  {"id":19078,"date":"2025-04-10T10:32:08","date_gmt":"2025-04-10T08:32:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/08671-02\/"},"modified":"2025-04-10T10:32:10","modified_gmt":"2025-04-10T08:32:10","slug":"08671-02","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/08671-02\/","title":{"rendered":"Fortentwicklung der Ergebnisse der ersten Phase des Projekts: Ausfaulung des im fischverarbeitenden Betrieb anfallenden Abwassers gemeinsam mit kommunalem Kl\u00e4rschlamm (2. Projektphase)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Voruntersuchungen des Projekts AZ 08671\/01 hatten ergeben, da\u00df eine Direktanlieferung von organisch hochbelasteten Abw\u00e4ssern (Garb\u00e4dern) aus der Fischproduktion in einer Kl\u00e4ranlage zur gemeinsamen Ausfaulung mit kommunalem Kl\u00e4rschlamm grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich und unbedenklich ist. Das Projekt sollte nun mit einem Praxisversuch &#8211; Verbringung  in die Kl\u00e4ranlage Bad Bramstedt und alternative M\u00f6glichkeiten &#8211;  fortgesetzt und schlie\u00dflich evaluiert werden.<br \/>\nWeiterhin sind die in der 1. Projektphase skizzierten technischen M\u00f6glichkeiten des Wassersparens in der betrieblichen Praxis zu erproben.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZun\u00e4chst waren die betrieblichen und kl\u00e4rwerksseitigen Installationen zur Durchf\u00fchrung des Versuchs vorzunehmen und die entsprechenden Abnahmevereinbarungen zu treffen.<br \/>\nDer Praxisversuch gab detaillierten Aufschlu\u00df \u00fcber die Anwendung folgender Verfahren:<br \/>\n&#8211; Verbringung durch eigenes Fahrzeug in das kommunale Kl\u00e4rwerk<br \/>\n  (Variante a);<br \/>\n&#8211; Verbringung durch Dienstleister in einer Biogasanlage (Variante b).<\/p>\n<p>Im Ergebnis des Projektes sollte eine \u00f6kologische und \u00f6konomische Bilanzierung der Verfahren unter den in Bad Bramstedt gegebenen Voraussetzungen in Abgrenzung zum Stand der Technik &#8211; insbesondere der alternativen Errichtung einer eigenen, innerbetrieblichen Vorkl\u00e4rung &#8211; stehen.<br \/>\nDie Erfahrungen aus dem Projekt sollten anderen Betrieben und Kommunen \u00fcber die Projektbeteiligten und ggf. weitere Institutionen des Technologietransfers (Wirtschaftsministerium des Landes Schleswig-Holstein, IHK) zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Zum Projekt liegt der ausf\u00fchrliche Bericht vom Dezember 1998 vor.<br \/>\nAlternativ wurden zwei M\u00f6glichkeiten der Verbringung von Garb\u00e4dern \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum in der Praxis getestet.<\/p>\n<p>Variante a) erwies sich in \u00f6kologischer Hinsicht aufgrund der wesentlich k\u00fcrzeren Transportwege als \u00fcberlegen. Hier waren je m3 Garbad im Gesamtversuch 0,8875 LKW-Kilometer zur Verbringung n\u00f6tig. Zum Versuchsende war mit 0,78 km\/m3 eine Ann\u00e4herung an das rechnerische Optimum von 0,66 zu verzeichnen. (Vergleich: Durchschnitt Variante b): 4,3766 km\/m3; rechnerisches Optimum: 2,85 km\/m3).<br \/>\nVariante a) wurde auch im begleitend erstellten Abfallwirtschaftskonzept (Diplomarbeit FH Kiel) empfohlen.<\/p>\n<p>Variante b) erwies sich in der \u00f6konomischen Gesamtschau als g\u00fcnstiger. Sie verursachte zwar h\u00f6here betriebsexterne, aber durch Vorteile in der praktischen und organisatorischen Abwicklung geringere betriebsinterne variable Kosten je m3 Abwasser. (G\u00fcnstigster Wert: 49,26 DM \/ m3, gegen- \u00fcber Variante a): Verarbeitungspreis: 44,59 DM + 10,32 DM betriebl. Kosten = 54,91 DM).<\/p>\n<p>Die geringe Jahresmenge der problematischen Abw\u00e4sser ergab f\u00fcr die Installation einer anaeroben Vorkl\u00e4reinrichtung wesentlich zu lange Amortisationszeitr\u00e4ume. <\/p>\n<p>Die betrieblichen Verhaltensma\u00dfnahmen zur Wassereinsparung (Personalschulung, bei Wahlm\u00f6glichkeit vermehrt Einsatz von Frischware anstatt gefrosteter Rohware) sind als sehr erfolgreich zu bezeichnen: so konnte eine Einsparung von etwa 10% erzielt werden.<\/p>\n<p>Der kostentr\u00e4chtigste Bestandteil des Programms erwies sich dabei als nicht effektiv: die Umluft-Auftauanlage zeigte sich im Langzeitversuch f\u00fcr mehrere Produktlinien aufgrund mikrobiologischer Probleme als ungeeignet.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Kontaktadressen:<br \/>\nFirma Seestern Feinkost GmbH &#038; Co. KG, 24576 Bad Bramstedt, Ansprechpartner: Herr Gerhard Sch\u00f6nau, Tel. 04192 \/ 8944-0, Fax -44;<br \/>\nFachhochschule Kiel, FG Siedlungswasserwirtschaft, Institut Wasser, Umwelt, L. v. Stein Ring 1-5, 24340 Eckernf\u00f6rde, Ansprechpartner: Herr Professor Drebes, Tel. 04351\/473-18, Fax -14.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Es konnte gezeigt werden, da\u00df die Mitbehandlung organisch hochbelasteter Abw\u00e4sser f\u00fcr kleine und mittlere Verarbeitungsunternehmen der Nahrungsmittelindustrie im Vergleich zum Bau einer Vorkl\u00e4ranlage unter folgenden Voraussetzungen eine \u00f6kologisch und \u00f6konomisch sinnvolle Alternative darstellt: vom Gesamtstrom leicht zu separierende Produktionsabw\u00e4sser, Menge unterhalb von ca. 5.000 m3 pro Jahr, hohe Abwassergeb\u00fchren bei hohen Schmutzfrachten.<\/p>\n<p>Ein wesentliches Moment in der Betrachtung der Mitbehandlung ist die Logistik: grunds\u00e4tzlich bieten ortsnahe L\u00f6sungen das gr\u00f6\u00dfte Potential zur Realisierung von Vorteilen f\u00fcr Abwasserproduzenten und Mitbehandler. Die Voraussetzungen zur Mitbehandlung lassen sich in beinahe jeder kommunalen Kl\u00e4ranlage zu geringen Kosten schaffen (in Bad Bramstedt etwa 3.000 DM), in Betrieben je nach technischen Voraussetzungen. Im Fall SeeStern waren hierf\u00fcr spezifische Investitionen von ca. 20 TDM erforderlich. Demgegen\u00fcber belief sich das g\u00fcnstigste Angebot f\u00fcr eine betriebliche Vorkl\u00e4ranlage auf 280 TDM.<\/p>\n<p>Insgesamt konnte das f\u00fcr kleine lebensmittelverarbeitende Betriebe interessante Projekt erfolgreich abgeschlossen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Voruntersuchungen des Projekts AZ 08671\/01 hatten ergeben, da\u00df eine Direktanlieferung von organisch hochbelasteten Abw\u00e4ssern (Garb\u00e4dern) aus der Fischproduktion in einer Kl\u00e4ranlage zur gemeinsamen Ausfaulung mit kommunalem Kl\u00e4rschlamm grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich und unbedenklich ist. 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