  {"id":19217,"date":"2024-11-27T10:33:02","date_gmt":"2024-11-27T09:33:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/08863-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:33:03","modified_gmt":"2024-11-27T09:33:03","slug":"08863-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/08863-01\/","title":{"rendered":"F\u00f6rderschwerpunkt Bioabfallverwertung: Erarbeitung eines Ma\u00dfnahmenpaketes f\u00fcr innovative \u00d6ffentlichkeitsarbeit im Rahmen der kommunalen Bioabfallsammlung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das BUNDkonzept f\u00fcr innovative Ma\u00dfnahmen der \u00d6ffentlichkeitsarbeit hatte das Ziel, ein Grundver-st\u00e4ndnis f\u00fcr ein Kreislaufdenken in der Bev\u00f6lkerung zu implementieren. Es sollte zur Grundsensibilisie-rung rund um das Thema Bioabfallsammlung beitragen und verdeutlichen, dass Kompost kein M\u00fcll, son-dern ein wertvolles Kreislaufprodukt ist. Wichtig war, eine positive Grundstimmung zu erzeugen und zum Mitmachen zu animieren. Weiterhin sollte nach neuen Kommunikationswegen gesucht werden, die den Umweltschutz  vor Ort erlebbar machen. Innerhalb von f\u00fcnf Pilotvorhaben sollten diese innovativen Ma\u00dfnahmen der \u00d6ffentlichkeitsarbeit direkt umgesetzt werden, was aber wegen Termin- und Koordinations-schwierigkeiten nicht geschehen ist.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZun\u00e4chst  wurden anhand einer Ist-Analyse die Ma\u00dfnahmen der \u00d6ffentlichkeitsarbeit der kommunalen Bioabfallsammlung von 30 St\u00e4dten analysiert. Gegenstand der Recherche war Informationsmaterial f\u00fcr die B\u00fcrgerInnen (Flyer, Abfallkalender, Trenntipps etc.), Veranstaltungen\/Events und Give aways (Werbemittel) zum Thema kommunale Bioabfallsammlung bei z. B. Stadtfesten oder Tag der offenen T\u00fcr, Geb\u00fchrenanreize bei Eigenkompostierung und die pers\u00f6nliche Beratung vor, w\u00e4hrend und nach Einf\u00fchrung der Biotonne. Im Anschluss an die Ist-Analyse wurden kreative Ideen f\u00fcr innovative Ma\u00dfnahmen der \u00d6ffentlichkeitsarbeit in einem Brainstorming zusammengetragen. Die interessantesten Ideen wurden abgew\u00e4gt und zu dem der DBU vorliegendem Partnerbook-Konzept weiterentwickelt.  F\u00fcr die Umsetzung des Partnerbook-Konzeptes wurde anschlie\u00dfend versucht St\u00e4dte und Partner zu akquirieren. Um ein Experten-Meinungsbild einzuholen, wurde eine Fragebogenaktion initiiert sowie parallel dazu ein Workshop veranstaltet.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Recherchen in 30 Abfallberatungen haben ergeben, dass der Schwerpunkt in der Erstellung von ( mehrsprachigen ) Aufkl\u00e4rungsmaterialien zur M\u00fclltrennung (Abfalltrenntipps, Abfuhrkalender, Jahreszeitentipps etc. ) liegt. Dar\u00fcber hinaus erg\u00e4nzen h\u00e4ufig pers\u00f6nliche Beratungsgespr\u00e4che die \u00d6ffentlichkeitsar-beit.  Weiterhin werden kostenlose Vorsortiergef\u00e4\u00dfe verteilt, Plakate und M\u00fcllzeitungen erstellt, Malwettbewerbe initiiert und Anerkennungsplaketten f\u00fcr sorgf\u00e4ltige M\u00fclltrennung ausgegeben. Diese Art der \u00d6ffentlichkeitsarbeit findet schwerpunktm\u00e4\u00dfig vor oder w\u00e4hrend der Einf\u00fchrung der Biotonne statt. Der Etat f\u00fcr \u00d6ffentlichkeitsarbeit der Abfallberatungen ist meistens der Abteilung \u00d6ffentlichkeitsarbeit zugeteilt oder erstreckt sich auf die ganze Abfallberatung, es gibt kein spezielles Budget nur f\u00fcr Bioabfall. Der BUND hat vor allem festgestellt, dass die Konzepte gr\u00f6\u00dftenteils uneinheitlich und teilweise sogar verwirrend sind. Keines der Konzepte ist auf eine Markenbildungsstrategie ausgerichtet, um f\u00fcr Kompost das Bewusstsein eines wertvollen Produktes zu schaffen. Bei der oben ausgef\u00fchrten Problematik setzt das Konzept des BUND an. Da die regionalen und lokalen Gegebenheiten sehr differenzierte Ma\u00dfnahmen der \u00d6ffentlichkeitsarbeit verlangen, hat sich der BUND f\u00fcr ein offenes Rahmenkonzept der Grundsensibilisierung entschlossen. Auf neuen Kommunikationsplattformen will der BUND das Image des Produkts Kompost ver\u00e4ndern und verbessern, indem Kompost zum Aufh\u00e4nger eines integrativen Kommunikationskonzeptes wird, in dessen Mittelpunkt die Vermittlung der Freude am Produkt Kompost und die aktive Teilnahme f\u00fcr alle Teile der Bev\u00f6lkerung steht. Auf neuen und vielf\u00e4ltigen Wegen verkn\u00fcpft der BUND moderne Konzepte der \u00d6ffentlichkeitsarbeit (Eventmarketing, Direktmarketing, Promotion) mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen (Wirtschaft, Medien, Kunst, Kultur) zu einem \u00fcbergreifenden Ziel: Der BUND schafft Aufmerksamkeit f\u00fcr Kompost und macht die Bioabfallsammlung zu einem lohnenden Bestandteil der Alltagskultur. Diese Ergebnisse sind bei der Erarbeitung des Partnerbook-Konzeptes eingeflossen. Das Partnerbook fu\u00dft auf f\u00fcnf S\u00e4ulen: Veranstaltungen\/Events, Markenentwicklung, Produkt-Identifikation (z. B. durch Zielkompostierung), Cross-Marketing-Partnership (Zusammenar-beit mit Unternehmen), PR-Kooperationen\/Schirmherrschaft. Es gab z. B. konkrete Gespr\u00e4che mit der Stadt Chemnitz, Stadt Plauen, Deutsche Post AG, BUGA, Hellweg Baum\u00e4rkte, W.U.R.M. GmbH, Bundesgartenschau, Landesgartenschauen und anderen Unternehmen. Bei direkten Gespr\u00e4chen, der Fragebogenaktion sowie dem Workshop wurde das Partnerbook durchweg positiv beurteilt. Es kristallisierten sich jedoch zwei Probleme heraus. Viele St\u00e4dte waren der Meinung bereits Elemente der Markenbildung umzusetzen und die St\u00e4dte hatten kein oder nur ein geringes Budget f\u00fcr Bioabfallsammlung.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Partnerbook wurde zusammen mit einem Fragebogen an 1200 St\u00e4dte, Kommunen, Verb\u00e4nde und Unternehmen versendet. Weiterhin gab es am 26.05.00 in Berlin einen Workshop zur Beurteilung des Partnerbooks.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Konzept des BUND ist durchweg positiv beurteilt worden. Leider kam es aber bisher zu keiner Umsetzung. Aus Sicht des BUND h\u00e4tte die Realisierung bei den Projektpartnern stattfinden m\u00fcssen. Im nachhinein ist es schwierig, einen finanzstarken Partner zu finden, der die Intention des Konzeptes voll-st\u00e4ndig versteht und bereit ist, dieses komplett umzusetzen. Eine Ver\u00e4nderung des Corporate Identity ist bei keinem potenziellen Kooperationspartner in Erw\u00e4gung gezogen worden. Vielmehr sollten einzelne, kurzlebige Ma\u00dfnahmen des Konzeptes kopiert werden, um diese mit bereits existenten Ma\u00dfnahmen zu verquicken. Die Notwendigkeit langfristig zu planen, um eine nachhaltige Markenbildung aufzubauen, wurde verkannt. Trotz einigen unverbindlichen Interessensbekundungen von St\u00e4dten, sieht der BUND kaum Chancen das Konzept in seiner Gesamtheit umzusetzen. Ein Grund hierf\u00fcr ist, dass die B\u00fcrgerInnen nicht als zentrales Glied in der Produktionskette von qualitativ hochwertigem Kompost betrachtet werden. Vielmehr besch\u00e4ftigen sich die betroffenen Organisationen mit Gesetzen und Absatz an Gro\u00dfabnehmer. Die B\u00fcrgerInnen werden also nur sekund\u00e4r f\u00fcr wichtig erachtet, sind aber zentraler Bestandteil des Partnerbooks. Es wird \u00fcbersehen, dass die B\u00fcrgerInnen durch den Rohstoffeintrag f\u00fcr die Qualit\u00e4t des Endproduktes Kompost verantwortlich sind und damit \u00fcber die Absetzbarkeit ma\u00dfgeblich mitent-scheiden. Ebenfalls wird von den St\u00e4dten und Unternehmen \u00fcbersehen, dass sie sich durch eine ent-sprechende Umsetzung des Konzeptes als b\u00fcrgernah, aktiv und l\u00f6sungsorientiert profilieren k\u00f6nnten. Ein positiver Imagetransfer w\u00fcrde entstehen, da die B\u00fcrgerInnen vemittelt bekommen, dass Stadt und beteiligte Unternehmen ein Interesse an Ihrer positiven Freizeitgestaltung haben. Aus Sicht des BUND ist jedoch die angespannte Haushaltslage in den St\u00e4dten und Kommunen die entscheidende Barriere f\u00fcr eine Umsetzung des Partnerbooks. Daher w\u00e4re die F\u00f6rderung einer Stadt durch die DBU eine notwendige Voraussetzung f\u00fcr die Umsetzung des Konzeptes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das BUNDkonzept f\u00fcr innovative Ma\u00dfnahmen der \u00d6ffentlichkeitsarbeit hatte das Ziel, ein Grundver-st\u00e4ndnis f\u00fcr ein Kreislaufdenken in der Bev\u00f6lkerung zu implementieren. Es sollte zur Grundsensibilisie-rung rund um das Thema Bioabfallsammlung beitragen und verdeutlichen, dass Kompost kein M\u00fcll, son-dern ein wertvolles Kreislaufprodukt ist. 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