  {"id":42311,"date":"2023-07-07T11:27:31","date_gmt":"2023-07-07T09:27:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=newsletter&#038;p=42311"},"modified":"2023-09-18T16:34:41","modified_gmt":"2023-09-18T14:34:41","slug":"planetare-gesundheit-zum-schutz-von-umwelt-und-menschen","status":"publish","type":"newsletter","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/newsletter\/dbuaktuell-nr-5-2023\/planetare-gesundheit-zum-schutz-von-umwelt-und-menschen\/","title":{"rendered":"Planetare Gesundheit \u2013 Zum Schutz von Umwelt und Menschen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p>Die Klimakrise und die menschliche Gesundheit stehen in engem Zusammenhang. Extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen, St\u00fcrme und \u00dcberschwemmungen sind die Folge \u2013 Hitzschlag, Dehydrierung und sogar Todesf\u00e4lle nicht selten. Steigende Temperaturen k\u00f6nnen die Ausbreitung von Insekten oder S\u00e4ugetieren beg\u00fcnstigen, die Krankheiten \u00fcbertragen. In der Landwirtschaft kommt es durch anhaltende Trockenheit zu Ernteeinbu\u00dfen. Nahrungsmittel- und Wasserknappheit f\u00fchren zu Mangelern\u00e4hrung. Der Gesundheitssektor ist aktuell f\u00fcr rund f\u00fcnf Prozent der deutschen CO<sub>2<\/sub>-Gesamtemissionen verantwortlich \u2013 das sind rund 50 Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub>. Es ist offensichtlich, dass auch im Gesundheitswesen Ma\u00dfnahmen ergriffen werden m\u00fcssen, um die Klimakrise abzumildern. Planetare Gesundheit oder auch \u201ePlanetary Health\u201c ist ein noch recht neues Forschungsfeld, was sich mit genau mit diesen Themen auseinandersetzt. Seit 2022 gibt es bei der DBU dazu einen F\u00f6rderschwerpunkt. Damit fokussiert die DBU auf ein Thema, das auch zwei R\u00e4te der Bundesregierung \u2013 WBGU und SRU \u2013 zum Gegenstand ihres aktuellen Gutachtens gemacht haben. Im Folgenden stellen wir zwei Projekte aus dem DBU-Schwerpunkt vor. Mehr zum Thema unter:&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/themen\/foerderinitiativen\/planetary-health\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.dbu.de\/themen\/foerderinitiativen\/planetary-health\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/AZ-37883-Hitzestress-UFZ-Portraet-Schlink-Uwe-\u00a9Sebastian-Wiedling_UFZ-1.jpg\" alt=\"Welche Auswirkungen hat Hitze in unterschiedlichen Quartieren von St\u00e4dten? Dieser Frage gehen Projektleiter Prof. Dr. Uwe Schlink und sein Team nach. Foto: Sebastian Wiedling\/ UFZ\" class=\"wp-image-42329\" width=\"243\" height=\"222\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/AZ-37883-Hitzestress-UFZ-Portraet-Schlink-Uwe-\u00a9Sebastian-Wiedling_UFZ-1.jpg 1823w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/AZ-37883-Hitzestress-UFZ-Portraet-Schlink-Uwe-\u00a9Sebastian-Wiedling_UFZ-1-800x730.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/AZ-37883-Hitzestress-UFZ-Portraet-Schlink-Uwe-\u00a9Sebastian-Wiedling_UFZ-1-400x365.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 243px) 100vw, 243px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Welche Auswirkungen hat Hitze in unterschiedlichen Quartieren von St\u00e4dten? Dieser Frage gehen Projektleiter Prof. Dr. Uwe Schlink  und sein Team nach.  <br>Foto: Sebastian Wiedling\/ UFZ<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Reduktion von Hitzestress auf Quartiersebene<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Neben L\u00e4rm, Stickoxiden und Ozon wirkt sich die Klimakrise mit extremen Hitzewellen vor allem in st\u00e4dtischen Ballungsr\u00e4umen negativ auf die menschliche Gesundheit aus. Mit dieser Thematik befasst sich das <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.ufz.de\/\" target=\"_blank\">Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Umweltforschung (UFZ)<\/a> in Leipzig in einem DBU-Projekt. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Projektteam hat erforscht, wie Hitzestress in Stadtquartieren reduziert werden kann. Laut UFZ-Projektleiter Prof. Dr. Uwe Schlink stellen besonders in Stadtgebieten mit sehr heterogener Umwelt Klimaextreme die Menschen vor gro\u00dfe Herausforderungen. \u201eDie Belastung mit Hitze wird bestimmt durch biophysikalische Faktoren, wie Sonneneinstrahlung, Durchl\u00fcftung, Verdunstung sowie W\u00e4rmespeicherung. Um diese f\u00fcr jedes Quartier auch quantitativ zu bestimmen, haben wir im Projekt einen neuen Attributierungs-Algorithmus entwickelt. Damit k\u00f6nnen dann zum Beispiel Planungsb\u00fcros und Beh\u00f6rden die Ursachen f\u00fcr Hitze gezielt lokal beeinflussen\u201c, so Schlink. Laut dem Projektleiter sollen kleinteilige Hitze-Simulationen fester Bestandteil der Stadtplanung werden. So lassen sich intelligente Verschattungsl\u00f6sungen, und Entsiegelungen zur Reduktion der W\u00e4rmespeicherung finden und urbanes Gr\u00fcn so optimal anlegen, dass es Verdunstungsk\u00fchlung bringt, ohne die Durchl\u00fcftung einzuschr\u00e4nken. Weitere Informationen zum Projekt unter: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektbeispiele\/planetary-health-modell-zur-reduktion-von-hitzestress-auf-quartiersebene\/\" target=\"_blank\">https:\/\/www.dbu.de\/projektbeispiele\/planetary-health-modell-zur-reduktion-von-hitzestress-auf-quartiersebene\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>AZ<\/strong> <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.dbu.de\/projekt_37993\/01_db_2848.html\" target=\"_blank\">37993<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><br><br><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/Maun-2106_Copyright-Britt-Schilling-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42321\" width=\"230\" height=\"153\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/Maun-2106_Copyright-Britt-Schilling-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/Maun-2106_Copyright-Britt-Schilling-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/Maun-2106_Copyright-Britt-Schilling-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 230px) 100vw, 230px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Universit\u00e4tsklinikum Freiburg hat mit dem \u00d6ko-Institut e.V. einen Open-Access-CO2-Rechner f\u00fcr Krankenh\u00e4user entwickelt. Prof. Dr. Andy Maun ist Projektkoodinator.<br>Foto: Britt Schilling<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><br><br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Uniklinikum ver\u00f6ffentlicht CO<sub>2<\/sub>-Rechner f\u00fcr Gesundheitseinrichtungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Krankenh\u00e4user haben einen wesentlichen Anteil am CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df des Gesundheitssektors . Allerdings sind die Emissionen bislang nur unzureichend erfasst. Das <a href=\"https:\/\/www.uniklinik-freiburg.de\/allgemeinmedizin\/cafoges.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Universit\u00e4tsklinikum Freiburg<\/a> hat gemeinsam mit dem \u00d6ko-Institut e.V. unter F\u00f6rderung der DBU einen CO<sub>2<\/sub>-Rechner entwickelt und im Mai ver\u00f6ffentlicht. Mit dem Open-Access-Rechner k\u00f6nnen Krankenh\u00e4user detailliert und nach internationalen Standards ihre CO<sub>2<\/sub>-Bilanz erstellen. Damit wird eine bessere Vergleichbarkeit unterschiedlicher Gesundheitseinrichtungen m\u00f6glich. Die Emissionen des Universit\u00e4tsklinikums Freiburg, die dem laufenden Krankenhausbetrieb zugerechnet werden k\u00f6nnen, beliefen sich im Untersuchungsjahr 2019 auf 104.000 Tonnen CO<sub>2<\/sub>-\u00c4quivalente. Das entsprach bei 1.616 Betten einem Aussto\u00df von 64,36 Tonnen CO<sub>2 <\/sub>pro Krankenhausbett. Die CO<sub>2<\/sub>-Bilanz enth\u00e4lt Emissionen im Bereich Energie, Mobilit\u00e4t und Ern\u00e4hrung, aber auch solche, die bei Herstellung und Transport von Medikamenten und medizinischen Verbrauchsmaterialien entstehen. \u201eDer CAFOGES Open-Access-Klimabilanzrechner hilft uns, Treibhausgasemissionen von Kliniken transparent zu berechnen und sie vergleichbarer zu machen. Durch den Austausch mit weiteren Projekten ist eine Dynamik entstanden, die uns hilft, Datenl\u00fccken und Einsparpotenziale sichtbar zu machen, um damit zuk\u00fcnftig nachhaltigere Entscheidungen treffen zu k\u00f6nnen und die Transformation des Gesundheitssektors zu unterst\u00fctzen\u201c, sagt Prof. Dr. Andy Maun, Projektkoordinator, Uniklinikum Freiburg. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen zum Projekt unter: <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektbeispiele\/klimaneutralitaet-im-gesundheitssektor-fallstudiengestuetzte-carbon-footprint-bewertung-nach-ghg-protocol-und-potenzialanalyse-von-klimaschutzmassnahmen-im-klinikbetrieb\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektbeispiele\/klimaneutralitaet-im-gesundheitssektor-fallstudiengestuetzte-carbon-footprint-bewertung-nach-ghg-protocol-und-potenzialanalyse-von-klimaschutzmassnahmen-im-klinikbetrieb\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.dbu.de\/projektbeispiele\/klimaneutralitaet-im-gesundheitssektor-fallstudiengestuetzte-carbon-footprint-bewertung-nach-ghg-protocol-und-potenzialanalyse-von-klimaschutzmassnahmen-im-klinikbetrieb\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>AZ<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/projekt_38024\/01_db_2848.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">38024\/01<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Titelfoto: Canva\/ spukkato von Getty Images<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":14,"featured_media":42327,"parent":42437,"template":"","meta":{"footnotes":""},"newsletter-kategorie":[],"class_list":["post-42311","newsletter","type-newsletter","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"meta_box":{"dbu_newsletter_gruppe_container":[],"dbu_news_mail":"0","dbu_news_mail_status":"Eine Mail wurde nicht verschickt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter\/42311","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/newsletter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"version-history":[{"count":23,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter\/42311\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42489,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter\/42311\/revisions\/42489"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter\/42437"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/42327"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42311"}],"wp:term":[{"taxonomy":"newsletter-kategorie","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter-kategorie?post=42311"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}