  {"id":18783,"date":"2025-06-25T10:32:03","date_gmt":"2025-06-25T08:32:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/03307-02\/"},"modified":"2025-06-25T10:32:04","modified_gmt":"2025-06-25T08:32:04","slug":"03307-02","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/03307-02\/","title":{"rendered":"Erstmalige Pilotanlage zur Aufarbeitung und zum komplexen Recycling von Verbrennungsr\u00fcckst\u00e4nden der Rohbraunkohle des s\u00e4chsisch-anhaltinischen F\u00f6rdergebietes nach dem Dispersopt-Verfahren."},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Nach Abschlu\u00df des Projektes AZ 03307\/01 Voruntersuchungen f\u00fcr die Pilotanlage zur Ascheverwertung nach dem Dispersopt-Verfahren, in welchem die theoretischen Grundlagen auf Basis von Versuchsprogrammen f\u00fcr die Konstruktion und detaillierte Auslegung der Pilotanlage geschaffen und das Wirtschaftsgutachten sowie die Gutachten der Wissenschaftlichen Begleitung erstellt wurden, wurde im Anschlussprojekt die Pilotanlage errichtet und der Probebetrieb dieser Anlage durchgef\u00fchrt<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Arbeitsschritte zur Errichtung der Investitionsma\u00dfnahme der Erstmaligen Pilotanlage zum Filter-Aschen-Recycling ergaben sich aus dem Terminablaufplan, der mit allen Hauptauftragnehmern f\u00fcr Bau und Ausr\u00fcstungen detailliert abgestimmt wurde.<br \/>\nNach der bautechnischen Erschlie\u00dfung  (Fundamente einschlie\u00dflich der Bohr-Pf\u00e4hle) wurden neben der Hauptmisch- und Behandlungstrommel die beiden Mischer  (Vormischer und Endmischer) sowie der weitere Stahlbau errichtet. Nach der W\u00e4rmeeinhausung erfolgte die Elektroinstallation, der Ausbau und die Installation des Steuerraumes sowie der leittechnischen Einrichtungen. Nach Einbau aller weiteren Nebenanlagen erfolgte das Fliesen des Fu\u00dfbodens im Produktionsgeb\u00e4ude.<br \/>\nAb Mai 1995 wurde der halbj\u00e4hrliche Probebetrieb durchgef\u00fchrt. Die aus dem Probebetrieb abgeleiteten technischen Ver\u00e4nderungen und Umbauten wurden bis Ende 1995 abgeschlossen und der Dauerbetrieb aufgenommen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der von der IVU mbH durchgef\u00fchrte technische Einfahr- und Probebetrieb konnte am 15.10.1995 erfolgreich abgeschlossen werden. Die Pilotanlage zur Aufarbeitung und zum komplexen Recycling von Verbrennungsr\u00fcckst\u00e4nden der Rohbraunkohlen nach dem DISPERSOPT-Verfahren erf\u00fcllt seither alle technischen und technologischen Anforderungen zur vollsten Zufriedenheit. Die Anlage wurde so konzipiert und gebaut, dass sie auch als Experimentieranlage unterschiedlichsten Anforderungen gerecht wird. Neben der Verarbeitung von Filteraschen in dieser Pilotanlage in Beuna weist die IVU GmbH auf weitere Einsatzm\u00f6glichkeiten des DISPERSOPT-Verfahrens hin. Dazu liefen unterschiedlichste Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit verschiedenen Firmen, so auszugsweise die:<br \/>\nEntwicklung eines neuen Verfahrens, das unter dem Titel  Verfahren zum Ver\u00e4ndern der Konsistenzeines Schlamms  beim Deutschen Patentamt M\u00fcnchen angemeldet wurde. Nach diesem Verfahren werden Schl\u00e4mme (z.B. \u00fcbern\u00e4\u00dfte Lehme und Tone) in wenigen Minuten mischtechnisch derart in ihrer Konsistenz ver\u00e4ndert, dass sie wie erdfeuchte Stoffe transportiert und eingebaut werden k\u00f6nnen. Die weltweit erstmalige Umsetzung des Verfahrens erfolgte bereits. Nach einem positiv abgeschlossenen Gro\u00dfversuch mit dem franz\u00f6sischen Zementhersteller Lafarge in der Pilotanlage wurde der Auftrag zur Erstellung einer  Konsistenzver\u00e4nderungsanlage f\u00fcr nasse Tone am Ort der Zementwerke Karsdorf erteilt.<br \/>\nIm Rahmen der Aktivit\u00e4ten der IVU mbH auf dem polnischen Markt zeichnete sich ab, dass die Ergebnisse eines japanisch-polnischen Forschungsteams zur Entwicklung  eines aktiven Sorbents neuer Generation in der Rauchgasentschwefelung hervorragend mit den technischen M\u00f6glichkeiten des DISPER-SOPT-Verfahrens korrespondierten. So kam es zu gemeinsamen Forschungsarbeiten mit dem Kraftwerk Turow hinsichtlich des geplantes Baus einer DISPERSOPT-Sorbentaktivierungsanlage von 10 t pro h Durchsatz.<br \/>\nIn der Bietergemeinschaft der IVU mbH mit der Firma Johannes Moeller Hamburg an der begrenzten  Ausschreibung f\u00fcr das Kraftwerk Lippendorf fand das DISPERSOPT-Verfahren der IVU ebenso Ber\u00fcck-sichtigung wie bei den Aufgabenstellungen Brikettierung von MVA zur Wiederverwertung (K\u00f6ppern-Holland) und Verfestigung von MVA und Schl\u00e4mmen zur Kavernenverbringung mit dem Ziel, k\u00e4ufliche Bindemittel zu substituieren (CANEX AG &#8211; Schweiz), Verwertungsl\u00f6sung einer inerten Steinkohlenflugasche mit Fremdanregung hydraulischer Phasen ( Kraftwerk Pecs &#8211; Ungarn )  u. a.<br \/>\nAls Produktionsanlage arbeitet die Pilotanlage in Beuna st\u00f6rungsfrei und die angestrebten technischen Zielsetzungen wurden vollst\u00e4ndig erreicht.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die bereits dargestellten Aufgabenstellungen im Rahmen des DISPERSOPT-Verfahrens zeigen, dass die Ergebnisse der Pilotanlage weltweit verbreitet wurden. Hierzu diente auch die mittel- bzw. unmittelbare Teilnahme an der Messe in Seoul ( Korea ), dem German-Thai-Symposium in Bangkok und der Terra-tec in Leipzig sowie die weitere Akquisition des IVU-Verfahrens durch befreundete Firmen in China, S\u00fcdafrika, Indonesien, T\u00fcrkei und anderen L\u00e4ndern ( Europas ).<br \/>\nDie von der IVU mbH errichtete Pilotanlage wurde des Weiteren insbesondere vom Land Th\u00fcringen und der zentralen Bundesjury als dezentrales Projekt der Weltausstellung  EXPO 2000  best\u00e4tigt, da sie auf innovative und technisch \u00fcberzeugende Weise dem Anspruch der EXPO  Mensch-Technik-Umwelt  entspricht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die erstmalige Pilotanlage zur Aufarbeitung und zum komplexen Recycling von Verbrennungsr\u00fcckst\u00e4nden der Rohbraunkohle des S\u00e4chsisch-Anhaltinischen F\u00f6rdergebietes nach dem DISPERSOPT-Verfahren wurde so konzipiert und gebaut, dass sie auch als Experimentieranlage den unterschiedlichsten Anforderungen gerecht wird. Auch als Produktionsanlage arbeitet sie zuverl\u00e4ssig und entsprechend den angestrebten technischen und wirtschaftlichen Zielsetzungen. Derzeitig werden in einer Schicht bis 200 t Fertigprodukt erzeugt und transportiert.<br \/>\nBeim Betrieb der Pilotanlage hat sich best\u00e4tigt, dass das gro\u00dftechnisch angewandte DISPERSOPT-Verfahren neben den komplizierten Aschen des mitteldeutschen Raumes auch alle anderen bisher anfallenden Aschen und Zuschlagstoffe verarbeiten und entsorgen kann.<br \/>\nMit der gro\u00dftechnischen Anlage konnte die IVU GmbH unter Beweis stellen, dass das DISPERSOPT-Verfahren f\u00fcr die Verarbeitung von Filteraschen und allen anderen Kraftwerksreststoffen bestens geeignet ist und somit eine alternative Verwertung darstellt. F\u00fcr seine Leistungen wurde die IVU GmbH in den Jahren 2000 und 2001 vom BVMW Bundesverband mittelst\u00e4ndischer Wirtschaft f\u00fcr die Vergabe des Deutschen Umweltpreises vorgeschlagen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Nach Abschlu\u00df des Projektes AZ 03307\/01 Voruntersuchungen f\u00fcr die Pilotanlage zur Ascheverwertung nach dem Dispersopt-Verfahren, in welchem die theoretischen Grundlagen auf Basis von Versuchsprogrammen f\u00fcr die Konstruktion und detaillierte Auslegung der Pilotanlage geschaffen und das Wirtschaftsgutachten sowie die Gutachten der Wissenschaftlichen Begleitung erstellt wurden, wurde im Anschlussprojekt die Pilotanlage errichtet [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[47,51,71,52,53],"class_list":["post-18783","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-klimaschutz","tag-ressourcenschonung","tag-thueringen","tag-umweltforschung","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"03307\/02","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"03307-02.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"991.906,20","dbu_projektdatenbank_firma":"IVU Ingenieurgesellschaft Verfahrens- und\nUmwelttechnik f\u00fcr komplexe Recyclingl\u00f6sungen mbH","dbu_projektdatenbank_strasse":"Zeitzer Str. 12","dbu_projektdatenbank_plz_str":"99091","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Erfurt","dbu_projektdatenbank_p_von":"1994-10-12 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2001-10-31 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"7 Jahre und 1 Monat","dbu_projektdatenbank_telefon":"03461\/506746","dbu_projektdatenbank_inet":"","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Th\u00fcringen","dbu_projektdatenbank_foerderber":"4","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/18783","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/18783\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31786,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/18783\/revisions\/31786"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18783"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18783"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18783"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}