  {"id":19875,"date":"2024-11-27T10:34:02","date_gmt":"2024-11-27T09:34:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/09633-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:34:05","modified_gmt":"2024-11-27T09:34:05","slug":"09633-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/09633-01\/","title":{"rendered":"Regionale Integrationsinstrumente zur F\u00f6rderung der Entwicklung einer umweltgerechten Wirtschaftsstruktur &#8211; Am Beispiel der Euroregion Nei\u00dfe &#8211;"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projektes wird untersucht, inwieweit Regional- und Strukturpolitik, verbunden mit einer besonderen F\u00f6rderung kleiner und mittlerer Betriebe, den notwendigen Strukturwandel in vielen Branchen bzw. dessen Folgen ausgleichen und auffangen k\u00f6nnen. Erste diesbez\u00fcgliche Ansatzpunkte sind durch den grenz\u00fcberschreitenden Kommunalverbund Euroregion Nei\u00dfe, in dem sich Kommunen der drei Nachbarl\u00e4nder zusammengeschlossen haben, bereits gegeben.<br \/>\nDie Systemtransformation und der Strukturbruch in den L\u00e4ndern des ehemaligen Ostblockes haben zu einem \u00f6konomischen und \u00f6kologischen Umbruch gef\u00fchrt. Diese Chance gilt es zu nutzen, um die Wirt-schaftsstrukturen, die keine Ber\u00fccksichtigung der nat\u00fcrlichen Ressourcen beinhalteten, aufzubrechen und nachhaltige Produktionsmethoden einzuf\u00fchren. Im Rahmen des Projektes wurde in diesem Zusammenhang die Besonderheit der exponierten Lage im Dreil\u00e4ndereck Deutschland-Polen-Tschechien genutzt. Diese Region ist vormals als Schwarzes Dreieck bekannt gewesen, d. h. als die am h\u00f6chsten belastete Region im Herzen Europas. Durch die besondere Lage als EU-Au\u00dfengrenze ist die Betrachtung dieser Region mit Blick auf die Osterweiterung der EU besonders interessant. Ein weiterer Schwerpunkt war daher die Integration der osteurop\u00e4ischen Nachbarn auch und gerade im Hinblick auf die von ihnen angestrebte Mitgliedschaft in der EU.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Darlegung von Methoden, Instrumenten und Verfahren zum Ausgleich und zur Abfederung des notwendigen Strukturwandels unter gleichzeitiger Ber\u00fccksichtigung \u00f6kologischer Belange ist die vorrangige Zielstellung dieses Projektes. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf grenz\u00fcberschreitende Kooperationen von staatlichen, halbstaatlichen und privaten Stellen (Bund, Land, Gemeinden, Wojewdschaften [PL], Kreise [CZ], Handels- und Handwerkskammern, Unternehmerverb\u00e4nden, Gewerkschaften, Hoch-schulen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen etc.) gelegt. Auf der Grundlage der Erkenntnis, dass wirtschaftlicher Fortschritt zur Erlangung, Erhaltung und Sicherung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit und damit von Arbeitspl\u00e4tzen notwendig ist, wird gezeigt, inwiefern innovative Ans\u00e4tze des Know-How-Transfers und der nachhaltigen Entwicklung gerade auch durch kleine und mittlere Unternehmen im Zuge des Strukturwandels hierzu notwendig und m\u00f6glich sind. Ein weiterer Schritt war die Untersuchung von Netzwerken, d. h. inwieweit halbstaatliche oder private Zusammenschl\u00fcsse Innovationen f\u00f6rdern, z. B. durch Erfahrungsaustausch, Datenbanken, Kooperationen. Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit war daher die Integration der osteurop\u00e4ischen Nachbarn, auch und gerade im Hinblick auf ihre angestrebte Mitgliedschaft in der EU.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Vorangegangene Analysen verschiedener Projekte zur F\u00f6rderung einer nachhaltigen Wirtschaftsstruktur haben deutlich gezeigt, dass es einiger Grundlagen bedarf, um die Umsetzung von \u00f6kologischen Produktionsweisen in einer Region einzuf\u00fchren. Zu den wichtigsten Grundlagen geh\u00f6rt ein Netzwerk, \u00fcber das formell und informell ein Informationsflu\u00df gew\u00e4hrleistet werden kann. Dar\u00fcber hinaus ist ein Know-How-Transfer notwendig, um Denk- und Verhaltensstrukturen aufzubrechen, neue Verfahren und Methoden zu implementieren und eine Bewu\u00dftseins\u00e4nderung vorzunehmen. Der F\u00f6rdermittelempf\u00e4nger hat vielf\u00e4ltige und weitreichende Kontakte gekn\u00fcpft. Viele dieser Kontakte haben sich in festen Kooperationsvereinbarungen etabliert. Viele weitere Kontakte haben auch ohne feste (schriftliche) Vereinbarungen zu einer langfristigen und h\u00e4ufigen gegenseitigen Information und Kooperation gef\u00fchrt. Als \u00e4u\u00dferes Zeichen des fest etablierten Netzwerkes wurde im November 1997 der Verein f\u00fcr internationales und interdisziplin\u00e4res Management e. V. (ViiM) mit Sitz in Zittau gegr\u00fcndet. Die Aktivit\u00e4ten im ViiM haben sich zun\u00e4chst auf den Aufbau eines internationalen und interdisziplin\u00e4ren Netzwerkes zur F\u00f6rderung der Wirtschaft und \u00d6kologie in Deutschland, Polen und Tschechien konzentriert. Dar\u00fcber hinaus bietet der Verein eine st\u00e4ndige Plattform f\u00fcr Kooperationen, Innovationen und den Informations- und Technologietransfer zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Hochschulen der Region.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Der Kontakt zum S\u00e4chsischen Staatsministerium f\u00fcr Umwelt (SMU) f\u00fchrte zu einer Teilnahme des Ministeriums an dem TerraTec-Forum, welches vom 15. &#8211; 17. November 1996 im IBZ St. Marienthal vom IHI Zittau in Zusammenarbeit mit der Messe Leipzig GmbH ausgerichtet wurde. Die Durchf\u00fchrung dieser Zwischenveranstaltung TerraTec-Forum war ein weiterer wichtiger Beitrag zur Aktivierung von Netzwerken in der Region, f\u00fcr die Sensibilisierung der Region bez\u00fcglich des Themas Umwelt sowie f\u00fcr die Er\u00f6ffnung wirtschaftlicher Perspektiven. Auf dieser Tagung wurde unter dem Schwerpunkt Globale Umweltm\u00e4rkte &#8211; Entwicklungspotentiale f\u00fcr grenznahe Gebiete im Plenum sowie in Workshops \u00fcber die M\u00f6glichkeiten und Chancen des Know-How-Transfers und der Zusammenarbeit beraten. Weiterhin hat sich die Region des Dreil\u00e4nderecks unter Leitung des IHI Zittau und der Euroregion Neisse bei der vom 4. &#8211; 7. M\u00e4rz 1997 veranstalteten TerraTec-Messe in Leipzig pr\u00e4sentiert. Auch diese Zusammenarbeit ist als Beginn einer regelm\u00e4\u00dfigen Kooperation zur F\u00f6rderung der \u00f6kologisch ausgerichteten Wirtschaftsbeziehungen mit den Staaten Mittel- und Osteuropas verabredet worden. Sie konnte auf der n\u00e4chsten TerraTec-Messe im M\u00e4rz 1999 mit dem Workshop Umweltmanagement und -technik in Mittel- und Osteuropa in einem konkreten Workshop weiter vertieft und erfolgreich fortgesetzt werden. Mit der Partnerhochschule in Brno wurde bereits zweimal auf der internationalen Umweltfachmesse Envibrno ein Workshop zu deutsch-tschechischen Fragestellungen des Umweltmanagements bzw. der Umwelttechnik durchgef\u00fchrt. Ausserdem wurde, auch basierend auf den Kontakten des Netzwerkes eine Fachkonferenzreihe im Mai 1997 durch das IHI Zittau in Kooperation mit dem SMU im IBZ Marienthal initiiert. Mittlerweile findet kurz nach Abschlu\u00df dieses Projektes bereits die f\u00fcnfte Tagung dieser Reihe statt. Es haben jeweils ca. 80 &#8211; 100 Personen aus Deutschland, Polen und Tschechien an dieser Konferenz teilgenommen. Die im Rahmen dieser Tagungsreihe gehaltenen Vortr\u00e4ge wurden, um den Know-How-Transfer langfristig zu sichern, ebenfalls publiziert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der Aufbau eines fest etablierten Netzwerkes ist als Erfolg im Sinne nachhaltiger Wirksamkeit der Projektbearbeitung und -ergebnisse zu werten. Die gekn\u00fcpften Kontakte und durchgef\u00fchrten Aktivit\u00e4ten ha-ben auch \u00fcber das fest etablierte Netzwerk vielf\u00e4ltige Wirkungen in weiteren Bereichen (lockere Kooperationsvereinbarungen, Fortsetzung und Intensivierung bestehender oder neu angebahnter Kontakte, Informationsaustausch, Kooperationen in der Umweltbildung und Umweltforschung etc.) bewirkt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Rahmen des Projektes wird untersucht, inwieweit Regional- und Strukturpolitik, verbunden mit einer besonderen F\u00f6rderung kleiner und mittlerer Betriebe, den notwendigen Strukturwandel in vielen Branchen bzw. dessen Folgen ausgleichen und auffangen k\u00f6nnen. 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