00f6ssischen technischen Hochschule Z\u00fcrich, die sich im Zuge des Projektes mit dem Zweckverband Abwasserregion Solothurn-Emme ergeben hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Gegenstand des Projektes war die Nutzbarmachung von Retentionsr\u00e4umen in bestehenden Abwasserkan\u00e4len durch Abflussverz\u00f6gerung mittels Abflussbremsen &#8211; HydroStyx genannt &#8211; zur Einsparung von Neubauten f\u00fcr die Regenwasserbehandlung, Regenwasserr\u00fcckhaltung und Vergleichm\u00e4\u00dfigung von Abfl\u00fcssen. Weitere Ziele waren die Beseitigung bzw. 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