  {"id":18235,"date":"2024-11-27T10:32:54","date_gmt":"2024-11-27T09:32:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/08073-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:32:56","modified_gmt":"2024-11-27T09:32:56","slug":"08073-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/08073-01\/","title":{"rendered":"F\u00f6rderschwerpunkt Holz: Entwicklung innovativer, umweltgerechter Konstruktionen und Produktionstechniken f\u00fcr Holzfenster"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Vorrangiges Ziel des Vorhabens war es, die in den letzten Jahren gesammelten Erfahrungen sowohl im Bereich der Konstruktion wie auch der Fertigung konkret in neue innovative Holzfensterkonstruktionen bei mittelst\u00e4ndischen Fensterbauern umzusetzen, um den wachsenden Anforderungen an W\u00e4rme- und Schallschutz, \u00f6kologischer Vertr\u00e4glichkeit, \u00f6konomischen Herstellverfahren und gesicherter Gebrauchsdauer gerecht zu werden. Im Vordergrund standen verbesserter W\u00e4rmeschutz, umweltfreundliche Fertigungstechniken, hohe Wartungsfreundlichkeit, einfache und kosteng\u00fcnstige Herstellung, einfache und m\u00f6glichst vollst\u00e4ndige Rezyklierbarkeit, Integrationsf\u00e4higkeit zus\u00e4tzlicher Funktionen, Erf\u00fcllung aller funktionalen Anforderungen und Verl\u00e4ngerung der Gebrauchsdauer. W\u00e4hrend der Entwicklungen sollten begleitend \u00d6kobilanzierungen durchgef\u00fchrt werden, um die Auswirkungen der Neuentwicklungen auf die Umwelt abzusch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenUm die Projektziele zu erreichen, wurden folgende L\u00f6sungsans\u00e4tze verfolgt:<br \/>\nHerstellung der Rahmenelemente in Einzelteilen mit Oberfl\u00e4chenbehandlung bereits vor dem Zusammenf\u00fcgen. Einsatz einer neuen Rahmeneckverbindungstechnik, die dauerhaft dichte Fugen gew\u00e4hrleistet und eine leichte Austauschbarkeit von Teilen erm\u00f6glicht. Verbesserter W\u00e4rmeschutz durch Verwendung von tieferen und schm\u00e4leren Rahmenkonstruktionen. Integration von Werkstoffen mit einer niedrigeren W\u00e4rmeleitf\u00e4higkeit in den Kern des Rahmenprofils. Ver\u00e4nderungen in der Profilierung der Rahmenkonstruktion. Verwendung von resistenteren H\u00f6lzern bzw. anderen Werkstoffen im Bewitterungsbereich der Konstruktion. Verbesserungen im Bereich der Entw\u00e4sserungstechnik. Neue Verbindungstechniken zwischen Glas und Rahmen. Substitution von chemischen Holzschutzmitteln durch Schutzmittel, die ausschlie\u00dflich holz\u00e4hnliche Inhaltsstoffe besitzen bzw. f\u00fcr die m\u00f6glichen Verwertungswege unproblematisch sind. Verminderung des Einsatzes von Beschichtungsmitteln durch Einsatz neuartiger Oberfl\u00e4chenbehandlungsverfahren. Umsetzung und Anpassung von emissions\u00e4rmeren Beschichtungssystemen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Ergebnis des Projektes wurden vereinfachte Verglasungs-, Montage- und Befestigungssysteme entwickelt. Parallel dazu erfolgte die fertigungstechnische Umsetzung der konstruktiven L\u00f6sungen. Schwer-punkt war die Realisierung der Einzelteilfertigung, bei der die Oberfl\u00e4chenbeschichtung bereits vor dem Zusammenbau der Rahmenteile aufgebracht wird, und die Fertigungsverfahren zur Herstellung der neuen Profilaufbauten und der Rahmenverbindungstechnik. Au\u00dferdem wurde die Beschichtungstechnik, die Beschlagmontage und die Endmontage optimiert. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurden verschiedene M\u00f6glichkeiten aufgezeigt, die industrielle Einzelteilfertigung von Holzfenstern zu realisieren. Aufgrund der Branchenstruktur der Holzfensterhersteller ist es f\u00fcr einzelne Firmen im Alleingang kaum m\u00f6glich, neue Wege zu beschreiten. Im Ergebnis des Projektes wurde es m\u00f6glich, die notwendigen Kr\u00e4fte zu b\u00fcndeln und in der Zusammenarbeit von kompetenten Einrichtungen und Wirtschaftspartnern innovative L\u00f6sungen zu erarbeiten und bis zur Serienreife heranzuf\u00fchren. Die Herstellung moderner Fenster ist aus Umweltsicht nicht zu vernachl\u00e4ssigen. Die Herstellung von Materialien und die Verarbeitung im industriellen Ma\u00dfstab sind heute in der Regel aus Kostengr\u00fcnden gut optimiert, so dass Verbesserungspotentiale begrenzt sind. Die direkte Herstellung der Fenster ist innerhalb des Lebenszyklus von untergeordneter Bedeutung.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Projektergebnisse wurden im Holz-Zentralblatt unter dem Artikel Mit Holzfenstern in die Zukunft ver\u00f6ffentlicht. Au\u00dferdem erfolgte eine Ausstellung der individuellen Fensterkonstruktionen der Projektpartner auf der Fensterbau 2000 in N\u00fcrnberg als Musterfenster im Rahmen der Sonderschau Fenster und Fassaden der Zukunft.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Dem Vorhaben k\u00f6nnen sehr gute Ergebnisse konstatiert werden. Es ist ein \u00fcberdurchschnittliches Projekt sowohl hinsichtlich der Zielerreichung, der Multiplikatorwirkung und der Umweltentlastung mit einer zeitnahen Umsetzungsperspektive in der Praxis. Jedes der Unternehmen konnte nach der Phase der gemeinsamen Grundsatztechnologie f\u00fcr seine Wirkungsfelder eigene innovative Produktans\u00e4tze ableiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Vorrangiges Ziel des Vorhabens war es, die in den letzten Jahren gesammelten Erfahrungen sowohl im Bereich der Konstruktion wie auch der Fertigung konkret in neue innovative Holzfensterkonstruktionen bei mittelst\u00e4ndischen Fensterbauern umzusetzen, um den wachsenden Anforderungen an W\u00e4rme- und Schallschutz, \u00f6kologischer Vertr\u00e4glichkeit, \u00f6konomischen Herstellverfahren und gesicherter Gebrauchsdauer gerecht zu werden. 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