{"id":57617,"date":"2023-11-23T15:13:47","date_gmt":"2023-11-23T14:13:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=newsletter&p=57617"},"modified":"2023-11-23T16:32:22","modified_gmt":"2023-11-23T15:32:22","slug":"steillagen-weinbau","status":"publish","type":"newsletter","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/newsletter\/dbuaktuell-nr-9-2023\/steillagen-weinbau\/","title":{"rendered":"F\u00fcr Artenschutz und Klimaresilienz: Begr\u00fcnte Terrassen im Steillagen-Weinbau"},"content":{"rendered":"\n
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Der in einer Rebanlage platzierte Prototyp einer Kirschessigfliegen-Falle informiert mit Minicomputer und Kamera kontinuierlich \u00fcber die Menge des Befalls. Die Âé¶¹´«Ã½ (DBU) f\u00f6rdert die Entwicklung mittels ihrer F\u00f6rderinitiative zur Pestizidvermeidung. \u00a9 DLR Rheinpfalz<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n

An Steilh\u00e4ngen entlang des Rheins, der Mosel, des Mains, des Neckars und der Saale sieht man sie stellenweise noch: horizontal zum Gef\u00e4lle angelegte und durch Trockenmauern gesicherte Terrassen mit Weinreben. Solche historisch gepr\u00e4gten Kulturlandschaften, die einen hohen Wert f\u00fcr die Artenvielfalt haben, bleiben h\u00e4ufig nur durch regionale F\u00f6rderprogramme erhalten. Viele wurden in Falllinie umgebaut, um sie rentabler zu gestalten, denn der traditionelle Terrassenweinbau war reine Handarbeit. Das Problem im Zuge des Klimawandels: Wasser flie\u00dft schneller ab, sodass einerseits die B\u00f6den bei D\u00fcrre eher austrocknen und andererseits die Wucht eines Starkregens schon mal ganze B\u00f6den samt Rebst\u00f6cken mit sich rei\u00dfen kann.<\/p>\n\n\n\n

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Begr\u00fcnte B\u00f6schungen sichern terrassierte Rebzeilen<\/strong><\/p>\n\n\n\n

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Im Steillagen-Weinbau bietet die moderne Querterrassierung mit hangparallelen Gassen, die befahrbar sind, mehrere Vorteile im Vergleich zum Anbau in Falllinie. Ein DBU-Projekt<\/a> der Hochschule Geisenheim<\/a> in Kooperation mit den hessischen Staatsweing\u00fctern sowie einem hessischen und einem rheinland-pf\u00e4lzischen Weinbau-Betrieb zeigt, dass die mit begr\u00fcnten B\u00f6schungen gesicherten Terrassen Extremwetterereignisse abmildern. Von den besonnten wildkr\u00e4uterreichen H\u00e4ngen profitieren nachweislich K\u00e4fer, Ameisen, Heuschrecken und andere spezialisierte Insekten. Spinnen, Wildbienen und V\u00f6gel nutzen die ungest\u00f6rten Weinbergsbrachen als Nist-, Nahrungs- und R\u00fcckzugsraum. Untersuchungsregion war die Unesco-Welterbe-Region Oberes Mittelrheintal<\/a>. Die Ergebnisse sind auf andere Steillagen-Anbaugebiete Deutschlands \u00fcbertragbar.<\/p>\n\n\n\n

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So wenig Pflanzenschutzmittel wie m\u00f6glich<\/strong><\/p>\n\n\n\n

Eine weitere Herausforderung f\u00fcr den diesj\u00e4hrigen Wein-Jahrgang ist die aus Asien stammende Kirschessigfliege. Kurz vor der Ernte bef\u00e4llt sie gesunde Fr\u00fcchte weichfleischiger Obstarten. Als sinnvoll gelten das \u00dcberwachen der Population mit Monitoringfallen sowie regelm\u00e4\u00dfige Befallskontrollen. Um das Monitoring f\u00fcr Weinbaubetriebe zu erleichtern, entwickeln die Firmen 3win Maschinenbau<\/a> und Mabri.Vision<\/a> aus Aachen zusammen mit dem Dienstleistungszentrum L\u00e4ndlicher Raum (DLR) Rheinpfalz<\/a> speziell mit Minicomputern und Kameras ausgestattete Monitoringfallen, die in den Rebanlagen platziert werden. Winzerinnen und Winzer behalten \u00fcber eine Smartphone-App alles im Blick. Bei Befall kann dadurch der bestm\u00f6gliche Zeitpunkt f\u00fcr eine Pflanzenschutzmittel-Anwendung bestimmt werden, um die optimale Wirkung zu erzielen. Ebenso wird die Entscheidung \u00fcber eine vorgezogene Lese erleichtert, was unn\u00f6tige Pflanzenschutzmitteleintr\u00e4ge in die Umwelt reduziert. Die DBU f\u00f6rdert das Projekt<\/a> im Rahmen der F\u00f6rderinitiative \u201ePestizidvermeidung\u201c<\/a>.<\/p>\n\n\n\n

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Mehr dazu in unserer <\/em>
Pressemitteilung<\/em><\/a><\/p>\n\n\n\n

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AZ 34025<\/a>
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Titelbild: Claudia Kammann<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":14,"featured_media":57095,"parent":57609,"template":"","meta":{"footnotes":""},"newsletter-kategorie":[],"class_list":["post-57617","newsletter","type-newsletter","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"meta_box":{"dbu_newsletter_gruppe_container":[],"dbu_news_mail":"0","dbu_news_mail_status":"Eine Mail wurde nicht verschickt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter\/57617","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/newsletter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter\/57617\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58050,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter\/57617\/revisions\/58050"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter\/57609"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/57095"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=57617"}],"wp:term":[{"taxonomy":"newsletter-kategorie","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter-kategorie?post=57617"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}