  {"id":57926,"date":"2023-11-22T15:42:31","date_gmt":"2023-11-22T14:42:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/newsletter\/dbuaktuell-nr-9-2023\/wie-schmutzwasser-trinkbar-wird\/"},"modified":"2023-11-23T16:32:22","modified_gmt":"2023-11-23T15:32:22","slug":"wie-schmutzwasser-trinkbar-wird","status":"publish","type":"newsletter","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/newsletter\/dbuaktuell-nr-9-2023\/wie-schmutzwasser-trinkbar-wird\/","title":{"rendered":"Wie Schmutzwasser trinkbar wird \u2013 umweltschonende Krisenhilfe ohne Chlor"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p>Bei Naturkatastrophen, Krieg oder Epidemien steht schnelle Hilfe f\u00fcr betroffene Menschen an oberster Stelle. Zentral ist die Bereitstellung von ausreichend sauberem Wasser, um Dehydrierungen, Durchfallerkrankungen und Cholera zu vermeiden. Das Start-up<em> <\/em><a href=\"https:\/\/disaster-relief-systems.de\/\">Disaster <\/a><a href=\"https:\/\/disaster-relief-systems.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">R<\/a><a href=\"https:\/\/disaster-relief-systems.de\/\">elief Systems<\/a> (DRS) unter Professor Utz Dornberger an der Universit\u00e4t Leipzig entwickelt derzeit in einem <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/37786-01\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DBU-gef\u00f6rderten Projekt<\/a> eine Anlage, die aus Schmutzwasser sauberes Trinkwasser herstellt. Sie funktioniert ohne Chemikalien, kann regenerativ angetrieben werden und ist recycelbar.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Trinkwasseraufbereitung ohne Chemikalien<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-141-2023-SAS_Peper-Water-Output_\u00a9Kerstin-HeemannDBU-2-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-57554\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-141-2023-SAS_Peper-Water-Output_\u00a9Kerstin-HeemannDBU-2-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-141-2023-SAS_Peper-Water-Output_\u00a9Kerstin-HeemannDBU-2-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-141-2023-SAS_Peper-Water-Output_\u00a9Kerstin-HeemannDBU-2-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Leicht verst\u00e4ndlich: Piktogramme bilden die Bedienschritte einer an der Universit\u00e4t Leipzig entwickelten Trinkwasseraufbereitungsanlage f\u00fcr Hilfe in Katastrophengebieten ab. Projektleiter John-Henning Peper erl\u00e4utert das Verfahren. Foto: Kerstin Heemann\/DBU<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Zur Versorgung von in Not geratenen Menschen mit sauberem Wasser setzen Hilfsorganisationen in der Regel gro\u00dfe mobile technische Anlagen zur Rohwasseraufbereitung ein. \u201e\u00d6kologisch und einsatztechnisch problematisch ist dabei oft der Einsatz von Chemikalien zum Beispiel zur Flockung von Schwebstoffen, Desinfektion des Wassers sowie Konservierung von Filtermembranen, bei deren unsachgem\u00e4\u00dfer Handhabung Gesundheitsgef\u00e4hrdungen und Sch\u00e4den an der Umwelt entstehen k\u00f6nnen\u201c, sagt Projektleiter John-Henning Peper. \u201eAus diesem Grund war eine der Hauptanforderungen, eine leistungsf\u00e4hige Trinkwasseraufbereitungsanlage zu entwickeln, die auch ohne den Gebrauch von Chemikalien auskommt.\u201c Der Leiter des DBU-Referats Wasser, Boden und Infrastruktur, Franz-Peter Heidenreich, empfiehlt, \u201eden Umweltschutz schon vor einem m\u00f6glichen Krisenfall zu ber\u00fccksichtigen\u201c. Bei der kompakten Trinkwasseraufbereitungsanlage haben die Ingenieure Heidenreich zufolge den Umweltschutz-Aspekt schon eingebaut.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Versorgung von rund 20.000 Menschen t\u00e4glich<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die Anlage kann bis zu 2.500 Liter Wasser pro Stunde chemikalienfrei aufbereiten \u2013 ohne Chlor, so Peper. Sie reinigt, indem das Schmutzwasser mit einem Druck von drei bis sieben Bar durch Filter mit Mini-Poren im Nanometer-Bereich gepresst wird. Peper: \u201eDruck und Filter halten nicht nur gef\u00e4hrliche Keime wie den Cholera-Erreger, sondern auch winzige bakterielle Giftstoffe und ein hohes Ma\u00df an Viren zur\u00fcck.\u201c Bei einem Bedarf von drei Litern Trinkwasser pro Person k\u00f6nnten damit rein rechnerisch bis zu 830 Menschen pro Stunde und rund 20.000 Menschen t\u00e4glich versorgt werden, so Peper. Die ben\u00f6tigte Energie liefere die Anlage mittels eines kleinen eingebauten Generators oder mittels Elektroantrieb, der wiederum durch eine ausklappbare Solarmatte gespeist werden kann. Um auch die Einsatzf\u00e4higkeit der Solarmatte im Katastrophenfall zu gew\u00e4hrleisten werde derzeit ein zweiter Prototyp mit einer ausklappbaren Photovoltaikanlage getestet. Zudem werde darauf geachtet, dass m\u00f6glichst alle Bauteile recyclingf\u00e4hig sind.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>Mehr dazu in unserer <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/news\/wie-schmutzwasser-trinkbar-wird\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pressemitteilung<\/a>.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>AZ<a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/37786-01\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> 37786<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Titelbild: Disaster Relief Systems<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":15,"featured_media":57562,"parent":57609,"template":"","meta":{"footnotes":""},"newsletter-kategorie":[],"class_list":["post-57926","newsletter","type-newsletter","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"meta_box":{"dbu_newsletter_gruppe_container":[],"dbu_news_mail":"0","dbu_news_mail_status":"Eine Mail wurde nicht verschickt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter\/57926","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/newsletter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter\/57926\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58059,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter\/57926\/revisions\/58059"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter\/57609"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/57562"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=57926"}],"wp:term":[{"taxonomy":"newsletter-kategorie","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter-kategorie?post=57926"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}