  {"id":177556,"date":"2026-03-31T08:58:11","date_gmt":"2026-03-31T06:58:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=177556"},"modified":"2026-03-31T08:58:12","modified_gmt":"2026-03-31T06:58:12","slug":"biotoppflege-fuer-seltene-knoblauchkroete","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/biotoppflege-fuer-seltene-knoblauchkroete\/","title":{"rendered":"Biotoppflege f\u00fcr seltene Knoblauchkr\u00f6te"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1440\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hopsten-hopsten-rainer-schmidt-bundesforst-1920x1440.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-177564\" style=\"width:332px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hopsten-hopsten-rainer-schmidt-bundesforst-1920x1440.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hopsten-hopsten-rainer-schmidt-bundesforst-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hopsten-hopsten-rainer-schmidt-bundesforst-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Lockerer Boden, terrassiertes Ufer und besonnter Weiher:<\/strong> Revierleiter Rainer Schmidt pr\u00e4sentiert auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Hopsten den j\u00fcngst optimierten Lebensraum der seltenen Knoblauchkr\u00f6te, wo sich zudem viele weitere Kr\u00f6ten, Fr\u00f6sche und Molche tummeln.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Hopsten. Eine der seltensten Amphibienarten des Kreises Steinfurt lebt auf der <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/hopsten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DBU-Naturerbefl\u00e4che Hopsten<\/a>: die Knoblauchkr\u00f6te. Damit ihr Lebensraum aus lockerem Boden, terrassiertem Ufer und besonntem Weiher erhalten bleibt, haben im Februar Pflegema\u00dfnahmen stattgefunden. Im Auftrag der Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), dem DBU Naturerbe, koordinierte der <a href=\"https:\/\/www.bundesimmobilien.de\/bundesforst\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.bundesimmobilien.de\/bundesforst\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bundesforst<\/a>betrieb Rhein-Weser die Gew\u00e4sseroptimierung. Das kommt auch Erdkr\u00f6ten, Gras- und Gr\u00fcnfr\u00f6schen sowie Molchen zugute.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Leicht grabf\u00e4higen Boden in direkter N\u00e4he zum Laichgew\u00e4sser geschaffen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1440\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hopsten-hopsten-bagger-rainer-schmidt-bundesforst-1920x1440.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-177560\" style=\"width:350px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hopsten-hopsten-bagger-rainer-schmidt-bundesforst-1920x1440.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hopsten-hopsten-bagger-rainer-schmidt-bundesforst-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hopsten-hopsten-bagger-rainer-schmidt-bundesforst-400x300.jpg 400w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hopsten-hopsten-bagger-rainer-schmidt-bundesforst.jpg 2016w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Pflege auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Hopsten: <\/strong>Nachdem das mit Weiden \u00fcberwachsene Gew\u00e4sser von Bewuchs befreit war, r\u00e4umte ein Bagger mit Kranausleger den Baumschnitt ab.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Sie ist eine sehr heimlich lebende Art, doch etwa Ende M\u00e4rz kommt sie ans Licht: Die gr\u00fcn-braune Kr\u00f6te mit den roten Punkten zieht es nach der \u00dcberwinterung im sicheren Boden zum nahegelegenen Laichgew\u00e4sser im S\u00fcdwesten der Naturerbefl\u00e4che. Der Scheitelh\u00f6cker am helmf\u00f6rmig gew\u00f6lbten Oberkopf hilft der in Nordrhein-Westfalen vom Aussterben bedrohten Amphibienart, sich aus der kr\u00fcmelig-lockeren Erde der Uferb\u00f6schung zu graben. \u201eOffener Boden ohne Pflanzenbewuchs ist \u00fcberlebenswichtig f\u00fcr die versteckt lebende Knoblauchkr\u00f6te\u201c, sagt Dr. Uwe <strong>Fuellhaas<\/strong>, Feuchtgebietsmanager im DBU Naturerbe. \u201eUm diese Voraussetzung zu schaffen, haben wir einen am Weiher angrenzenden Erdwall von der dichten Grasnarbe befreit\u201c, erg\u00e4nzt Revierleiter Rainer <strong>Schmidt <\/strong>vom Bundesforstbetrieb Rhein-Weser, der die Arbeiten im Auftrag der Stiftungstochter koordiniert hat. Da Knoblauchkr\u00f6ten sowohl den Winter als auch tags\u00fcber \u201ebevorzugt eingegraben im Boden verbringen\u201c, schaffe dieser nun offenliegende Erdbereich den \u201eidealen, leicht grabf\u00e4higen Unterschlupf in direkter N\u00e4he zum Laichgew\u00e4sser\u201c, so Fuellhaas.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gew\u00e4sser auf einer Fl\u00e4che von rund 2.500 Quadratmetern behutsam freigestellt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1440\" height=\"1920\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hopsten-hopsten-grasnarbe-rainer-schmidt-bundesforst-1440x1920.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-177562\" style=\"width:318px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hopsten-hopsten-grasnarbe-rainer-schmidt-bundesforst-1440x1920.jpg 1440w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hopsten-hopsten-grasnarbe-rainer-schmidt-bundesforst-600x800.jpg 600w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hopsten-hopsten-grasnarbe-rainer-schmidt-bundesforst-300x400.jpg 300w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hopsten-hopsten-grasnarbe-rainer-schmidt-bundesforst.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1440px) 100vw, 1440px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>\u00dcberlebenswichtig ist offener Boden ohne Pflanzenbewuchs:<\/strong> Der am Weiher angrenzende Erdwall wurde mit der Baggerschaufel abgezogen und der Boden freigelegt, um ihn als \u00dcberwinterungslebensraum f\u00fcr die Knoblauchkr\u00f6te attraktiver zu machen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wenn die Bedingungen im Gew\u00e4sser passen, ist von April bis Ende Mai mit dicken, um Pflanzenst\u00e4ngel gewickelten Laichschn\u00fcren zu rechnen. Aus den bis zu mehreren Tausend Eiern schl\u00fcpfen nach wenigen Tagen die Kaulquappen. \u201eDas Besondere: Mit neun bis zw\u00f6lf Zentimetern sind sie die gr\u00f6\u00dften der heimischen Amphibienlarven und sogar gr\u00f6\u00dfer als die ausgewachsenen Knoblauchkr\u00f6ten mit bis zu sieben Zentimetern\u201c, sagt Fuellhaas. Doch ohne Licht und W\u00e4rme haben sie kaum eine \u00dcberlebenschance. \u201eKnoblauchkr\u00f6ten sind auf warme, sonnendurchflutete Laichgew\u00e4sser angewiesen\u201c, so Fuellhaas. Um den Fortbestand der streng gesch\u00fctzten Amphibienart im Kreis Steinfurt zu sichern, erfolgten im Februar umfangreiche Pflegema\u00dfnahmen. Schmidt: \u201eDer fast vollst\u00e4ndig mit Weiden \u00fcberwachsene Weiher wurde auf einer Fl\u00e4che von rund 2.500 Quadratmetern behutsam freigestellt, um neuen Lebensraum zu schaffen.\u201c Die dichte Krone verhinderte ihm zufolge das n\u00f6tige Erw\u00e4rmen des Wassers im Fr\u00fchjahr. Gleichzeitig verschlechterte der massive Laubeintrag die Wasserqualit\u00e4t. \u201eDer R\u00fcckschnitt erforderte eine Kombination aus moderner Technik und sorgf\u00e4ltiger Handarbeit\u201c, so Schmidt. Nun ist alles bereit f\u00fcr die kommende Laichsaison \u2013 auch f\u00fcr Erdkr\u00f6ten, Gras- und Gr\u00fcnfr\u00f6sche sowie Molche, die ebenfalls von der Pflege profitieren. Zudem sei das Gew\u00e4sser laut Schmidt fischfrei mit ausreichender Tiefe und reich an Wasserpflanzen als Nahrungsquelle.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1440\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hopsten-knoblauchkroete-hopsten-andreas-kronshage-lwl-1920x1440.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-177567\" style=\"width:339px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hopsten-knoblauchkroete-hopsten-andreas-kronshage-lwl-1920x1440.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hopsten-knoblauchkroete-hopsten-andreas-kronshage-lwl-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hopsten-knoblauchkroete-hopsten-andreas-kronshage-lwl-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Heimlich und leise:<\/strong> Die in Nordrhein-Westfalen vom Aussterben bedrohte Knoblauchkr\u00f6te f\u00fchrt eine verborgene Lebensweise. Tags\u00fcber und im Winter gr\u00e4bt sie sich in sandige B\u00f6den ein. Ihre Rufe unter Wasser sind sehr leise.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Regionale Zusammenarbeit bei der Entdeckung einer Seltenheit in Nordwestdeutschland<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Vorkommen der Knoblauchkr\u00f6te ist schwierig nachzuweisen und blieb bis zur Entdeckung auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Hopsten im Jahr 2018 viele Jahre unbekannt. Damals hatten Amphibienkenner die sehr leisen, unter Wasser abgegebenen und nur \u00fcber wenige Meter h\u00f6rbaren Rufe dokumentiert. Aufgrund der Seltenheit in Nordwestdeutschland war die Freude gro\u00df. Das Stillgew\u00e4sser im S\u00fcdwesten der knapp 200 Hektar gro\u00dfen Naturerbefl\u00e4che ist vor vier Jahren in Zusammenarbeit mit dem <a href=\"https:\/\/www.lwl-naturkundemuseum-muenster.de\/de\/bildungs-und-forschungszentrum-heiliges-meer\/bildungs-und-forschungszentrum\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildungs- und Forschungszentrum Heiliges Meer<\/a> des <a href=\"https:\/\/www.lwl-naturkundemuseum-muenster.de\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">LWL-Museums f\u00fcr Naturkunde<\/a> und der <a href=\"https:\/\/biologische-station-steinfurt.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Biologischen Station Kreis Steinfurt<\/a> optimiert worden.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-7f9e5068-440a-4a30-9d4c-9093de111f09' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-7f9e5068-440a-4a30-9d4c-9093de111f09' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href="\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=A9wf%2Bfm9Y8uI9iktayXR0PZ%2Bq7l6Kyrigk9964bTk3DH%2B%2FO0JgZ8%2BY5B1dEQnvaf"><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Martin Lindenberg<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Bundesforstbetrieb Rhein-Weser<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-7f9e5068-440a-4a30-9d4c-9093de111f09' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href="https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hopsten-pm-042-2026-hopsten-knoblauchkroete.pdf"><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-7f9e5068-440a-4a30-9d4c-9093de111f09' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href="https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-service-2026-01-hintergrund-zum-dbu-naturerbe.pdf"><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Hintergrund zum DBU Naturerbe<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DBU-Naturerbefl\u00e4che Hopsten: Laichsaison kann kommen<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":177567,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[433,3017,75,432,50,2682],"class_list":["post-177556","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-naturerbe","tag-dbu-naturerbe","tag-hopsten","tag-nationales-naturerbe","tag-naturerbe","tag-naturschutz","tag-nordrhein-westfalen-2"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"0","dbu_submenu":"0","dbu_submenu_position":"middel","dbu_submenu_entry":[{"dbu_submenu_entry_link_size":"normal","dbu_submenu_entry_link_weight":"big"}],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/177556","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/177556\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":177570,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/177556\/revisions\/177570"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/177567"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=177556"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=177556"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=177556"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}