{"id":160051,"date":"2025-12-16T14:25:14","date_gmt":"2025-12-16T13:25:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=newsletter&p=160051"},"modified":"2025-12-17T12:57:50","modified_gmt":"2025-12-17T11:57:50","slug":"foerdern-vernetzen-schuetzen-ein-jahr-meeresnaturschutzfonds-der-dbu","status":"publish","type":"newsletter","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/newsletter\/dbuaktuell-dezember-2025\/foerdern-vernetzen-schuetzen-ein-jahr-meeresnaturschutzfonds-der-dbu\/","title":{"rendered":"F\u00f6rdern, vernetzen, sch\u00fctzen: Ein Jahr Meeresnaturschutzfonds der DBU"},"content":{"rendered":"\n
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Der DBU-Meeresnaturschutzfonds ist ein Jahr alt: Am 28. November 2024 wurde auf Beschluss des DBU-Kuratoriums ein zus\u00e4tzlicher DBU-F\u00f6rderbereich zum Schutz von Nord- und Ostsee eingerichtet. Wo steht der Meeresnaturschutzfonds aktuell und was wurde schon erreicht? Dazu ein Interview mit Dr. Stefanie Moorthi vom Referat Meeresnaturschutz und Dr. Klaus Michels vom Referat Offshore-Windenergie und Meerestechnik.<\/p>\n\n\n\n

DBUaktuell:<\/em> Zu Beginn noch einmal kurz erkl\u00e4rt: Was ist der DBU-Meeresnaturschutzfonds?<\/strong><\/p>\n\n\n\n

Stefanie Moorthi:<\/em><\/strong> Der DBU-Meeresnaturschutzfonds zielt darauf, die \u00f6kologischen Bedingungen in Nord- und Ostsee nachhaltig zu verbessern. Es geht um Artenschutz, die Wiederherstellung von Lebensr\u00e4umen\u2026
Klaus Michels:<\/em><\/strong> \u2026 und die naturvertr\u00e4gliche Nutzung von Windenergie. Der DBU-Meeresnaturschutzfonds kommt selbst in gewisser Weise aus der Offshore-Windenergie: Die Mittel in H\u00f6he von 400 Millionen Euro sind eine Zustiftung des damaligen Bundesministeriums f\u00fcr Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) und stammen aus Ausgleichszahlungen f\u00fcr den Ausbau der Offshore-Windenergie.<\/p>\n\n\n\n

DBUaktuell:<\/em> Einerseits Meeresnaturschutz, andererseits Ausbau der Offshore-Windenergie \u2013 wie vereint man diese Themen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n

Michels:<\/em><\/strong> Die Energiewende ist ein ganz notwendiger Schritt, um die Klimaziele zu erreichen. Die Offshore-Windenergie reduziert die Freisetzung von CO2<\/sub>. Das ist aktiver Klimaschutz. Wenn man den Ausbau naturvertr\u00e4glich gestaltet, sind Energiewende und Meeresschutz zwei Seiten derselben Medaille und zielen auf den Schutz des Planeten. Ein relevantes Beispiel von der Nordsee: Dort ist praktisch vor der gesamten deutschen K\u00fcste das Wattenmeer, ein h\u00f6chst sch\u00fctzenswerter Lebensraum. Da hindurch m\u00fcssen die Stromkabeltrassen von den Offshore-Windkraftanlagen verlaufen. Also ist es essenziell, die Auswirkungen solcher Trassen zu erfassen und so gering wie m\u00f6glich zu halten.
Moorthi:<\/em> <\/strong>Ein weiterer Ansatz ist, die Gebiete um die Windkraftanlagen f\u00fcr verschiedene Zwecke zu nutzen \u2013 beispielsweise auch f\u00fcr schwimmende Fotovoltaik und Aquakultur. Dadurch werden diese Aktivit\u00e4ten aus anderen Meeresbereichen herausgehalten, die dann f\u00fcr den Naturschutz zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n\n\n\n

DBUaktuell:<\/em> Im ersten Jahr standen im DBU-Meeresnaturschutzfonds f\u00fcnf Millionen Euro zur Verf\u00fcgung. Welche Projekte werden damit schon gef\u00f6rdert?<\/strong><\/p>\n\n\n\n

\"Interview
Interview mit Dr. Stefanie Moorthi vom Referat Meeresnaturschutz (rechts im Bild) und Dr. Klaus Michels vom Referat Offshore-Windenergie und Meerestechnik<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n

Moorthi:<\/em><\/strong> Das ist ein thematisch weites Feld \u2013 von Kieselalgen, die sich in der Ostsee als Indikatoren f\u00fcr Biodiversit\u00e4t und Umweltver\u00e4nderungen nutzen lassen bis hin zu Schutzma\u00dfnahmen an der Doggerbank, einer flachen Sandbank in der Nordsee, die durch die Schleppnetzfischerei und andere Nutzungen stark beeintr\u00e4chtigt wurde.
Michels:<\/em><\/strong> Ein technisches Beispiel ist die Bilgenwasserent\u00f6lung f\u00fcr kleinere Schiffe. Dieses \u00f6lhaltige Wasser wird oft unsachgem\u00e4\u00df entsorgt. Wenn wir hier eine f\u00fcr die Schiffsbesitzenden handhabbare L\u00f6sung entwickeln, k\u00f6nnte darauf m\u00f6glicherweise eine gesetzliche Regelung aufbauen. In einem weiteren Projekt sollen Mikroalgen helfen, Salzlaken zu entsalzen, die bei der Produktion von gr\u00fcnem Wasserstoff anfallen.<\/p>\n\n\n\n

DBUaktuell:<\/em> Ihr seid neu ins DBU-Team gekommen. Was war oder ist dabei Euer pers\u00f6nliches Highlight<\/strong><\/strong>? <\/strong><\/p>\n\n\n\n

Michels:<\/em> <\/strong>Es ist spannend, sich mit den DBU-Projektpartner*innen auszutauschen und manchmal die Projektideen mitzuentwickeln. Mich begeistert, zu sehen, wie gro\u00df die Meeres-Community ist und die Akteure kennenzulernen, von den NGO\u2019s \u00fcber Firmen und Wissenschaft bis zu den administrativen Stellen. Zudem erg\u00e4nzen Steffi als Biologin und ich als Geologe uns fachlich perfekt.
Moorthi:<\/em><\/strong> Das kann ich nur best\u00e4tigen. Wir sind auch deshalb wahnsinnig gut gestartet, weil die anderen DBU-Kolleg*innen schon umfangreiche Vorarbeiten zum Meeresnaturschutzfonds geleistet haben.<\/p>\n\n\n\n

DBUaktuell:<\/em> Wie geht es im neuen Jahr weiter?<\/strong><\/p>\n\n\n\n

Moorthi:<\/em> <\/strong>Wir gehen weiter gezielt auf Veranstaltungen und aktiv auf Leute zu, um weitere Projektantr\u00e4ge einzuwerben und neue Themen zu identifizieren. Wir sind jederzeit ansprechbar f\u00fcr Ideen. Nat\u00fcrlich haben wir Erwartungen an die Qualit\u00e4t der Projekte. Ein guter erster Schritt ist es, uns eine E-Mail zu schreiben und das geplante Vorhaben kurz zu skizzieren.
Michels<\/em><\/strong>:<\/em> Und das um so mehr, als wir im kommenden Jahr mehr Geld zur Verf\u00fcgung haben, n\u00e4mlich 10 Millionen Euro. Das erweitert die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr den Meeresnaturschutz erheblich. Antr\u00e4ge k\u00f6nnen auch im Rahmen des Green Start-up-Programmes oder der DBU-Nachwuchsf\u00f6rderprogramme gestellt werden. Wir machen ein niederschwelliges Angebot \u2013 das ist ein Qualit\u00e4tsmerkmal der DBU.<\/p>\n\n\n\n

Mehr zum Meeresnaturschutzfonds inklusive einer \u00dcbersicht \u00fcber die gef\u00f6rderten Projekte gibt es unter: www.dbu.de\/foerderung\/projektfoerderung\/foerderthemen\/meeresnaturschutzfonds\/<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n


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